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                   im Ziel!

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Archiv 2011


Was sonst noch lief

17.08.2011

"Panoramatour sächsische Schweiz"

von Sandra Ricke

"Unter dem Weihnachtsbaum fand ich im letzten Jahr ein ganz besonders schönes Geschenk: Einen Wellnessurlaub in der sächsischen Schweiz. Da das Laufen für mich unbedingt auch unter den Begriff "Wellness" fällt, war klar, dass die Teilnahme an einer Laufveranstaltung zum Pflichtprogramm gehören würde.

In Frage kam ein Lauf im Rahmen der "Panoramatour sächsische Schweiz"; eine Sportveranstaltung, bei der an vier aufeinanderfolgenden Tagen diverse Wander-, Rad- und Laufwettbewerbe mit Einzel- und Etappenwertung angeboten wurden. Wer von Wettkämpfen nicht genug bekommt, konnte an der Laufetappenwertung teilnehmen, bei der von Freitag bis Sonntag Läufe über 7,8 KM, 30 KM und 15 KM zu absolvieren waren. Doch dies war selbst mir ein bisschen zu viel, so dass ich mich für einen Start auf der 9-KM-Strecke entschied.

Dieser Lauf fand in Hinterhermsdorf statt, einem kleinen Ort in der Nähe der Grenze zu Tschechien. Und weil es ja "Wellness" sein sollte, war eher gemütliches Laufen als eine wilde Raserei geplant.

Von diesem guten Vorsatz rückte ich jedoch erst mal ab, als kurz vor dem Start ein Gewitter aufzog, dessen Regen dafür sorgte, dass man es sehr eilig hatte, die ersten Kilometer hinter sich zu bringen und in den schützenden Wald zu gelangen. Dort angekommen, begann der entspannte Teil des Laufes: Die Strecke führte durch einen wildromantischen Wald an einem Fluss entlang, größtenteils über gut zu bewältigende Wanderwege, vorbei an bizarren Felsformationen. Hier durfte man einfach nicht durchhetzen, hier musste man die Seele baumeln lassen und die Umgebung genießen! Dafür, dass man nicht zu schnell wurde, sorgten zudem die zahlreichen Anstiege, die ca. von KM 3 bis 8 zu bewältigen waren. 

Hatte ich mich anfangs zurück gehalten und meinem Freund einigen Vorsprung gelassen, so wurde hier mein Spaß am Berglaufen geweckt, und ich rollte das Feld von hinten auf, gejagt von einem jugendlichen Mitläufer, der sich penetrant an meine Fersen heftete und mir konsequent mit wenigen Fußlängen Abstand folgte. Ihn wollte ich doch zu gern abschütteln.... was mir jedoch nicht gelang. Er hatte beeindruckend viel Biss und ließ mich beim letzten Anstieg im Walde stehen.

Das Ziel erreichte ich als Siegerin nach 43:57 Minuten, es waren lediglich sechs Männer schneller als ich. Mein Freund folgte mir mit etwas mehr als einminütigem Abstand und konnte sich über seinen Altersklassensieg in der AK M35 freuen.
Und der Rest des Wochenendes, der war dann wirklich ganz gemütlich!"


15.08.2011

Sportjournalist Manfred Steffny vollendet 70. Lebensjahr

"Steffny hat im Dezember 1974 zusammen mit dem Arzt und Laufsportpionier Dr. Ernst van Aaken das Laufmagazin „Spiridon“ in Düsseldorf gegründet - die erste monatlich erscheinende Fachzeitschrift im deutschsprachigen Raum.

Manfred Steffny kann man getrost als das "Urgestein" und den Laufpionier für den Laufsport in Deutschland bezeichnen. Er hat sich wahrlich um die Entwicklung des Laufsports verdient gemacht und alle Laufveranstalter können sich bei ihm bedanken.

Er hat die Laufszene jahrzehntelang wohlwollend - aber auch zu Recht oft sehr kritisch - begleitet und vorangetrieben. Das kann kein anderer hierzulande von sich behaupten..."

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Hier noch mal ein absolutes Steffny-Highlight

"Das Leben – ein Achthundertmeter-Rennen!"

"Für viele Lauffreunde ist der 800-m-Lauf, ob als Teilnehmer oder Betrachter, die taktisch spannendste Disziplin, voller Überraschungen, mit Tempowechseln, knallharter Führungsarbeit und Sterben auf der Zielgeraden. Ist er nicht das Leben selbst – zwei Runden gleich 800 Meter gleich 80 Jahre, zehn Meter pro Lebensjahr?

Die ersten zehn Jahre oder 100 m verlaufen noch in geordneten Bahnen, da eckt niemand an, sorgsam geführt mit gleichzeitigem Beginn in die Kurve des Lebens hinein. Fehlstart oder gar das vorzeitige Aus, noch ehe das Rennen beginnt, sind äußerst selten. Natürlich kann man sich verkalkulieren, zu schnell oder zu langsam beginnen, angetrieben durch eigenen Ehrgeiz, oder mehr noch verblendet durch Anfeuerungen von außen. Nach 100 m oder 10 Jahren beginnt dann die raue Wirklichkeit, wenn die Läufer aus der Kurve einbiegen und sich ihre Position suchen müssen. Hauptschule oder Gymnasium? Man muss sich einfädeln und hält auf der Geraden erst mal seine Position. Es wird wenig überholt, es sei denn da vorne gibt einer ganz mächtig das Tempo vor. Der nächste Knackpunkt kommt nach 20 Jahren oder 200 m. Es geht in die Kurve, es wird um Positionen gerungen, hier kann noch jeder mithalten, der seine Ellenbogen einsetzt. Der eine kriegt einen guten Job, der andere fängt ein Studium an, der andere hat die erste feste Partnerschaft. Alles ist noch unsicher, man weiß noch nicht, wie sich das Fortkommen entwickelt. Mitten in der Kurve, so bei 250 m oder 25 Jahren, entscheidet sich so oft, ob man jemanden den Vortritt lassen muss oder noch vorbeikommt auf die lange Gerade vor den Tribünen, dort wo der Beifall erklingt und man das einmal gewählte Tempo hervorragend durchhält. Die Spätstarter haben ihre letzte Chance nach 20 Semestern Studium, noch einmal herauszukommen.

Bald ist die erste Runde vorbei, wer jetzt die Kurve nach 400 m oder 40 Jahren kriegt, hat oft ausgesorgt. Man liegt vorne, lebt im eigenen Haus, die Kinder werden groß, im Rennen spürt man das Stechen in den Lungen noch nicht, hat sich an die eingeschlagenen Geschwindigkeit gewöhnt, einen guten Schritt drauf. Doch einige erleben ihre Midlife-Crisis, preschen unmotiviert nach vorne oder steigen aus. Auf der langen Gegengeraden zwischen 500 und 600 m und kurz vor der Kurve zum 60. Lebensjahr wird um die großen Positionen gekämpft. Da erfüllen sich die Lebensträume, wird die vorhergehende Generation abgelöst. Oder man bleibt schließlich in der letzten Kurve irgendwo in der zweiten oder dritten Reihe hängen, stolpert bei gleicher Anstrengung hinter den anderen her und schimpft darüber, wie ungerecht das Leben ist. Wer zuviel Stress nicht vertragen kann, für den ist das Rennen schon vorbei. Aber auch die weniger guten Läufer haben nun auf der Geraden Platz, könne ihre Position ausbauen oder genießen. Doch Vorsicht, es kommt nach dem 60. die Kurve, in der man außer Tritt geraten kann. Wehe, wenn da urplötzlich die Kräfte nach lassen. Niemand kann das genau vorhersehen. Jedes Rennen läuft anders. Es kann zu bösem Mobbing kommen. Einige spielen dann nicht mehr vorne mit, laufen Mitte der Kurve mit 65 sehnsüchtig am Wassergraben vorbei und fallen hoffentlich nicht hinein und traben nur noch aus bis zum Ende.

Nach 70 Jahren oder 700 m wird das Rennen schwer. Man wird kurzatmig, die Beine wackeln, man kann nur noch anaerob laufen. Hier wird keiner mehr schneller, auch wenn es so aussieht, als ob wild gespurtet würde. Auch der Laufstil wird eckiger. Fast immer ist die erste Hälfte bei weitem flotter. Mitte der Zielgeraden wird vieles klar, man weiß, das Ziel wird angemessen erreicht, manche Mühsal fällt von einem ab und mit 80 Jahren oder 800 m zerreißt der eine jubelnd das Zielband, der andere reiht sich zufrieden ein. Viele sinken nach dieser Anstrengung erschöpft zu Boden, es ist zu Ende. Andere traben noch locker aus. Und die ganz Begnadeten, sie sind nicht totzukriegen, laufen noch eine halbe Ehrenrunde, winken dem staunenden Publikum zu und werden hundert Jahre alt.

Hört sich das faszinierend an? Laufen wir also die achthundert Meter?! Wir sind schon mittendrin und kommen hoffentlich wohlbehalten zum Ziel."

Alles Gute Manfred, auch vom mir.


13.08.2011

Expertentipp

Ich sage es ja seit Jahren, aber auf mich hört ja keiner.

Doch wenn es der Experte Dr. Thomas Wessinghage, Professor der Orthopädie und Europameister über 5000 Meter, sagt, sollten alle Kniegeschädigten hinhören: 

"Der Meniskus nimmt nicht die Belastung von oben übel, sondern seitliches Abknicken. Meiden sie daher im Training unebene Wege."

Nicht von ungefähr bekommen mir die Straßenläufe am besten, gute Laufschuhe vorausgesetzt. Nach Läufen auf unebenen Strecken in Feld und Wald sind die Beschwerden immer stärker als sonst.


08.08.2011

"Alkoholfreies Weißbier für die Gesundheit von Sportlern"

"Viele Freizeitsportler haben es längst vermutet, was Forscher des Lehrstuhls für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin der TU München am Klinikums rechts der Isar nun herausgefunden haben: In der weltweit größten Marathonstudie „Be-MaGIC“ (Beer, Marathon, Genetics, Inflammation and the Cardiovascular system) konnten sie belegen, dass der Konsum von alkoholfreiem Weißbier positive Auswirkungen auf die Gesundheit von Sportlern hat. Unter Leitung von Dr. Johannes Scherr untersuchten die Sportmediziner 277 Probanden drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem München Marathon 2009..."

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05.08.2011

Marathon

"Laufen aus Leidenschaft, das Leiden schafft"

Lesenswerter Artikel


31.07.2011

"Dich erkenne ich von 1000 Meter Entfernung"

Jeder hat seinen eigenen, individuellen und charakteristischen Laufstil. Heute auf meinem langen Ritt kurz vor Höringhausen kam mir Helmut Heine mit dem Rad entgegen. Da kam sein Spruch: "Den kenne ich doch. Dich erkenne ich von 1000 Meter Entfernung."

Ja, Armhaltung, Fußhaltung,..., man kennt halt seine "Pappenheimer". Aber was bedeutet schon Laufstil: Emil Zatopek oder Paula Radcliffe, die mit den Armen ruderten oder mit dem Kopf roll(t)en, waren bzw. sind Weltklasse. Selbst die vermeintlich stilistisch sauber laufenden Dieter Baumann oder Haile Gebrselassie haben Fehler in der Armhaltung, liefen oder laufen trotzdem alles in Grund und Boden. 

Ja, Helmut, so ist das. Obwohl ich blind wie ein Grubengaul bin, dich erkenne ich schon auf 2 km Entfernung. 


26.07.2011

"Dehnst Du noch oder grübelst Du schon?"

Deutsche Sportmedizin: "Aktuelle Daten zu Akzeptanz und Verbreitung von Stretching im Leistungssport..."

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17.07.2011

Spruch der Woche

"Bei Ihnen wird nix nass, ne"

Seit langen Wochen bin ich beim Laufen mal wieder so richtig schön triefend nass geworden. 2 Km nach dem Start in Richtung Obernburg begann es zu schütten, wolkenbruchartig. 

Am Ende des Waldes kurz vor Obernburg begegneten mir zwei ältere Damen, geschützt von einem Regenschirm Marke "6-Mann-Hauszelt". Mindestens. Die Ältere der beiden ruft mir unvermittelt zu:

"Bei Ihnen wird nix nass, ne"

"Bei Ihnen wird nix nass, ne", diesen Spruch muss man sich noch mal auf der Zunge zergehen lassen. Es regnete in dem Moment Bindfäden, ich stand quasi im Wasser. Jedenfalls war ich wegen dieser Feststellung so perplex, dass ich nur noch schmunzelnd rausbrachte: "Und wenn, ist das auch egal, ne." 

Ich wiederhole: Ich war so nass, dass ich im Wäschetrockner sicher ein paar Liter gelassen hätte. Da haut die so einen Spruch raus. Hammer, Brüller, Knüller, Schenkelklopfer,... was ihr wollt.

Ich habe nur zwei Erklärungen für die seltsame Betrachtungsweise der älteren Dame: 

oder

So ganz trocken muss die jedenfalls trotz "Festzelt-Regenschirm" wohl auch nicht mehr gewesen sein.

Oh Frau, nee ne! 


12.07.2011

"Individuelle Risikofaktoren für Achillessehnenbeschwerden bei laufbetonten Sportarten"

"Achillessehnenbeschwerden stellen im Spitzen- und Breitensport, speziell bei laufbetonten Sportarten, ein großes Problem dar. Die Verletzungshäufigkeit liegt zwischen 16 und 23%. Eindeutige Ursachen sind bis heute nicht aufgeklärt. 

In dieser Studie wurden individuelle Parameter der Fußanatomie in speziellen Kollektiven bestimmt und retrospektiv sollte der Zusammenhang zu Achillessehnenbeschwerden erhellt werden..."

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07.07.2011

Greifvögel attackieren Läufer

"Raubvögel greifen immer wieder Passanten an. In Verden an der Aller wurde eine Joggerin von einem Bussard schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden..."

Video NDR-Fernsehen

Meine Wunden heilen übrigens langsam ab.


03.07.2011

Abenteuer "Kurzstrecke": 3.000 Meter auf der Bahn

von Sandra Ricke

"OK, Kurzstrecke ist anders definiert. Das ist auch nicht Mittelstrecke, sondern Langstrecke. Aber für mich... eben Kurzstrecke.

Strecken unterhalb von 10 KM habe ich bislang nicht in Angriff genommen. Lohnt nicht, sich dafür in die Laufkluft zu schmeißen; der Spaß ist viel zu schnell vorbei. Aber der Reiz, es mal auf der Bahn zu probieren, war da. Und zudem viele Fragen! Muss man bei einem Bahnwettkampf eigentlich in seiner Bahn bleiben, oder darf man durcheinander laufen? Wie überholt man? Ist das nicht zu eintönig, immer nur im Kreis zu laufen? Ich wollte´s also wissen und suchte mir einen Bahnwettkampf auf einer Unterdistanz aus; 3.000 Meter in Warstein.

Ganz unvorbereitet wollte ich nicht auf die Strecke gehen, also wurde mein Trainingsplan für ein paar Wochen umgemodelt. Adios, ihr schönen, langen und gemütlichen Läufe, und "herzlich" willkommen, Tempointervalle! Ein wenig (nein, ziemlich!) pervers fand ich es schon, als da plötzlich Dinge standen wie "20 mal 120 Meter Steigerungen am Berg", aber meine Güte, das sind doch auch nur 2,4 KM, und die... Kleinkram eben, die reißt man ja locker nebenbei ab.... Haha, Pustekuchen!!! So ganz nebenbei ging das dann doch nicht....  

Die ersten waren noch ganz klasse, doch schon bald stand ich hechelnd am Berg, hatte den Eindruck, Lunge, Galle und sonstiges stehen kurz vor der Explosion, und dabei... war noch nicht mal die Hälfte geschafft!!! Und erst mal der Tag danach... Aua. Ohrläppchen und Nasenspitze waren vielleicht noch schmerzfrei, aber ansonsten tat jeder Quadratzentimeter meines Körpers weh, vollkommen übersäuert. Wehmütig musste ich auch in den Tagen nach diesen Trainingsqualen Abschied nehmen von langen Einheiten. Mir fehlte die Geduld, in einem Kilometerschnitt, der gen 7 Minuten tendierte, durch die Landschaft zu schleichen, denn mehr war nicht drin. Da muss ich den Kurz- und Mittelstrecklern wirklich meinen Respekt aussprechen, dass sie dauerhaft diese Qualen auf sich nehmen und das auch noch irgendwie toll finden.

Und noch etwas habe ich gelernt: Dass eine Sekunde Welten bedeuten kann. Bisher hatte ich kein Verständnis dafür, wenn mir jemand erzählte, er habe für eine Distanz eine Zeit von sagen wir mal 63 Sekunden gebraucht, und sein großes Ziel sei, diese Strecke in 61 Sekunden zu absolvieren. Oder wie sich jemand ein Loch in den Bauch freuen kann, wenn er nicht 1:50 Minuten sondern 1:49,99 Minuten gelaufen ist. Ist das nicht Haarspalterei???? Oh, inzwischen verstehe ich es. Meine 100-Meter-Intervalle lief ich stets mit lediglich ein paar Zehntel-, vielleicht sogar Hundertstelsekunden Unterschied. Ich konnte machen, was ich wollte - es ging einfach nicht, mal eben eine ganze Sekunde schneller zu sein.... ich musste mich auch haarspalterisch nach unten hangeln und freute mich hinterher tierisch, wenn die Uhr dann 18,98 Sekunden anzeigte, und nicht 19,0. Wobei diese Zeiten bei einem richtigen Kurzstreckler ja nur ein bemitleidendes Lächeln hervor rufen...

Gestern war es dann soweit, 3.000 Meter in Warstein. Mmmmh, sehr geringe Beteiligung - zwei Frauen und ein blinder Mann am Start. Hatte ich mir in den letzten Tagen doch den Kopf zerbrochen über mögliche Zwischenzeiten, hochgerechnet, auswendig gelernt, wieder verworfen, neu berechnet - schon nach der ersten Runde konnte ich dies vergessen, denn ich war sieben Sekunden schneller als geplant. Die Theorie ist doch nicht so einfach umzusetzen.

Ungefähr fünf Runden war ich in Führung, bis mich der blinde Läufer ein- und überholte. Bei ihm klappte das irgendwie besser mit dem Einhalten der geplanten Rundenzeiten. Ich konnte mich wieder nach vorn arbeiten, und dicht beieinander liefen wir weiter. Es blieb sehr spannend!

Kurz vor dem Ziel verschärfte er das Tempo und wollte an mir vorbei ziehen, doch das konnte ich nicht zulassen, und so hängte ich ihn in einem für mich fulminanten Endspurt ab (hier wirklich ein dickes Eigenlob an mich!!!!!). Gewonnen!!! Das ging runter wie Öl, obwohl ich mir doch mehr als eine  Zeit von 11:56,37 Min. versprochen hatte. Auch, wenn ich dann erst mal ziemlich platt auf dem Boden saß, fand ich den ganzen Lauf... irgendwie geil. Und da mich meine Zeit ziemlich wurmt, muss ich wohl noch mal ran ."


Foto: Ricke

Anm.: Nach den Umrechnungsformeln dürften rein rechnerisch bei einer Marathonzeit von 3:15 Std. etwa 11:45 Min. auf 3000 m möglich sein.


30.06.2011

"Laufen bis aufs Blut"

Axel Czech schreibt im Gästebuch: "Laufen bis aufs Blut, ;) du bist ja der Härteste unter den Harten!!! :) Wünsche dir eine GUTE BESSERUNG!!! PS...hüte Dich auch vor der Gemeinen Kampfamsel ;)".

Dirk Wenner hat's letzte Woche beinahe an der gleichen Stelle erwischt. Er war natürlich erheblich langsamer als ich unterwegs , deshalb fühlten sich die Bussarde nicht so sehr bedroht wie vom wieselflinken Schalk .

Dirk schreibt: "Hallo Uli, die Schmarre an deinem Kopf sieht wirklich schlimm aus, aber du hast noch Glück gehabt, dass der Bussard dir die Ohren nicht abgezwickt hat.

Als ich beim Laufen - Anfang letzter Woche - im Anschluss an die Holzhausen aus dem Wald kam, sah und hörte ich das Übel schon auf mich zukommen, ähnlich wie im letzten Jahr. Das Bussardpärchen kam auch im Tiefflug bis auf ca. 5 m auf mich zu, in aller Eile habe ich mir einen 2 m langes Aststück geschnappt und hab das wie einen Fahnenträger über mir geschwungen - dabei gleichzeitig noch einen 50 m Sprint bis Anfang angrenzender Wiese dahingelegt. Anschließend habe ich mich über mich selbst gewundert - wie schnell ich doch noch laufen kann. Der nächste Lauf auf dieser Strecke nur noch mit Fahrradhelm, Schutzbrille und Schulterpolster. Gruß und gute Besserung Dirk"

Ja, als Läufer lebt man gefährlich. Ich habe übrigens auf dem Foto bewusst eine Leidensmiene aufgelegt, als hätte ich noch eine Kralle im Schädel. Mein Sohn Bastian meinte, wer so was "Fürchterliches" erlebt hat, dürfe nicht lächeln.

Es geht mir aber schon besser, bin gestern wieder gelaufen, habe aber einen großen Bogen um das Waldstück gemacht. Vielleicht werde ich auch demnächst Haken schlagen wie ein Hase, wie es Michael Möller vorschlägt. Man weiß ja nie, was noch so alles im Unterholz lauert. Gemeine Kampfasseln oder gar Rothäute sollen auch unterwegs sein (s. Gästebuch). Danke allen für das Mitgefühl, das war echt heftig.

mehr: Gästebuch


29.06.2011

"Die Vögel"

Bussard schlägt zu

Was habe ich nur verbrochen. Die Vogelwelt schlägt erbarmungslos zu. Hitchcock lässt grüßen. Vor Kurzem auf Texel ließ eine dicke Möwe ihre Fäkalien beim gemütlichen Essen am Meer genüsslich auf meine Jacke fallen. Das habe ich noch mit Humor genommen.

Vor 3 Jahren um die gleiche Zeit hatte ich Glück, als ein Bussard auf der alten Korbacher Volkslaufstrecke Scheinangriffe flog, um mich aus dem Einzugsbereich seines Horstes zu vertreiben. Ich kam glimpflich davon.

Gestern hat Buteo buteo, wie er in der Fachsprache heißt, richtig zugepackt. Ohne Scheinangriff schoss der Bussard etwa 400 Meter unterhalb der Holzhäuser Teiche von hinten wie ein Geschoss auf meinen Kopf und verletzte mich auf Schädeldecke und Stirn. Ich war wie vom Faustschlag getroffen. Auf dem Schädel zog er eine 15 cm lange Spur der Verwüstung, auf der Stirn haute er mir seine Krallen 5 cm lang tief ins Fleisch. Sofort schoss das Blut in Strömen. Ich hatte Glück im Unglück, 3 cm tiefer und er hätte mich am Auge verletzt. Nachdem sich der Schockzustand ein wenig legte, wurde ich im Krankenhaus notärztlich versorgt.

Der Bussard hat sich ganz natürlich verhalten. Er wollte nur sein Gelege verteidigen, mein schnelles Laufen interpretierte er wohl als Angriff auf seinen Horst. Ich hatte das Gefühl, als habe er selbst unter Schock gestanden, weil er seinen Flug zu tief ansetzte. Kreischend drehte er nach seiner "Tat" ein paar Runden 10 Meter über mir und flog dann von dannen. Bekommt die Industrie Wind von dieser Geschichte, wird sicher demnächst ein "Laufhelm" entwickelt. Schmerz lass nach. "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen."


28.06.2011

Buchtipp

"Das Jahrhundert-Rennen"

von Heinz Spies, Trainerlegende aus Bremen

Dieter Baumann schreibt im Vorwort: "Das Buch ist eine Laufgeschichte. Kriminalroman und ein Lehrbuch über modernstes Lauftraining gleichermaßen!" Damit ist fast alles gesagt. Heinz Spies, die Trainerlegende aus Bremen, hat dieses Buch geschrieben und sein ganzes profundes Wissen hineingelegt. Es ist ein Science-Fiction-Roman, ein Laufbuch und ein Trainingsratgeber für Hobbyläufer und Leistungsläufer zugleich.

Im Vorfeld hat mich Heinz Spies kontaktiert und bat um Erlaubnis, die Umrechnungstabellen meiner HP veröffentlichen zu dürfen. Die habe ich gerne gegeben. 

Es macht mich natürlich ein wenig stolz, dass ich neben den Größen Manfred Steffny und Toni Nett aufgelistet bin. Auch ein Link zu meiner HP findet sich im Buch. Damit bin ich in Zugzwang und werde meine Seite in irgendeiner Form aufrechterhalten müssen. Ich erhielt von Heinz ein Buch mit persönlicher Widmung, vielen Dank.

Das Buch ist auf der Homepage von Heinz Spies zu bestellen. Die erste Auflage ist komplett ausverkauft. Ab 20. Juli wird die 2. Auflage gedruckt. Bestellungen werden ab Ende Juli ausgeliefert. 

Bestellung und mehr


27.06.2011

Eldorados - Let it rock!

Heinz Jandik kann nicht nur schnell laufen, er ist auch ein toller Musiker. Mit den Eldorados wagt er ein Comeback auf der Bühne. 

Auf der neuen Homepage der Band ist in der Rubrik "Über uns" zu lesen, dass Heinz „Chuck“ Jandik in der Gründerzeit der Band das Quartett komplett machte, und fortan waren weder die Bühnen noch die Mädels im Landkreis vor den Eldorados sicher. Warum sollte es da anders als auf den Laufbahnen dieser Welt sein.

Die Eldorados sind also wieder da. Am 1.4.2011 schrieb ich - im anderen Zusammenhang - in meinem April-Scherz (s. News vom 01.04.2011): „Lusche" Jandik, wegen Krampfader-Dauerschmerz ohnehin vom Läufer zum Musiker mutiert… fuhr mit seiner Band „Heinzi und die gespritzten El Tomatos" ins Tonstudio nach Paderborn." 

Damals eingebettet in den Scherz, sind sie nun nach langer langer Zeit tatsächlich wieder am Start - als die einzig wahren und echten Eldorados. Und nun auch im Netz. Let it rock, am Freitag im Weindorf beim Korbacher Altstadtfest (19.00 Uhr).

Homepage der Eldorados
(Heinz würde sich über einen Eintrag im Gästebuch freuen)


20.06.2011

Heißer Tipp: Kratzfestes Gorilla-Glas

"Defy" - der Natur die Stirn bieten

Wer läuft, will in aller Regel wissen, wie lange und wie weit er unterwegs war. Ohne Laufuhr sieht man kaum noch einen Läufer. 

Was mich aber schon immer brennend interessierte, wie viele Kilometer ich tatsächlich unter die Füße genommen habe. 

Blick zurück: In den 80er Jahren fing es mit einem Messrädchen über eine Landkarte gerollt an. Zur Sicherheit wurden manche Strecken noch mal mit dem Rad kontrolliert. Vor ein paar Jahren brachte Jogmap.de neue Möglichkeiten. Man konnte und kann dort immer noch seine gelaufenen Kilometer relativ genau nachrechen. Das kostet jedoch Zeit und Mühe.

Weihnachten bekam ich das Nike-Sportband geschenkt. Nach anfänglichen Problemen zeigt es nun nach einer ordentlichen Kalibrierung und Vergleichen mit dem Radtacho auf 10 km nur noch eine Abweichung von 100 Meter.

Nun ist es passiert. Jetzt hat es mich vollends erwischt. Mein altes Nokia-Handy hat im Urlaub ein unfreiwilliges Tauchbad genommen. Ein paar Tage später gab es seinen Geist auf. Ein neues musste her. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich für das Motorola Defy, das erst seit ein paar Monaten auf dem Markt ist. "Defy" bedeutet auf deutsch so viel wie trotzen, die Stirn bieten. 

"Das Motorola Defy wagt als eines der ersten Mobiltelefone den Spagat zwischen Outdoor und Smartphone. Das sieht man dem handlichen Gerät aber auf den ersten Blick gar nicht an", so wird es in einem Testbericht beschrieben. Fazit: "Das Motorola Defy ist fast so widerstandsfähig, wie ein knubbeliges Outdoor-Handy und dabei so gut ausgestattet, wie ein Top-Smartphone...Im Gegensatz zu anderen Baustellen- und Extremsportler-Telefonen ist das Defy weder mit knubbeligem Gummi verunstaltet, noch kommt es in schrillen Farben. Stattdessen dominiert ein großer Touchscreen die Front, der von kratzfestem Gorilla-Glas geschützt wird."

Für uns Läufer ist dieses "scharfe" Teil ein echter Geheimtipp. Mit dem kostenlosen Zusatzprogramm von "Runtastic" lief ich gestern meine 1. Runde. Es zeigte per GPS auf den Meter genau die zurückgelegte Strecke. Jede Zwischenzeit pro Kilometer wird berechnet, auch Höhenmeter-Profile erstellt. Die gelaufene Strecke wird aufgezeichnet und lässt sich speichern. Stark. 

Das "Defy" ist für 279,- ohne Vertrag im T-Punkt erhältlich, im Internet wird es für etwa 230,- Euro plus Versandkosten angeboten. In Zukunft biete ich der Natur die Stirn, mit kratzfestem Gorilla-Glas.

Was das Defy noch alles zu bieten hat: Testbericht


19.06.2011

"Mini-Coe" hat Trainingslager beendet

Mein "Texel-Trainingslager" ist beendet. Mehr im Gästebuch. Es hat echt Spaß gemacht, wieder mal ein paar schnelle Einheiten auf der Bahn zu machen. Aber mit Heinz Jandik ist bereist abgesprochen, dass seine Rekorde in der M55 bestehen bleiben. Sein großes Zittern hat ein Ende. Vorerst. Er ist ja mit dem Abstieg seiner Eintracht auch wirklich schon genug gestraft. Wenn er nun auch noch seine Rekorde verlieren würde, du meine Güte, ich will nicht an seiner Depression schuld sein. 

Ich habe wirklich, zurzeit jedenfalls, keine Ambitionen anzugreifen, obwohl ich von den Trainingszeiten in der Lage wäre, die Rekorde von 100 - 1000 Meter brechen zu können. Das aber ist mir zu viel Stress, den ich nicht mehr brauche. Zumal das Knie immer wieder mal muckt. Aber man weiß ja nie.

Sandra Ricke und Heinrich Kuhaupt haben mir per Mail über die Pfingstaktivitäten berichtet, die im Folgenden zu lesen sind.

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Waldmarathon am Twistesee

Brief von Runners World an Heinrich Kuhaupt:

"Lieber Heinrich,

wir haben jetzt doch schon den Bericht vom Marathon in Bad Arolsen vorgezogen. Er ist die Top-News des Tages auf www.runnersworld.de . Der direkte Link 

Beste Grüße. Claus Dahms"

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"Pfingstläufe" 

von Sandra Ricke

"Wenn man an diesem Wochenende nicht weiß, was man unternehmen soll, dann liegt es vermutlich einfach am Überangebot. Feste und sonstige Veranstaltungen gibt es an diesem Wochenende in Hülle und Fülle, und auch der Läufer hat es schwer, sich SEINEN Lauf aus dem großen Pfingstlaufangebot herauszupicken.

Ich habe mich dieses Mal gleich für zwei Läufe entschieden - jedoch mit den unterschiedlichsten Ambitionen. Und beide Veranstaltungen waren wirklich toll für mich! Am Twistesee ging ich über 10 Kilometer an den Start. Vor zwei Jahren hatte ich diesen Lauf mit einer 42er Zeit gewonnen - dieses Mal ließ ich es deutlich langsamer angehen und begleitete einen Bekannten von mir, der am Twistesee den Marathon lief. Übrigens war dies sein 60. Marathon, und er arbeitet fleißig an der Eintrittskarte für den 100-Marathon-Club. 

Im 6:10er-Kilometerschnitt machten wir uns auf den Weg, und so konnte ich zumindest einen Marathonabschnitt mal richtig genießen. Mich an Marathonambiente und Landschaft erfreuen, dem Fachsimpeln der Ultra-Cracks lauschen... Herrlich entspannend! Nach ca. 6,5 KM trennten sich unsere Wege, und ich nutzte den Rest meiner 10-KM-Strecke für eine Tempoeinheit. Das Ziel erreichte ich nach 54 Minuten.... und über die Platzierung schweige ich mich lieber aus ;-) Aber schön war´s! (In der heimischen Presse wird in den nächsten Tagen gewiss über diese Veranstaltung berichtet werden; daher verzichte ich auf weitere Ausführungen zu den Korbacher Startern.) 

Am Pfingstsonntag machte ich mich auf den Weg nach Kollerbeck (Kreis Höxter / bei Marienmünster), um dort am Pfingstlauf über die Halbmarathondistanz teilzunehmen. Berichte von anderen Läufern hatten mich schon darauf vorbereitet, dass mich eine anspruchsvolle Strecke erwarten würde - und so war es dann auch. Zahlreiche Anstiege, kurz und knackig, oder auch mal länger, nicht enden wollende Trampelpfade, auf denen es über Stock und Stein ging, quer durch den Bach... 

Dieser Lauf hatte es wirklich in sich (lt. meiner GPS-Uhr immerhin 760 Höhenmeter!), und oft genug habe ich mich gefragt, ob meine Beine überhaupt genug Kraft haben >> würden, mich bis in´s Ziel zu tragen. Körperlich war es anstrengend, aber für die Seele ein Genuss! Wer abwechselungsreiche Landschaftsläufe liebt, der ist hier gut aufgehoben. Übrigens konnte ich vom Start an gleich in Führung gehen und diese deutlich ausbauen. So erreichte ich das Ziel als erste Frau in 1:34:37 h (mit ca. 5-6 minütigem Vorsprung). Mit diesem tollen Ergebnis auf der herrlich-anspruchsvollen Strecke bin ich mehr als zufrieden. 

Und am Pfingstmontag... lasse ich mal die Anderen laufen; sei es in Usseln, Allendorf oder sonst wo... Ich werde allein in schönen Pfingstlauferinnerungen schwelgend über meine Hausstrecke schleichen..."


01.06.2011

Hessische Seniorenmeisterschaften

Wohin geht der Weg?

Die Teilnehmerfelder lichten sich, kaum mehr als 3 Starter sind auf den Mittelstrecken unterwegs. Auch das Leistungsniveau sinkt kontinuierlich. In der M45 musste man vor Jahren um die 2:10 Min. über 800 Meter laufen können, um ganz vorne bei einer Hessenmeisterschaft dabei zu sein. Zugegeben, die Sieger liefen zwar nicht immer in dieser Zeit durchs Ziel, aber nur, weil die Rennen oft taktisch geprägt waren.

Auf höchstem Niveau ist zurzeit der ab morgen 47-jährige Wilhelm Hofmann unterwegs. Der für Marburg startende Ausnahmekönner aus Berndorf ist auf den langen Strecken ab 5000 Meter eine Klasse für sich. 15:49 Min. über 5000 Meter in der M45 ist eine Zeit wie von einem anderen Stern. 

Mithalten aus dem TSV Korbach kann da nur noch Hubertus Henning, der in seiner neuen Alterklasse M60 über 1500 - 5000 Meter nationale Spitze ist. Korbachs M45-Mann Joachim Peters hat schon bewiesen, dass er mehr drauf hat als die abgelieferten 2:20 über 800 Meter. Joachim spricht auf seiner Homepage "von Versagen auf ganzer Linie!" Ich sehe das anders. Joachim zieht es vor, Woche für Woche auf zu vielen Hochzeiten wie Volkslauf, Radrennen, Bahnrennen,... zu tanzen. Spezialisierung ist nicht sein Ding. Er möchte alles mitnehmen was geht, leider versagen irgendwann dann die Kräfte. Beinahe absehbar, aber auch schade, dass es dann bei einer wichtigen Meisterschaft geschieht. Es kommen aber auch wieder bessere Tage.

Vor Jahren waren die Korbacher ab der M40 auf der Mittelstrecke mit 10 -15 Läufern am Start, durch die Bank hatten sie Medaillenchancen. Es gab gemeinsame Trainingsabende mit 10 Läufern und mehr. Das ist leider vorbei. Der Korbacher Mittelstreckenexpress, wie ich einmal schrieb, landet auf dem Abstellgleis. Die glorreichen Zeiten sind vorbei.

Ergebnisse

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Radtour mit Günther Emde

Einige werden ihn noch kennen, Günther Emde war ein Korbacher Topsprinter Ende der 60er, Anfang der 70er-Jahre. Unter 11 Sekunden über 100 Meter konnte er laufen, wer kann das heute in Waldeck noch von sich behaupten? Günther lieferte sich in seiner Glanzzeit heiße Duelle mit Werner Niederquell.

Kürzlich kreuzten sich unsere Wege. Auf einer langen Radtour durch das Waldecker Land wurde gefachsimpelt und an alte Zeiten erinnert. Der 56-jährige Emde hat heute in Korbach eine Physiotherapie-Praxis, die TSV-Athletin Marion Tenbusch ist seine Kollegin. Vater Emde war auch bekannt, lange Jahre nahm er das Sportabzeichen auf dem Korbacher "Pauli" ab.


29.05.2011

Hohe Dichterkunst im Gästebuch

Bärbel Kiel legt vor,
Heinz Jandik bläst ins gleiche Rohr.
Was Heinz nicht weiß, 
auch Bärbel ist auf Gladbach heiß.
Mein lieber Heinz, 
damit steht es 2:1!!

Lesenswerte Gedichte im Gästebuch

("Stein des Anstoßes": Meine Glosse vom 26.05.2011)


26.05.2011

Getrennte Wege

Neben der Laufstrecke

Heinz Jandik weint bittere Tränen. Hab ich Mitleid? Wer Eintracht-Fan ist, musste wissen was auf ihn zukommt. Die Frankfurt-Fans singen im Stadion: "Eintracht vom Main, nur du sollst heute siegen! Eintracht vom Main, weil wir dich alle lieben!" Die launische Diva aus Frankfurt? Wer kann die denn lieben, außer eben mein Freund Heinz?! Und siegen? Mit Lautsprecher Daum und Rohrkrepierer Gekas war Sieg in der 1. Liga ein Fremdwort. Freier Fall in die 2. Liga.

Fußball-Fans wissen, Montag ist 2.-Liga-Tag. Im Fernsehen. Die Trainingsläufe mit meinem Kumpel Heinz Jandik kann ich mir nun für mindestens 1 Jahr abschminken, wenn die Eintracht montags im Einsatz ist.

Wie man hört, versucht Heinz seine Trauer in der 6. Liga zumindest zu Hälfte zu bewältigen, indem er zu den Spielen der Korbacher Kicker stets erst zur 2. Halbzeit auftaucht. Und das nicht etwa, weil er sich mit der Zahl 2 anfreunden will, und schon gar nicht, weil er in der 2. Halbzeit kostenfrei durchs Tor schleichen kann. Nein nur, weil es so lange dauert, bis er seine Tränen abgewischt hat. Denn meine Borussen spielen in München, Dortmund, Hamburg, seine Frankfurter in Paderborn, Ingolstadt oder Aue. Aua.

Ich gebe zu, auch Gladbach hätte es treffen können, beinahe müssen. Aber dank Favre und Reus haben sie so gerade noch mal den Kopf aus der Schlinge gezogen. Heinz hat dagegen längst akzeptiert, dass Frankfurt zu Recht abgestiegen ist. Das Vereinsmaskottchen, der flügellahme Adler, soll jetzt als Attraktion im Edersee-Tierpark sein Dasein fristen, während die Gladbacher Fohlen auch im nächsten Jahr auf den saftigen Weiden der großen Fußball-Welt galoppieren dürfen. Jandik und Schalk gehen oder besser laufen also nun erst mal getrennte Wege. Am Ende der nächsten Saison kann alles schon wieder ganz anders aussehen.

Ja richtig, es geht zwar "nur" um Fußball, aber heute ist Gladbach-Tag. Fans jubelt, das Wunder ist vollbracht. Drum Borussen, singen wir mit voller Kehle alle im Chor (Heinz hört jetzt mal weg, der kann im stillen Kämmerlein jammern):

"...Spielt wie zu Netzers Zeiten und fällt dann endlich mal ein Tor - TOOR 
Sind wir Fans nicht mehr zu halten und schon ertönt der Chor:

Ja wir schwören Stein und Bein 
auf die Elf vom Niederrhein 
Borussia unser Dream-Team 
denn Du bist unser Verein!"

Original-Hymne (ab 2:25 Min)

s. a. News vom 06.05.2011


18.05.2011

Pauli/Finnenbahn

Meine Vorschläge (s. News vom 14.05.2011) will man nach einer telefonischen Anfrage bei der Stadt Korbach (zuständig Herr Knebel) wohlwollend prüfen. Eine Möglichkeit wäre, Interessierten ähnlich wie in Italien gegen Gebühr den Zugang zum "Pauli" über das Tor am Schuhcontainer zu gestatten. Die Erneuerung der Beschilderung auf der Finnenbahn würde etwa 1000,- Euro verschlingen. 

Warten wir ab, wie die Entscheidung der Stadtverwaltung ausfällt. Die Abteilungsleitung und der Seniorenbeauftragte Heinz Jandik sind informiert. Heinz Jandik erinnerte daran, dass man von Seiten der Stadt vor 2 Jahren sogar einer Läuferin von außerhalb entgegenkam, die eine separate Frauendusche verlangte. 


14.05.2011

Pauli: Bahn in schlechtem Zustand

Bei einem heutigen Abstecher auf die Korbacher Kunststoffbahn, um meinen Kilometermesser zu kalibrieren, fiel mir der schlechte Zustand des Belags wieder mal ins Auge. Seit Jahren tut sich da nichts, er wird nur hier und da geflickt.

Die Innenbahn ist am schlimmsten betroffen, zudem kommen die Unebenheiten des Untergrunds immer mehr zum Vorschein. Man hat das Gefühl, irgendwie ständig in ein Loch zu treten. Ich wage fast zu behaupten, dass man auf dieser Bahn über 400 Meter eine Sekunde langsamer ist als auf einer optimalen Piste.

Es wurden ernorme Summen an Geldern in die Sanierung des neuen Umkleidetrakts gesteckt, die auch bitter nötig war. Die Bahn ließ man im  "grottenschlechten" Zustand. Schade eigentlich, Gelder waren vorhanden. Leider wurde in eine bis heute kaum frequentierte Finnenbahn auf der Hauer investiert. 

Die eigentliche Finnenbahn im Waldecker Berg ist dagegen seit Jahren ein echter Renner. Man kann hinkommen, wann man will, dort tummeln sich stets viele Läufer und Walker. Dagegen wurden die Hinweisschilder und Schautafeln nach der Vandalismusattacke immer noch nicht wieder hergestellt. 

Zurück zum Pauli. Nicht alle Sportler und Läufer sind aus beruflichen oder anderen Gründen in der Lage, die festgelegten Öffnungszeiten nutzen zu können. Hiermit erneuere ich meinen oft geäußerten Appell an die Stadtväter, den Sportplatz grundsätzlich für die Allgemeinheit tagsüber zugänglich zu machen, wie es in vielen Städten gängige Praxis ist. 

In Italien am Lago Maggiore hat man eine andere sportlerfreundliche Lösung parat: Für 10 Euro bekommt man vom Bürgermeister einen Schlüssel und kann den Platz lebenslang zu allen Tages- und Nachtzeiten benutzen.


12.05.2011

"Ruhrwalze"

Laufen für einen guten Zweck

Tipp von Sandra Ricke 

"Wenn man läuft, tut man sich etwas Gutes. Psyche und Physis werden beansprucht, gestärkt, verwöhnt. Im Idealfall ist Laufen der pure Genuss. Dies ist nichts Neues. Ein wenig befremdlich ist jedoch der Gedanke, laufend anderen Gutes zu tun. Und das Beste: anderen etwas Gutes zu tun, ohne selbst etwas Anderes zu machen als man ohnehin schon tut. Wie soll dies gehen?

Diesem Gedanken "laufend sich selbst und anderen helfen" folgt das Team "Ruhrwalze", dem ich und meine Freundin Anke Rohde (LG Diemelsee) seit Anfang 2011 angehören. Das Team "Ruhrwalze" besteht aus sechs Läuferinnen und Läufern aus verschiedenen Regionen Deutschlands, vornehmlich Nordrhein-Westfalen, mit den unterschiedlichsten Laufambitionen und -erfahrungen. Im Vordergrund steht nicht, wie schnell oder mit welchen Platzierungen gelaufen wird, sondern dass überhaupt Kilometer zusammen kommen - nämlich für einen guten Zweck. Die von den Teammitgliedern gelaufenen Trainings- bzw. Wettkampfkilometer werden gesammelt und von einer Reihe von Sponsoren mit mindestens 1 Cent pro Kilometer unterstützt. Das erlaufene Geld wird ohne Umwege an die José Carreras Leukämie-Stiftung überwiesen, die in verschiedenen Projekten die Leukämie-Forschung fördert und den Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen ermöglicht.

Anke und ich "spenden" nun unsere Wettkampfkilometer, wodurch es noch viel mehr Spaß macht, bei einem Volkslauf am Start zu sein. Spannung und gute Stimmung waren bei einem Wettkampf immer schon dabei - nun gesellt sich noch das gute Gefühl dazu, etwas zum Ruhrwalzen-Kilometer-Konto beizutragen.


Anke Rohde und Sandra Ricke (Foto: Ricke)

Übrigens... weitere Sponsoren sind immer gern gesehen. Schaut doch mal bei www.ruhrwalze.de vorbei!"


09.05.2011

DM 10.000 m in Essen

Kurzbericht vom deutschen Meister Wilhelm Hofmann

"Start: 18.00 Uhr Temperatur im Schatten: 26-27 Grad Temperatur in der Sonne: eigentlich unerträglich für 25 Runden.

Die 4 Altersklassen M 30, 35, 40 und 45 wurden gemeinsam um 18.00 Uhr gestartet. Zur besseren Unterscheidung hatte man Sinnvollerweise für jede Altersklasse eine farbige Markierung an der Startnummer angebracht (rosa = M 45, rot = M 30)

Die ersten 4.000 m lief ich in einer Dreiergruppe (gemeinsam mit den M 45´ern Jörg Alff Nr. 116 und Markus Riefer Nr. 42 - siehe Bild).

Alff legte ein forsches Anfangstempo vor. Die ersten 3000 m liefen wir in ca. 9:50 an.

Bei Kilometer 4 wurde es etwas langsamer und 3 jüngere Läufer der M 30 überholten uns. Ich fühlte mich immer noch frisch und konnte mühelos mitgehen. Meine beiden Mitläufer der M 45 fielen zurück und ich lief weiter mit den jüngeren Burschen (siehe Bild). 


W. Hofmann an 2. Position im Pulk der Jüngeren (Fotos: Schaake)

Das führte dann dazu, dass ich sogar noch zwei dieser M 30´ger auf den letzten 2.000 m deutlich abhängen konnte und eine gute Zeit lief.

Damit war ich nur ca. 40 Sekunden langsamer als der Gesamtschnellste J. Hämmerling (1. M 40), der in Griesheim immerhin mit einer 1:08´er Zeit den Halbmarathon der M 40 gewonnen hatte.

Der 2. der M 40, A. Oberschilp, der mich letztes Jahr in Ohrdruff noch mit einer 31´er Zeit überrundet hatte, wurde ebenfalls auf den letzten Runden "einkassiert".

Das hat mich dann doch für die weitere Saison motiviert."

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"Bamberger Weltkulturerbelauf - Sightseeing im Sauseschritt"

von Sandra Ricke

"Dass Bamberg eine außergewöhnlich schöne Stadt ist, das habe ich schon bei meinen früheren Besuchen im Frankenland festgestellt. Sie gehört nicht umsonst zum UNESCO Weltkulturerbe. Und da es mein großes Hobby ist, Kurzurlaube mit Volksläufen zu verbinden, gehörte es eigentlich auch zum Pflichtprogramm, mal in Bamberg zu starten. Hierfür bot sich der im Zweijahresrhythmus stattfindende Weltkulturerbelauf an, der als Langstreckenläufe Strecken über 10,9  KM und die Halbmarathondistanz im Programm hat. Wer hier laufen möchte, der muss schnell sein - bei der Anmeldung. Seit Monaten ist der Lauf mit jeweils  über 3.000 Startplätzen auf den Langstrecken ausgebucht.

Ich hatte mich für den Halbmarathon entschieden, während mein Freund auf der kürzeren Strecke an den Start ging.

Die beiden anspruchsvollen Strecken führten an vielen Sehenswürdigkeiten Bambergs vorbei - und zu sehen gab es wahrlich einiges. Schade, dass ich meinen Fotoapparat unterwegs nicht dabei hatte. Die Aussicht in die Umgebung war stellenweise nahezu überwältigend, und die Streckenführung durch die verwinkelten Gässchen, über zahlreiche Brücken und den Burghof der Altenburg war grandios.

Dass keine wirklich gute Zeit möglich sein würde, musste ich schon auf den ersten Kilometern feststellen. Zwar hatte der Halbmarathon "nur" 280 Höhenmeter zu bieten, doch diese wollten anfangs gar nicht mehr enden und zogen sich bis ca. KM 6 hin. Hier hatte ich bereits über 30 Minuten auf der Uhr stehen... Auf den kommenden Streckenabschnitten konnte ich mich zwar ein wenig erholen - oder besser: schonen, denn auf den letzten Kilometern gab es noch mal einen knackigen, langen Anstieg - an dem sich ein harter Konkurrenzkampf zwischen mir und einer anderen Läuferin entwickelte. Mal lag sie scheinbar unerreichbar in Führung, mal schien ich die Stärkere zu sein... Es blieb spannend - bis zum Schluss. Wenige Meter vor dem Ziel lief sie siegessicher an mir vorbei; ich zog mit einem Schlusssprint nach, so dass wir immerhin die selbe Bruttozeit auf der Uhr stehen haben (1:40:08 h). Netto lag sie doch leider ein paar Sekunden vor mir. Dennoch: Platz 9 im Gesamteinlauf (bei über 500 Frauen) sowie Platz 2 in der Altersklassenwertung ist ziemlich genial, finde ich.

Und trotz der Anstrengung war der Spaßfaktor enorm - dank der sehr attraktiven Strecke und der fast überwältigenden Unterstützung der Bamberger. Zehntausende von Zuschauern säumten die Strecke und feuerten aus Leibeskräften an. Zudem boten zahlreiche Zuschauer Wasser an und spendeten uns mit Gartenschläuchen Erfrischung, was bei den sommerlichen Temperaturen auch unbedingt erforderlich war. Bamberg ist einfach toll - und dieser Lauf einer meiner absoluten Top-Erlebnisse!"


08.05.2011

Wilhelm Hofmann deutscher Meister über 10000 Meter

Hoch überlegen wurde Wilhelm Hofmann in Essen neuer deutscher Meister über 10000 Meter. Bei hochsommerlichen Temperaturen überquerte er nach herausragenden 33:21,50 Min. die Ziellinie vor Markus Riefer (33:53). Ich gehe davon aus, dass ein Erlebnisbericht von Wilhelm folgt.

Ergebnisse


06.05.2011

Fohlen gegen Adler

Ich trage die Raute in meinem Herzen. Und wie es sich gehört, fahre ich auch die passende Auto-Marke mit der Raute vorne auf der Haube. Seit weit über 40 Jahren bin ich Gladbach-Fan, wie viele wissen. Mit meiner, der wahren Borussia, habe ich alle Höhen und Tiefen durchlebt. Hab gefeiert, gefiebert, getrauert, gebibbert, gezittert. Dieses Jahr ist wieder das große Zittern angesagt. Die Frankfurter Eintracht ist der Verein, den es noch zu überholen gilt, um nicht in die 2. Liga abzusteigen. Ausgerechnet die Frankfurter.

Jetzt kriege ich die Kurve zum Laufen. "SB" Heinz Jandik, mein Lauffreund, ist Frankfurt-Fan. Eintracht-Fan?! Undenkbar. Das geht ja gar nicht. Ich kenne nur einen Frankfurt-Fan, eben meinen Freund Heinz. Selbst der Neu-Trainer der Eintracht, Christoph Daum, ist eingefleischter Köln-Fan. Köln-Fan, das geht aber genauso wenig für einen alten Gladbacher. 

So leid es mir aber tut, lieber Heinz, an diesem Wochenende muss ich tatsächlich Erzfeind Köln die Daumen drücken, da spielen nämlich die Kölner Geißböcke in Frankfurt. Mit einem Sieg der Geißböcke bei den Adlern könnten meinen Fohlen, einen Sieg gegen die Freiburger Füchse vorausgesetzt, an der Eintracht vorbeiziehen.

Könnte, hätte, wäre, wenn - es kann aber auch alles ganz anders kommen. Was ist, wenn Frankfurt UND Gladbach verlieren? Nicht auszudenken. Montags wieder 2. Liga gucken? Hilfe, diesen Gedanken schnell verwerfen. Fußball-Götter aufgepasst, schickt uns dann lieber doch folgendes Szenario auf die Erde: Die Gladbacher Fohlen und Frankfurter Adler landen noch je zwei Siege und galoppieren bzw. fliegen gemeinsam an den Wölfen aus Wolfsburg und den Geißböcken aus Köln vorbei. 

So muss es gehen, dann bleiben wir Freunde. Und wenn Gladbach wirklich abgeht, und die Frankfurter drin bleiben? Macht nichts. Denn die Fohlen steigen sofort wieder auf, hingegen geht’s für die Adler dann eben nächstes Jahr im Sturzflug in die 2. Liga. 

So oder so - selbst als Hesse - ich Eintracht-Fan? Unvorstellbar, niemals. Oder doch? OK, für ein paar Sekunden kann ich mir das einmal in meinem Leben vorstellen; nämlich dann, wenn diese Mannschaft Samstag gegen Köln verliert. Nächstes Wochenende sind wir schlauer. Aber warum mache ich mir überhaupt Gedanken? Heinz hat in einem Gespräch klar Stellung bezogen: "Frankfurt steigt ab." Dann sind wir uns ja einig.


05.05.2011

"Superschlappen"

Auf die Frage, an welche Laufschuhe er die besten Erinnerungen hat, antwortete Prof. Dr. Thomas Wessinghage: "Für Straße und Marathon Nikes Modell Free 5,0" (Anm.: ab 2010 Nike Free Run+). 

Wenn er's nicht weiß, wer dann. Wessinghage ist Orthopäde und ehemaliger deutscher Weltklasseläufer. 1982 wurde er Europameister über 5000 Meter. Oft genug habe ich die Vorzüge des "Free" auf dieser Homepage herausgestellt, nun bekommt er Lob von allerhöchster Stelle.


29.04.2011

Neben der Strecke

Echt? 1:13??

Der 62-jährige Manfred Heide, in den aktuellen Zeitungsberichten 2 Jahre älter gemacht als er ist, fragte mich allen Ernstes nach dem Halbmarathon in Paderborn, ob ich zufrieden sei. Häh? Nach dem Superlauf? Meine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen, mit einer bewusst aufgesetzten ernsten Miene und mit einer großen mir eigenen Portion Ironie: "Nee, ich wollte eigentlich wie Wilhelm Hofmann 1:13 laufen."

Manfred hakte tatsächlich nach: "Echt? 1:13?" Ach Manfred! Wer hat denn jetzt wen auf den Arm genommen? Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass da einer auf dem Schlauch stand, die Wortakrobatik nicht richtig einordnen konnte und musste schnell auf den rechten Pfad lenken: "Nein, ich bin 55, mit den 1:31 bin ich nach dieser Vorgeschichte und bei der Hitze hochzufrieden." Manfred: "Das meine ich aber auch." Na bitte, es geht doch. Die Synapsen müssen nur richtig geordnet werden, im Alter dauert das eben ein wenig länger. 

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Sind Läufer Raucher???

Eine seltsame Vorstellung. Beim Paderborner Osterlauf konnten wir beobachten, dass sich der ein oder andere nach dem Lauf tatsächlich einen Glimmstängel ansteckte. Das ist wohl aber eher die Ausnahme. 

Geraucht haben wir in der Jugend sicher alle mal mehr oder weniger. Ich kann mich erinnern, dass ich in meiner wilden "Anglerzeit" mit Manfred Hamel beinahe wie Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt durch unsere geliebte Reyno (mit Menthol) zum Kettenraucher wurde. Von unseren Alkohol- und Diskoexzessen will ich lieber gar nicht erzählen. Rechtzeitig schafften wir beide jedoch den Absprung und besannen uns auf den Sport. Wie Heinz Jandik, der vorgestern auf den Tag genau vor 30 Jahren seine letzte Reval (ohne Filter) ansteckte. Ja, wir waren alle kleine "Sünderlein".

Apropos Heinz Jandik: Nach seiner Krampfader-Op bekommt er langsam wieder Boden unter die Füße. Normale Trainingsläufe über 10 Km sind wieder drin.

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Brodelt es im Kreisvorstand?

Nach 31 Jahren nahm Kreisstatistiker Edwin Martin Ende 2010 seinen Hut. Wörtlich sagte er zum Abschied auf der Homepage des Leichtathletikkreises Waldeck: "Zur erneuten Wiederwahl habe ich mich aufgrund etlicher Vorkommnisse, die für mich eine weitere Mitarbeit in diesem Vorstand nicht mehr zumutbar erscheinen lassen, nicht mehr gestellt." Das klingt nach Frust und internen Querelen, Harmonie sieht jedenfalls anders aus. 

Edwin Martin blieb all die langen Jahre seiner Linie treu, nahm seine "Arbeit" ernst und sehr genau, achtete stets penibel auf die Einhaltung der Regularien. Auch wenn es nicht immer die Freude der Athleten hervorrief und er wieder mal einen Rekord nicht anerkannte, so hatte Edwin unterm Strich Recht. Nur so kann man eine Statistik über 30 Jahre korrekt, ordentlich und gerecht führen. Auch seit dem Zeitalter des Internets war er stets auf Höhe, kaum war der Wettkampf beendet, war der Rekord oder das Ergebnis schon in der Kreisstatistik eingearbeitet.

Dies ist nun seit der Übernahme des "Jobs" durch Tobias Lückel leider nicht mehr so. Seit Anfang 2011 ruht in den Rekord- und Bestenlisten still der See. Der in Nürnberg wohnhafte neue Kreisstatistiker muss per Mail gefüttert werden. Was hier vor Ort läuft, bekommt er logischerweise nicht direkt und hautnah mit.

Überhaupt scheint es im Kreisvorstand zu brodeln, Sportwartin Erika Keller beendete ebenfalls ihre "Karriere". Auch der letztes Jahr über Nacht ohne Wahl zum Pressesprecher gemachte Werner Hoffmann scheint nicht mehr im Amt zu sein. Auf der Homepage ist kurz und knapp zu lesen: Pressewart - z.Zt. nicht besetzt.

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Mangel

In vielen Bereichen fehlen freiwillige Helfer oder Nachwuchskräfte in Funktionärskreisen. Auch die Leichtathleten des TSV Korbach bekommen das zu spüren. Es steht im Raum, dass der Korbacher Altstadtlauf mangels Helfer in den Sommerferien von Anfang Juli auf den Spätsommer verlegt wird. Noch ist keine endgültige Entscheidung getroffen. Jedenfalls kommt da der gestrige Tipp von Wilhelm Hofmann zur rechten Zeit: "Auch mal für andere da sein!"

"Nicht da" waren aber auch die Läufer. Wegen Mangels an Teilnehmern in den letzten Jahren wird der traditionelle Korbacher Meilenlauf nicht mehr stattfinden.


28.04.2011

"Geschichten hinter Platzierungen und Bestzeiten"

oder

"Auch mal für andere da sein"

von Wilhelm Hofmann

"Seit über 5 Jahren treffe ich mich jeden Montagabend um 18.00 Uhr mit meinem mittlerweile 20-jährigen Lauffreund Lars-Torben zum Training. Lars-Torben hat das Down-Syndrom und ist der Sohn eines befreundeten Ehepaars aus meinem Heimatort Berndorf.

Egal ob Winter oder Sommer, egal wie das Wetter auch ist, davon lassen wir uns nicht abschrecken. Wir beide spötteln immer über die "Weicheier", die nur auf dem Sofa herumsitzen und keinen Sport machen.

Spätestens wenn Lars-Torben an meiner Haustür klingelt, schlägt auch mein Border - Collie freudig an, denn nun geht es auf unsere rund 2 Kilometer lange Laufstrecke.

Wir durchlaufen unsere Runde in ca. 8 Minuten pro Kilometer. Am Schluss forcieren wir unser Tempo und auf den letzten 30 Metern kommt es immer zu einer "Sprintentscheidung". Ihr glaubt ja gar nicht, wie glücklich dieser Junge ist, wenn er im Dorf erzählt, dass er den "deutschen Meister Wilhelm Hofmann" schon wieder in unserem legendären Zielsprint abgehängt hat.

Mein Tipp für euch bzw. für unsere Gesellschaft: "Auch mal für andere da sein!"

Mein Kommentar:

Goldmedaillen des Alltags

Allzu oft geht es in unserem Leben und in unserer Gesellschaft nur um Bestleistungen und Rekorde. Wer ist der Schönste, der Größte, der Beste. Das wird zu gern in den Medien breitgetreten. Ein Sieg bei einer großen Meisterschaft ist schön, vor allem medienwirksam, aber die wirklich wichtigen Siege werden eher im Verborgenen errungen und gefeiert. 

Hilfsbereit sein, anderen Menschen aus der Patsche helfen, oder einfach nur jemandem eine Freude machen - diese Goldmedaillen des Alltags zählen allemal mehr als Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft. Wilhelm Hofmann liefert ein wunderbares Beispiel, dass beides machbar ist. Danke. 

Mit seiner herzzerreißenden Geschichte hat mich Wilhelm vor ein paar Wochen animiert, diese Homepage weiterzuführen. Seine Worte: "Mit diesem kleinen Beispiel will ich nur klarmachen, dass unsere Gesellschaft nur lebenswert bleibt, wenn jeder sich mit seinen Fähigkeiten irgendwo einbringt. Ich finde, dass du in puncto "Laufberichterstattung und allem was da so dran hängt" ein besonderes "Händchen" hast. Lass das nicht einschlafen, mach weiter!!! "Für andere!!!"


25.04.2011

Afrikanisches Lauffeuerwerk bei 25 Grad im Schatten

Paderborner Osterlauf: Bericht auf Laufreport.de


24.04.2011

Hitzeschlacht in Paderborn

Henning und Schalk ganz oben auf dem Treppchen

26 Grad, gefühlte 30, die Halbmarathonläufer hatten es bei diesen hochsommerlichen Bedingungen besonders schwer beim traditionellen Osterlauf in Paderborn. Pollenflug und Blütenstaub ließen zusätzlich die Kehle trocknen. Auf den halben Marathon trauten sich nur zwei Läufer des TSV Korbach, Albrecht Will und Uli Schalk. 

Ich konnte in den letzten Wochen erstaunlich gut trainieren, so wagte ich, der Mittelstreckler, einen Abstecher auf den langen Kanten. Ich wollte einfach nur mal wieder ein Läuferfeld genießen, nach all den Schwierigkeiten in den letzten anderthalb Jahren. Der traditionelle Osterlauf in seiner 65. Auflage, an dem ich schon etliche Male teilnahm, war dafür ein würdiger Rahmen. 

Angesichts der schwierigen äußeren Bedingungen in der Gluthitze beim Start um 15.00 Uhr hatte ich mir einen "5er-Schnitt" vorgenommen. Smalltalk auf den ersten Kilometern mit einem Hamburger Läufer gleicher Stärke vernebelte das Tempogefühl. 4:30er-Schnitt! OK, wenn's einmal läuft, dachte ich, lass es laufen so lange es geht. 44:30 Min. über 10, der Hamburger musste längst abreißen lassen. Trotz Hitze lief es, viele Paderborner Anwohner sorgten für Abkühlung aus Gartenduschen. Die zweiten 10 lief ich noch 3 Minuten schneller, teilweise lag ich am 4er-Schnitt. 

Dann forderte die Hitze doch noch ihren Tribut. Bei Km 20 kamen die Wadenkrämpfe, ich verlor eine glatte Minute auf dem letzten Kilometer. Das kostete mich leider Platz 1 bei meinem ersten Start in der AK M55, wurde aber hochzufrieden mit 1:31,12 Std. 2. in meiner Altersklasse. Zieht man den Hitzebonus nach Steffny von 3-4 Minuten ab, dann komme ich fast an alte Bestzeiten ran. Im gesamten Feld sprang Platz 66 von 1332 Teilnehmern heraus. Albrecht Will brauchte 1:56,15 Std. für den "Höllenritt".


Tolle Zeit, 2. Platz - die Qual hat sich gelohnt (Foto: Bastian Schalk)

Hubertus Henning gewinnt über 5 km

Für die Läufer über die 5 und 10 Km war es angesichts der früheren Startzeiten und den damit verbundenen etwas geringeren Temperaturen noch ein wenig erträglicher. 

Hubertus Henning gelang nach seiner Oberschenkelverletzung ebenfalls ein gelungenes Comeback und sicherte sich über 5 km Platz 1 mit einer tollen Zeit. 19:09 Min. mit 60 Jahren, das ist schon eine Klasse für sich. 

Anna Wenner lief in 25:22 Min. auf Platz 8 in der WH. Helmut Heine, seit Jahren durch eine Pollenallergie gebeutelt, hatte bei diesen Bedingungen ein besonders schweres Los. Pollen- und Blütenstaub schnürten ihm die Kehle zu, da war nicht mehr als 26:21 Min. und Platz 8 in der M55 drin.

Über 10 Km nahmen für den TSV Korbach Andrea Osterhold (64 Min.), Manfred Heide (48:35) und Dirk Wenner (47:27) die Strapazen auf sich. Franziska Heide gewann beinahe die Familienwertung gegen Vater Manfred (48:53).

Alle Ergebnisse

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Randnotizen

Ein wenig Smalltalk mit Lauffreund Axel Czech vom Laufladen Endspurt in Paderborn lenkte ein wenig vom "Startfieber" ab. Axel war erst kürzlich mit seiner Trainingsgruppe auf der Superlaufinsel Texel. Nach seinen Knieoperationen will er noch mal ein Comeback auf der Mittelstrecke wagen und interessiert sich für einen Start beim Korbacher Meilenlauf.

Dann lief mir mein alter Laufkumpel Winfried Stede über den Weg. Er weilte als Zuschauer in Paderborn. Wie oft haben wir uns gemeinsam zu Bestzeiten auf den Mittelstrecken getrieben und gezogen. Winfried kann aufgrund seiner Wirbelprobleme nur ein wenig joggen, mehr als 5 km sind nicht drin. Aber wie das so ist, irgendwie können wir es alle einfach nicht lassen und dann geht der Gaul mal mit uns durch. In einer Anwandlung von Verrücktheit ging er kürzlich mal auf die Bahn und schaffte 31 Sek. über 200 Meter. "Weißt du was das heißt, danach ging gar nichts mehr, so haben die Muskeln gebrannt. Und vor ein paar Jahren haben wir das Tempo fast über 800 Meter durchgezogen." Ja, so war's und es war die schönste Zeit in unserem Läuferleben.


18.04.2011

"Grüne Hölle"

"Strongman-Run" am Nürburgring

Wer hier ins Ziel kommt, gehört zu den ganz Harten. Finisher dürfen sich "Strongman" nennen. Was ich gestern am Nürburgring - genannt die grüne Hölle - gesehen habe, übertraf mein läuferisches Vorstellungsvermögen. Gegen die Finisher sind wir Normalläufer "Weicheier". 

Die ehemalige Formel-1-Rennstrecke wurde in den letzten Wochen für den berühmten Strongman-Lauf umgebaut. Fast 20 km ging es durch die grüne Hölle, eine Berg- und Talfahrt durch Wald, Schlamm, Wiese, Kies, Reifenstapel, Schlammlöcher, 5 Meter hohe Mauern aus Strohballen,... Insgesamt waren in zwei Runden jeweils 14 Hindernisse überwinden. 

Der Veranstalter schreibt: "20.000 Zuschauer haben Euch 8.890 StrongmanRunnern heute an den 14 Hindernissen ordentlich eingeheizt. Selbst das graue Wetter beim Start konnte der Stimmung beim stärksten Lauf aller Zeiten nichts anhaben: Neben Eurem Mut habt Ihr uns wieder mit ausgefallensten Kostümen - Frauen in Brautkleidern, Männer in Hasenkostümen, Mister und Misses Captain America, Rotkäppchen sowie Cowboys, Indianer und vieles mehr - begeistert und so für Entertainment der Sorte „Extra Stark“ gesorgt! Als am frühen Nachmittag die Sonne durch die Wolken brach, war der Tag für alle - egal ob Läufer oder Zuschauer - perfekt!"

Ob neben den Korbachern Tim Klaus und Bastian Schalk sowie dem Twister Dennis Rost weitere Waldecker am Start waren, ist nicht bekannt. 

Hier meine Eindrücke:


Schlammbad - lecker


Zwei unbekannte Strongmen - vom Schlamm gezeichnet


Auch Strongwomen waren dabei


Wasser marsch - Bastian Schalk darf sich jetzt "Strongman" nennen. 

Der Lauf hat auch eine soziale Komponente, das hinterließ bei meinem Sohn einen bleibenden Eindruck. Ohne gegenseitige Hilfe kommt man nicht über einige Hindernisse. Man schiebt sich und zieht sich, hilft sich insbesondere über die mehrere Meter hohen Wälle aus Strohballen.

Der Veranstalter schreibt hierzu: "Der Fisherman’s Friend StrongmanRun lebt jedes Jahr vom Teamspirit seiner Läufer. Und auch dieses Jahr zählen wir wieder auf Eure Fairness gegenüber allen anderen Läufern auf der Strecke. Absolute NoGo’s sind drängeln, schubsen und ähnliches. Besondere Vorsicht ist vor allem an den Hindernissen angebracht. Helft Euch gegenseitig über die Hindernisse, denn wahre StrongmanRunner kämpfen nicht nur für sich alleine."

mehr

Schlammschlacht in der Hölle: Die schönsten Bilder vom StrongmanRun


18.04.2011

Wilhelm Hofmann so schnell wie nie

DM-Halbmarathon in Griesheim

Wilhelm Hofmann berichtet:

"Bereits die Rennen im Frühjahr - besonders die 32:51 von Frankenberg - ließen erahnen, dass auch auf der Halbmarathonstrecke einiges zu erwarten sein könnte. Ich musste mich gezielt darauf vorbereiten, weil ich eher auf den 5.000 m und 10.000 m zuhause bin, etwas für die 2. Streckenhälfte zu tun. Aber mehr als 90-100 Wochenkilometer bekomme ich einfach dienstlich und orthopädische nicht hin und so musste ein wöchentlicher schneller 2-Stundenlauf ausreichen.

Bei über 70 Meldungen in der M 45 war es sehr schwierig, sich über seine Platzierung im Rennverlauf zu orientieren. Bei Kilometer 6 tauchte vor mir im Feld Thomas König (der hatte in 2010 die DM in einer 1:12´er Zeit gewonnen - siehe auch Bild Start-Nr. 138) auf.


Wilhelm auf dem Weg zur Silbermedaille in absoluter Traumzeit

Ich fasste den Mut, mich daran zu hängen. Der Mann war absolut austrainiert und lief wie ein Uhrwerk. Die ersten 10 km in 34:30, die zweiten in 34:40. Und das trotz aufkommender Hitze. Der Start war nämlich um 11:30 Uhr und pünktlich zur Mittagszeit riss der Himmel auf und die Sonne strahlte. Ich konnte überraschenderweise mühelos mitlaufen, auch auf der zweiten Hälfte vor der ich eigentlich einen "riesigen Bammel" hatte.

Auf dem Bild kurz vor dem Ziel habe ich etwas taktiert. Wir liefen aber zusammen ins Stadion von Griesheim ein. Die letzten 200 m konnte ich noch mal Gas geben und Thomas König, sowie auch einem weiteren Verfolger die entscheidenden Sekunden abnehmen. Welch eine wahnsinnige Leistungsdichte (6 Läufer in der M 45 liefen zwischen 1:13:02 und 1:13:36 ein). Ich lief die vorgenannte für mich phantastische 1:13:02. Das ist für mich absolute Bestzeit und die nie für möglich gehaltene Silbermedaille. Selbst in den 80´er Jahren war ich nicht schneller.

Von den ersten 6 Läufern in meiner Altersklasse waren 4 vom Jahrgang 1966 (und damit neu aufgerückt in die M 45). Deshalb freue ich mich ganz besonders über meine Platzierung, weil ich ja schon das 3. Jahr in der M 45 laufe. Es hat einfach nur Spaß gemacht!"


Strahlende Sieger - Fotos: Schaake

Anmerkung: Ich ziehe meinen Hut vor Wilhelms Leistung. Sensationell - mir gehen die Superlative aus. Ein Schnitt von 3:24 auf 1000 - gigantisch - erst recht, wenn man Wilhelms Alter in Relation setzt.


16.04.2011

"Laufkunst"

Wilhelm Hofmann tanzt über den Korbacher Asphalt

Wilhelm Hofmann, der beste Waldecker Läufer, hier mit einem Bearbeitungsprogramm kunstvoll in Szene gesetzt. Das Originalfoto habe ich beim beim Korbacher Altstadtlauf 2008 geschossen.


13.04.2011

Wunderheiler und Opelchef

Mehr über die Goddelsheimer "Agrarierdynastie" im Gästebuch


12.04.2011

Der Bonn-Marathon… Eigentlich…

von Sandra Ricke

"EIGENTLICH gibt es im April noch viele kühle Tage. Und EIGENTLICH bin ich momentan ganz gut drauf. Und überhaupt….  EIGENTLICH war ich nahezu optimal vorbereitet. Aber EIGENTLICH lief´s nicht so richtig… Aber von Anfang an…

Bonn. Ein Marathon in der ersten Aprilhälfte. Deutlich früher, als meine Marathonläufe in den vergangenen Jahren stattfanden. Nachdem ich zuletzt immer jede Menge Sonne bei meinen Läufen auf der ganz langen Strecke hatte, fand ich, dass es mal wieder Zeit war für einen frisch-kühlen, vielleicht mit leichtem Sprühregen garnierten, Marathon. Petrus sah das anders und „schenkte“ uns Läufern Sonne – nichts als Sonne. Wolkenloser Himmel, vom ersten bis zum letzten Meter. Die Startzeit -10:30 Uhr- sorgte dafür, dass wir genau in die Mittagshitze hinein liefen.  Und Schatten? Sonnenschattenlaufen ist im Gegensatz zum Windschattenlaufen nicht so effektiv.

Auf und an der 2-Runden-Strecke tummelte sich einiges an Prominenz. So stand ich am Start nur wenige Meter von unserem Bundespräsidenten entfernt, der den Marathon eröffnete, an der Strecke wurde Bill Mockridge („Lindenstraße“) gesichtet, zwischendurch ein kurzer Plausch mit Deutschlands Langstreckenass Birgit Lennartz, und auch Schlagersänger Micky Krause wagte sich an die 42,195 Kilometer heran. Dies und das sehr ansprechende Stadtbild Bonns sorgten dafür, dass es trotz sehr geringer Unterhaltung an der Strecke viel zu sehen gab. Der Blick auf den Rhein und die umliegenden Hügel war phantastisch, und wer beim Anblick der in voller Blüte stehenden Bäume am Streckenrand keine Frühlingsgefühle bekam, der bekommt sie vermutlich nie.

Tja, was hatte ich mir vorgenommen…. Kein konkretes Zeitziel. Der Lauf in Bonn war für mich nicht als Jahreshöhepunkt geplant. Eher als ein Lauf zum Lernen und Ausprobieren, um diese Erkenntnisse dann umzusetzen, wenn´s wirklich gut sein soll. Prima, wenn´s dabei noch eine tolle Zeit wird, aber kein Drama, wenn dies nicht gelingt.

So hatte ich mich auf einen Kilometerschnitt von ca. 4:30 Minuten eingeschossen, den ich anfangs auch wie programmiert halten konnte (10-Kilometer-Zeit: 45:01 Minuten). Bis ca. KM 24 ging das auch ganz prima so weiter… Und dann wurde ich quasi „bewusstlos“. Das Hirn setzte aus, und ich lief nur noch. Irgendwie. Einfach nur fortbewegen. Ich wusste nicht mehr, wie weit ich schon gelaufen war – und überlegte, ob es wohl schon 18, oder erst 16 Kilometer waren, die ich hinter mir hatte (da waren es übrigens bereits 28). Ich registrierte zwar Kilometermarkierungen, begriff aber lange nicht, was auf den Schildern stand. Noch viel weniger konnte ich einen aktuellen Kilometerschnitt ermitteln. Meine Gedanken gingen nur bis zum nächsten Getränkestand, und dann wieder bis zum nächsten… Einfach nur ankommen und im Ziel etwas Eiskaltes trinken… War das wohl ein leichter Sonnenstich?

Als 15. Frau und Dritte in der W30 erreichte ich das Ziel nach 3:19:39 Stunden. Die Platzierung ist durchaus in Ordnung; die erreichte Zeit entspricht jedoch nicht dem, was ich mir trotz „Testlauf“ erhofft hatte. Ein bisschen näher wäre ich schon gern an meine bisherige Bestzeit heran gekommen… Na, und am meisten geärgert hat mich, dass mich der Zehn-Nackte-Friseusen-Interpret überholte und 3 ½ Minuten vor mir im Ziel war… So wird mich der Gedanke an den Bonn-Marathon bei jedem Schlagerabend wieder einholen. Mal sehen, wie ich das zur mentalen Vorbereitung nutzen kann..."


10.04.2011

Neue Homepage: Laufen in Nordhessen

Das Laufsportportal für die Region

Tipp von Marco Berger

Pressetext: "Am 7. April 2011 geht Laufen-in-Nordhessen online. Hier werden die vielfältigen Events, Infos und Interessen rund um den Laufsport in der Region gebündelt und den Läuferinnen und Läufern zugänglich gemacht. E.ON Kassel-Marathon und Nordhessencup sind die zentralen Elemente, die hier genauso die Berücksichtigung finden wie die vielen Volksläufe der Vereine und private Initiativen.

Ein kompetentes Team von Fachleuten begleitet dieses ehrgeizige Projekt. Themen wie Gesundheit, Training, Laufen mit Hund und und und werden ständig erweitert und aktualisiert. Zur Unterhaltung tragen Kolumnen von Laufgrößen der Region und Darstellungen von Lauferlebnissen der User bis zur Kürung der Läuferinnen und Läufer des Monats bei.

Das Beste daran ist, dass alle Beiträge ausschließlich von Nordhessen für Nordhessen kommen. Die Verbreitung des Portals liegt auch nur in der Region. Immerhin leben hier 1,2 Millionen Menschen. Davon laufen 45 % zumindest regelmäßig und 400.000 sind Mitglied in einem Sportverein.

Als diese Idee an die Hütt-Brauerei herangetragen wurde, hat Inhaber Frank Bettenhäuser nicht lange gezögert, seine Unterstützung anzubieten. "Wir haben hier eine 100 %ige Deckungsgleichheit der Zielgruppen. Und mit unserem Hütt Hefeweizen Alkoholfrei liefern wir auch noch das passende Getränk dazu, denn es ist isotonisch und kalorienreduziert, genau wie die Sportler es lieben."

Neben der Hütt-Brauerei werden weitere Förderer dieses Portal unterstützen und so zu einem festen Bestandteil des Breitensports, des Freizeitgestaltung und dem Erlebniswert der Region werden lassen.

Die Entstehung:

Am Anfang war eine Vision. Und die Begeisterung für das Laufen. Und der Wunsch, als "Dazugereiste" einen Beitrag für diese Region mit dem riesigen Erlebniswert leisten zu wollen. Irgendwann wird die Vision mal geäußert, und schon stellt man fest, dass es dafür Gleichgesinnte gibt. Nach vielen Treffen, viel Programmiererei und noch mehr Hütt Bieren (natürlich auch alkoholfrei) ist nun das entstanden, was Sie als Laufportal für die Region aufrufen können. Wir freuen uns sehr darüber, dass Sie uns besuchen und hoffen, dass Sie Sich auf Laufen-in-Nordhessen wiederfinden und sich die Region für Sie noch näher erschließt.

Für die Idee und Realisation zu www.laufen-in-nordhessen.de sind verantwortlich: Birgit Militz, Norbert Pustlauk, Michael Küppers und Bernhard Weiß."

Start von: www.laufen-in-nordhessen.de


05.04.2011

Vom Heiler zum Heuler?

Da hab ich ja mit meinem April-Scherz 'ne Lawine losgetreten. Im Gästebuch von Joachim Peters überstürzen sich die Ereignisse oder besser die Eintragungen. Hoffentlich wird "Magische Hand" Dr. Heinrich Stracke jetzt nicht vom Heiler zum Heuler, so viel weiblichen Zuspruch auf einmal kann er ja gar nicht verkraften. Prompt stehen die anderen Männer Schlange und bieten Soforthilfe an. Ja, ja, der Frühling lässt die Säfte steigen, in den Gehölzen versteht sich und in den "El Tomatos".

Danke noch mal, Heinrich, dass du den Spaß mitgemacht hast. Bald wird wieder Ruhe einkehren, dann wirst du vom Heiler über den Heuler wieder zum Pferdeflüsterer. Vielleicht treffen wir uns ja mal wieder auf der Piste, dann trinken wir ein Bierchen zusammen, oder zwei. Ich bin in Topform. 18 über 5 humpel ich locker. Danach brauche ich aber mein Gnadenbrot auf deiner Koppel.


03.04.2011

Volkslauf in Leiberg

von Sandra Ricke

"Während sich die Waldeck-Frankenberger Läuferwelt in Dodenhausen tummelte, machten Silke Voßhage und ich wieder einen Ausflug ins Westfälische und waren beim Volkslauf in Leiberg (bei Bad Wünnenberg) am Start. Der Name "Volkslauf" ist hier übrigens zu Recht gewählt; ich habe selten so ein Getümmel auf dem Sportplatz erlebt.

Silke ging auf der 10-Kilometer-Strecke an den Start und konnte sich auf der bergigen Strecke in ihrer stark besetzten Altersklasse auf dem 3. Rang platzieren (ihre Zeit: 52:51 Minuten). Beeindruckend war der Lauf der Gesamtsiegerin, die es als Läuferin der Altersklasse W55 auf 44:20 Minuten brachte. Hut ab! Auf der Ergebnisliste ist auch Andreas Osterhold zu finden (01:03:32 h). Zuvor ist er allerdings schon auf der 5-Kilometer-Strecke gestartet und hat diese in 26:40 Minuten absolviert. Als weiterer "Kurzstreckenläufer" war Gert Bock mit dabei (29:47 Min.).

Mich zog es wieder auf die lange Strecke über 20 Kilometer, welche ich dieses Mal ganz locker absolvieren wollte. Bis zum nächsten Marathon ist es schließlich nicht mehr lange hin, und dies sollte mein letzter Lauf über eine längere Distanz werden. So machte ich mich gefühlt sehr gemütlich auf den Weg, immer mit dem Blick auf die Uhr, um wirklich kontrolliert "langsam" zu laufen und mich nicht vom Wettkampfgeschehen mitreißen zu lassen. Dafür, dass das Tempo insgesamt nicht zu schnell war, sorgte auch das Streckenprofil, das 380 Höhenmeter in Form von zwei hintereinanderfolgenden Sinuskurven bot.

Umso größer war meine Überraschung, als ich nach drei Kilometern die bis dahin führende Läuferin mühelos überholen und den Abstand zwischen uns ohne Anstrengung ausbauen konnte. Die verbleibenden 17 Kilometer waren der pure Genuss: Ich lief herrlich entspannt und konnte so sehr in die sehr schöne Landschaft eintauchen, dass ich gedankenversunken sogar ein deutliches Hinweisschild übersah und erst mal in die falsche Richtung weiter trabte. Zum Glück hatten die anderen Läufer aufgepasst und riefen mich zurück.

Nach 1:37:56 h überquerte ich als erste Frau die Ziellinie und kann mich nun dem für mich vielleicht schwierigsten Teil meiner Marathonvorbereitung widmen: Der Regeneration."


02.04.2011

April, April

Den gestrigen Scherz hat sicher jeder sofort erkannt und hoffentlich mit Humor genommen. Dass "Dr. H. Stracke" Spaß versteht, hat er mit seinem Statement im Gästebuch von Joachim Peters gestern noch unter Beweis gestellt.

Heinrich Stracke jedenfalls bleibt was er ist, trotzdem hat der Schelm oft den Schalk im Nacken und sorgt mit seiner humorvollen Art für Motivation im Lauftreff Medebach, wenn ich die Eintragungen im dortigen Gästebuch richtig deute. 

Alles andere im April-Scherz war (fast) frei erfunden. Der Spruch von Heinrich im Gästebuch von Joachim Peters "Konnt leider Mittwoch nicht, da ich noch Schmerz vom Sonntag in mir trug....." allerdings nicht. Den fand ich so genial (ernsthaft!!), er war eine Steilvorlage für diesen April-Scherz. Danke Heinrich, ich will mehr davon lesen!!

Heinz Jandik war tatsächlich mit den "Eldorados" kürzlich im Tonstudio in Paderborn. "Heinzi und die gespritzten El Tomatos" find ich trotzdem besser. Ich hab mich selbst beim Schreiben weggeschmissen.  

Nicht böse sein, das gilt natürlich für alle Genannten. Immerhin hab ich mich ja auch selbst in den A... getreten. Vielleicht hilft das ja, seit geraumer Zeit kann ich wieder regelmäßig laufen, wenn auch selten ohne Beschwerden. Wenn die schlimmer werden, hole ich mir eben den "Heiler" aus Goddelheim herbei. Humor ist doch noch die beste Waffe gegen Schmerz.

In diesem Sinne, Schmerz lass nach, allen viel Spaß beim Laufen und vor allem eine verletzungsfreie Saison!

Uli


01.04.2011

"Schlitzohr" Heinrich Stracke wird zum Wunderheiler

Schmerztherapeut Heinrich Stracke eröffnet heute eigene Praxis 

Lange konnte er es verheimlichen. Jetzt ist es offiziell. Heinrich Stracke ließ sich in den letzten Jahren zum Schmerztherapeuten umschulen und eröffnet heute um 10.00 Uhr eine eigene Praxis auf seinem Hof in Goddelsheim. Der Aufwand war groß, Stallungen wurden zu hochmodernen Behandlungsräumen umgebaut. Alle Läufer des TSV Korbach und des Medebacher Lauftreffs sind heute herzlich zur großen Eröffnungsparty eingeladen. Die Praxis ist nicht zu übersehen. Hoch über dem Portal ist in großen Lettern sein Motto zu lesen: 

Wie sein Kollege "Flippo" Heinemann, der sich als "Kneipier" und "Stallwirt" auf seiner Lelbacher Ranch versucht, musste sich auch der bisherige Vollerwerbslandwirt Stracke ein neues Standbein suchen. Die Erträge aus der Landwirtschaft gingen in den letzten Jahren schmerzlich zurück. Die gesetzlichen Auflagen werden immer höher, nun kommen auch noch atomverseuchte Böden dazu.

Schlitzohr Heinrich Stracke erklärt: "Meine heilenden Hände waren Insidern schon länger bekannt. Aber die Idee zum Umschulen lieferte mir letztlich die Korbacher Senioren-Läufergarde auf dem goldenen Tablett. Quasi nach jedem Wettkampf-Wochenende kommt montags das große Wehklagen. Das Praxis-Logo entstand damit wie von selbst."

Stracke hat Recht, kaum ein Läufer, der nicht über Schmerzen klagt. Heinrich, der Filou, hat hier sofort ein großes Gewinn-Potential erkannt, die Korbacher Läufer werden ihm die "Bude" einrennen. Dauer- und Schwerstverletzte tummeln sich in den Korbacher Reihen en masse.


"Schlitzohr" Stracke

Stracke verzeichnete bereits während seiner Ausbildung riesige Erfolge. Sie mussten aber bisher geheim gehalten werden, weil ihm die offizielle Approbation fehlte. So schaffte es der Wunderheiler in der Vergangenheit allein mit seinen heilenden Händen die Schmerzen von Tatjana Schilling so zu unterdrücken, dass sie trotz übler Erkrankungen und Verletzungen Edelmetall bei den Europameisterschaften holen konnte. 

Als der DLV-Chefarzt mit seinem Latein am Ende war und kapitulierte, brachte sich Schlawiner, Charmebolzen und Frauenversteher Heinrich, der ja schon beim Medebacher Lauftreff mit weiblichen Überraschungsgästen für Furore sorgt, ins Spiel: "Tatjana, lass mich mal ran." Wie geschildert, geschah tatsächlich das Wunder und Tatjana war beglückt: "Heinrich, ab sofort bist du mein Mann für alle Fälle."

Auch seine Kumpel vom Lauftreff Medebach kriegt der Heiler mit den magischen Händen so auf Vordermann, dass sie beinahe wie "Nimmersatts" Woche für Woche härteste Wettkämpfe ertragen können, ohne dass man je ein Klagen über Schmerzen zu hören bekommt. Heiler Heinrich hat sie in Medebach praktisch schmerzresistent gemacht, denn auch fast jedes Training dort ist purer Wettkampf. Alle Achtung.


HHH, Heinrichs heilende Hände

Aber "Spaßvogel" Stracke wäre nicht Stracke, wenn er nicht noch wie üblich einen raushauen würde: "Als nächstes knöpfe ich mir die Korbacher Weicheier Schalk, Schmidt, Henning, Jandik, Heinemann... vor. Besonders den Schalk mit seinem ewigen Wehklagen über sein kaputtes Knie kann ich nicht mehr hören. Da helfen auch meine heilenden Hände nichts mehr, den muss ich einfach in den A... Allerwertesten treten, das verlagert den Schmerz dann wenigstens an eine andere Stelle." Ja, manchmal helfen eben auch raue unkonventionelle Methoden, da kommen dem Goddelsheimer seine langjährigen Erfahrungen aus der Tierzucht und Landwirtschaft zu Gute.

Allerdings verzweifelt der Neu-Therapeut ausgerechnet an seinen eigenen Schmerzen, die er einfach noch nicht so richtig in den Griff kriegt. Im "Kult-Gästebuch" von Joachim Peters schrieb der Gepeinigte kürzlich: "Konnt leider Mittwoch nicht, da ich noch Schmerz vom Sonntag in mir trug....." 

Aua, das muss fürchterlich wehgetan haben. Eine deftige Niederlage gegen Joachim Peters war der Grund, der Stachel sitzt tief, sehr tief. Was Heinrich allerdings Mittwoch nicht konnte, da lässt der Frauenkenner die Leser im Dunkeln.

Quasi aus Strackes Windschatten heraus (man beachte das Wortspiel) bringt sich nun urplötzlich der Berndorfer "Vermessungsingenieur" und Laufkumpel Wilhelm Hofmann in eine akribisch vermessene Position. War er bisher als besessener Läufer bekannt, blieb seine eigentliche Leidenschaft als bekannter Songwriter dem breiten Publikum eher verborgen. Wilhelm: "Ich wollte das nie an die große Glocke hängen, aber ich habe tatsächlich unter dem Pseudonym "Reim ist mein" den Song von DJ Ötzi* "Einen Stern der deinen Namen trägt" komponiert und geschrieben. Prompt kam dem "Dipl.-Ing." die Idee, diesen Partykracher auf das Goddelsheimer Läufer-Urgestein Stracke umzutexten:

Ein Schmerz, der meinen Namen trägt
 In meiner Läuferwelt, 
Den schenk ich mir heut' Nacht, 
Ein Schmerz, der meinen Namen trägt
 Alle Zeiten überlebt
 Über Stracke's Läuferleben wacht.

Seit Jahren schon lebe ich mit dir
 Danke Joachim sehr dafür
 Dass er mir dich gegeben hat
 Die Läuferschar nun was zu lachen hat 
Ein Schmerz, der meinen Namen trägt...

"Lusche" Jandik, wegen Krampfader-Dauerschmerz ohnehin vom Läufer zum Musiker mutiert, war so begeistert, dass er sofort die Genehmigung für die Cover-Version beantragte. DJ Ötzi konnte sich das Lachen nicht verkneifen und gab postwendend per Fax grünes Licht. Mit taufrischer Genehmigung im Gepäck fuhr Heinz mit seiner Band "Heinzi und die gespritzten El Tomatos" ins Tonstudio nach Paderborn. SB Heinz: "Schmerzen kommen, Schmerzen gehen. Nach Veröffentlichung des Songs hat niemand Schmerzen mehr. Dann geht's allen wieder gut."

*Originaltext DJ Ötzi: 

"...Einen Stern der deinen Namen trägt
 Hoch am Himmelszelt
 Den schenk ich Dir heut' Nacht
 Einen Stern der deinen Namen trägt
 Alle Zeiten überlebt
 Und über unsere Liebe wacht

Seit Jahren schon leb ich mit Dir
 Und ich danke Gott dafür
 Das er mir Dich gegeben hat
 Als Erinnerung an unser Leben
 Möchte ich Dir heut' etwas geben
Ein Geschenk für alle Ewigkeit..."


28.03.2011

1. Warburger Diemellauf

von Sandra Ricke

An diesem Wochenende lud die LG Bauerkamp Warburg e.V. zum 1. Warburger Diemellauf; der Nachfolger des bislang durchgeführten Parklaufes in Hardehausen. Auf den verschiedenen Strecken, die für die Hochstiftcup-Serie und den Nordhessencup gewertet werden, tummelten sich auch einige Läufer des TSV Korbach.

Auf der Kurzstrecke über 4,7 KM war Herbert Wilke ganz vorn dabei und überquerte die Ziellinie als Gesamtzweiter in 17:24,6 Minuten.

Silke Voßhage nahm die Strecke über 10,3 KM unter die Füße. Landschaftlich war diese Strecke sehr ansprechend, und vor allem auf dem letzten Kilometer, der mit einer knackigen Steigung aufwartete, ziemlich anstrengend. Doch das Durchhalten hat sich gelohnt, denn Silke konnte sich in 54:58,3 Minuten den zweiten Platz in ihrer Altersklasse W40 sichern, dicht gefolgt von gleich mehreren Läuferinnen ihrer AK.

Ich hatte mich für die Langstrecke über 22 Kilometer entschieden und wollte dieses Mal alles etwas anders angehen als sonst. Platzierung und Zeit sollten egal sein, vielmehr wollte ich versuchen, mich auf einen bestimmten Kilometerschnitt zu programmieren und diesen gleichmäßig zu laufen. Die ersten 6 recht abwechselungsreichen Kilometer, die bereits viele der insgesamt 285 Höhenmeter beinhalteten, ließen dies natürlich nicht zu, doch dann fand ich meinen Schritt und konnte gleichmäßig laufen und dabei die wirklich schöne Strecke entlang der Diemel und durch das Warburger Umland genießen. 

Das Läuferfeld hatte sich schon bald sehr auseinander gezogen, so dass ich mich unterwegs ziemlich allein fühlte und immer unterschwellig die Sorge hatte, vielleicht doch von der Strecke abgekommen zu sein und mich verlaufen zu haben. Vor und hinter mir kein Läufer in Sicht... So glich mein Lauf eher einer zügigen Schnitzeljagd; immer auf der Suche nach dem nächsten Hinweisschild, dem nächsten Pfeil auf der Straße...

Vom rechten Weg bin ich zum Glück nicht abgekommen, und so erreichte ich das Ziel ca. eine Minute nach der Siegerin Tanja Ruppert (jetzt Nehme) als Gesamtzweite und Altersklassensiegerin in 1:37:38 h. Pace-programmiert geht´s also auch, und dies sogar sehr entspannt und genussvoll zum Frühlingsbeginn an der Diemel!


23.03.2011

Das muss jetzt einfach mal gesagt werden

Wilhelm Hofmann Spitzenklasse - Sandra Ricke läuft Kreisrekord

Aus dem aktuellen Geschehen wollte ich mich aus den bekannten Gründen 'raushalten. Die Berichterstattung über den Frankenberger Volkslauf in den lokalen Zeitungen hatte jedoch eine Dimension, als ginge es um eine deutsche Meisterschaft. Ich will nicht als der ewige Kritiker in die Annalen eingehen. Ich bin ja auch froh, dass unser toller Sport inzwischen diesen Stellenwert in der lokalen Presse hat. So gesehen hat ja die Kritik in den letzten Jahren doch was gebracht. Dass der Bericht über einen ganz normalen "Volkslaufs" in einer lokalen Zeitung beinahe eine ganze Seite einnimmt, ist dann doch nach meinem Empfinden des Guten zuviel. In einer Fachzeitschrift sehe die Sache wieder anders aus.

Entscheidender ist jedoch, dass die eigentliche Sensation in den Berichten nicht klar genug herausgestellt wurde. Wilhelm Hofmann läuft mit seinen 46 Jahren eine grandiose 32:51 Min. über 10 km, dass ist umgerechnet auf die Hauptklasse eine 29:32 wert. Die aktuelle deutsche Spitze ist kaum schneller. Dagegen ist die nur um eine Sekunde bessere Siegerzeit des 22-jährigen Marburgers (32:50) leider nur Mittelmaß.

Ohne meinem alten Läuferkumpel Wilhelm Hofmann zu nahe treten zu wollen, wird stattdessen wieder sein Beruf in den Berichten in den Vordergrund gestellt. Die geniale Leistung eines Läufers sollte zählen, nicht der berufliche Stand. Einzig und allein durch harte und kluge Trainingsarbeit hat sich Wilhelm diese absolute Spitzenleistung erarbeitet, nicht durch seinen Beruf.

Unerwähnt in den Zeitungsberichten blieb auch, dass Sandra Ricke einen neuen Frauenkreisrekord aufgestellt hat. Sie verbesserte die alte Marke von Bärbel Kiel um ein paar Sekunden auf die starke Zeit von 40:24 Min. Die studierte "Bankmanagerin" hat sich ihre Superform nicht an ihrem Arbeitsplatz in der Bank erarbeitet, sondern durch viele viele Trainingskilometer. Ebenso der Arzt, der Physiotherapeut, der Krankenpfleger,... Das musste jetzt einfach mal gesagt werden.

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Schwer verletzt zur Superleistung?

Ein anderer Artikel fiel in den letzten Tagen ebenfalls ins Auge. Wenn sich jemand verletzt, ist das schlimm. Da kann ich ja nun wirklich ein Lied von singen. Wenn man aber den Bericht über die Hallen-EM liest, dann wird klar, dass Verletzung nicht gleich Verletzung ist.

Absätzelang wird über die Knieverletzung Tatjana Schillings berichtet, dann haut sie aber im gleichen Atemzug eine Superleistung oder gar persönliche Bestleistung nach der anderen heraus, läuft sogar später noch in der Staffel. Wenn man weiß, wie kniebelastend gerade Kugelstoßen oder Weitsprung ist, dann sieht es hier doch eher nach einer kleinen Blessur aus, wie sie jeder Fußballer in einem Spiel viele Male erleiden muss. Nach einer kurzen Behandlung am Spielfeldrand wird sich einmal geschüttelt und weiter geht’s.

Was soll nun im vorliegenden Fall zum Ausdruck gebracht werden? Dass mehr als Bronze drin war? Es muss nicht immer Gold sein was glänzt. Die anderen waren einfach besser. Punkt. Die Blessur Tatjanas hätte man angesichts ihrer grandiosen Topleistungen vielleicht einmal kurz erwähnen sollen, aber nicht ausschlachten. Das hat dann eher einen faden Beigeschmack und klingt unglaubwürdig. 

Kürzlich sagte mir "Flippo" Heinemann zum Thema: "Wenn nichts weh tut in unserem Alter, ist das nicht normal." Philosophisch klingt das so: "Am schmerzlichsten sind Qualen, die man frei sich selber schuf", sagte Sophokles, griechischer Dichter, schon vor 2500 Jahren.


22.03.2011

"Nie wieder"

"Nie wieder", schrie Grete Waitz nach ihrem 1. Sieg beim New York Marathon heraus. Jürgen "Schmiddi" Schmidt ließ die selben Worte sogar nach der 800-m-DM in Celle fallen. 

Grete Waitz konstatierte später aber auch: "Das Erlebnis eines Marathonlaufs ist umfassender, reichhaltiger und - trotz der 27000 Mitläufer - viel persönlicher und intimer als jede Erfahrung, die ich je in der Leichtathletikarena gemacht habe."

Joe Henderson beschreibt es so: "Der Marathon ist wie die 1. Liebe. Vielleicht wurschtelst du dich mehr schlecht als recht durch, aber du wirst es niemals im Leben vergessen. Nichts, was du später unternimmst, wird sich so sehr in dein Gedächtnis einprägen wie dein 1. Mal, so schmerzhaft es auch gewesen sein mag."

"Wenn Sie wissen wollen, wie sie in 10 Jahren aussehen, müssen Sie nur einen Marathon laufen und danach in den Spiegel sehen", meinte Jeff Scaff treffend. Frank Shorter, Olympiasieger, appelliert: " Du musst deinen letzten Marathonlauf vergessen haben, ehe du den nächsten laufen kannst. Dein Gedächtnis darf nicht wissen was kommt."

Ja, Marathon kann weh tun. Muss er aber nicht. Floyd Petterson, Schwergewichtsweltmeister und Boxlegende, sagte vor seiner Teilnahme am New York Marathon: "Ach, so schlimm ist so ein Marathon auch nicht. Wenn ich beim Laufen müde werde, höre ich halt auf. Wenn man beim Boxen müde wird und aufhört, wirst man getötet."

Sprüche aus: "Das Buch der Laufzitate"


21.03.2011

"Die Rennschnecke"

Frauen haben es nicht gern, wenn sie älter gemacht werden als sie sind. Kürzlich passierte wieder ein Fauxpas, Bärbel Kiel wurde in der Zeitung ein Jahr älter gemacht als sie ist. Zudem verliere sie "im Alter" immer mehr an Schnelligkeit, wie sie selbst im Gästebuch schreibt. 

Ruth Rothfarb sagt dazu über das Laufen im Alter: "Zwischen 80 und 86 büßt man eine Menge Spritzigkeit ein." Da hat Bärbel noch ein "paar Tage" Zeit.

Mehr: Gästebuch


08.03.2011

"Arnsberger Eichholz Cup 2011"

von Sandra Ricke

"Der Frühling beginnt, und mit ihm die Laufsaison 2011. Nachdem sich meine Beine in den letzten Monaten an die Ippinghäuser Strecke gewöhnt hatten, musste nun mal wieder eine Strecke auf einer kürzeren Distanz her. Ein wenig in die Ferne schweifen - und so fiel meine Wahl auf den Hauptlauf (10,2 KM) des Arnsberger Eichholz Cup.

Bei perfektem Laufwetter mit herrlichem blauen Himmel machten sich insgesamt 64 Läufer auf den 3-Runden-Kurs entlang der Ruhr. Da ich einen eher schlechten Start hatte - der enge Weg bot den Läufern einfach nicht genug Platz - ließ ich es langsam angehen und lief die ersten Kilometer relativ verhalten, um mich an ein gleichmäßiges Tempo zu gewöhnen. 

Schon bald stellte ich fest, dass die Strecke keinesfalls dazu geeignet war, eine Bestzeit aufzustellen - pro Runde sorgten immerhin 6 scharfe Kurven, zahlreiche Hubbel und ein Anstieg für eine Unterbrechung des Laufrhythmus und somit eine Verlangsamung des Tempos.

Ganz in Gedanken, stellte ich ab KM 7 fest, dass ich dabei war, mein Tempo deutlich zu erhöhen - und so wurde mein Ehrgeiz geweckt. Aufgrund der schwachen Frauenquote verlief die Damenwertung ohnehin unspannend - ich war ungefährdet auf dem zweiten Platz - aber ich könnte doch noch ein paar Männer ärgern... 

Und so sammelte ich auf der letzten Runde einen nach dem anderen Mann ein und ließ ihn links liegen. Bis auf einen Läufer, der sich an mir festzubeißen schien und entschlossen war, mich nicht vor sich in´s Ziel kommen zu lassen. Zwischen uns entwickelte sich ein sehr spannendes Tempospiel: Er setzte mehrmals zum Überholen an, wurde immer wieder abgeschüttelt und kam erneut an mich ran... Letztendlich gewann er unseren Zweikampf mit einem minimalen Vorsprung von 1 Sekunde.

Als Gesamtzweite erreichte ich das Ziel nach 43:24 Minuten, somit ca. eine Minute nach der Siegerin Lucienne Cramer (die kürzlich den Werler Silvesterlauf über 15 KM in einer 59er Zeit absolvierte!). Mit dieser Zeit bin ich sehr zufrieden, zumal lediglich 13 Männer vor mir eingelaufen waren. Hausintern wird es wohl in diesem Jahr noch spannend werden - mein Freund verringerte den Abstand zwischen uns deutlich und kam ca. 2 1/2 Minuten nach mir in 46:01 Minuten in´s Ziel."


04.03.2011

"Gehabte Schmerzen, die hab' ich gern."

von U55

Es knirscht und knackt,
wenn es verdreht,
es uns mit Macht,
Schmerz zugesteht.

Es ruckt und zuckt,
es zischt und knarrt,
es ruft und muckt:
Dein Schmerz ist hart.

Bänder gerissen,
Knorpel gequetscht,
Meniskus verschlissen,
Knie verletzt.

Auf jeder Seite
hast du eins,
Aber ist dieses eine
wirklich meins?

Was soll man hadern,
nimm's wie's ist,
aus Goethe's Adern
klingt's wie List:

"Es wechselt Pein und Lust,
genieße,
wenn du kannst,
und leide wenn du musst."

Wilhelm Busch im Herzen,
liegt da auch nicht fern:
"Gehabte Schmerzen,
die hab' ich gern."


02.03.2011

„Ich werde nicht älter, ich verliere nur an Geschwindigkeit.“

Diesen Spruch von Haile und mehr im neuen Gästebuch


27.07.2011

Lasst es laufen - im neuen Gästebuch

Das alte Gästebuch ist leider zerhackt. Lasst es hier weiter laufen.

Neues Gästebuch


24.02.2011

"Serienabschluss in Ippinghausen"

von Sandra Ricke

"Auch beim vierten und somit letzten Lauf der Winterlaufserie 2010/2011 in Ippinghausen gingen wieder einige Korbacher an den Start und konnten sich über ihre persönlichen Erfolge freuen.

Auf der Kurzstrecke über 4,2 KM trat Michael Zekl erfolgreich in Erscheinung und absolvierte den Kurs in 15:07 Minuten, was laut Ergebnisliste einen zweiten Platz im Gesamteinlauf bedeutete (der Bericht auf www.hna.de sagt jedoch etwas Anderes). Herbert Wilke ging als Altersklassensieger mit einer Zeit von 16:59 Minuten hervor und holte sich obendrein den Pokal in der M50 als Altersklassenerster der Serie.

Kurt Jerchel nahm auch den vierten Lauf auf der 15-Kilometer-Strecke mit und erlief in der Gesamtserienwertung den 4. Platz der Altersklasse M 50. Das Ziel erreichte er nach 1:16:26 h, kurz vor ihm Manfred Heide (01:16:04 / M 60). Nachdem Heinrich Stracke (startend für den TSV Goddelsheim) beim Januar-Lauf nur knapp über 60 Minuten für die Strecke benötigte, wollte er diese Schallmauer nun durchbrechen, was ihm jedoch nicht gelang. Nach 1:00:33 h erreichte er das Ziel als Gesamtsiebter. Auch Wilhelm Hofmann begab sich auf die anspruchsvolle Strecke. Seine Zeit (Vierter im Gesamteinlauf): erstklassige 54:44 Minuten. Ebenfalls mit dabei war wieder Horst Röhling, der mit 1:35:08 sein bestes Ergebnis dieser Serie erzielte.

Bei den Damen gingen Silke Voßhage und Sandra Ricke an den Start. Silke Voßhage erzielte in einer Zeit von 1:20:21 h ihr zweitbestes Ergebnis dieser Serie und wurde in der Gesamtserienwertung Siebte der starken Altersklasse W 40. Nachdem sie bereits im Januar eine persönliche Bestzeit auf der Ippinghausen-Strecke erreichte, konnte Sandra Ricke diese noch leicht auf 1:04:58 h steigern und gewann ihre Altersklasse sowohl im vierten Lauf als auch in der Gesamtserienwertung. Im Gesamtfeld der Frauen wurde sie Dritte."


18.02.2011

Gästebuch "futsch"

Mein Anbieter schreibt: "Liebe Gastbuch24-User, vor einigen Tagen wurde Gastbuch24 durch einen Hackerangriff lahmgelegt. Es wurde eine Lücke im Code ausgenutzt um Fremdcode in das System einzuschleusen. Somit konnten über den Server sowohl Spam-Mails verschickt werden als auch andere Server gescannt und befallen werden. Weiterhin ist es zu einem massiven Datenverlust in der Datenbank des Projektes gekommen. Viele der gespeicherten Gästebücher sind dadurch zum Teil oder komplett verloren gegangen.

Aus diesem Grund sahen wir uns gezwungen die Seite zunächst abzuschalten. Eine eingehende Prüfung des Quellcodes hat nun ergeben, dass neben der Lücke, welchen bei o.g. Angriff ausgenutzt wurde, noch weitere gravierende Sicherheitsrisiken aufgrund der veralteten Programmierung bestehen.

Wir können Gasbuch24 deswegen auf keinen Fall in der gewohnten Form wieder online nehmen. Ob Gastbuch24 überhaupt und wenn ja wann und wie wieder online sein wird muss erst noch entschieden werden.

Das Team von Gastbuch24.de"

Anm: Ich werde in den nächsten Tagen ein neues Gästebuch installieren.


07.02.2011

Sparflamme in jeder Hinsicht

Diese Homepage wird nur noch von Zeit zu Zeit aktualisiert. Meine persönliche Situation hat sich geändert. Ich bin wegen meiner Kniebeschwerden nicht mehr auf der Höhe des Geschehens. Deshalb werde ich in Zukunft nur noch dann schreiben, wenn ich Lust und Laune habe oder mir wirklich was auf den Nägeln brennt. Ansonsten ist Sparflamme angesagt.

Ich lasse diese Seite jedoch zumindest noch bis zum 10-jährigen Jubiläum im September 2011 als Informationsquelle im Netz, auch wegen der vielen Anfragen, die mich nach wie vor erreichen - sei es zum Thema "Altersbonus" oder zu weniger erfreulichen Herzgeschichten. Erst kürzlich erhielt ich wieder zwei Anfragen aus dem Ausland, eine aus Bern.

Wie mein sportlicher Werdegang weitergeht, kann nur mein Körper beantworten. Ich hatte Phasen, in denen ich wieder relativ gut trainieren konnte, das Knie gab jedoch nie wirklich Ruhe. Nach einem für mich persönlich starken Silvesterlauf, insbesondere bei der Vorgeschichte, kam prompt die Antwort meines Körpers. Wochenlang verstärkten sich wieder die Probleme. Eine zweite OP ist angedacht, lehne ich aber bis auf Weiteres ab.

Aus diesem Grund werde ich in Zukunft laufen wie es geht, ohne große Ziele. Sporadisch werde ich sicher hier und da was Verrücktes und gegen die Vernunft machen, dafür bin zu sehr Läufer und Wettkämpfer. Das wird jedoch nicht an die große Glocke gehängt, ich muss nichts und niemandem mehr beweisen. Spaß und Genuss sollen im Vordergrund stehen. Auch wenn es einige nicht wahrhaben wollen, es gibt viel viel Wichtigeres als Rampenlicht und Edelmetall.

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Unabhängig davon, versuche ich das Gästebuch möglichst bald wieder zu aktivieren. Mein Anbieter meldet immer noch Defekt.


05.02.2011

Gästebuch - technischer Defekt

Wegen eines technischen Defekts ist mein Gästebuch-Anbieter zurzeit nicht erreichbar.


26.01.2011

"EWF" - Es wird finster?

Geht uns jetzt ein Licht auf? Nur eine Athletin des TSV Korbach strahlt im hellen Schein, ragte bei den hessischen Hallenmeisterschaften heraus. Das Logo "EWF" auf dem Shirt sagt uns: Hier strahlt pure Energie aus Waldeck-Frankenberg. Die anderen setzen auf ein Autohaus. 

Aus die Maus oder "EWF" = "Es wird finster" im Amateursport? Ohne Geld geht eben nichts mehr. Einfach nur mal Sporttreiben und genießen war gestern. Erfolg zu haben ist teuer. Wer großen Erfolg haben will, muss reisen, Hanau, Erfurt,... Das kostet Geld. Und das ist überall knapp, auch in den Vereinen. Sponsoren zum Glück noch nicht.

mehr: WLZ-Bericht


22.01.2011

"Geschichten hinter Platzierungen und Bestzeiten" 

oder "Wie führt man eine junge Frau zum Deutschen Meistertitel?"

von Wilhelm Hofmann

Blick zurück - Zitat aus Laufreport: DM Halbmarathon 2010 Bad Liebenzell

"Spannend wie erwartet verlief das zwei Stunden später gestartete Rennen der Frauen und Senioren. Bernadette Pichlmaier (LAG Mittlere Isar), die amtierende Marathonmeisterin und Drittplatzierte der letztjährigen Titelkämpfe in Aichach drückte lange Zeit dem Rennen ihren Stempel auf. Nach der letzen Wende im Monbachtal attackierte die Mitfavoritin Ingalena Heuck (LG Stadtwerke München) erfolgreich und siegte in persönlicher Bestzeit von 1:14:54. Pichlmaier folgte 29 Sekunden später als Vizemeisterin und Gewinnerin der Altersklasse W40. Auf Rang drei lief die Titelverteidigerin Melanie Schulz (LG Ohra Hörselgas) mit 1:15:56..."


Wilhelm Hofmann (8. M45) führt Ingalena Heuck bis ins Ziel, Melanie Schulz die Titelverteidigerin verliert noch eine gute Minute und kommt auf Platz 3 (Foto: laufreport.de)

Wilhelm erinnert sich:

"Nach guter Vorbereitung und vielen Trainingskilometern startete ich erstmals in meinem Leben bei einer Deutschen Meisterschaft Halbmarathon. Es war die erste Meisterschaft, die ich für die SF Blau-Gelb Marburg mit meinen beiden neuen Mannschaftskameraden Hakim und Ralf lief. Wie ihr euch sicher erinnern könnt, wurde dieser Start auch gleich mit Mannschaftsgold in der M 45 belohnt. Aber darüber wurde ja ausführlich berichtet. 

Ich will euch eine ganz andere "Geschichte" erzählen, von der sogar im Laufreport zu lesen war (s.o.).

Auf den ersten Kilometern blies mir nach einer Kurve schön der Gegenwind ins Gesicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich längst bemerkt, dass sich jemand an meine Ferse geheftet hatte. Diesen jemand wollte ich aufgrund des Gegenwindes anschnauzen, jetzt auch mal nach vorne zu gehen und etwas für das Tempo zu machen. Als ich aber registrierte, dass dieser jemand eine junge Läuferin aus München war, besann ich mich jedoch anders und machte natürlich ganz einen auf Kavalier / alte Schule. Soll heißen, ich machte weiterhin gerne die Tempoarbeit.

Wir durchliefen gemeinsam die km 5, 10 und 15 bis auf der letzen Runde die Führende im Frauenfeld Bernadette Pichlmaier ca. 200 m vor uns zu sehen war. Ich motiviert meine Mitläuferin, dass wir da dran laufen wollen. Wir konnten tatsächlich auf den letzten Kilometern das Tempo forcieren, während Pichlmaier etwas langsamer wurde. So konnte Ingalena Heuck mit einem deutlichen Vorsprung erstmalig Deutsche Meisterin werden.

Bei der Siegerehrung (siehe auch Bild) hat sie sich netterweise im Interview persönlich bei mir bedankt. Heuck hat deutlich herausgestellt, dass sie noch nie so eine große Hilfe in einem Lauf erfahren hatte. In reinen Frauenrennen geht es da wohl etwas zickiger zu.

Zusammenfassen lässt sich also sagen, dass die Formulierung bei Laufreport "Wilhelm Hofmann führt Ingalena Heuck bis ins Ziel" ganz und gar der Wahrheit entspricht und eine nette Begebenheit war."


Die Freude war auf beiden Seiten groß (Foto: Hofmann)


21.01.2011

Tipp von Heinrich Kuhaupt

Jahreszeitenwechsel beim Advent-Waldmarathon 

2010 fand der Advent-Waldmarathon nicht statt. 2011 wird er als Arolser Waldmarathon im Sommer nachgeholt...

mehr: Runners World


12.01.2011

"Wenn ich mein Leben noch mal leben könnte,...

von Nadine Stair, 85 Jahre, Marathonläuferin

...würde ich versuchen mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen. Ich würde bis zum Äußersten gehen. Ich würde alberner als bei diesem Trip sein. Ich weiß einige Dinge, die ich ernster nehmen würde. Ich würde verrückter sein, ich würde weniger hygienisch sein. Ich würde mehr Chancen wahrnehmen. ich würde mehr unternehmen. ich würde mehr Berge besteigen, in mehr Flüssen schwimmen und mehr Sonnenuntergänge beobachten. Ich würde mehr Eis und weniger Spinat essen. Ich würde mehr aktuelle Probleme und weniger eingebildete haben.

Wie Du siehst, bin ich eine von den Menschen, die prophylaktisch und vernünftig und gesund leben. Stunde um Stunde, Tag für Tag. Oh, ich hatte meine Momente und wenn ich noch mal leben könnte, hätte ich viele mehr. Eigentlich würde ich gar nichts anderes wollen. Einfach nur Augenblicke, einen nach dem anderen, anstatt so viele Jahre im voraus zu leben und zu denken. Ich war eine von der Sorte Leute, die nirgendwohin ohne ein Thermometer, eine Flasche mit heißem Wasser, ein Gurgelwasser, einen Regenmantel und einem Fallschirm gehen. 

Wenn ich noch mal leben könnte, würde ich leichter reisen als bisher. Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich im Frühling früher anfangen, barfuß zu laufen und im Herbst später damit aufhören. Ich würde öfter die Schule schwänzen. Ich würde gute Noten nur aus Versehen schreiben. Ich würde öfter Karussell fahren. Ich würde mehr Gänseblümchen pflücken.

Wenn Du Dich andauernd nur schindest, vergisst Du sehr bald, dass es so wunderschöne Dinge gibt, wie zum Beispiel einen Bach, der Geschichten erzählt und einen Vogel, der singt."

Anm.: Diese tief beindruckenden Zeilen stammen von der damals 85-jährigen Marathonläuferin Nadine Stair. Oft kommt es doch vor, dass wir Dinge bereuen, die wir nicht getan haben. Und dann ist es meist zu spät. Solche Gedanken hat sich Stair in Bezug auf ihr Leben gemacht.


11.01.2011

"Jahreswechsellauf in Brakel - Bestzeiten gleich zu Anfang..."

von Sandra Ricke

"... leider war die Strecke zu kurz! Das Laufjahr begann für Silke Voßhage und mich in Brakel beim Jahreswechsellauf. Eigentlich war die Teilnahme am 3. Lauf der Ahnataler Winterlaufserie geplant, welcher jedoch aufgrund vereister Strecken kurzfristig abgesagt werden musste. Ersatz war schnell gefunden - der Lauf in Brakel fand statt, da es dem Orgateam gelang, eine gut zu laufende Ersatzstrecke zu finden, denn auch hier war die vorgesehene Strecke vereist.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch eine sehr gute und zügige Organisation und eine ansprechende Strecke aus, die es erlaubte, den Blick weit ins Brakeler Umland schweifen zu lassen. Einziges aber großes Manko war, dass der ausgeschriebenen 10-Kilometer-Strecke einige hundert Meter fehlten, so dass Silke und ich uns gleich zum Jahresbeginn über gigantische Zeiten freuen können: Ich erreichte das Ziel als 2. Frau und Siegerin meiner Altersklasse in traumhaften 38:12 Minuten, und Silke wurde Altersklassenzweite der W 40 in einer Zeit von 45:41 Minuten.

Sollen diese Zeiten wohl unsere Zielvorgabe für eine "richtige" 10-Kilometer-Strecke im Jahr 2011 sein??? Nein, dieser Griff nach den Sternen wäre etwas zu weit.... Die Urkunden sehen jedenfalls klasse aus mit diesen Traumzeiten."


07.01.2011

Tauschau

Hilfe, schönes Laufwetter sieht anders aus. Meine "Tau-Schau" von gestern: Die Tour um Korbach gestern Abend glich eher einem Rettungsschwimmer-Kurs. Teilweise stand ich in 10 cm tiefem Eiswasser. Ausweichen unmöglich. Die Zehen hatten selbst nach der warmen Dusche noch Erfrierungserscheinungen. 

Ex-Europameister Jan Fitschen sagt: "Wir Ausdauersportler sind allesamt Kämpfer, sonst würden wir uns ja nicht freiwillig bei oft widrigsten Bedingungen durchringen, kilometerlang durch Wälder und Städte zu rennen." Recht hat er.

Aber gegen die Lappen sind wir die reinsten Waschlappen: mehr


05.01.2011

Freiheit für die Füße oder "adiPRENE" für die Bene

Mit dem "adiStar" erlebe ich eine "progressive FORMOTION". Ist "adiPRENE" gut für die Bene? Eine "Karhu" "FULCRUM-Wippe" tut's doch auch. So leid's mir tut, "SOLYTE" so gut. Denn mit dem "Asics" tanze ich auf der "GUIDANCE LINE". "Brooks" im flow - "BioMoGo". Im "Glycerin" flutsche ich über die Piste. Oder ich "e-Glide" im "Etonic".

Mit tiefer Zufriedenheit hebe ich dann in "New Balance" ins "Mizuno Wave Nirvana" ab. Dort erlebe ich eine nie da gewesene innere Ruhe mit dem "Brooks Green Silence". "Nike Lunar" geht einen Schritt weiter und lässt mich ins Weltall schweben, Punktlandung auf dem Mond. 

Als Mann im Mond bin ich dank "K-Swiss" in "SUPERFOAM". Oder bin ich "Complete Ventis"? "Puma" holt mich mit "IdCell" schnell wieder auf den "EverRide". Auf der Erde zurück brauche ich dringend Ablenkung mit einer Frau. "Nike Zoom" mir "Sauconys" "ProGrid" her! Schnell - "Fastwitch mit Grid". Ich bin vollends entzückt und "Under Armour".

Irgendwie habe ich meine "torsionale Stabilität" verloren. Bin ich nicht mehr "Kinetic fit" oder ist meine "Wave-Platte" defekt? Schnell muss ich aus der Nummer mit dem "EAS-System" optimal abrollen und zurück zu den Wurzeln. "Nike free" ist ein Anfang, fast wie barfuß. Auch im "Ecco Biom" steckt mein Genom und lässt mich "Natural Running". 

Cool down. "LockDownLiner" oder "HRC Strobel Board" werden mich schon wieder auf den rechten Pfad führen. Ansonsten probiere ich es demnächst im "New Dynamotion Fit Design". Und wenn es "ARCH-LOCK", "AIR MESH UPPER" oder "Blown Rubber" nicht schaffen, dann kriegen das eben "Gender Engineering", "Pebax Rnew" oder "Quicklace Kevlar" mit "externer 3D Fersenkappe" hin. 

"Laufen erfrischt Körper und Geist". "Die Welle trägt dich weiter, als du denkst". Die Werbung ist 'ne Süße, ich dagegen fordere Freiheit für die Füße.


02.01.2011

Griesheimer Silvesterlauf

von Sandra Ricke

"Dieses für mich nicht nur aus sportlicher Sicht schöne und erfolgreiche Jahr 2010 wollte ich natürlich mit einem Lauf beschließen. Mit der optimistischen Vorstellung, es können keine zwei schneereichen Winter aufeinander folgen, hatte ich mich für einen vermessenen 10-Kilometer-Lauf entschieden, um eine gute Zeit zu laufen. Meine Wahl fiel auf den Griesheimer Silvesterlauf, der eine schnelle Strecke versprach. Dass ich nicht ganz vorn mit dabei sein würde, zeigte mir der Blick auf die Vorjahresergebnisse, welche auch bei den Frauen beachtliche Zeiten deutlich unter 38 Minuten präsentierten.

In den letzten Wochen vor dem Lauf musste ich mich jedoch Tag für Tag mehr von der Vorstellung, in diesem Jahr noch mal flott zu sein, verabschieden. Schnee und Eis machten sowohl den Versuch, Tempoeinheiten einzubauen, als auch die Hoffnung auf einen gut zu laufenden Untergrund zunichte. Wenigstens eine positive Erfahrung konnte ich mitnehmen: Das Laufen auf dem Laufband muss nicht eintönig sein, sondern bietet auch zahlreiche Möglichkeiten für Intervalltraining & Co., man braucht nur ein wenig Kreativität und fetzige Musik.

Nach dem Motto "Dabeisein ist alles" ging ich natürlich dennoch in Griesheim an den Start, und war erst mal positiv überrascht, wie klasse es doch lief. Die ersten sieben Kilometer waren ein Zuckerschlecken, und ich hatte mich schon ernsthaft gefragt, was mich eigentlich so am Winter und dem Schneeuntergrund stört. Der plattgetretene Schnee bot eine gute Unterlage, um einigermaßen rutschfrei zu laufen. So gelang es mir, bei gleichbleibend flottem Tempo einen Läufer nach dem anderen zu überholen und hinter mir zu lassen, so dass eine Zeit im 42er Bereich lange erreichbar schien. Davon abgesehen war die Strecke, die durch den Wald führte, eher eintönig, denn es gab nicht viel zu sehen - eben nur Bäume und natürlich Schnee.

Die letzten 3 Kilometer waren jedoch sehr kräftezehrend, da der Schnee nur nicht mehr plattgetreten und eben war, sondern sich durch die Spikes viele Unebenheiten und Rillen gebildet hatten. Hier musste ich deutlich an Tempo nachlassen, die Kraft reichte einfach nicht aus, um das Tempo bei dem ungleichmäßigem Untergrund zu halten. Das Ziel erreichte ich nach 45:18 Minuten als 5. Frau im Gesamteinlauf und zweite meiner Altersklasse. Diese Zeit lag natürlich weit entfernt von dem, was ich mir vor Beginn der Schneesaison erhofft hatte, ist aber gar nicht mal so übel, wenn man bedenkt, dass die Siegerin, die dem Triathlon-Bundesligateam angehört, lediglich 3 1/2 Minuten vor mir angekommen war.

Ich wünsche euch allen ein schönes Jahr 2011, das euch reich mit Gesundheit und schönen Laufkilometern bescheren möge!"

 


Stand: Mittwoch, 26. November 2014