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Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Archiv 2010


Sprüche:

24.12.2010

Frohe Weihnachten

Lasst uns Läufer froh und munter sein, 
trotz so mancher Zipperlein.
Euch und Euren Lieben eine schöne Weihnachtszeit,
irgendwann sind die Wege auch wieder von Schnee und Eis befreit.

---

"Wann fängt Weihnachten an?"

von Rolf Krenzer

"Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt und begreift, 
was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du gehst,
so wie du bist darauf zu,
dann ja, 
dann fängt Weihnachten an."

21.12.2010

Die gehen mir auf den Senkel

Rund, gewachst, aus Kunststoff, mit knotigen Verdickungen. Schnürsenkel gibt es heutzutage in allen Variationen. Auch für Laufschuhe. Die Industrie erfindet die tollsten Schnürsysteme. Aber sie halten meist nie was sie versprechen.

Dabei ist es doch so einfach. Flache Bänder aus Baumwolle, wie früher, lösen sich so gut wie nie. Niemals hatte man Probleme mit diesen Senkeln. Selbst ein einfacher Knoten löste sich nicht.

Dagegen kannst du Knoten mit diesen dicken neuartigen runden Kunststoff-Schnürsenkeln zwar immer relativ leicht lösen. Aber wie von Geisterhand öffnen sich diese Bänder auch beim Laufen schon nach wenigen Kilometern selbst, obwohl man sie doch sooo fest geknotet hat. 

Oft hilft nicht mal ein Doppelknoten. Wenn es dann auch noch bei Schnee und Eis passiert, sind Frust und Ärger groß. Da platzt einem der Kragen und man denkt, diese Senkel gehen mir auf den selbigen. Da muss eine abgedroschene Phrase herhalten: Die fliegen durchs Weltall, schaffen es aber nicht mal, ordentliche Schnürsenkel herzustellen. Da greife ich eben eigeninitiativ wieder in Omas Mottenkiste.

Fazit:

Jubelnd klopft er auf die Schenkel, 
des Läufers Glück sind flache Senkel. 
Die Lösung sind die Baumwollbänder, 
die anderen nehm' ich schnell vom Sender.

12.12.2010

Zitat

"Die Zahl Pi des Langstreckenlaufs ist 42,195 Km."

Prof. Uhlenbruck

Die klassischen 42,195 km sind und bleiben die Königsdisziplin des Laufens. Der Marathonlauf ist die längste olympische Laufdisziplin in der Leichtathletik.

07.12.2010

Schöne Bescherung

Läufer haben es so leicht nicht dieser Tage,
der Winter gibt ihnen wirklich Grund zur Klage.

Ein Läufer hat dadurch die Seuche im Gesicht,
ein anderer kriegt's am Magen und erbricht.

Ein weiterer erfriert sich das beste Stück,
Los Oma  - einen Wärmer strick!

Bitterkalt, wo isser denn,
wenn ich mich jetzt nicht mal verrenn'?!

Manche nennen es auch Pimpelgicht,
besser ist, man kriegt es nicht.

Nun, die Glücklichen, die überhaupt noch können,
mussten beim Cross gegen eine Eiswand rennen.

Wer in dem Zustand vor 'ne Eiswand rennt, 
der weiß wie lichterloh die Kerze brennt.

Außenstehende wissen gar nicht wie weh das alles tut,
aber zieht wenigstens vor uns den Hut.

Wir gehen raus bei Eis und Schnee,
laufen nicht nur im Sommer auf grünem Klee.

Nein, Wind und Wetter können wir trotzen,
so schnell kriegen wir nicht das große Rotzen.

Wir sind hart, nichts und niemand hält uns zurück,
Weicheier sind wir nun wirklich nicht.

Hartgekocht sind jedoch auch wir nicht immer,
ok, dann bleiben wir eben auf'm Zimmer.

Kurz auskurieren, ab ins Bett,
aber nicht zu lang, sonst werden wir fett.

Schöne Bescherung, das kostet Sekunden,
lang muss man arbeiten an den zusätzlichen Pfunden.

Also nix wie raus aus der Kiste,
Laufschuh an und ab auf die Piste.

Aber Vorsicht: Nichts ist so schnell versaut,
wie empfindliche Schleim- und Bindehaut. 

© U. Schalk

---

"Extrem-Cross ... gegen eine Eiswand laufen"

WLZ-Bericht über HM-Cross

22.11.2010

Hört, ihr Läufer, und lasst euch sagen...

"Hört, ihr Leut, und lasst euch sagen, 
unsre Glock hat zwölf geschlagen! 
Zwölf, das ist das Ziel der Zeit; 
Mensch, bedenk die Ewigkeit!"

So heißt es in der letzten Strophe des Nachtwächterliedes aus dem 18. Jahrhundert. Irgendwie kamen mir diese Zeilen am Wochenende bei einem längeren Lauf in den Sinn. Wilhelm Hofmann schrieb mir kürzlich, New York ist eine Reise wert, auch wenn man 4 Stunden unterwegs ist. Er selbst erfüllte sich dort einen Jugendtraum in weit weniger als 3 Stunden. Mein Ziel der Zeit wären heute diese 4 Stunden, auch wenn ich schon mal an den 3 Stunden geschnuppert habe.

Hört, ihr Leut, und lasst euch sagen: 
unsere Glock hat vier geschlagen! 
Vierfach ist das Ackerfeld; 
Mensch wie ist dein Herz bestellt?

Vier Stunden laufen? Heute für mich fast unvorstellbar. Läufer, bedenk die Ewigkeit. New York wird wohl für mich ein Jugendtraum bleiben. Mein Herz ist zwar gut bestellt, aber mein Knie verlangt Bescheidenheit und wird das Ackerfeld "Marathon" wohl nicht mehr mitmachen.

Hört, ihr Läufer lasst euch sagen, 
Halbmarathon kommt mir da gerade recht. 
Ist doch auch nicht ganz so schlecht, 
und schlägt auch nicht so auf den Magen.

Ich übe also in Bescheidenheit, 
42 Km sind doch sehr sehr weit. 
Auch wenn mein Jugendtraum, 
steht weiterhin im Raum.

17.09.2010

Inputs

Beim Joggen mit Heinz Jandik auf dem Radweg Richtung Meineringhausen trafen wir Bärbel Kiel. "Was ist mit deiner Homepage los, kein Input mehr?" "Urlaub, und ehrlich gesagt habe ich zurzeit auch keine große Lust zu schreiben." Bärbel selbst joggt je nach Lust und Laune vor sich hin, schließt Wettkämpfe zumindest auf der Bahn für die Zukunft aus.

So ähnlich geht's Heinz und mir. Wenn's geht joggen/laufen, wenn nicht Rad fahren. Oder Flippo Heinemann in seiner neuen Kneipe besuchen. 

"Frikadellen-Kurs"

Ja, richtig gehört. Das ist kein Witz. Flippo hat sich in Lelbach eine kleine Kneipe neben dem Stall hergerichtet. Zurzeit läuft der Betrieb nur für Freunde (immer mittwochs ab 19 Uhr geöffnet), der so wichtige "Frikadellen-Kurs" fehlt ihm noch. 

Auch ein Name muss noch her. Heinz Jandik hatte dann gleich einen Vorschlag: "Runners Inn". Eine "Läuferklause" existiert ja leider schon. Vom Besitzer der Läuferklause, Wittmanns Karle, hat sich Flippo übrigens das Mobiliar schreinern lassen. 

Beim Besuch in Flippos Pinte erfuhr man dann so allerhand. Zum Beispiel, dass sich Flippo 3 Wochen mit einer Achillessehnenentzündung plagte. Oder was der ein oder andere im Seniorenbereich so alles vor einem Wettkampf schluckt. 

Da mussten wir erst mal schlucken. Das frisch gezapfte Bier ging richtig gut runter. Beim "kühlen Blonden" ließ Flippo dann weiter verlauten, dass er auch noch in der Korbacher Fußgängerzone die "Leder-Börse" übernommen hat. Da er aber nicht auf drei Hochzeiten tanzen könne, werde die Firma von seiner Tochter unter seinem Namen geführt.

Eklat beim Meilenlauf

Wie man weiter hörte, gab es nach dem Meilenlauf auf dem Pauli einen Eklat. Vater Milde soll in übelster Art verbal auf Udo Leithäuser losgegangen sein, ihn mit vielen Vorwürfen konfrontiert und scharf angegriffen haben. Leider gerieten dadurch die tollen Ergebnisse und Kreisrekorde zur Nebensache. Das letzte Wort in dieser Sache scheint wohl noch nicht gesprochen zu sein.

Was lief noch?

Wilhelm Hofmann wurde wieder deutscher Meister mit der Marburger Mannschaft über 3x10km (seine Super-Zeit: 33:36). Sandra Ricke lief bei den Deutschen Meisterschaften eine gute 42er-Zeit über 10 km, ihre Freundin Silke Voßhage kam mit einer 49er-Zeit ins Ziel. 

Im Gästebuch sind die Einträge von Joachim Müller und Axel Czech lesenswert und stimmen nachdenklich: Gästebuch. 

Zu guter Letzt die Info, dass Tim-Henning Förster in der "Running" einen Artikel über den Herbst und seine Tücken geschrieben hat.

Was sonst so in den letzten Wochen lief, siehe auch bei: Joachim Peters

01.09.2010

9 Jahre

Seit dem 01.09.2001 läuft diese Seite nun schon im Netz. Eine lange Zeit. Viel ist passiert in den letzten 9 Jahren. 

Alles hat ein Ende, sicher auch irgendwann mein Auftritt im www. Vielleicht dieses Jahr, vielleicht mache ich aber auch die 10 Jahre voll. Franz Beckenbauer: "Schaun mer mal, dann sehn mer scho." Oder wie sagte John Lennon: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“

Und noch ein dänisches Sprichwort an die geschundenen "alten" Senioren: "Hätt' ich fürs Alter auch ein Salben, ich wollt' mich salben allenthalben."

31.08.2010

Ich bin dann mal weg ... vom Fenster

Wie schnell es doch geht, dann ist man weg vom Fenster. Aber geht das wirklich so schnell? Ist das nicht ein Prozess über Jahre? Als ich gestern so vor mich hin joggte, kamen die Gedanken an vergangene Wettkampfjahre. Da wurde Raubbau mit den Kräften betrieben, nicht nur bei mir. Gerade harte schnelle Bahnwettkämpfe gehen sehr an die Substanz, körperlich wie mental.

Mir selbst war damals schon klar, dass irgendwann der große Knacks bei der Knievorgeschichte kommen würde. Aber erst mal hieß es weiter, weiter, weiter. Oft trotz hartnäckiger Beschwerden, es wird schon irgendwie gehen.

Ich wünsche jedem, dass er seinen Laufsport lebenslang genießen kann. Sicher steckt jeder Körper Belastungen auf hohem Niveau unterschiedlich weg, aber in vielen Fällen kommt die Quittung früher oder später für harte Wettkampfjahre. Entweder geht die Form den Bach runter, man fällt in ein Loch, oder schlimmer, der Körper reagiert durch Verletzung.

Es sei denn, man wird vernünftig, reduziert einfach mal ein Jahr und schenkt dem Körper rechtzeitig die wichtige Regeneration. Aber was ist schon Vernunft? In Läuferkreisen, erst recht in den Seniorenklassen, steht die ganz hinten auf dem Trainingsplan. Lockere Grundlagenläufe auf Joggingniveau finden viel zu wenig Beachtung. Wenn ich mir das Programm einiger im Umkreis so ansehe, dann wird mir Angst und Bang. Da kommt es nicht von ungefähr, dass aus der ehemaligen Korbacher Hochburg nur noch wenige übrig geblieben sind, die regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen.

29.08.2010

"Wollt ihr meine Wutrede hören?"

"Simferopol statt Zürich"

Von Manfred Steffny

"Wollt ihr meine Wutrede hören? Die Fernsehübertragung von „sport1“, wie sich das alte DSF jetzt nennt, von „Weltklasse in Zürich“, dem ersten Finale der Diamond League, war nicht nur eine Zumutung, sie war eine Frechheit. Sagte man: aus der Fiesta von Barcelona wurden Tapas, so wären erst mal die Europameisterschaften mit ihrem traditionellen Vollprogramm beleidigt, auch aber das öffentlich-rechtliche Fernsehen, das viele Stunden lang von dort übertrug. Der Privatsender „sport 1“ vierteilte die Leichtathletik wie einen mittelalterlichen Delinquenten, drehte sie durch den Wolf und warf sie anschließend auf den Scheiterhaufen...

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"Unglaublich! Todkrank und jetzt Europameister"

Von Manfred Steffny

"Mit ähnlicher Energie, wie sie der Radrennfahrer Lance Armstrong aufbot, um Krankheit und Gegner mit medizinischer Hilfe zu überwinden und so ab 1999 acht Jahre lang unschlagbar bei der Tour de France blieb, deklassierte der Schweizer Viktor Röthlin bei sonnigen 27 °C auf dem Rundkurs von Barcelona die europäische Konkurrenz in 2:15:31 h und siegte mit 2:19 min Vorsprung auf den als hitzefest geltenden Madrilenen Jose Manuel „Chema“ Martinez, Europameister des Jahres 2002 über 10.000 m vor Dieter Baumann...

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17.08.2010

"Sportlich, sportlich!" 

von Bastian Sick

"Der Deutsche liebt schweiztreibende Aktivitäten: Tregging, nordisches Wolken in Legens, Schupperkurse und Schuhekauen. Doch Vorsicht auf dem Übungsplatz, denn mit Trainern in den Augen ist man blind!...

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19.07.2010

Spruch

"Wenn die Leistungsentwicklung der deutschen Laufelite so weitergeht, wird bald unsere einzige Läuferin von Weltformat den schnellsten Mann im Land überholen."

Dieter Baumann

23.06.2010

"10.000 m in Deutschland: Die vergessene Strecke" 

"Die längste olympische Bahndistanz ist hierzulande nur eine Randerscheinung"

von Lothar Pöhlitz

"Lang ist es her, als die Herren Schildhauer, Kunze, Uhlemann, Fleschen, Zimmermann und Herle über die 10.000 m in der erweiterten Weltspitze mitliefen, in Europa bisweilen sogar dominierten. Im selben Maße wie die Afrikaner eine um die andere schier unüberwindliche Zeitbarriere auf den 25 Bahnrunden pulverisierten, verschlechterten sich Deutschlands Langstreckler auf dieser Distanz. Die 27er Zeiten von Franke und Baumann sind auch schon Geschichte, Carsten Eich, Andre Pollmächer und Jan Fitschen weckten neue Hoffnungen, mehr nicht. Übrig geblieben ist der Europameistertitel von Jan Fitschen 2006. 

Wenn es nun im Sommer erneut um den kontinentalen Titel im spanischen Barcelona geht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass unter Umständen Deutschland erneut keine Rolle spielen wird..."

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15.06.2010

Spruch der Woche

Heinz Jandik: "Was macht dein Knie?" Antwort: "Das wird nichts Richtiges mehr. Das Knie ist einfach im Arsch." Heinz: "Es gehört aber doch eigentlich zwischen Ober- und Unterschenkel."

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Stichwort "Wechseln"

Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, als ambitionierter Läufer mehrere Laufschuhe in Gebrauch zu haben. Das tägliche Wechseln mindert das Verletzungsrisiko durch einseitige Belastungen. 

Kürzlich begegnete mir ein Läufer, der zwar nur 2x wöchentlich läuft, aber seit geraumer Zeit über Knieprobleme bereits nach wenigen Kilometern klagt. Ein Blick auf seine Schuhe sagte alles. Er läuft seit 20 Jahren im alten Marathon-Trainer von Adidas, völlig ausgetreten. 

Was auch auffiel, dass es immer noch Läufer gibt, die tagein tagaus die gleiche Strecke unter die Füße nehmen. Auch hier gilt die Formel, möglichst oft Strecke, Belag, Profil zu wechseln, um Eintönigkeit zu vermeiden.

19.05.2010

"Die fehlende Mitfreude?"

"Das eigene Glück kann man nur multiplizieren, wenn man es teilt."

Ein wahrer Spruch unbekannter Herkunft. Heinz Jandik konstatierte gestern zu Recht: "Mannschafts- oder Staffelwettbewerbe sind das i-Tüpfelchen in der Leichtathletik, das Salz in der Suppe, machen einfach am meisten Spaß!"

Dr. Günter Heidinger hinterfragt die Mitfreude kritisch und beleuchtet die Ursachen wenn sie fehlt: "Freuen Sie sich mit, wenn ein Freund oder guter Bekannter erfolgreich ist, beim Marathon eine persönliche Bestzeit läuft oder auch generell von Erfolg zu Erfolg eilt?"

 "...Es liegt etwas seltsam Langweiliges im Glück anderer Menschen"! Das hatte schon der Londoner Schriftsteller Aldous Huxley festgestellt. Und ähnlich meinte auch Jean-Jaques Rousseau, dass der Mensch sich nur in die Lage derer versetzen könne, die unglücklicher sind als er selbst. Beiden Denkern war also eine eigentümliche Emotionslücke in unserem moralischen Gefühlshaushalt aufgefallen, die im Übrigen auch der modernen Emotionsforschung nicht entgangen ist. Es existiert eine Art Untergruppe moralischer Gefühle, die damit zusammenhängt, wie jemand das Glück oder Unglück anderer Menschen wahrnimmt.

Seien wir einmal ganz ehrlich zu uns selbst: Kennen wir nicht alle solch seltsame Gefühle und schrecken wir uns im Grund nicht davor, wenn wir sie empfinden und darüber nachdenken? Ein Bekannter hat z.B. Monate lang trainiert, sich auf einen wichtigen Lauf vorbereitet, alles läuft gut, dann ist der Tag des Wettkampfes da und er läuft persönliche Bestzeit, freut sich und ist zufrieden. Aber wir selbst empfinden eine eigenartige Mischung aus Neid und Arglist. Irgendwo beschleichen uns zwiespältige Gefühle. Diese Ambivalenz kann nur dann etwas von ihrer Beunruhigung verlieren, wenn wir ein wenig ihre Ursachen beleuchten..."

Zum Artikel: "Die fehlende Mitfreude"

10.05.2010

Wilhelm Hofmann im Interview

WLZ-Interview in voller Länge

Anmerkung von Wilhelm: "Das Interview wurde telefonisch geführt, einige Interviewinhalte gibt es etwas abweichend wieder. Im Großen und Ganzen passt es aber doch."

01.05.2010

Laufen pur

20 - 25 Grad, wunderbarer Frühlingstag, kaum Wind, herrliche Luft, die warme Sonne blinzelt durch die frischgrünen Baumkronen. Weicher Waldweg, es raschelt im Unterholz, Rehe kreuzen den Weg, Bussarde kreisen, Vögel zwitschern.

Die Natur lebt, der Läufer erlebt sie. In kurzer Hose, ein minimales Laufshirt lässt Luft an den Körper. Frühlingshauch umsäuselt die nackten Beine. Nichts stört. Im viel zitierten Barfußschuh nimmt der Läufer den Boden unter die sockenlosen Füße.

Das Blut zirkuliert ungehindert in den Beinen, das Herz pumpt Blut wie von der Natur gewollt in den Kreislauf des Lebens. Der Schweiß rinnt und macht das, was ihm vor Millionen Jahren aufgetragen wurde: Körperkühlung. Die natürliche Atmung pumpt intuitiv die frische Luft bis in die letzten Winkel der Bronchien. Das Wunderwerk Mensch funktioniert, frei und fast völlig ohne Hilfsmittel ist er eins mit der Natur. Alle Sinne arbeiten auf Hochtouren, die Gedanken fließen, Laufen pur.

Szenenwechsel. Abrupt zurück in die raue Wirklichkeit. Jetztzeit. Die gleichen Bedingungen, aber ein anderes Szenario. Aus der Traum.

Eine festgezurrte Schlauchbinde namens Stirnband stört den Blutfluss im Gehirn, Gedanken werden gebremst. Eine seltsam orangegetönte Sonnenbrille lässt das frische Blattgrün verblassen. Im Ohr sind die Töne der Natur ausgeschaltet. Hightech-Ohrstöpsel verstopfen den Gehörgang, Musik dröhnt aus dem MP3-Player mit 105 dBA im Pegel einer Kettensäge aus 1 m Entfernung.

Eine Etage tiefer ist der Läufer angeschnallt, mit dem Brustgurt des Pulsmessers. Darüber trägt er die neue Kompressionswäsche, der Oberkörper steckt in einer Zwangsjacke, freies Atmen nicht erwünscht. Schweiß kann nicht mehr kühlen, er wurde mit Mikrofasern abtransportiert.

Die gleichen Schraubzwingen an den Beinen, das Blut in den Venen wird durch Kompression am natürlichen Fließen gehindert. Ganz unten angekommen steckt der Fuß im Schraubstock, schreit um Hilfe, weil er sich durch den Stabilschuh nicht mehr rühren kann. 

In der Sohle des multifunktionellen Megaschuhs schließlich versteckt sich ein Chip. Hochgeladen guckt sich der moderne Läufer später, GPS machts möglich, seine gelaufene Strecke im PC an. Virtuell erlebt er die Natur, von der wahren Schönheit hat der Läufer der Moderne nichts mitbekommen.

12.04.2010

Was wirft die deutschen Läufer ins dritte Glied?

Manfred Steffny: "Methodische Fehler im Training, die Vernachlässigung des Dauerlaufs, die Abhängigkeit von Leistungsdiagnostikern, von Sekundärwerten wie Leistungspuls und Laktatwerten, die Verwissenschaftlichung des Trainings."

Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Und doch möchte man es geradezu hinausschreien: Jungs, statt am PC die unwichtigen Werte zu berechnen, geht endlich wieder raus und trainiert hart. Das traurige Niveau, wie es Wilhelm Hofmann zu Recht nennt, muss ein Ende haben.

09.04.2010

„Die Männer überzeugten“

Notizen zum 64. Paderborner Osterlauf

"...Und dabei war auch ein Kamerateam des WDR, dessen Aufnahmeleiterin sich bei den Läufern erkundigte, wie lang denn eigentlich so ein Halbmarathon sei. Da sollte einmal ein Vertreter der Medien beim Fußball fragen, wozu eigentlich die Tore gebraucht werden … Für die Abstinenz oder Arroganz der TV-Medien in Bezug auch den Laufsport hat sich auch in Paderborn keine Wende zum Besseren vollzogen..."

Helmut Winter berichtet

Aus heimischer Sicht

Zitat vom Ex-Korbacher Wilhelm Hofmann zum Rekordlauf über 3x10km: "In Paderborn haben wir mit der Marburger Mannschaft sogar die Mannschaftswertung absolut gewonnen. Es ist schon trauriges Niveau, dass man für so etwas M 45 - Läufer braucht. Trauriges Leistungsniveau bei den jungen Läufern!!!"

30.03.2010

Bin ich jetzt Geher oder Schleicher oder was?

Frage: "Und, wie läuft's?" Antwort: "Danke, es geht!"

7:30er Schnitt auf 1000, ist das laufen oder gehen? Wenn ich in diesem Tempo mit Gehpausen durch die Gegend schleiche, komme ich mir neuerdings wie ein Geher oder Schleicher vor. Wenn ich dann noch die Brille absetze, bin ich quasi eine Blindschleiche, so weit ist es schon gekommen. Ob ich jemals wieder zum Läufer werde, weiß ich nicht. Bastian Sick erklärt im Folgenden die entscheidenden Unterschiede. Echt lesenswert.

Vom Fliegen, Fahren, Gehen und Laufen

von Bastian Sick

"Die Sprache steckt voller Ungereimtheiten, gerade das macht sie so spannend und verführerisch. Wer hinter ihre Geheimnisse kommen will, muss tief in sie eindringen. Das Wort "laufen" hat unterschiedliche Bedeutungen, die sich zum Teil sogar widersprechen. Einerseits definieren wir laufen als schnelle Fortbewegung: Beim 100-Meter-Lauf wird nicht getrödelt, sondern gerannt. Wenn Babys lernen, sich auf ihren wackeligen Beinchen fortzubewegen, dann sagt man, sie würden laufen lernen. Laufen kann auch einfach nur "zu Fuß gehen" bedeuten. "Soll ich dir ein Taxi rufen?" - "Nein danke, ich laufe lieber!" Und beim Wandern kann man sich die Füße plattlaufen. Nirgends offenbart sich das Paradoxon zwischen gehen und laufen schöner als in dieser uralten Wendung. Frage: "Und, wie läuft's so?" Antwort: "Danke, es geht!"...

...Der Reichtum unserer Sprache offenbart sich auch dann, wenn es darum geht, die Fortbewegung von Tieren zu beschreiben: Löwen trotten, Giraffen schreiten, Elefanten trampeln, Pfauen stolzieren, Kaninchen hoppeln, Katzen schleichen, Käfer krabbeln, Enten watscheln und Robben robben. Pferde können zwar "Schritt gehen", "Pass gehen" und "Tölt gehen", bisweilen können sie auch durchgehen, aber man würde niemals sagen: "Schau mal, da drüben geht ein Pferd!" Auch bei Hunden ist das Gehen nur in Verbindung mit einem Hauptwort möglich, nämlich wenn sie Gassi gehen. Das reine Gehen ist dem Menschen vorbehalten...

Artikel in voller Länge - echt lesenswert

29.03.2010

Geld regiert die Läuferwelt

Teil 2

Die Kernsportart "Leichtathletik" mutiert zur Randsportart. Jedenfalls im Fernsehen. Stundenlang dudelt im TV Fußball, Formel 1, Boxen,... rauf und runter. 

Weder von der Hallen-WM noch von der Cross-WM war eine Sekunde zu sehen. TV-Bilder Fehlanzeige, selbst auf Eurosport. Die Leichathletik-WM in Berlin ist Schnee von gestern. Nach Rekordquoten bei der WM in Berlin muss der TV-Zuschauer aus Deutschland nun auf TV-Bilder verzichten. 

Was sind die Gründe hierfür?

---

Die Leser kommen dafür weiter täglich auf ihre Kosten. Gut, dass es Portale wie diese und das Medium Internet gibt.

17.03.2010

"Wie Juhnke ohne Saufen!"

von Heinz Jandik

Ein Vierteljahr war Uli krank,
jetzt schreibt er wieder, Gott sei Dank!
Spielt das Knie auch noch nicht mit,
weil`s noch zwickt bei jedem Schritt,
und nur Fahrrad fahren geht,
was zur Notlösung gerät,
kann der Lauffreund happy sein,
schaut bei "Top News" er jetzt rein.

Denn, nun schon seit ein paar Tagen,
muss er endlich nicht mehr klagen,
weil die Homepage, die er wählte,
ihm nix Neues mehr erzählte.
Keine Meldung von der Bahn,
kein Ergebnis, Trainingsplan.
Keine Läuferanekdoten
wurden ihm mehr angeboten.

Keine Tipps von Orthopäden,
und auch nix von Laufschuhläden.
Achilles` Verse, gern gelesen,
waren plötzlich weg gewesen.
Kurz, wenn man die "Top News" suchte,
fand man nischt, weshalb man fluchte.

Und die Frage ward gestellt:
Wann, um alles auf der Welt,
werde endlich ich belohnt,
und ich finde wie gewohnt
hier an alt vertrauter Stell`
News und Infos, aktuell? -
Gott sei Dank, sie ist vorbei,
die so lange Warterei!

Und der Läufer ist entzückt,
Freudentränchen wird verdrückt.
Und er sieht die Homepage an,
erkennt das neue Outfit dann,
wünscht beim Neuigkeiten Lesen:
Uli, sei ganz schnell genesen!
Damit, wie es dein Logo zeigt,
es wieder auf die Bahn dich treibt.
Denn der Uli ohne Laufen,
ist (verzeih, Harald!) wie Juhnke ohne Saufen!

In diesem Sinne: Werd schnell gesund, wir alten Säcke brauchen Dich!!!

Heinz

14.03.2010

Vieles fängt mit "Über" an

Überehrgeiz, Übertreiben, Übertraining, Überfordern, aber auch Überholen

von Bärbel Kiel

Hallo Uli, es haben dir schon eine ganze Menge Leute gesagt, dass und wie gut sie es finden, dass du dich dazu entschlossen hast, deine Homepage weiter zu betreiben. Dem schließe ich mich an. Ich freue mich darüber. 

Seit deinem Bericht "Wie ticken sie, die überehrgeizigen Senioren?" vom 9.3.2010 juckt es mir in den Fingern zu antworten. Und auch das Interview mit Nils Milde in der WLZ vom 13.03.2010 nehme ich als Anlass, denn dort lautete die erste Frage, was er über ehrgeizige Seniorensportler denke. 

Ich gebe dir vollkommen Recht in dem, was du sagst über Überehrgeiz in Bezug auf Verletzungen. Da können wir uns alle, die Wettkämpfe bestreiten oder bestritten haben, nicht von freisprechen. Die Muße zur Pause zur richtigen Zeit haben die Wenigsten. Oft muss oder musste erst eine ernsthafte Verletzung die Pause erzwingen. 

Alle Seniorensportler aber kennen das, irgendwo zwickt es doch immer. Und wenn man bei jedem Zipperlein pausieren würde, wäre manche Saison schnell vorbei. Umso wichtiger ist es, seinen Körper genau zu kennen und in sich rein zu horchen. 

Manchmal muss man aber auch erkennen, dass alles seine Zeit hat und Wettkämpfe doch nicht alles sind. Und dann ist man schnell weg vom Geschehen. Denn auch "im Alter" muss der Kopf frei sein, will man hartes und notwendiges Training absolvieren. 

Trotzdem ist es mir ein Bedürfnis klar zu sagen, Ehrgeiz ist wichtig, Überehrgeiz allerdings fehl am Platz. Aber das gilt bitte schön nicht ausschließlich für Senioren, sondern auch für die Aktivenszene, sowie für unser Privatleben. Genauso schlimm sind für mich überehrgeizige Eltern, die ihre noch so jungen Sprösslinge durch Wettkämpfe jeglicher Art treiben, anstatt sie Spaß an der Bewegung haben zu lassen. Und ich möchte festhalten, dass Einzelsportler nur für sich selbst verantwortlich sind. Überehrgeiz im Mannschaftssport kann dagegen für Mit- und Gegenspieler gefährlich werden. Ich denke da z.B. an manches Frustfoul im Altherrenfußball, wenn der Spieler erkennt, dass der Gegner entgegen früherer Jahre schneller am Ball ist. 

Senioren sollten dennoch nicht vergessen, dass der Sport nur Hobby ist, wenn auch intensiv betrieben. Beruf, Familie, Haus und Garten wollen auch beachtet werden. Dies erkannt und mit gesundem Ehrgeiz umgesetzt, macht manche Seniorenleistung umso wertvoller. 

So ähnlich hat auch Nils Milde auf die Frage in der WLZ nach ehrgeizigen Seniorensportlern geantwortet. Auch sei er nicht verbissen, selbst wenn sein Gesicht auf der Zielgeraden etwas anderes ausdrücke. Aber Zielgeradenfotos zeigen selten entspannte Züge und wurden ja hier auf der Seite schon mehrfach als "Beißer-Fotos" veröffentlicht. 

Manchmal wünsch ich mir auch für jugendliche Sportler ein bisschen von dem Ehrgeiz der Senioren, denn im Sport kann man nicht nur vom Talent leben. Sport, als Wettkampfsport betrieben, lebt nun mal von Ehrgeiz und Trainingsfleiß. Die Zeit dafür ist gut investiert. Man wird mit Spaß und Freundschaften belohnt. Überehrgeiz aber hat dort nichts verloren. Wie vieles, das mit "Über" anfängt. Wie auch Übertreiben, Übertraining, Überfordern usw. Belassen wir Leichtathleten es beim "Überholen" bzw. überhaupt beim Sport.

11.03.2010

Der Geist des Heinrich Heine schwebte über dem Waldecker Berg

"Mag da draußen Schnee sich türmen"

Heinrich Heine lebt? Zumindest schwebte sein Geist über dem Waldecker Berg in Korbach. In den Zeitungsberichten hat "Heinrich" Heine die Cross-Piste im Waldecker Berg hervorragend präpariert. Gemeint war natürlich Helmut Heine, Trainer des TSV Korbach und nicht der große deutsche Dichter des 19. Jahrhunderts. 

Es passieren Fehler wenn man schreibt, kein Problem. Auch mir. Gerade im letzten Artikel. Da wurde aus "Manche" "Mache". Ist schon korrigiert. Bei Joachim Peters wurde aus Bronze Pronze. Auch schon bereinigt.

Heinrich Heine schrieb in einem Gedicht: "Mag da draußen Schnee sich türmen". Helmut Heine hat sich gedacht, dem Neuschnee rücke ich mal schnell zu Leibe und hat die Crossstrecke wie immer in einen Topzustand gebracht.

Nun reicht es aber mit dem Schnee, voller Frust
 er seine Gedanken in den Wald rausschreit.
 Als er so räumte kam jedoch die Frühlingslust,
 ganz wie der Dichter es beschreibt.

Heinrich Heine* schrieb im 19. Jahrhundert dieses Gedicht:

Mag da draußen Schnee sich türmen

Mag da draußen Schnee sich türmen,
 Mag es hageln, mag es stürmen,
 Klirrend mir ans Fenster schlagen,
 Nimmer will ich mich beklagen,
 Denn ich trage in der Brust
 Liebchens Bild und Frühlingslust.

*Anmerkung: "Christian Johann Heinrich Heine, gebürtig: Harry Heine, (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts" (aus Wikipedia).

08.03.2010

Winter-Resümee

von Sandra Ricke

"Vor ein paar Tagen hat der Frühling an die Tür geklopft. Die Zugvögel sind geflogen, die ersten Krokusse wagen sich aus dem Boden heraus, und ein erster Lauf mit kurzen Ärmeln war auch schon drin. Doch der Winter lässt sich nicht so leicht vertreiben, sondern klammert sich noch hartnäckig an uns fest. Dennoch: Die Tage des Winters sind gezählt. Zeit für ein kleines Resümee: Wie war dieser Winter 2009 /2010 unter läuferischen Gesichtspunkten für mich?

Dazu ist erst mal zu sagen, dass ich absolut kein Winterfreund bin, dass mir Schnee zuwider ist und ich dem Wintersport in keiner Form etwas abgewinnen kann. Am liebsten würde ich es einigen Tieren gleich tun und in einen tiefen Winterschlaf verfallen, und erst dann wieder erwachen, wenn der letzte Schnee auch sicher wieder weg ist. Kälte und Schnee, Angst vor Stürzen auf glatter Fläche und die andauernde Dunkelheit in den Wintermonaten machen es mir da schon sehr schwer. Gerade in diesem Winter war es oftmals so, dass persönliche Pläne durchkreuzt wurden, weil die Witterungsverhältnisse einfach zu arg waren, und daher eine Fahrt zu einer Laufveranstaltung an Wahnsinn gegrenzt hätte oder Strecken schlichtweg nicht passierbar waren.

Dennoch hatte ich in diesem Winter viele wunderschöne Momente, so dass ich heute sagen kann, dass dieser Winter trotz seiner Härte einer der herrlichsten, wenn nicht gar DER schönste Laufwinter war, den ich je hatte. Woran liegt das? Wohl kaum habe ich meine Einstellung dem Winter gegenüber geändert, und spektakuläre Erfolge konnte ich auch nicht aufweisen. Der Grund für den schönen Winter ist einfach der, dass ich viele Läufe in netter Gesellschaft erlebt habe, und dabei die soziale Komponente, das gemeinsam erlebte Freizeitvergnügen, dem Winter viel von seinem Übel genommen hat.

Zu nennen ist da auf jeden Fall der Winterlauf in Aachen, an dem wir mit einer Clique von 5 Leuten teilgenommen haben, und den wir alle lange nicht vergessen werden. Es war einfach zu schön, auf winterlicher Strecke mit ca. 2.100 Läufern durch die Eifel zu traben. Dafür hat sich die Fahrt durch die halbe Nation schon gelohnt. Zum Jahresabschluss waren mein Freund und ich beim Silvesterlauf in Herne: Wieder neue Leute, eine unbekannte Strecke, ein anderes Flair als bei hiesigen Laufveranstaltungen. Das Jahr mit einem schönen Lauf ausklingen zu lassen, war für mich schon ein Silvesterhighlight, bei dem dann die Platzierung ganz und die Zeit fast egal war.

Das neue Jahr begann wettkampftechnisch mit dem Januar-Winterlauf in Ippinghausen, wobei hier bei mir der Wettkampfcharakter zurückstand, zugunsten eines gemeinsamen Laufes mit guten Freunden auf der Winterlaufstrecke in gemütlichem Plaudertempo. Dieses sorgte jedoch bei anderen Läufern bzw. Laufinteressierten für Unverständnis, da man meine langsame Zeit mit einem zwischenzeitigen Aufgeben oder beabsichtigtem Ausstieg begründete. Nein, manches Mal laufe ich auch nur, um in Bewegung und in schöner Landschaft mit anderen kommunizieren zu können. Eine neue Wettkampfstrecke konnte ich auch vergangene Woche in Marburg kennen lernen, wo ich (quasi als Saisoneinstiegsfitnesstest) auf der Halbmarathondistanz beim Lahntallauf startete. (Den "Test" sehe ich für mich als bestanden an.)

Einer Internetplattform habe ich es zu verdanken, dass ich im Winter einen neuen Trainingspartner mit vergleichbaren Laufzielen gefunden habe, mit dem ich etliche, sehr kurzweilige Kilometer zurück gelegt habe. Manches Mal galt auch das Motto "Entdecke die Langsamkeit", wenn wir beispielsweise bei Schweinsbühl bis zu den Oberschenkeln im Tiefschnee standen und das Laufen zu einem besseren Spaziergang ausartete.

Sehr gefreut hat es mich, dass wir es vom Korbacher Lauftreff aus geschafft haben, mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Zuverlässigkeit an unserem Dienstagstermin um 18 Uhr festzuhalten und zumeist mit mehreren Leuten, sogar manches Mal mit 5 oder 6 Sportlern, um Korbach zu laufen. Ab und an habe ich mich auch mal zu den Goddelsheimer Läufern gesellt und bin mit ihnen mittwochs einige Kilometer in Goddelsheimer Gefilden getrabt. Keine Ahnung, wo wir überall waren - es war ja immer dunkel. Ein geplanter Lauf mit dem Bad Wildunger Lauftreff steht noch aus, wird aber hoffentlich noch nachgeholt. Neue Trainingsstrecken konnte ich auch mit meinem Freund bei diversen Ausflügen erkunden, so zum Beispiel am Kemnader See bei Bochum, in der Düsseldorfer Region oder auch am sauerländischen Biggesee.

In Erinnerung wird mir auch ein 30-Kilometer-Lauf bleiben, bei dem ich zwischenzeitig über ca. 10 Kilometer Gesellschaft von Wilhelm Hofmann hatte und ein dementsprechend höheres Tempo lief. Daheim bin ich fast auf allen Vieren zur Tür hinein geschlichen, weil ich so platt war.

Schade war, dass ich einige Laufverabredungen nicht wahrnehmen konnte, weil mich die Technik im Stich ließ - mein Auto war an einigen Tagen eingefroren, und die Tür ließ sich nicht dazu bewegen, sich zu öffnen. Das ist dann die höhere Gewalt des Winters.

Dieser Winter war zwar unter Leistungsaspekten gewiss nicht so das Wahre. Oder vielleicht doch - da man gezwungen wurde, eine Spur zurück zu schalten, Tempo aus dem Lauf und vielleicht auch aus dem Leben zu nehmen. Aber dafür hat der kommunikative, der soziale Aspekt des Laufens für mich eine andere Dimension bekommen. Wir Läufer sind zwar Einzelkämpfer, aber zusammen ist das doch irgendwie schöner."

06.03.2010

"Es würde eine große Lücke entstehen."

Ich will, ich will nicht, ich will, ich will nicht mehr... Gedanken in Sachen Homepage - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Vor allem kann ich nicht mehr ohne Schmerzen laufen, jedenfalls zurzeit nicht. Das hielt mich auch vom Schreiben ab. Aber nicht nur das. Viele Dinge spielten eine Rolle. Auch negative Erfahrungen aus den eigenen Reihen. Einige scheinen sogar besser über den Stand meiner Verletzung Bescheid zu wissen als ich selbst, obwohl sie nie mit mir geredet haben. Das soll keine Generalabrechnung werden, obwohl ich genug Futter dafür hätte. So weit so gut.

Das positive Echo aus aller Welt überwiegt. Regelmäßig erhalte ich Anfragen, meine Meinung und Erfahrung scheint gefragt. Ob in Sachen Altersklassenbewertung, Trainingsauffassung, Herz-Op, Knie,... Kürzlich wollte z.B. ein Vereinsboss aus Bad Grönenbach mein Statement, wie ich die Wertigkeit seiner jugendlichen 5000-Meter-Läufer sehe.

"Du hast dir einen Namen gemacht, wenn du deine Homepage einstellst, wird eine große Lücke entstehen. Im weiten Umkreis kann dir keiner das Wasser reichen." Kurzum: Diese Kernaussage derer, die mir nahe stehen, will ich zum Anlass nehmen, meine Seite fortzuführen.

Sie wird allerdings, zumindest vorläufig, ein anderes Gesicht bekommen. Hochaktuelles Vereinsgeschehen wird es schon allein deshalb nicht mehr geben, weil ich zurzeit aufgrund meiner Verletzung nicht mehr nah am Geschehen sein kann. Es werden eher allgemeine Berichte, Statements, Geschichten, Kommentare, Kolumnen, Hinweise, Tipps,... zu lesen sein. 

Ich werde mich auch nicht mehr unter Druck setzen lassen, schreibe wenn ich Zeit und Lust habe. Ebenso werde ich mit kritischen Kommentaren nach wie vor nicht hinter dem Berg halten. Es ist nämlich nicht immer alles Gold in der Laufszene was glänzt, auch wenn das nach abgedroschener Phrase klingt. Man sollte nicht alles nur aus der rosaroten Brille sehen, Dinge nicht schön reden, wo konstruktive Kritik angebracht wäre.

Auf der anderen Seite können persönliche Leistungen sehr viel wertvoller sein, als es der sture Blick auf Platzierung und Zeit vermuten lässt. Oberflächlich wird in aller Regel nur auf Statistik und Ergebnisliste geschielt, ohne sich mit den Hintergründen zu beschäftigen, wie und unter welchen Umständen eine Leistung zustande kam. 

Im Gegensatz dazu werden Leistungen hochgejubelt, obwohl man der einzige Starter in seiner Altersklasse war, oder sich die vermeintlich tolle Platzierung durch Trickserei erworben hat, indem man unterklassig gestartet ist. Beinahe krankhaftes Geltungsbedürfnis kann sogar soweit gehen, dass man nur noch läuft, um beim Bürgermeister an der Ehrung teilnehmen zu können. Dazu unten mehr.

Natürlich sollen die positiven Gedanken und Geschichten überwiegen. Mit dieser Vorgabe versuche ich ein Comeback wenigstens auf dem schreibenden Sektor. Ich könnte ein ganzes Buch schreiben über Dinge, dir mir in den letzten Wochen und Monaten wichtig erschienen und unausgesprochen blieben. Die klaffende Lücke hat keiner geschlossen, ich will versuchen da anzuknüpfen wo ich aufgehört habe.

Auch wenn ich nicht verhindern kann, dass auch solche ihren Nutzen aus meiner Homepage ziehen, die es einfach nicht verdient haben, so überwiegt die Freude, dass ich vielen Läufern in aller Welt wertvolle Tipps und Hilfestellungen mit dieser Seite an die Hand geben konnte und kann. Das war der ursprüngliche Aufhänger für "Uli Schalk online - Laufen", so soll es auch in Zukunft sein.

Ich habe in der Vergangenheit mit viel Herzblut diese Homepage entwickelt und betrieben, Tausende von Stunden saß ich am PC. Mehrere Bücher ließen sich mit den gesammelten Werken füllen. Wenn ich sehe, dass selbst in den letzten Wochen und Monaten, als ich nicht schrieb, die Homepage täglich weit über 100x angeklickt wurde, zeigt mir dieses Feedback, dass ich in der Vergangenheit nicht ganz falsch gelegen haben muss und meine Investitionen nicht umsonst waren.

Wie weit mich meine Gedanken in die Zukunft tragen, lasse ich offen. Nach wie vor ist jeder wie bisher herzlich willkommen, auch eigene Gedanken und Ideen zu verwirklichen und einzubringen. Wer mir Berichte von Laufevents oder andere Geschichten liefern möchte, dem biete ich hier wie gewohnt eine Plattform zur Veröffentlichung. Auch das Gästebuch steht weiter für Statements, Anfragen und Berichte zur Verfügung. In diesem Sinne auf ein Neues im neuen Look.

06.03.2010

Gesagt, getan - Sportlerehrung

Kürzlich traf ich "Flippo" Heinemann auf dem Radweg Richtung Meineringhausen. Er lief trotz Fersenbeschwerden eine große Runde, ich war mit dem Mountainbike unterwegs. Ein Thema unserer Unterhaltung war die Sportlerehrung der Stadt Korbach. Flippo: "Die sollen mich mit dieser Ehrung in Ruhe lassen. Diese Zurschaustellung macht mich nervös. Ich will einfach meine Ruhe haben. Da trainiere ich lieber und laufe meine Runde, bevor ich da hingehe. Die bringen es fertig und werfen mir auch noch Arroganz vor, nur weil ich da wegbleibe."

Kommentar: Leistung soll anerkannt werden, das steht außer Frage. Man sollte aber jedem zugestehen, selbst zu entscheiden, ob er diese Art der Ehrung, wie sie die Stadt Korbach seit 2 - 3 Jahren zelebriert, will oder nicht. Auch für mich ist diese Mega-Show seit geraumer Zeit mindestens zwei Nummern zu groß. Hallo?! Wach werden, da nehmen sich einige viel zu wichtig. Eine Frau, die kürzlich den Angler am Edersee rettete, leistet da wesentlich mehr als alle Sportler zusammen. 

Apropos Show: Auf die legt die Stadt großen Wert. Auf die Richtigkeit der Urkunden weniger. Falsche Ergebniseintragungen sind seit Jahren an der Tagesordnung.

10.02.2010

Lauflose Zeit

Die Zeit der Büttenreden ist angebrochen,
ich komme eher auf allen Vieren dahergekrochen.
Mein Knie ist einfach noch nicht richtig ausgewuchtet,
der Arzt hat wohl zu wild drin rumgefuchtelt.

An alle Pappnasen auf dieser Welt,
ich habe meine Knieverletzung nicht selbst bestellt.
Zu groß war der Verschleiß über Jahre hinweg,
nun hab ich den Salat, ich liege erst mal im Dreck.

Es ist schon zum Schmunzeln, was da geredet,
einige scheinen mehr zu wissen als der Betroffene selbst.
So ist das immer, wenn man nicht redet,
und man sich sagt: Gerüchteküche, hilf!

Kurzum - Kreuzband, Meniskus und Knorpel sind hin,
bisher kriegten die Ärzte das Knie nicht hin.
Jeder Joggingversuch scheiterte mit Schmerzen,
vielleicht hilft wie dem Bauer der Frühling ab Märzen.

Die lauflose Zeit gab mir viel Zeit zum Denken,
musste die Gedanken nur in die richtigen Bahnen lenken.
Nicht jedem ist klar, drum sei es dick unterstrichen gesagt:
Gesundheit ist das Wichtigste und nicht die Jagd.

Die Jagd nach Ehrung, Titel, Bestzeit oder Rekord auf der Bahn,
auch ich verfiel in der Vergangenheit oft diesem Wahn.
Diese Jagd verklärte all zu häufig die richtigen Blicke,
selbst wenn im geschundenen Körper eine Zeitbombe tickte.

Mir ist schon einiges widerfahren,
ob Bänderriss, Ermüdungsbruch oder Herz-Op.
Lag ein Fluch auf mir in den letzten Jahren?
Alles überstand ich, nun auch das Knie?

Von einer auf die andere Sekunde scheint alles vergessen,
kannst dich nicht mehr mit den Gegnern messen.
Körper und Kopf sagen, wir wolln unsere Ruh,
sie hängen wie Blei an den Füßen, die Wettkampfschuh.

Wir lernen: Man sollte sich nicht immer so wichtig nehmen,
wir alle sind letztendlich nur kleine Krümel im großen System.
Zu schnell verblasst der Ruhm, aus den Augen aus dem Sinn,
auch bei Läufern ist nicht immer da wo Gesundheit drauf steht auch drin.

Genesungswünschen aus ganz Deutschland konnte man entnehmen,
ich sei eine Legende, meine Homepage sei Kult und für die Szene ein Segen.
Ich dürfe sie nicht aufgeben, solle unbedingt weiter schreiben,
aber auch hier gilt, das Fehlen dieser Seite würde nur kurz eine Lücke reißen.

Trotzdem an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank,
für die vielen Wünsche und Worte,
wenn der Läufer nicht laufen kann ist er krank,
da hilft auch keine leckere Torte.

Ob und in welcher Form es hier schließlich weiter geht,
hängt noch von vielen anderen Faktoren ab.
Auch wenn das in den Sternen steht,
zunächst hält mich mein Knie weiter auf Trab.

Der Heilungsprozess steht erst mal im Vordergrund,
wie oben gesagt, das Wichtigste, man ist gesund.
Zumindest kann ich aber schon mal gehen,
im Notfall hilft dann die gute alte Ibuprofen.


Tipps:

21.12.2010

Die gehen mir auf den Senkel

Rund, gewachst, aus Kunststoff, mit knotigen Verdickungen. Schnürsenkel gibt es heutzutage in allen Variationen. Auch für Laufschuhe. Die Industrie erfindet die tollsten Schnürsysteme. Aber sie halten meist nie was sie versprechen.

Dabei ist es doch so einfach. Flache Bänder aus Baumwolle, wie früher, lösen sich so gut wie nie. Niemals hatte man Probleme mit diesen Senkeln. Selbst ein einfacher Knoten löste sich nicht.

Dagegen kannst du Knoten mit diesen dicken neuartigen runden Kunststoff-Schnürsenkeln zwar immer relativ leicht lösen. Aber wie von Geisterhand öffnen sich diese Bänder auch beim Laufen schon nach wenigen Kilometern selbst, obwohl man sie doch sooo fest geknotet hat. 

Oft hilft nicht mal ein Doppelknoten. Wenn es dann auch noch bei Schnee und Eis passiert, sind Frust und Ärger groß. Da platzt einem der Kragen und man denkt, diese Senkel gehen mir auf den selbigen. Da muss eine abgedroschene Phrase herhalten: Die fliegen durchs Weltall, schaffen es aber nicht mal, ordentliche Schnürsenkel herzustellen. Da greife ich eben eigeninitiativ wieder in Omas Mottenkiste.

Fazit:

Jubelnd klopft er auf die Schenkel, 
des Läufers Glück sind flache Senkel. 
Die Lösung sind die Baumwollbänder, 
die anderen nehm' ich schnell vom Sender.

17.12.2010

Kluge Tipps

von Wilson Kipsang, Frankfurt-Marathon-Sieger in 2:04:57 Std.

Wenige Wettkämpfe: Ich bin sicher, dass man nur für fünf Wettkämpfe pro Jahr die maximale mentale Kraft hat. Je weniger Wettkämpfe man mitmacht, desto leichter fällt es, am Wettkampftag alles zu geben. Ich bin seit Juli bis zum Frankfurt-Marathon im Oktober bewusst kein Rennen gelaufen. (Anm.: Je länger die Strecke, je mehr trifft die Aussage Kipsangs zu).

Schneller Einstieg: Ab und zu sollte man in einen zügigen Dauerlauf bewusst einen Tick zu schnell einsteigen. Ich weiß, dass einem danach der Lauf schwerer als gewöhnlich fällt und auch die Zeiten nicht so werden, wie sie sein könnten, aber diese Methode trainiert die Laktattoleranz der Muskulatur und auch die Psyche.

15.12.2010

YAKTRAX - Tipp der Woche

Der Tipp der Woche kommt von Axel Czech, Laufladen Endspurt, Paderborn. YAKTRAX ist eine art Schneekette, besonders auch für Laufschuhe geeignet.

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Beschreibung 1

Beschreibung 2

03.12.2010

"Pfunde runter, Form rauf?" 

"Wie Gewicht und Leistungsfähigkeit zusammenhängen"

Das ideale Wettkampfgewicht

29.11.2010

"Nie wieder frieren nach dem Laufen"

"Eiskalte Hände und Frösteln nach dem Lauftraining... Ein entspannter Lauf geht zu Ende. Und schon geht das große Frösteln los. Die Hände und Finger sind weiß, kaum durchblutet und lassen sich oft trotz heißer Dusche lange nicht wiederbeleben."

Die besten Tipps, wie Du Dich ganz schnell wieder aufheizen kannst

28.11.2010

LAUFEN.DE ist Deutschlands neue Lauf-Community, unterstützt vom DLV.

"Derzeit befindet sich LAUFEN.DE noch in der Aufwärmphase. Danach werden noch viel mehr Funktionen verfügbar sein. Teste doch einfach..."

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02.11.2010

Tipp von Joachim Müller

"Unter sports-tracker findet sich ein kostenloses Zusatzprogramm (App) für ausgewählte Nokia-Handys mit integriertem GPS-Empfänger.

Das Programm ermöglicht die Aufzeichnung von sportlichen Aktivitäten wie Laufen, Walken, Radfahren,… Zusätzlich kann noch eine Herzfrequenzmessung (Polar-Sensor mit Bluetooth-Übertragung) von dem Programm verarbeitet werden. Die aufgezeichneten Daten können per WLAN/mobilen Internetzugang im Bereich von „Sports Tracker“ in einem privaten (geschützten) Bereich abgelegt werden..."

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09.08.2010

"Ein fatales Missverständnis"

"Sonnenschutzmittel sind in Wahrheit nur ein Notbehelf"

„Bräunung ist kein gesunder Vorgang, im Gegenteil. Es ist der verzweifelte Versuch des Körpers, schädigende Strahlung abzuhalten“, sagt Eckhard Breitbart, Chef des Dermatologischen Zentrums in Buxtehude. Vermutlich ist auch die Ansicht falsch, dass zuerst ein Sonnenbrand entstehen muss, damit sich an dieser Stelle später möglicherweise Hautkrebs entwickelt...

..„Es ist nicht beweisbar, dass Sonnencreme überhaupt gegen den Schwarzen Hautkrebs schützt“, sagt Erhard Hölzle von der Deutschen Gesellschaft für Photodermatologie...

..."Es kann sogar zum gegenteiligen Effekt kommen, dass Menschen, die sich konsequent eincremen, eher Krebs bekommen. Allerdings nicht durch die Sonnencreme selbst, sondern durch ihr Verhalten. In Australien beispielsweise hatten Ärzte massiv für Sonnencremes geworben. Mit der überraschenden Folge, dass die Häufigkeit des Schwarzen Hautkrebses nicht abnahm sondern anstieg, bis zur höchsten Rate weltweit. Wahrscheinlich fühlten sich die Menschen, nachdem sie sich eingecremt hatten, sicher und blieben noch länger in der Sonne...

...Er rät: Grundsätzlich sollte man sich so verhalten wie die Leute vor Ort. Im Süden braucht man zwischen elf und vier Uhr eben einen kompletten Sonnenschutz. Keine Creme, sondern sonnendichte Kleidung und eine Kopfbedeckung..."

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29.07.2010

Buch-Tipp - Medi-Taping im Sport

Schnelle Hilfe: Leistungsfähigkeit erhöhen, Verletzungen vorbeugen, Schnell wieder aktiv sein

Für Freizeit-Sportler und Profis. Bunte Tapes für gesunde Muskeln. 62 Indikationen mit Behandlungsanleitungen. Ob Samstagnachmittag bei der Fußball-Bundesliga auf Premiere oder sonntags im Wald bei Hobbysportlern die bunten Tapes sind nicht mehr zu übersehen. 

Dieses Handbuch wird diesem Trend gerecht. Der Sportler lernt hier, seine Muskulatur besser zu pflegen und erkrankte Muskulatur schneller gesund zu pflegen. Für die Riesengruppe an Hobby-Sportlern und auch Physiotherapeuten beschreibt es die Wirkungsweise dieser sanften und nebenwirkungsfreien Methode sowie die drei durch Sport am meisten belasteten Bereiche: Schultergelenk, Hüft- und Gesäßmuskel sowie das Kniegelenk. Step-by-Step Anleitungen machen die Umsetzung leicht. Features und Infokästen bieten viel Zusatzwissen. 

Dr. med. Dieter Sielmann ist Arzt für Allgemeinmedizin mit eigener Praxis in Bad Oldesloe. Er ist selbst begeisterter Sportler. 2001 hat er die Methode gelernt und in Deutschland eingeführt.

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Homepage

25.07.2010

"Gesünder kleben" 

"Kinesiotaping"

"Immer häufiger sieht man Läufer mit bunten Klebestreifen an Knien und Wade..." 

Was bringt Kinesio-Taping?

20.07.2010

Die dunkle Seite des Laufens

Interessante Sichtweise des Kölner Sportwissenschaftlers Dr. Till Sukopp, der selbst viele Jahre lang aktiver Langstreckenläufer war.

Die dunkle Seite des Laufens

Fitter, schlanker und jünger durch Intervalltraining

16.08.2010

"Gut geschnürt ist halb gelaufen"

Richtige Schuhschnürung erhöht deinen Laufgenuss erheblich.

 Die besten Tricks der Profis!

01.07.2010

Lauftipps - Lauftraining bei Hitze 

"Lange freut man sich, bis endlich die schön warmen Tage kommen – und wenn sie endlich da sind, geht das Gejammer los. Gut, meist kommt die heiße Jahreszeit ja wirklich Schlag auf Schlag: Der Anfang Juni ist kühl und verregnet – und dann plötzlich die wundersame Wende..."

mehr: Lauftipps.ch

oder: Runners World

28.06.2010

Tolles Desktop-Hintergrundbild für Läufer

Ansicht und download hier

19.06.2010

Laufkritiken

Auf der Seite "Laufkritiken" kann man Laufveranstaltungen nach verschiedenen Kriterien bewerten. Dazu muss man weder angemeldet noch registrierter Benutzer sein. Helft den Veranstaltern, ein ehrliches Meinungsbild aus dem Läuferfeld zu erlangen, sodass Schwachstellen erkannt und verbessert werden können.

mehr

02.06.2010

TIPP

Viele interessante Storys, Lauftipps, Trainingstipps von der Bremer Trainer-Legende Heinz Spies. Alles was das Läuferherz begehrt auf:

Marathonis Lauftipp

24.04.2010

"Sex sells - aber nicht immer"

"Nicht immer reicht die sportliche Leistung für Sportlerinnen aus, um in Medien präsent zu sein und gut dotierte Werbeverträge zu bekommen. Der Fokus der Medien und Werbebranche liegt oft auf dem Aussehen. Hier gilt: Sex sells. Doch nicht immer funktioniert Erotik als Vermarktungsstrategie..."

mehr: "Männer handeln, Frauen treten auf."

23.04.2010

Achilles' Verse 

"Lauft um Euer Liebesleben"

"Achim Achilles hätte gerne Frühlingsgefühle - doch für einen stahlharten Läufer gilt: Enthaltsamkeit statt amouröser Ekstase. Dabei haben die Rackerei auf Asphalt und Matratze mehr miteinander zu tun, als sich Männer gern eingestehen. Eine Enthüllung..."

 Ein neuer Knaller von Achilles

21.04.2010

Filmtipp - „Herbstgold“ 

"Der Dokumentarfilm „Herbstgold“ erzählt von der Erfüllung eines Traums. Regisseur Jan Tenhaven wirft einen liebevollen, neugierigen und respektvollen Blick auf die Welt des Seniorensports. Er porträtiert die bejahrten Sportler, die es auf der Zielgeraden des Lebens noch einmal wissen wollen und mit Ehrgeiz und Humor der eigenen Vergänglichkeit trotzen..."

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Sehenswerter Trailer auf You Tube

17.04.2010

Knie-Op - oh weh

Fließband-Operationen - Masse macht Kasse

Es leben nach heutigen Schätzungen etwa 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Man kann nach Abzug von Erkrankungen, Verletzungen, Amputationen also davon ausgehen, dass mindestens zurzeit 10 Milliarden gesunde Knie auf dieser Welt ohne große Probleme die Menschen im Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen ein Leben lang tragen.

In aller Regel funktionieren diese genialen Konstruktionen der Natur seit mehreren Millionen Jahren reibungslos. Es sei denn man verletzt sich, Bänder reißen, Knorpel verschleißen, Knochen brechen. Dann braucht man einen Chirurgen. Es wird allerdings oft zu vorschnell operiert, manchmal sogar auf Teufel komm raus. Masse macht Kasse. Dank der minimalinvasiven Chirurgie (Arthroskopie) ist eine Knie-Op leider heutzutage allzu leicht möglich. 

Mehr und mehr setzt sich aber auch in anerkannten medizinischen Kreisen die Erkenntnis durch, dass 80 % aller Knieoperationen überflüssig sind. In Amerika erzielte man sogar mit Pseudo-Operationen die gleichen Erfolge. Man spielte den Verletzten bei der Arthroskopie einfach Video-Filme von anderen Op's vor. Zum Schein wurden die Knie angeritzt, damit die Patienten an eine OP glaubten.

Die Thesen des bisher von manchen als Guru in eine Ecke gestellten Arztes und Begründers der Medizin nach der Biokinematik, Walter Packi, bewahrheiten sich immer mehr. Packi: "Kniepatienten sollten sich überlegen, was der Mensch eigentlich die letzten 2 Millionen Jahre mit seinen Kniegelenken angestellt hat, bevor die Möglichkeit bestand, fließbandartig Meniskusoperationen durchzuführen."

mehr von Packi: Knie, Kniegelenkschmerzen

oder: Meniskus und Meniskusoperation

28.03.2010

Was macht eigentlich...? 

Charlotte Teske

"Sie war in den Achtziger Jahren eine der deutschen Langstreckenpioniere. 14 Mal wurde Charlotte Teske Deutsche Meisterin, gewann die großen Städte-Marathons in Boston, Miami (beide USA), Rio de Janeiro (Brasilien), Hamburg, Berlin, München und Frankfurt und stellte zahlreiche deutsche Rekorde auf. Heute arbeitet Charlotte Teske, die an diesem Montag ihren 60. Geburtstag feiert, als Heilpraktikerin in Darmstadt und schnürt noch täglich ihre Laufschuhe..."

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Charlotte Teske ist eine Waldeckerin

Teske ist in Waldeck-Sachsenhausen geboren.

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Robin Schembera

Homepage des besten deutschen 800-m-Läufers

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Carsten Schlangen

Homepage des deutschen 1500-m-Läufers

27.03.2010

Laufsport

Alles rund um unseren Sport

20.03.2010

Nike free - die Innovation des Jahrzehnts

Es ist keine Schleichwerbung, sondern einfach nur mein persönliches Empfinden und meine persönliche Meinung. Wer diesen Schuh nicht in seinem Regal hat, ist selber schuld. Schöner und natürlicher kann Laufen nicht sein. 

In der Phase meiner Verletzung hat er mir beim Walken oder den ersten lockeren Laufschritten wieder mal beste Dienste geleistet. Der Schuh ist aber keineswegs nur zur Stärkung und Ergänzung geeignet. Wer sich dran gewöhnt hat, kann damit locker auch lange Strecken laufen. Kein Schuh außer ihm kommt der natürlichen Bewegung am nächsten. Für mich ist er die Erfindung des Jahrzehnts.

Nike-Free

Theuermeisters Laufladen

Alles über Schuhe und Nike-Free

Wer sich plagen will, der dämpft den Schuh (Walter Packi)

07.03.2010

Manfred Letzerich

Die Tagbücher des südhessischen Olympiateilnehmers und Topläufers aus den 1960er Jahren, Manfred Letzerich, sind absolut lesenswert, auch wenn es viele Seiten Lesestoff ist. Es können sich heute viele Jungspunde eine Scheibe dran abschneiden, wie zu trainieren ist, um an die Spitze zu kommen.

Der Lesetipp kommt von Marco Berger, LAG Wesertal

Zu den Tagebüchern

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Generation Lusche 

Von Steffen Gerth

"...Sie gehören heute zur Generation Lusche. Sie trinken Gold-Bier, lachen über Mario Barth - und glauben, dass man etwas Großes geleistet hat, wenn man in fünf Marathonstunden durch Frankfurt geschlichen ist. Vor 25 Jahren wussten viele nicht, dass Menschen überhaupt so lange laufen können. Das darf nicht Ihr Anspruch sein. Sie genießen es, wenn Sie sich eine neue Pulsuhr für 200 Euro kaufen, einen Laufschuh mit Musikspeicher, Bekleidung, die alle Umwelteinflüsse von Ihnen so fern wie möglich hält. Damit hat sich ein Sportler im Jahr 2006 zu beschäftigen. Trainieren sollen die, die sich diese schönen Sachen nicht leisten können.

Für Sie als Lusche ist Training eher schädlich..."

Lesenswerter Artikel, auch wenn er aus 2006 ist

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"Ich laufe"

Interessante Homepage mit tollen Laufvideos


Was sonst noch lief

18.12.2010

Laufphänomene

Wer kennt das nicht. Wenn es mal so richtig rund läuft, kommen manchmal  phänomenale Gedanken. Heute könnte ich fliegen, plötzlich fühlt und findet man sich im gleichen Laufstil wie Dieter Baumann oder Haile wieder. Körper-, Arm- und Beinhaltung, alles deckungsgleich mit den ganz Großen. Das motiviert. Seltsames Phänomen, oder doch Runners High?

Ein anderes Phänomen hab ich heute wieder erlebt. Da läufst du kilometerweit auf einer Nebenstraße vor dich hin, kein Auto weit und breit. Plötzlich nähert sich ein Fahrzeug von vorn. Zunächst nichts Besonderes. Aber genau im selben Moment kommt auch ein Auto aus der Gegenrichtung. Als hätten die sich abgesprochen, um mich von der Straße zu drängen. Wegen der Enge durch die Schneemassen am Straßenrand blieb mir nur die Flucht in einen Schneehaufen. 

Ein typisches Phänomen ist rein körperlich. Da eierst du auf Gehwegen über Schnee und Matsch, nach einer gewissen Zeit stechen Wade und Knie vom permanenten Zurückrutschen. Dann biegst du auf die freigeräumte Landstraße, der Schritt wird rund und schneller, und plötzlich sind nach ein paar Hundert Metern alle Beschwerden wie weggeblasen. Phänomenal.

14.12.2010

Fröhliche Eiszeit

Auf diesen Artikel habe ich gewartet. Nach den letzten harten Wintern wird uns die nächste Eiszeit prophezeit. Von Klimaerwärmung spricht in diesen Tagen kein Mensch mehr.

"...Und tatsächlich: "Das ausgehende Jahr 2010 wird das kälteste seit zehn Jahren in Deutschland", erklärt Thomas Globig vom Wetterdienst Meteomedia im Gespräch mit wetter.info. Und es könnte noch dicker kommen: "Durchaus möglich, dass wir am Beginn einer kleinen Eiszeit stehen", so der Meteorologe. Sogar das arktische Eis könnte sich weiter nach Süden ausbreiten..."

Welche Version auch stimmt, wir werden in allen Bereichen immer wieder für dumm verkauft und an der Nase herum geführt. Auch in unserem Sport. Stets sollte man sich als Erstes hinterfragen, wie viel Geld sich durch irgendwelche Forschungsergebnisse oder Veröffentlichungen verdienen lässt. Kein Läufer braucht etwa irgendwelche künstlichen Vitamintabletten. Und doch werden sie geschluckt, was das Zeug hält, weil sie doch so sehr von irgendeinem Fachmann angepriesen werden. Gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit. Dass sie sogar schädlich oder giftig für den Läufer sein können, geht unter. Mit solchen Artikeln lassen sich ja keine Milliardengewinne erzielen. Weitere Beispiele könnte man auflisten, man denke nur an die Kompressionsstrümpfe.

Sicher werden eines Tages Laufschuhe mit Heizstäben in den Einlegesohlen auf den Markt geworfen. Mit der nun auf uns zukommenden Eiszeit lässt sich viel Geld verdienen. Der Fantasie der Industrie sind keine Grenzen gesetzt. Funktionshemden werden dann mit Infra-Rot-LEDs ausgestattet. Da wird dem Läufer warm ums Herz, besonders aber den Herstellern, die Kasse klingelt. 

Es geht aber auch anderes. Einfach zwei Paar Socken anziehen und einen zusätzlichen Pulli. Und wenn das arktische Eis auf uns zu rollt, auf Schlittschuhe umsteigen und mehr Fett essen. Nach einer neueren Studie ist das ja wieder erlaubt. Oder: Bis die nächste Klimaerwärmung angekündigt wird, abwarten und Tee trinken.

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10.12.2010

Blödes Jubiläum

Auf den Tag genau vor einem Jahr lag ich auf dem OP-Tisch. Nach der Knie-Operation war kein Wettkampf mehr drin. Ein hartes Brot für jemand, der seit dem 6. Lebensjahr immer in irgendeiner Form Wettkämpfe bestritt. 

Immerhin ist nun wieder der ein oder andere "flotte" Trainingslauf drin. Vielleicht kriege ich ja tatsächlich noch mal einen "echten" Wettkampf in diesem Jahr hin. Das wäre der letzte Lauf in der M50. Silvester käme da als letzte Chance wie gerufen.

09.12.2010

Manfred Steffny im Porträt

Die Älteren unter uns kennen ihn natürlich. Den Jüngeren ist er kaum ein Begriff. Manfred Steffny ist Herausgeber und Chefredakteur des SPIRIDON-LAUFMAGAZINs, Buchautor und Lauftrainer. 

Vor 36 Jahren gründet er zusammen mit dem "Laufdoktor" Dr. Ernst van Aaken † das Laufmagazin "Spiridon", welches in Fachkreisen einen Kultstatus erlangt. Seit 25 Jahren bin ich Abonnent, jeden Monat freue ich mich aufs Neue, wenn der Briefträger "Spiridon" einwirft.

Manfred Steffny gelingt es oft in nur einem Artikel oder einer Antwort auf einen Leserbrief mehr Fachwissen unterzubringen, was manche Autoren in einem kompletten Buch nicht schaffen. Was Steffny sagt, hat Hand und Fuß. Wer als Senior und Marathonläufer noch nichts von Manfred Steffny gehört hat, der kann das Laufen nicht wirklich begriffen haben. Er spart auch nicht mit Kritik, wenn sie angebracht ist, wie kürzlich Europameister Röthlin erfahren musste.

Marathonläufer Steffny war Teilnehmer an 2. Olympischen Spielen (1968/1972), in Mexiko City 1968 holte er Platz 17. Seine Bestzeit über Marathon liegt bei 2:16 Std. Als Trainer brachte er Christa Valensieck zu Marathon-Weltrekorden (2:40/2:34), seinen Bruder Herbert Steffny, heute Trainer und Ferseh-Co-Kommentator, mit 2:11 in die damalige absolute Weltklasse. 

Steffny ist Autor zahlreicher Bücher, sein Bestseller "Marathon-Training" hat Lauf-Bibel-Charakter, ist aktueller denn je und eigentlich ein Muss für alle Marathonläufer. Zurzeit arbeitet er an seinem 2. Roman. Nächstes Jahr will Steffny nach einem Fußbruch in der M70 noch mal angreifen.

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08.12.2010

Smalltalk mit Trainerlegende Manfred Steffny

Ich traute meinen Ohren kaum. Ich rief vor ein paar Minuten wegen einer Abonnementsfrage das Laufmagazin "Spiridon" an, da hab ich den in der Szene bekannten und berühmten Herausgeber und Trainerlegende Manfred Steffny höchstpersönlich am Telefon.

Ich hatte mich mit Schalk gemeldet, spontan kam aus seinem Mund: "Uli, bist du das?" Bisher bestand Kontakt über E-Mail, persönlich habe ich ihn noch nie gesprochen. Manfred hatte kürzlich meine Homepage besucht, daher hatte er spontan meinen Namen im Kopf. Gelegentlich veröffentlicht Manfred einen Artikel von mir in seinem Laufmagazin.

Es entwickelte sich ein hochinteressantes und langes Gespräch. Wir plauderten über viele Dinge. Mit seinem Einverständnis darf ich über das Telefonat berichten. 

Zunächst räumte Manfred mit dem Gerücht auf, er habe ein künstliches Hüftgelenk. Nichts ist dran. Er hatte einen Unfall und den Mittelfuß gebrochen. So langsam käme er wieder in Gang. Nächstes Jahr in der M70 wolle er noch mal angreifen.

Weiter verkündet er, dass er die Betreuung von Olivia Grüner übernommen habe. Olivia Grüner war in der Jugend das kommende Marathon-Talent schlechthin, erkrankte dann an Magersucht und verschwand in der Versenkung. Vor einiger Zeit tauchte sie in der W40 wieder auf und sorgte dort auf Anhieb für Furore (Steffny berichtete). Über die klassische Serie 10/15/20 km will Manfred sie wieder an den Marathon heranführen. Wer sich auskennt, das sagt auch Steffny, weiß, dass Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder einen langen Anpassungsprozess nach den vielen Jahren der Laufabstinenz benötigen.

Manfred arbeitet zurzeit auch an einem neuen Roman, drei Kapitel seien schon abgeschlossen. Über viele weitere Dinge wurde geplaudert und gefachsimpelt, u.a. wie er seinen Bruder Herbert in die Weltklasse gebracht hat und das heutzutage viele aus ihrem Talent nichts machen. 

Alles kann ich gar nicht wieder geben. Jedenfalls war der Abend gerettet. Danke Manfred, von diesem Gespräch werde ich eine Weile zehren.

26.11.2010

 Laufen ist keine Kunst, oder doch?


Oldies but goldies

Heinz Jandik und Flippo Heinemann beim "Tanz auf der Bahn" kunstvoll mit einem Bildbearbeitungsprogramm in Szene gesetzt.

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Marathon: Der Tag danach

Der Tag nach einem Marathon ist nicht immer einfach. Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

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16.11.2010

"Mit zwei und vier Beinen durch die Dunkelheit"

Sandra Ricke vor einem Jahr in Myheimat:

"Nun ist er da, der Herbst. Er macht sich bemerkbar durch dicke Tropfen, die vom Himmel fallen und nicht mehr als erfrischende Schauer wie im Sommer wahrgenommen werden, durch vom Wind zerzauste Haare und fliegende Blätter. Und wenn dies alles an einem Ausnahmetag mal nicht vorkommen sollte, dann aber auf jeden Fall durch früher einsetzende Dunkelheit, die viele Menschen dazu bewegt, die häusliche Gemütlichkeit vorzuziehen, als sich am Spätnachmittag oder in den Abendstunden im Freien aufzuhalten.

Doch einsam ist es draußen noch lange nicht..."

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02.11.2010

SB in KS bei "Crazy-Uli"

Einen Termin beim Arzt verknüpfte SB Heinz Jandik und besuchte mich in meiner Dienststelle in Kassel. Natürlich waren wir schnell beim Hauptthema "Laufen". "Crazy-Uli, du bist verrückt" und meinte meinen "Husarenritt" auf dem "Pauli".

"Nächstes Jahr bist du wieder dabei." "Das glaube ich kaum", war meine Antwort, obwohl sich mein Knie in den letzten Wochen ohne Zweifel gebessert hat. 

"Was machst du heute Abend?", fragte Heinz. "Trainieren auf dem Pauli". Kleiner Scherz. Treffen wollen wir uns da trotzdem. Zum Lauf um Korbach. Aber man weiß ja nie. Die Bahn ist nah. Vielleicht hat ja "Gazelle Bärbel" nun auch wieder Blut geleckt (s. a. Gästebuch).

20.10.2010

Aus erster Hand - neue "Finnenbahn"

Ich wollte es genau wissen und hab mich gestern Abend auf den Weg zur neuen Finnenbahn auf der Korbacher Hauer gemacht. Um es vorwegzunehmen: Den Namen "Finnenbahn" verdient diese Laufstrecke nicht. 

Um hinzugelangen, muss man vom Haupteingang einen etwa 200 Meter langen gepflasterten Weg gehen oder laufen. Auf dem alten Korbacher A-Platz geht der Pflasterweg in die "Finnenbahn" über. Am Belag selbst gibt’s nichts zu deuteln, so wünscht man ihn sich auf der großen Runde im Waldecker Berg. Aber bereits nach 200 Metern wird die Laufstrecke wieder durch eine etwa 20 Meter lange Pflasterpassage unterbrochen. Für "gestandene" Läufer kein Thema, auch die laufen oft auf Beton oder Asphalt. Charakteristisch für eine "Finnenbahn" ist aber nun mal ein durchgehend gelenkschonender Untergrund. Nach der Pflasterpassage läuft man noch etwa 200 Meter, dann endet die Piste jäh auf der Aschenbahn. Das war's. 

Wer also Gelenkschonung will, müsste 200 Meter hin und her laufen, ein sinnloses Unterfangen. Ein weiterer Minuspunkt, dass man zum Westring hin voll im Wind steht, kein Busch, kein Strauch vor Wind und Wetter schützt.

Rücksprache beim Kulturamt

Auf telefonische Anfrage beim Kulturamt teilte man mir mit, dass es im nächsten Bauabschnitt angedacht sei, eine ordentliche Erweiterung und Verlängerung der Bahn in Angriff zu nehmen. Dies könne aber noch Jahre dauern. Die Pflasterunterbrechungen müssten aber bestehen bleiben, um Zuschauern einen sauberen Zugang zum Kunstrasenplatz zu ermöglichen. 

In den nächsten Wochen wolle man Schilder über Öffnungszeiten anbringen. Auch müsse die Frage des Zutritts außerhalb der normalen Trainingszeiten noch abgeklärt werden. Die Bahn auf der Hauer sei als Alternative zur Finnenbahn im Waldecker Berg geplant, um den Bewohnern im Korbacher Westen den Weg durch die ganze Stadt zu ersparen. Im Übrigen sei an den Gerüchten über einen möglichen Abbau der neuen "Finnenbahn" und Umbau des Kunstrasenplatzes wegen falscher Maße nichts dran.

Fazit: 
Wer einen gelenkschonenden Untergrund sucht, kommt an der Finnenbahn im Waldecker Berg nicht vorbei. Oder muss sich einen entsprechenden Weg im Wald suchen. Die neue Finnenbahn ist nicht mal eine Notlösung. Ich bleibe dabei, sie wird, wenn überhaupt, von wenigen Freizeitjoggern genutzt werden. Für mich wurden da Steuergelder zum Fenster rausgeworfen.

Ich war übrigens gestern Abend der einzige Läufer. Auf dem Kunstrasenplatz tummelten sich 6 Fußballer.

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Grüße vom Cowboy

"Cowboy" Heinz Jandik ernährt sich zurzeit richtig gesund und artgerecht. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind Steak, Cola und Fries (zu deutsch: Fritten) seine Grundnahrungsmittel. Im Gästebuch grüßt der Country-Freak aus Nashville alle Läufer.

Mehr: Gästebuch

French Fries und Freedom Fries

"...In den USA wurden Pommes frites erst durch die Rückkehr der US-Soldaten aus Europa nach dem Ersten Weltkrieg bekannt und erhielten im angloamerikanischen Sprachraum die gängige Bezeichnung French Fries. Im britischen Englisch werden Pommes frites dagegen Chips genannt.

Ab März 2003 wurden in den Cafeterien des US-Repräsentantenhauses auf Anordnung des damaligen Vorsitzenden des Committee on House Administration Robert Ney French Fries als „Freedom Fries“ verkauft. Außerdem wurde während des Irak-Kriegs 2003 von weiteren Restaurants in den USA die dort übliche Bezeichnung French Fries durch Freedom Fries („Freiheitsfritten“) ersetzt. Grund war, dass Frankreich den von den USA geführten Irak-Krieg ablehnte. Inzwischen ist diese Bezeichnung nicht mehr aktuell." (Quelle: Wikipedia)

18.10.2010

Spaziergang

Beim Spaziergang durchs Revier trieb es mich auch am "Pauli" vorbei. Erstmals sah ich die neuen Räumlichkeiten und insbesondere die Außenfassade. Mein erster Gedanke: Wem's gefällt? Na ja, über Geschmack soll man nicht streiten. 

Kaum war ich einen Stock tiefer auf dem Platz angekommen, da machte man mir ein Angebot als Fußballkonditionstrainer. "Nee lass mal", sagte ich dem Trainer. 

"Warst du schon mal auf dem Kunstrasenplatz?", lautete meine Frage. "Ja, der ist gut." "Und die neue Finnenbahn auf der Hauer?" "Ich habe gehört, die soll wieder abgebaut werden, weil mit den Maßen des Kunstrasenplatzes irgendwas nicht stimmt." Gerüchteküche? Doch Schildbürgerstreich? Abwarten was kommt.

10.10.2010

Berthold Kaulmann läuft noch

Beim Traben mit Heinz Jandik im Lelbacher Feld kam uns ein Läufer flotten Schrittes entgegen. Der "Flitzer" im leuchtend orangefarbigen Laufshirt entpuppte sich als Berthold Kaulmann, der eine 2:18 über 800 Meter in der M50 stehen hat. Seit ein paar Jahren bestreitet er aus gesundheitlichen Gründen keine Wettkämpfe mehr. 

Berthold, inzwischen 58 Jahre alt, hatte noch einen weiten Weg vor sich. Am Korbach Südring wollte er sich mit seinem Sohn David treffen, der als talentierter Schüler früher auch einige Klassensiege einfuhr.

08.10.2010

Wenig Nutzen, viel Schaden: Schmerzmittel vor dem Marathonlauf

Tausende Läufer riskieren schwere Komplikationen

06.10.2010

Feines Näschen

Manche Menschen haben einfach einen 7. Sinn, ein feines Näschen oder ein Gespür für Veränderungen zum richtigen Zeitpunkt.

Zurzeit brodelt es wieder in der Gerüchteküche. Das Wechselbarometer steigt und fällt. Verschiedene Varianten werden genannt, über Abgänge und Zugänge wird heftig spekuliert. 

Es ist wie mit dem Wetter, so richtig vorhersagen kann man nur kurzfristig. Was aber am Ende der Wechselfrist sein wird, kann man nur mutmaßen. Denen, die wechselwillig sind, wünscht man ein feines Näschen für die richtige Entscheidung. Warten wir gespannt ab, wer kommt, wer geht.

Auf jeden Fall sagt der Volksmund: "Wir gehen immer der Nase nach, stecken sie gern in anderer Leute Angelegenheiten, obwohl uns deren Nasen oft nicht passen. Wir verdienen uns goldene Nasen oder laufen Gefahr, auf sie zu fallen, worauf wir sie gestrichen voll haben. Ungern lassen wir uns was aus der Nase ziehen, weil wir schon drei Meilen gegen den Wind riechen können, dass uns jemand auf der Nase herumtanzen will."

Wer gewinnen will, muss jedenfalls die Nase vorn haben. Für eine Meisterschaft braucht man dafür einen Verein. Sonst nicht.

30.09.2010

Die Jagd nach Bestzeiten - wie krank ist die Laufszene?

Vom Hustensaft über Nasentropfen bis zum Asthmaspray

Betrug gibt es seit Menschengedenken. In allen gesellschaftlichen Bereichen. Wer glaubt, dass die Laufszene im Amateur- und Freizeitbereich von Betrug weitestgehend verschont bleibt, ist blauäugig und realitätsfern. 

"Laut Experten dopen bis zu 50 Prozent aller Freizeitläufer. Anfangs meist mit Mitteln aus der Hausapotheke, später mit verbotenen Substanzen." Wie krank die Szene zu sein scheint, verdeutlich der folgende Artikel zum Berlin-Marathon vom 26.09.2010.

"Laut Experten dopen bis zu 50 Prozent aller Freizeitläufer"

"Der 37. Berlin-Marathon geht heute an den Start. 40945 Läufer kämpfen auf der 42,195 Kilometer langen Strecke. Viele wollen Rekorde brechen, sich selbst besiegen. Einige ehrgeizige Freizeitsportler greifen zu unerlaubten Mitteln.

Denn die Jagd nach Bestzeiten ist nicht nur bei den Stars der große Antrieb. Meist fängt das Nachhelfen harmlos mit Energie-Drinks, Eiweiß-Riegeln oder Schmerztabletten an. "Der Schritt hin zu Hormonen, Stimulanzien und anderen illegalen Dopingmitteln ist dann nicht mehr weit", sagt Mischa Kläber, Sportwissenschaftler der Uni Darmstadt.

So war es auch bei Hobby-Marathonläufer Frank P. (23), der es bald zu ernst nahm. "Mit 21 Jahren habe ich meinen ersten Marathon mitgemacht. Davor hatten mir andere Läufer zu Schmerzmitteln geraten, sie sagten, anders sei die enorme Belastung nicht zu ertragen", erzählt Frank. Er nahm zuerst Ibuprofen 800 (100 Stück, 19 Euro. Steht nicht auf der Dopingliste). "Ich war damit keine Ausnahme. Um mich herum nahmen vor dem Start fast alle nicht nur diese Tabletten", sagt er. Marathon-Läufer griffen zu Hustensaft (ca. 10 Euro), Nasentropfen (ca. 3 Euro) und Asthmasprays (18 Euro). Von einem Lauffreund bekam Frank dann Salbuthamol (25 mg, 46 Euro) angeboten. "Mir war schon klar, dass dieses Asthmaspray auf der Liste der verbotenen Substanzen für Sportler steht. Für mich war dies allerdings kein wirkliches Doping, bloß ein harmloses Mittel."

Der österreichische Doping-Experte Hans Holdhaus behauptet, dass 30 Prozent der Hobbysportler dopen. Andere Studien sagen, jeder zweite Hobby-Marathonläufer startet mit Schmerztabletten, jeder fünfte griff schon zu leistungssteigernden Substanzen. Jürgen Lock, Sportmedizin-Direktor des Berlin-Marathons: "Leider gibt es überall Missbrauch. Das können auch wir nicht wegreden." Deshalb werde bei der Startnummern-Ausgabe extra vor einer Einnahme gewarnt. Lock: "Die Läufer wollen über ihre Schmerzgrenze gehen. Dabei schädigen sie aber ihre Niere, es kann sogar zu Nierenversagen oder Herz-Rhythmusstörungen kommen."

Das kümmerte den Mechaniker Frank P. wenig. Er wollte seine gute Zeit (3:27 Stunden) noch einmal toppen, erkundigte sich in Internet-Foren. Im Netz priesen ihm Gleichgesinnte das Mittel Androgel an. Diese testosteronhaltige Salbe ist in Deutschland nur auf Rezept zu erhalten, steht auf der Dopingliste. "Ein Freund brachte mir dann eine Tube aus Holland mit, alles kein Problem." Als Betrüger fühlt sich Amateur Frank nicht. "Die wirklich bösen Jungs, sind doch die, die sich EPO oder Schlimmeres spritzen." In diesem Jahr hat sich Frank selbst beim Berlin-Marathon disqualifiziert. Anmeldung verpennt. Vielleicht gesünder für ihn."

Originalartikel vom 26.09.2010

Nationale Anti Doping Agentur

NADA: "Der Sport vermittelt Grundwerte, die in der Gesellschaft von elementarer Bedeutung sind. In kaum einem anderen gesellschaftlichen Bereich werden Werte wie Toleranz, das Prinzip der Chancengleichheit, das Leistungsprinzip und der Grundsatz der Fairness so konsequent vorgelebt, praktiziert und eingeübt wie im Sport. Doping gefährdet diese positiven Grundwerte. Doping gefährdet somit den gesamten Sport." 

"Konsequent und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) Doping im Spitzensport, was unmittelbar auch Auswirkungen auf den Breiten- und Freizeitsport, vor allem aber auf den Jugendsport hat. Denn vielen Jugendlichen, aber auch Freizeitsportlern ist der Topathlet das Vorbild, dem es nachzueifern gilt. Vor allem im Sinne der nachfolgenden Generation ist der Kampf gegen Doping deshalb unumgänglich. Genauso wie die Prävention bei jugendlichen Sportlern eine ganz wichtige Rolle spielt in diesem Kampf um die Glaubwürdigkeit des Sports..."

NADA

25.09.2010

Trauer um Starter-Legende Rudolf Reuter 

Am 14.09.2010 verstarb Rudolf Reuter im Alter von 84 Jahren. Er war in seiner Jugend ein starker Leichtathlet, später machte er sich einen Namen als Starter bis auf DM-Niveau. Seit vielen Jahren ziert sein Foto meine Startschuss-Seite. Reuter war bei den Kindern wegen seines Einfühlungsvermögens beliebt. Die Beisetzung fand in aller Stille im engsten Familienkreis statt.

24.09.2010

"Dr. Marathon"

Ich kenne den Berliner Dr. Willi Heepe sehr gut, war beim ihm vor vielen Jahren in Behandlung. Zur Zeit meiner Herzmuskelentzündung konnte ich ihn Tag und Nacht anrufen. Heepe war immer für die Läufer da. Einen solchen Arzt wünscht sich der Läufer hier vor Ort.

Martin Grüning in RUNNERS WORLD: "Willi Heepe ist in der Marathonszene bekannt wie ein bunter Hund. Kein Wunder – schließlich war er viele Jahre lang medizinischer Leiter des Berlin-Marathons. Aber vor allem nahm er nie ein Blatt vor den Mund..."

... "Ich will mich nicht auf die Behandlung von Krankheiten beschränken, sondern meinen Patienten ein aktives Leben ermöglichen. Denn auch ernste Krankheiten, gerade des Herz-Kreislauf-Systems, müssen nicht zwangsläufig aufs Abstellgleis führen." 

Heepe sieht sie als Chance, den eigenen Körper mit seinen Grenzen und Möglichkeiten neu zu verstehen und zu entwickeln. Und deshalb ist er für viele Läufer tatsächlich ein Halbgott in Weiß – besonders für alle, die dachten, sie müssten dem Sport ein Leben lang ade sagen, bis Willi Heepe sie eines Besseren belehrte..."

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18.09.2010

Schlammloch Finnenbahn - Expertenmeinung nicht gefragt

Bei der Restaurierung der großen Runde im Waldecker Berg werden Jahr für Jahr die gleichen Fehler gemacht. Es wird das falsche grobe Material in Form von frischem gehäckseltem Buschwerk aufgetragen. Eine glitschige und schmierige Angelegenheit. Schlammlöcher bilden sich immer wieder neu, weil sie einfach mit diesem Material zugeschüttet werden. Und die Passage, die mit Kies unterfüttert wurde, spült sich erwartungsgemäß frei, so dass man an dieser Stelle statt auf weichem Waldboden auf hartem Kies läuft. 

Auskoffern, Drainage legen, dann groben Rindenmulch drauf, das wäre der einzig richtige Weg. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, aber Experten-Meinung war und ist nicht gefragt. Wie zu erwarten, ist damit das eingetreten, was prophezeit wurde. Schlammloch reiht sich an Schlammloch. Schon jetzt sind einige Passagen schlechter als mancher Waldweg. Wenn jetzt noch der große Herbstregen einsetzt, heißt es Laufschuh weg und Gummistiefel raus.

Schildbürgerstreich? Finnenbahn auf der Hauer

Einen weiteren Schildbürgerstreich leistet sich die Stadt Korbach mit dem Bau einer Finnenbahn um den neuen Kunstrasenplatz. Was soll das, für wen soll die sein? Noch dazu ist die Strecke an einigen Stellen mit Betonpflaster unterbrochen. Echte Läufer werden diese Bahn wohl kaum nutzen. Die Leichtathleten wurden wohl nicht gefragt, oder doch? Wenn, dann die falschen.

Hat sich letztlich wieder mal die Fußball-Lobby durchgesetzt? Sind denn die 100 Zuschauer, die sich bei Heimspielen auf der Hauer verirren, wirklich eine Macht? Nun haben jedenfalls die Korbacher Fußballer einen Kunstrasenplatz und eine eigene Finnenbahn. Ist das nicht prima? Die Handballer wird's freuen. Werden sie nun im Winter, wenn es schneit, nicht einfach von den Fußballern aus der Halle gekickt nach dem Motto: "Weg da, jetzt kommen wir."

Für mich wurde da einfach Geld zum Fenster raus geworfen, obwohl doch die Kommunen angeblich so sehr in Finanznöten stecken. Bürgermeister Friedrich sieht das sicher anders. Die "neue Hauer" ist ein wichtiges Prestigeobjekt. In letzter Zeit taucht Friedrich übrigens des Öfteren auf Bildern als "Merkelizer" auf. Stern.de nennt diese Pose der Kanzlerin die "Raute der Macht". Andere deuten die typische Handhaltung Angela Merkels als "Schutz vor dem Druck." Mal sehen, wie sich der Bürgermeister im Herbst bei der endgültigen Einweihung der "neuen Hauer" präsentiert. 

PS: Für die vergleichsweise billige Reparatur der defekten Hinweistafeln an der eigentlichen Finnenbahn im Waldecker Berg ist kein Geld da. Seit Monaten werden sie nicht erneuert.

Merkel-Pose

Die geheimen Zeichen der Kanzlerin

Friedrich in Merkel-Pose

mehr zur neuen Hauer

17.09.2010

Inputs

Beim Joggen mit Heinz Jandik auf dem Radweg Richtung Meineringhausen trafen wir Bärbel Kiel. "Was ist mit deiner Homepage los, kein Input mehr?" "Urlaub, und ehrlich gesagt habe ich zurzeit auch keine große Lust zu schreiben." Bärbel selbst joggt je nach Lust und Laune vor sich hin, schließt Wettkämpfe zumindest auf der Bahn für die Zukunft aus.

So ähnlich geht's Heinz und mir. Wenn's geht joggen/laufen, wenn nicht Rad fahren. Oder Flippo Heinemann in seiner neuen Kneipe besuchen. 

"Frikadellen-Kurs"

Ja, richtig gehört. Das ist kein Witz. Flippo hat sich in Lelbach eine kleine Kneipe neben dem Stall hergerichtet. Zurzeit läuft der Betrieb nur für Freunde (immer mittwochs ab 19 Uhr geöffnet), der so wichtige "Frikadellen-Kurs" fehlt ihm noch. 

Auch ein Name muss noch her. Heinz Jandik hatte dann gleich einen Vorschlag: "Runners Inn". Eine "Läuferklause" existiert ja leider schon. Vom Besitzer der Läuferklause, Wittmanns Karle, hat sich Flippo übrigens das Mobiliar schreinern lassen. 

Beim Besuch in Flippos Pinte erfuhr man dann so allerhand. Zum Beispiel, dass sich Flippo 3 Wochen mit einer Achillessehnenentzündung plagte. Oder was der ein oder andere im Seniorenbereich so alles vor einem Wettkampf schluckt. 

Da mussten wir erst mal schlucken. Das frisch gezapfte Bier ging richtig gut runter. Beim "kühlen Blonden" ließ Flippo dann weiter verlauten, dass er auch noch in der Korbacher Fußgängerzone die "Leder-Börse" übernommen hat. Da er aber nicht auf drei Hochzeiten tanzen könne, werde die Firma von seiner Tochter unter seinem Namen geführt.

Eklat beim Meilenlauf

Wie man weiter hörte, gab es nach dem Meilenlauf auf dem Pauli einen Eklat. Vater Milde soll in übelster Art verbal auf Udo Leithäuser losgegangen sein, ihn mit vielen Vorwürfen konfrontiert und scharf angegriffen haben. Leider gerieten dadurch die tollen Ergebnisse und Kreisrekorde zur Nebensache. Das letzte Wort in dieser Sache scheint wohl noch nicht gesprochen zu sein.

Was lief noch?

Wilhelm Hofmann wurde wieder deutscher Meister mit der Marburger Mannschaft über 3x10km (seine Super-Zeit: 33:36). Sandra Ricke lief bei den Deutschen Meisterschaften eine gute 42er-Zeit über 10 km, ihre Freundin Silke Voßhage kam mit einer 49er-Zeit ins Ziel. 

Im Gästebuch sind die Einträge von Joachim Müller und Axel Czech lesenswert und stimmen nachdenklich: Gästebuch. 

Zu guter Letzt die Info, dass Tim-Henning Förster in der "Running" einen Artikel über den Herbst und seine Tücken geschrieben hat.

Was sonst so in den letzten Wochen lief, siehe auch bei: Joachim Peters

01.09.2010

9 Jahre

Seit dem 01.09.2001 läuft diese Seite nun schon im Netz. Eine lange Zeit. Viel ist passiert in den letzten 9 Jahren. 

Alles hat ein Ende, sicher auch irgendwann mein Auftritt im www. Vielleicht dieses Jahr, vielleicht mache ich aber auch die 10 Jahre voll. Franz Beckenbauer: "Schaun mer mal, dann sehn mer scho." Oder wie sagte John Lennon: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“

Und noch ein dänisches Sprichwort an die geschundenen "alten" Senioren: "Hätt' ich fürs Alter auch ein Salben, ich wollt' mich salben allenthalben."

26.08.2010

"Schmerzmittel als Dopingersatz 

"Ob auf dem Fußballfeld oder beim Marathonlauf, viele Menschen fordern ihren Körper zu Extremleistungen. Die schmerzhaften Folgen ertragen sie nicht ohne die Einnahme von Schmerzmitteln. Aber wo liegt die Grenze zwischen Schmerz- und Dopingmitteln?

Jung sein, stark sein, fit sein - das ist wichtig heutzutage. Und wer beweisen will, wie jung, stark und fit er ist, hat dazu mehr Gelegenheiten denn je. Er kann es bei einem Marathonlauf tun, bei einem Triathlon, einer Alpenüberquerung. Golfplatz und Fußballfeld sind freilich auch geeignete Orte dafür. Das Problem: All diese Herausforderungen bedürfen geduldiger Vorbereitung. Sonst kann der Körper gar nicht schaffen, was der Mensch von ihm will. Doch das bedenken viele nicht. Sie greifen lieber zur Schmerztablette, als ihr Sportpensum herunterzufahren und dem Körper Zeit zur Erholung zu geben..."

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16.08.2010

Laufen ist keine Kunst, oder doch?

Was ein Bildbearbeitungsprogramm alles hergibt! Zu sehen ist das Starterfeld beim Abendsportfest in Wetter vor ein paar Jahren. Die damaligen Bestzeiten über 3000 Meter in der M45 von Stede (10:06) und Schalk (10:05) verschwimmen langsam in einer bunten Traumwelt.

01.08.2010

„Ein Sportler weiß nie, wann sein Zenit erreicht ist“

"Deutsches Laufwunder - Schlangen findet die Linie" 

"Im Winter auf Ski, in Barcelona mit Spikes: Im 1500-Meter-Rennen beendet Carsten Schlangen seine Laufkrise. Im Jahr zuvor dachte er ans Ende seiner Laufbahn: Der Ausrüster hatte ihm gekündigt, die Trainingsgruppe schien sich aufzulösen..."

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mehr: Fast wie Dieter Baumann

31.07.2010

Endlich mal wieder ein deutscher Läufer vorn dabei

"Wahnsinn! Carsten Schlangen holt für die bei Titelkämpfen nicht gerade vom Erfolg verwöhnten Mittelstreckler überraschend Silber über die 1500 m...

Schlangen: "Ich dachte, dass ich unter die ersten sechs kommen könnte. Aber ich habe nicht geglaubt, dass ich es auf den letzten Metern noch schaffen könnte. Ich hatte Sorge, das es dann am Ende Platz vier werden würde", so Schlangen im Flash-Interview kurz nach dem Rennen."

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30.07.2010

"Unglaublich! Silber für Carsten Schlangen" 

"Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet. Der Berliner Carsten Schlangen nahm am Freitagabend bei den Europameisterschaften in Barcelona über 1.500 Meter seine Beine in die Hand und lief sensationell zu Silber..."

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28.07.2010

Ich glaube, ich hab 'n Rad ab

Rad fahren soll für Läufer eine gute Alternativsportart sein. Ist sie sicher auch, wenn man wegen Verletzung für eine gewisse Zeit aufs Rad ausweichen muss. Rad fahren schont ohne Zweifel mehr die Gelenke. Auf der anderen Seite muss man sich gut zwei Stunden auf dem Drahtesel abstrampeln, wenn man in etwa die Belastungsintensität einer Laufstunde erreichen will.

Aber dauerhaft zum Radfahrer werden, das schafft ein eingefleischter Läufer und Wettkämpfer nie. Jedenfalls kann ich das von mir behaupten. Knie kaputt, Tag für Tag auf dem Rad, ich glaub ich hab 'n Rad ab. 

Da wird die Sehnsucht nach harten Laufeinheiten unweigerlich riesengroß, man lechzt förmlich nach einem Vollsprint. Einfach mal wieder Gas geben, so weit die Füße tragen. Der Mensch ist doch kein Radfahrer, nie und nimmer. Wenn das die Natur so gewollt hätte, hätten wir Menschen Räder an den Beinen und keine Füße. Ich will laufen, wie von der Natur gewollt. Vielleicht muss ich mir nur erneut das Radlager auswechseln lassen.

mehr: Unterschied zwischen Rad fahren und Laufen

15.07.2010

"Zu ehrgeizige Eltern?"

"Was für Erwachsene oft tiefe Befriedigung, Abschalten vom monotonen Alltag oder sonst was bedeuten kann, ist nicht auch zwangsläufig für unsere jungen Nachkommen interessant...

...Der Mensch ist ein Bewegungstier, von den Genen her darauf programmiert, den ganzen lieben langen Tag zu wandern, hie und da zu klettern oder zu sprinten, keine Frage. Zumindest war das vor zehntausenden von Jahren so, man graste da, man jagte dort, zog umher, war barfuß unterwegs, und manchmal lief man vor einem Säbelzahntiger davon oder kletterte auf einen Baum, um die nächste Gnuherde erspähen zu können..."

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13.07.2010

"Der Nabel macht den Weltrekord"

"...Doch nun nabelt sich Professor Andre Bejan von der berühmten Duke Universität in Durham/US-Bundesstaat North Carolina ab von alten Vorstellungen. Der aus Rumänien stammende Wissenschaftler hat spektakuläre Erkenntnisse im Internationalen Journal für Design, Natur und angewandte Wirtschaftswissenschaften veröffentlicht.

Andre Bejan behauptet: Schwarze Sprinter sind dadurch begünstigt, dass ihr Nabel im Vergleich zu einem gleich großen Weißen am Bauch drei Zentimeter höher positioniert ist. Und er vertritt auch die These, dass dieses eigentlich sinnlose Überbleibsel der Nabelschnur das Zentrum des Körpers und der Erdanziehungskraft markiert..."

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12.07.2010

Klartext

Ergänzung und Erläuterung von Nils Milde zum Bericht vom 10.07.2010 im Gästebuch.

07.07.2010

DM Senioren II

Lokalpatriotismus - objektive Berichterstattung sieht anders aus

In den Zeitungsberichten der örtlichen Presse wird lang und breit erläutert, dass die Marburger Staffel mit der Frankenbergerin Annette Briel nur deshalb bei der DM den 3. Platz verpasste, weil die Dritten insgesamt 13 Jahre jünger waren. 

Nicht erwähnt wird dagegen, dass die Silberstaffel aber 7 Jahre älter war. Damit relativiert sich das Ergebnis der Marburger Staffel schnell und ist dann doch nicht so berauschend, wie man es nach dem klar höchsten Zeilenanteil im Artikel hätte vermuten können.

Als letztes Jahr die Korbacher M50-Männerstaffel auf den riesigen Altersunterschied aufmerksam machte, wurde das jedoch von den Zeitungen nicht ordentlich gewichtet, man erhielt sogar teilweise "polemische" Reaktionen auf die entsprechende Kritik. Im Artikel selbst wurde die tolle Leistung der Korbacher Männer mit zwei Minisätzen abgetan. 

Im aktuellen Fall wird nun aber vom Berichterstatter Hoffmann umfassend erklärt, weshalb die angepeilte Medaille nicht wie erwartet erreicht werden konnte, obwohl es sich nicht mal um eine Waldeck-Frankenberger Staffel handelte. Hinzu kommt, dass die beiden anderen Marburger Damen sogar namentlich aufgelistet werden und an ihre großen Erfolge bei den Crossmeisterschafften erinnert wird. Dass der Korbacher Hubertus Henning dagegen mit fast 60 Jahren und damit bei weitem älteste in der M55 über 800 Meter chancenlos aufs Treppchen war, bleibt unerwähnt. Seine objektiv und relativ wesentlich stärkere Leistung wird in zwei Sätzen abgehandelt. Hennings weiteren hochwertigen 6. Platz über 1500 Meter haben die Zeitungen kurzerhand ganz unter den Tisch fallen lassen.

Als der Vorsitzende des Kreisleichtathletikkreises Waldeck, Peter Wendt, den Frankenberger Hoffmann im April überraschend zum Pressewart machte, lobte er Hoffmann wegen seiner hervorragenden Berichterstattung über den grünen Klee, sicher auch ein wenig aus Eigennutz in der Hoffnung auf positive Presseberichte für den Nordkreis. Zwischenzeitlich waren die Berichte auch ganz ok. Nun aber verfällt Hoffmann wieder in das alte Schema, seinen unerwünschten Lokalpatriotismus und die rosarote Vereinsbrille hat er wieder aus der Schublade geholt. Objektive Berichterstattung sieht anders aus.

Dickes Lob an Torben Jandik

Wie erfrischend anders und besser Berichtererstattung heutzutage sein kann, hat kürzlich Torben Jandik in seinem WLZ-Artikel über die Kreisstaffelmeisterschafften unter Beweis gestellt. Keine stereotypen Formulierungen, von der ersten bis zu letzten Zeile spannende Unterhaltung und endlich mal keine 08/15 Bilder. So soll es sein.

21.06.2010

Es kriselt an allen Ecken und Enden

Tatort Meilenlauf: Ganze vier Teilnehmer verirrten sich vor ein paar Wochen auf dem Korbacher "Pauli". Es kommt noch schlimmer. Stichwort Kreisstaffelmeisterschaften: Null Resonanz in den Altersklassen. Nicht eine Männerstaffel ging am letzten Freitag in Korbach an den Start. Das ist ein trauriger Tiefpunkt. 

Es gibt viele Gründe. Senioren haben im fortgeschrittenen Alter zunehmend mit gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen, wie in den News vom 16.06.2010 bereits umfassend erörtert. In Seniorenbereich ist es daher oft schwierig, überhaupt drei Läufer für eine Mannschaft zusammenzubekommen. Auch bei größeren Meisterschaften sind nicht selten kaum mehr als zwei Staffeln am Start.

Zudem hat nicht jeder den Mut, sich auf der Bahn in einem harten Rennen zu zeigen. Der Druck in einem Bahnwettkampf, zumal noch bei einer Meisterschaft, ist ungleich größer als ein "Mitschwimmen" bei einem Volkslauf. Viele ziehen daher ein "anonymes Verstecken" im großen Pulk eines Volkslaufes vor. Auch die ordentliche Vorbereitung auf einen Bahnwettkampf ist härter, immer weniger Athleten sind heutzutage bereit, sich im Training zu quälen. Für die Teilnahme an einem Volkslauf ohne Ambitionen reichen ein paar lockere Trainingsläufe.

Ein Überangebot an Volksläufen und dadurch bedingte Terminüberschneidungen kommt als weiterer Grund für den Schwund im Bahnlaufsektor in Betracht. Oftmals finden Bahn- und Volkslauf am gleichen Tag oder am gleichen Wochenende statt. Da muss man sich als Läufer entscheiden. Auf allen Hochzeiten kann man auf Dauer nicht tanzen, wenn man sich nicht verheizen will.

Auch in den Vereinen kriselt es. Viele Vereine haben sogar existenzielle Probleme. In der HNA war heute zu lesen: "Sinkende Mitgliederzahlen, fehlende Übungsleiter und Funktionäre, keine jugendlichen Leistungssportler, ... – immer mehr Vereine im Landkreis haben ernste Probleme. 22,6 Prozent aller Sportvereine haben mindestens ein existenzielles Problem..." Keine rosigen Aussichten für unseren geliebten Sport.

20.06.2010

Danke!

An dieser Stelle möchte ich mal allen danken, die mir in den letzten Wochen und Monaten Berichte von Laufevents geliefert haben. Das macht diese Seite noch facettenreicher und interessanter. Weiter so.

16.06.2010

"Hubertus-Holz"

In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist

Das Feuer scheint erloschen. "Im Korbacher Läuferlager läuft nichts mehr. Es wird Zeit, dass du zurückkommst. Du fehlst an allen Ecken und Enden", meinte Hubertus Henning gestern wehmütig. Das lass ich mal so stehen. Jedenfalls ist Hubert ziemlich gefrustet, dass bei den in Kürze stattfindenden Deutschen Meisterschaften nicht mal eine Staffel zustande kommt und dachte dabei an unsere tollen Erlebnisse bei den großen Events im letzten Jahr.

Noch weiter zurückblickend kann man schon Tränen in die Augen bekommen. Vor Jahren sind wir mit zwei Bussen und mehreren Jugend, Frauen- und Männerstaffeln zu den Meisterschaften gefahren. Alles vorbei? Der große Wille ist zurzeit nicht zu erkennen. Das hat sicher viele Gründe. Wir werden nicht jünger, gerade in den Klassen über 50 muss immer mit Ausfällen durch Verletzungen gerechnet werden. Wettkampfeinsätze über Jahrzehnte hinterlassen unweigerlich in Körper und Geist Spuren und Abnutzungserscheinungen. 

Eine längere Pause oder Zwangspause über zwei drei Jahre, wie sie Hubertus Henning hinter sich hat, kann durchaus wieder Kräfte frei setzen und neues Feuer entfachen. Besonders durch Mannschafts- oder Staffeleinsätze und Erfolge ist dieser dynamische Prozess dann kaum aufzuhalten. Ob ich da noch mal hinkomme, lieber Hubert, weiß ich nicht. Euphorie sieht anders aus.

Hubertus Henning will sich jedenfalls als Korbacher Alleinunterhalter den Frust bei den Deutschen Meisterschaften in Kevelaer von der Seele laufen. Er will über 800 und 1500 Meter an den Start gehen. Er hat viel vor. Seine derzeitige Form spricht für ihn. Neue Kreisrekorde über 800 und 1500 Meter sind sein Ziel, ein Platz auf dem Podium ist nicht ausgeschlossen. Und: "Ich wäre enttäuscht, wenn ich nicht noch mal eine 17er-Zeit(!) über 5000 laufen kann." Diese Messlatte scheint mir allerdings sehr hoch angelegt, da musste ich auf die Euphoriebremse treten. Auf der anderen Seite, wer aus diesem "Hubertus-Holz" geschnitzt ist, dem ist alles zuzutrauen. Hubert wird nächstes Jahr 60 und will dann auf jeden Fall die M60er kräftig "aufmischen". Wenn der Körper mitspielt.

Wie schnell der geschundene Körper die Euphorie ausbremsen kann, davon kann ich ein Lied singen. Klugerweise hat der Laufschuhhersteller ASICS seinen Namen vom lateinischen Spruch "Anima Sana in Corpore Sano" abgeleitet. Übersetzt auf deutsch bedeutet das sinngemäß: "In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist."

13.06.2010

I'm free

In Abwandlung des alten Stones-Songs macht nicht nur Liebe, sondern auch Laufen frei. Nach getaner Arbeit hat der "Nike free" frei, der Läufer gönnt sich ein Fußbad im Meer.

Laufen im Läuferparadies "Texel" ist immer wieder ein Hochgenuss. Nicht umsonst kommen Jahr für Jahr ganze Heerscharen von Läufern auf die holländische Insel, um sich fit für die Saison zu machen. Mehrere hundert kilometerlange Laufwege in allen Kategorien locken Läufer aus vielen europäischen Ländern, auch solche der Topkategorie aus nationalen Kadern.

Kilometerlange befestigte Wege zwischen den weitläufigen Dünen...

...sowie die gelenkschonenden und längsten Finnenbahnen der Welt bilden ein Paradies für Läufer. Auch die Bedingungen auf den langen asphaltierten Straßen können für Marathonambitionierte und Radfahrer nicht besser sein.

Die Insel ist von Korbach in gut 6-7 Stunden zu erreichen (500 km). Die Fähre fährt stündlich, Voranmeldung ist nicht erforderlich.

01.06.2010

Glosse "Laufschuhneonfehlfarbenentwickler" in "Spiridon"

Die Laufzeitschrift "Spiridon" (Ausgabe 6/2010) hat meine Glosse vom 05.05.2010 in voller Länge mit einem passenden grellbunten Layout abgedruckt. Danke Manfred Steffny. 

Hier noch mal der für die Laufzeitung leicht abgewandelte Text:

Der alte Nike Pegasus in den 1980er-Jahren kam in dezentem grau-blau daher. Ein genialer Lightweight-Laufschuh mit der damals unschlagbaren Waffelsohle. Ein Waffeleisen soll damals die Idee für die Sohle geliefert haben, das ist tatsächlich wahr.

Doch die Sohle soll nicht das Thema sein, an den derzeitigen Sohlenkonstruktionen ist in aller Regel nichts auszusetzen. Die Farbgestaltung der neuen Laufschuhgeneration liegt dagegen oft hart der Schmerzgrenze. Man könnte meinen, dass die heutigen Laufschuh-Konstrukteure zu tief ins Glas oder besser in die Farbpalette geguckt haben. Neon überwiegt in allen Fehlfarben-Schattierungen: grellgelb, blutorange, rotzgrün, flinkpink, milieurosa...

Unerträglich wird’s, wenn diese grellen Farben auch noch alle gemischt an einem Schuh verarbeitet werden. Das tut erstens meiner chronischen Bindehautentzündung gar nicht gut, nach einem Besuch im Laufladen muss ich nun auch noch jedes Mal gleich anschließend den Augenarzt aufsuchen und mir die abgerissene Netzhaut lasern lassen.

Eigentlich bin ich ein modebewusster Typ, habe kein Problem mit den neuen Farben, wenn ich selbst entscheiden kann. Im Laufschuhsektor sieht das anders aus, da werden sie mir quasi aufgezwungen. Notgedrungen muss ich in diesen Farbkästen laufen, weil es ja kaum noch andere gibt.

Der seltsame Blick meiner Nachbarin gibt mir dann doch zu denken. "Wie ist der denn jetzt drauf, die Seiten gewechselt?", kann ich in ihren Gedanken förmlich lesen. Keine Angst Frau Nachbarin. Nicht ich, sondern die Laufschuhkonstrukteure sind in Wattepuschel gefallen, zu warm gepudert worden oder haben sich beim letzten Christopher-Street-Day gehörig am oben erwähnten Waffeleisen verbrannt. Ich dagegen bin noch ganz normal gepolt.

Da meine sportresistente Nachbarin das jedoch nicht wissen kann und nicht wieder die Nase unnötig rümpfen muss, schleiche ich beim nächsten Lauf lieber erst mal möglichst ungesehen mit meinen rotzgrünen Farbeimern an den Füßen aus dem Keller und hintenrum aus dem Garten Richtung Laufstrecke von dannen. Dort werde ich die neuen Treter einmal ausgiebig durch den Schlamm ziehen. Dann sehen sie aus, wie richtige Laufschuhe gefälligst auszusehen haben, liebe Laufschuhneonfehlfarbenentwickler. OK, über Geschmack soll man nicht streiten, ich weiß.

Meine Nachbarin unterbricht auf dem Rückweg ihre Gartenarbeit nur noch mit einem kurzen lächelnden Blick, erdbraun getüncht hat bei ihr klar die Nase vor rotzneongrün. Naturfarbe sei dank, alles wieder im Lot im Wohngebiet. Back to the roots heißt das auf Neudeutsch, auch meine Nachbarin kehrt zu den Wurzeln im Buschwerk zurück.

Glosse in voller Länge - s. auch News vom 05.05.2010

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Beeinflussung des Alterungsprozesses durch Ausdauertraining

von Dr. Dieter Kleinmann

"Werner und Mitarbeiter stellten bei 104 Mittel- und Langstreckenläufern (73 Trainingskilometer/Wo.) des DLV, mittleres Alter 20 Jahre, eine hoch signifikant vermehrte Telomeraseaktivität im Vergleich zu gleichaltrigen Kontrollen fest.

"Die Erfahrung lehrt, dass diejenigen Menschen am ältesten geworden sind, welche anhaltende und starke Bewegung, und zwar in freier Luft, hatten", so schrieb bereits Ende des 18. Jahrhunderts v. Goethes Leibarzt Ch. W. Hufeland in seinem Buch "Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern".

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28.05.2010

Das Opfer kehrt an den Tatort zurück

Nach genau einem halben Jahr habe ich wieder eine meiner Lieblingsrunden Richtung Dalwigker Warte unter die Füße nehmen können. Im grauen November 2009 wurde mein Knie auf dieser Runde zum endgültigen Opfer langer Laufjahre und meiner Wettkampf-Gene. Seit wenigen Wochen ist das Knie wieder soweit, dass ich ihm eine Strecke von 10 -12 Km zumuten kann. Auch mit dem Tempo kann ich schon ein wenig spielen, aber nur bergauf. 

Das Knie ist zwar runderneuert, wird aber nie mehr neuwertig. Es kracht und knackt, spannt und zieht, mal innen, mal außen. Oft vergehen die typischen Arthroseanlaufschmerzen erst nach ein paar Kilometern. 

Endlich scheint aber die Zeit des Radfahrens in den Hintergrund zu treten. Das Mountainbike hat mir zwar in den zurückliegenden Monaten gute Dienste geleistet, aber mal ehrlich, Läufer bleibt Läufer. Als Schreibtischtäter muss ich den ganzen Tag auf dem Allerwertesten verbringen, da schreit der Körper geradezu nach Laufbewegung und nicht nach weiteren Sitzblockaden auf dem Rad.

Wie kam ich also nun dahin, wo ich jetzt stehe. Es gibt ein paar Gründe: Nike free 5.0 und Nike free run geben der Fuß-, Bein- und Kniemuskulatur die natürliche Kraft zurück. Durch diese genialen Schuhe muss sich der Körper als gesamtes System die Kraft selbst erarbeiten. Die beiden Nike free sind im Wechsel mit dem neuen Puma Concinnity im Einsatz. Beim Puma übernimmt der Schuh die Dämpfung, nicht der Körper wie beim Free. Es erübrigt sich fast zu erwähnen, dass Salben und Eispads ebenfalls nützliche Helfer in der Not sind. 

Einen ganz entscheidenden Schub an Stabilität und Festigkeit hat das Knie letztlich aber durch spezielle Knieübungen nach Dr. Packi bekommen, die ich seit Ostern konsequent über den Tag verteilt durchziehe, auch im Büro. Einige Kollegen mit ähnlichen Problemen sind gleich begeistert in mein Programm mit eingestiegen. 

Wie gehts nun weiter? Ich habe keine Ziele, das Knie zeigt mir den Weg. Wettkampfambitionen schiebe ich weit von mir. Ich will einfach nur wieder laufen, laufen, laufen, wenn es geht vielleicht auch mal auf Tempo. Spaß soll in Zukunft im Vordergrund stehen, Meister muss ich nicht mehr werden. Ich will nicht für alle Ewigkeit Wettkämpfe ausschließen, glaube aber, dass ich eher zum Genießen tendiere. Wenn das Knie mitspielt, mal was Verrücktes machen wie Hermannslauf, Nacht von Borgholzhausen oder gar einen Fun-Marathon. 

Ich habe mal geschrieben, einmal Wettkämpfer, immer Wettkämpfer. Seit meinem 5. Lebensjahr habe ich das Wettkampf-Gen im Blut, das jetzt den Kampf gegen Knorpelschaden aufnehmen muss. Mal sehen wer sich durchsetzt. Täter oder Opfer. Vielleicht bekomme ich die Antwort im anstehenden Urlaub auf Texel, dem Läuferparadies schlechthin.

20.05.2010

Fata Morgana auf der Finnenbahn?

Gestern walkte ich auf der Finnenbahn, da hatte ich eine Erscheinung. Auf der Gegengeraden waren zwei stattliche Läufer flott unterwegs. Beim näheren Hinsehen erkannte ich Peter Hildebrand und Lars Daude vom TSV Obervorschütz. Habe ich Halluzinationen? Was machen die hier?

Ein freundlicher Wink wurde von den beiden erwidert. Also doch kein Trugbild. Ich war schon auf dem Heimweg, hoffte aber, noch kurz mit den beiden plaudern zu können. So wie sie aus dem Nichts kamen, verschwanden sie aber auch. Doch "Hallus"? Haben mich die langen Monate der Laufabstinenz um den Verstand gebracht? Vermutlich sind sie einfach nur auf die große Runde abgebogen.

19.05.2010

"Die fehlende Mitfreude?"

"Das eigene Glück kann man nur multiplizieren, wenn man es teilt."

Ein wahrer Spruch unbekannter Herkunft. Heinz Jandik konstatierte gestern zu Recht: "Mannschafts- oder Staffelwettbewerbe sind das i-Tüpfelchen in der Leichtathletik, das Salz in der Suppe, machen einfach am meisten Spaß!"

Dr. Günter Heidinger hinterfragt die Mitfreude kritisch und beleuchtet die Ursachen wenn sie fehlt: "Freuen Sie sich mit, wenn ein Freund oder guter Bekannter erfolgreich ist, beim Marathon eine persönliche Bestzeit läuft oder auch generell von Erfolg zu Erfolg eilt?"

 "...Es liegt etwas seltsam Langweiliges im Glück anderer Menschen"! Das hatte schon der Londoner Schriftsteller Aldous Huxley festgestellt. Und ähnlich meinte auch Jean-Jaques Rousseau, dass der Mensch sich nur in die Lage derer versetzen könne, die unglücklicher sind als er selbst. Beiden Denkern war also eine eigentümliche Emotionslücke in unserem moralischen Gefühlshaushalt aufgefallen, die im Übrigen auch der modernen Emotionsforschung nicht entgangen ist. Es existiert eine Art Untergruppe moralischer Gefühle, die damit zusammenhängt, wie jemand das Glück oder Unglück anderer Menschen wahrnimmt.

Seien wir einmal ganz ehrlich zu uns selbst: Kennen wir nicht alle solch seltsame Gefühle und schrecken wir uns im Grund nicht davor, wenn wir sie empfinden und darüber nachdenken? Ein Bekannter hat z.B. Monate lang trainiert, sich auf einen wichtigen Lauf vorbereitet, alles läuft gut, dann ist der Tag des Wettkampfes da und er läuft persönliche Bestzeit, freut sich und ist zufrieden. Aber wir selbst empfinden eine eigenartige Mischung aus Neid und Arglist. Irgendwo beschleichen uns zwiespältige Gefühle. Diese Ambivalenz kann nur dann etwas von ihrer Beunruhigung verlieren, wenn wir ein wenig ihre Ursachen beleuchten..."

Zum Artikel: "Die fehlende Mitfreude"

15.05.2010

"Ist der DLV-Marathontiefpunkt nun schon erreicht?"

Deutsche Meister 38 + 41 Jahre alt

Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz

"Das Straßenlaufnachwuchskonzept wurde vom DLV vor 10 Jahren eliminiert

Gerade als in Berlin die Weltrekorde der Männer und Frauen über 25 km durch die Kenianer Sammy Kosgei und Mary Keitany pulverisiert wurden, liefen in Mainz der 38-jährige Dennis Pyka in 2:20:09 und die 41-jährige Bernadette Pichlmaier in 2:40:58 als Deutsche Marathonmeister über die Ziellinie und aus Prag kam die Nachricht, dass sich auch die Erfurterin Melanie Schulz, seit Jahren im DLV-Bundespolizeikader, mit ihrer Leistung von 2:44:41 in den Leistungsbereich der Freizeitläufer eingereiht hatte.

Zum TV–Kommentar von Herbert Steffny, der Dennis Pyka im Ziel zusätzlich mit den Titel „Bester Freizeitläufer“ ehrte und hinzufügte, „der gute Pyka hat getan was er konnte, für die Marathonmisere der Männer aber kann er nichts“, kann man in der Tat hinzufügen, dass sich auch Bernadette Pichlmaier bei der Deutschen Marathonmeisterschaft der Freizeitläufer wiederum gut geschlagen hat und sich zum zweiten Mal die Krone holte. Dem kann man nur noch einen Glückwunsch anfügen.

„Wenn man gewinnt, waren keine Besseren am Start“, 

sagt ein altes Sprichwort aus Sportlerkreisen. Allerdings kann man schon ins grübeln kommen, wenn in der Ergebnisliste unter den ersten 20 sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen die 60er- und 70er–Jahrgänge dominieren und nur vereinzelt sich 80er dazwischengeschmuggelt haben!.."

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14.05.2010

"KR"

Wir leben in einer Welt der Abkürzungen, auch in unserem Sport. "SB" ist ja mittlerweile jedem bekannt, der diese Seite besucht hat. Heinz Jandik, der Seniorenbeauftragte der TSV-Leichtathleten, ist gemeint.

Bei "KR" muss man schon ein wenig überlegen. Was könnte es sein? Kraut und Rüben, Kontrollrat, kann's richten oder doch komplett ratlos?

Nun, es muss natürlich ein Begriff aus der Laufszene sein. Kreisrekord würde nahe liegen, ist aber in diesem Fall nicht gemeint.

"KR" = K...reiz befällt 99% der Läufer, wenn der Wettkampf bevorsteht. Manche kriegen ihn schon nur beim Durchblättern der Meldelisten. Ein erfahrener Läufer weiß, nur vollständig erleichtert lässt sich unbeschwert laufen. Wer vorher nicht k.. kann, kann den Wettkampf vergessen. Ich kenne einen Läufer, der hat den Sieg beim Twisteseelauf vergeigt, weil er wenige 100 Meter vorm Ziel in die Büsche musste.

Wer also vorm Wettkampf vom KR befallen ist, kann auf ein gutes Rennen hoffen. Der KR kann aber noch viel mehr leisten. Unter Verstopfung Leidende sollten sich schleunigst für einen Wettkampf melden, dann kommen mit ziemlicher Sicherheit alle Sünden raus. "Schiss" ist dann gewiss - sozusagen.

Die Ausmaße eine Seuche nimmt unter Läufern und Läuferinnen der sogenannte "PR" an. Beide können ein Lied vom P...Reiz vorm Wettkampf singen. Das ist auch ein Grund, weshalb immer mehr Städtemarathons angeboten werden. Städteplaner sollen nach wochenlanger Trockenheit in den Innenstädten beobachtet haben, dass nach einer Baumbewässerung durch die Marathonis das Grün innerhalb weniger Stunden wieder zu sprießen beginnt. Das spart das kostbare Trinkwasser.

Zugegeben haben es die Männer leichter. Die letzten Tropfen hat man(n) schnell mal an den Baum geschüttelt. Frau dagegen ziert sich, muss sich in aller Regel weiter hinten im Unterholz eines Parks verkrümeln. Wer will schon auf ein ekliges Dixi-Klo.

PS: Auch SB leidet stark unter KR und PR vor einem Wettkampf, ebenso wie der Schreiber schon beim Verfassen dieser Zeilen. Der hatte vor einiger Zeit einen MDV*, da kam der BR von vorne oben noch dazu. 

Da breche ich doch jetzt lieber mal ab. Ich muss mal. In diesem Sinne: Lasst es laufen an diesem WKWE (Wettkampfwochenende)!

*MDV: Magen-Darm-Virus

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Revolution - Rechtskurve

Kürzlich traf ich den oben zitierten SB. Ich mutmaßte, dass ich keine Bahnwettkämpfe mehr machen kann, weil durch die vorgeschriebene Linkskurve der Druck auf das geschundene Knie zu groß werden würde. "Du darfst rechtsrum laufen", meinte er. 

Da kam uns die zündende, beinahe revolutionäre Idee. Um den Kniekranken eine Chance zu geben, werden zukünftig Bahn-Wettkämpfe rechts herum angeboten. Z.B. wird in geraden Jahren linksrum, in ungeraden Jahren rechts herum gelaufen. Jahrhunderte alte Traditionen werden damit über Bord geworfen.

Ständig sucht man nach neuen Konzepten, um unsere Sportart wieder attraktiver zu machen. Im Biathlon oder Skilanglauf wird es uns vorgemacht. Deshalb hier der Vorschlag, auch Staffelwettbewerbe in der Leichtathletik ab 4x400-Meter neu zu konzipierten. Über die kürzeren Distanzen macht es wegen des Durcheinanders keinen Sinn. 

Also: Kniegesunder läuft normal die Linkskurve, der Kniekranke läuft nach dem Wechsel die Rechtskurve. Das erleichtert im Übrigen die Übergabe des Staffelstabes um ein Vielfaches, weil die Läufer beim Wechsel Sichtkontakt haben. Pendelstaffeln werden häufig in der Halle praktiziert, warum nicht auf der Bahn? Ein Versuch ist es wert. Ein genaues Konzept müsste noch erarbeitet werden. Vorschläge erwünscht.

07.05.2010

Ernst van Aaken zum Gedenken

von Werner Sonntag im Mai 2010

Am 16. Mai 2010 jährt sich der Geburtstag Ernst van Aakens zum hundertsten Mal. Für viele aus der heutigen Laufbewegung ist es nur noch ein Name aus der Geschichte des Laufens. Wie haben seine Zeitgenossen ihn erlebt? Bei der Durchsicht von Texten ist mir der Gedenkartikel in die Hände gefallen, den ich nach seinem Tode in der "Condition" (3/1984) veröffentlicht habe. Er scheint mir für ein Porträt, das Emotionen nicht ausspart, brauchbar zu sein (geringfügige Kürzungen zeitbedingter Passagen sind gekennzeichnet).

Wenige Monate vor seinem vielleicht größten Triumph, dem olympischen Marathon der Frauen, ist Ernst van Aaken gestorben. Die Laufbewegung der Welt hat einen ihrer bedeutendsten Pioniere, ihren philosophisch-sportmedizinischen Mentor und Anreger, einen ihrer unermüdlichen Kämpfer verloren...

Wer läuft, sollte die Geschichte des Pioniers van Aaken unbedingt kennenlernen

06.05.2010

„Laufen, aber härter“ 

"Stiehlt der Breitensport der Spitze die Show - Zur Verantwortung für grenzwertige Belastungen von Unvorbereiteten -  Sicher sind da auch immer welche dabei, die sich verdienen einmal in ihrer Kreiszeitung zu stehen oder einfach nur Spaß an ihrer oft schlecht vorbereiteten Quälerei haben und sich nicht bewusst sind welche gesundheitlichen Schäden sie nicht nur im fortgeschrittenen Alter davontragen können..."

Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz

"Neue Herausforderung: „Laufen, aber härter!“ Am 19. September heißt es im „indeland“, dem größten Tagebaugebiet Europas mitten zwischen Köln und Aachen, „Laufen, aber härter!“.

Mit diesem Slogan sollen einige Tausend Extremsportler und hartgesottene Langstreckenläufer zu einer neuen Sportveranstaltung gelockt werden, in dessen Gebiet die größten Braunkohlebagger der Welt täglich Hunderttausende Tonnen von Erdmassen bewegen..."

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04.05.2010

Bürohengste gegen Handwerker - so lange der Atem reicht

Ich habe sie immer bewundert, die Handwerker, die den ganzen Tag an der Maschine standen, auf dem Bau Steine schleppten, in der Landwirtschaft hart anpacken mussten. Trotzdem waren sie uns "Bürohengsten" in Wettkämpfen das ein oder andere Mal überlegen, obwohl sie manchmal direkt von der Baustelle kamen, während wir bei unserer sitzenden Tätigkeit mental und in aller körperlichen Ruhe schon tagsüber Einstellung zum Wettkampf finden konnten.

Von den heutigen Profiläufern mal abgesehen gab es schon in der Antike und im Mittelalter einen eigenen Berufsstand, den Botenläufer, der sein Brot mit Laufen verdiente. Dr. Karl Lennartz, Sporthistoriker, wurde in einem ARTE-Interview gefragt: "In der Antike gab es einige sogenannte „Tagesläufer“, die Nachrichten zu Fuß von Ort zu Ort trugen. Das war manchmal üblich, manchmal liefen sie oft noch viel weiter und länger als 42 km. Waren diese antiken Läufer körperlich viel fitter als heute ein Marathonläufer?"

Antwort: "Wenn man die griechische Landschaft kennt, die Geografie, dann weiß man, was eine Kammerlandschaft ist: flache Ebenen, dann kommen Gebirge, dann kommen wieder flache Ebenen. Wenn man Nachrichten überträgt, kann es mit dem Schiff lange dauern und mit dem Pferd geht das auch kaum. Deshalb sind diese Botenläufer geeignet. Das war ein Berufsstand, so wie auch im Mittelalter oder in der frühen Neuzeit, da kommt übrigens auch der Familiename „Läufer“ her, die Boschafter, die die Post weitertrugen. Diese Läufer waren fit, das war deren Beruf. Früher war es auch so, dass Olympiasieger, die den langen Lauf gewonnen haben, am gleichen Tag manchmal noch 100 km nach Hause gelaufen sind, um den Sieg zu verkünden. Damalige Läufer waren natürlich fitter als die normale Bevölkerung in Griechenland. Dass sie fitter als heutige Läufer waren, würde ich nicht sagen. Denn wir kennen die heutigen Marathonläufer und deren Zeiten, wir kennen auch den Ultramarathon – 100 km und mehr. Die heutigen Läufer sind sicherlich schneller als damals, weil die Trainingsmethoden andere sind."

Quelle: So lange der Atem reicht

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"Mit graziösen Handküssen"

"...Diese ausgeklügelte Methode des ständigen Trainings fehlt, nach Ansicht der Amerikaner, den deutschen Läufern. Dazu kommt, dass die Deutschen Berufe haben, bei denen es nicht immer leicht ist, Zeit fürs Training herauszuschinden..."

Lesenswerter Spiegelartikel aus dem Jahre 1951 über deutsche und amerikanische Mittelstreckler

03.05.2010

Bilderrätsel

Wer meine Geschichte der letzten Monate kennt, dem musste es dämmern. Mein Penis, wie der SB H. J. am Telefon vermutete, ist es nicht. Ich bin ja schon manchmal crazy drauf, aber so dolle nun doch nicht. So lagen die Tipps im Gästebuch schließlich auch richtig. Es handelt sich um eine Aufnahme während meiner Knie-OP. Sicher hätten es aber auch seltsame Gebilde einer Tropfsteinhöhle sein können.

Kurzum: So eklig sieht also mein Knorpel- und Meniskusschaden von innen aus. Ganz so schlimm ist es dann aber doch nicht. Die losen Teile, die abgefräst und abgemeißelt wurden und danach scheinbar schwerelos im Knie 'rumschwammen, wurden später abgesaugt.

Zum Stand der Dinge: Ich habe interessante Knieübungen im Internet entdeckt, die mir ein wenig mehr Festigkeit im Gelenk vermitteln. So bin ich tatsächlich seit zwei Wochen in der Lage, bergauf normal und halbwegs rund zu laufen, bergab ähnelt das Ganze eher noch einer 8 im Fahrradreifen.

Nach einem "Läufchen" bleibt dann wegen Spannungsgefühlen wieder nur das Rad. Rad fahren geht aber nun immerhin wieder schmerzfrei, das sah Ostern noch ganz anders aus. Insgesamt liegt also noch ein weiter Weg zur Normalität und Kniestabilität vor mir, wobei ich Normalität mit Laufen ohne Schmerzen und nicht mit Wettkämpfen gedanklich in Verbindung bringe.

02.05.2010

Bilderätsel

Was ist das?

Antwort folgt morgen. Wer schon eine Vorstellung hat, kann ja im Gästebuch einen Tipp abgeben.

26.04.2010

WLZ Sportlerehrung

"Es ist schon gute Tradition: Im Frühjahr, wenn‘s draußen freundlich wird, ehren WLZ-FZ die Sportler des Jahres. Die Kulisse für die Übergabe der Pokale, für Gespräche und gutes Essen bot am Freitagabend das Nationalparkzentrum Herzhausen..."

mehr mit Bildern und Video

20.04.2010

Was hattet ihr was wir nicht haben?

Hochmoderne Sportanlangen, Kunststoffbahnen, Stoppuhr am Handgelenk, Super-Elektrolyt-Getränke, Powerbar-Riegel, Herzfrequenzmesser, Laktatmessung, GPS, Trainingsauswertung am PC, Laufschuhe mit Gel, Schuhe mit Airkissen, Schuhe mit, mit, mit,...Motioncontrol, Multifunktionshemd, Hightech-Socken, neuerdings auch noch Kompressionsstrümpfe und und und.

All diese Dinge hatten die Jungs vor 30 Jahren nicht, und - 
waren um Minuten über 10 Km schneller. Also muss da heute irgendwas quer laufen.

Was hatten die Läufer früher, was die heutigen nicht haben? Verklebte schweißnasse Baumwoll-T-Shirts, eher Treter denn Schuhe, tiefe morastige Aschenbahnen, einfaches Leitungswasser, einen Rammel Wurst,... Mehr Talent vielleicht? Mit Sicherheit nicht. Einen eisernen Willen, Ehrgeiz, Biss, Trainingsfleiß schon eher. 

Vor allem aber hatten sie keine Ablenkung durch den ganzen modernen Schnickschnack, konnten sich einfach nur auf das Laufen konzentrieren. Und sie hatten Instinkt und waren noch in der Lage, in und auf den Körper zu hören. Sie liefen tatsächlich noch selbst. 

Heute könnte man fast meinen, die Läufer werden laufen gelassen, aber erst wenn PC hochgefahren und Chip oder USB-Stick eingeschoben sind. Die Industrie lacht sich so ganz nebenbei angesichts der Milliardengewinne durch die heutigen "instinktlosen" Läufer eins ins Fäustchen.

Ok, ich übertreibe ein wenig, aber um zu veranschaulichen. Trotzdem: Ein Flippo Heinemann pflügte im Training die gute alte Aschenbahn täglich um, ein Karl-Heinz Pschera fing in Romika-Schuhen an, ein Hubertus Henning arbeite in 3 Schichten und hatte nebenbei noch Landwirtschaft, ein Udo Leithäuser imitierte mit einem Baumstamm im Waldecker Berg einen Hindernisparcours, um nur einige Beispiele zu nennen. Alle liefen sie Zeiten zwischen 29 und 31 Minuten über 10 Km, heute sind die Läufer in der Hauptklasse im Landkreis davon meilenweit entfernt.

17.04.2010

Knie-Op - oh weh

Fließband-Operationen - Masse macht Kasse

Es leben nach heutigen Schätzungen etwa 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Man kann nach Abzug von Erkrankungen, Verletzungen, Amputationen also davon ausgehen, dass mindestens zurzeit 10 Milliarden gesunde Knie auf dieser Welt ohne große Probleme die Menschen im Zusammenspiel von Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen ein Leben lang tragen.

In aller Regel funktionieren diese genialen Konstruktionen der Natur seit mehreren Millionen Jahren reibungslos. Es sei denn man verletzt sich, Bänder reißen, Knorpel verschleißen, Knochen brechen. Dann braucht man einen Chirurgen. Es wird allerdings oft zu vorschnell operiert, manchmal sogar auf Teufel komm raus. Masse macht Kasse. Dank der minimalinvasiven Chirurgie (Arthroskopie) ist eine Knie-Op leider heutzutage allzu leicht möglich. 

Mehr und mehr setzt sich aber auch in anerkannten medizinischen Kreisen die Erkenntnis durch, dass 80 % aller Knieoperationen überflüssig sind. In Amerika erzielte man sogar mit Pseudo-Operationen die gleichen Erfolge. Man spielte den Verletzten bei der Arthroskopie einfach Video-Filme von anderen Op's vor. Zum Schein wurden die Knie angeritzt, damit die Patienten an eine OP glaubten.

Die Thesen des bisher von manchen als Guru in eine Ecke gestellten Arztes und Begründers der Medizin nach der Biokinematik, Walter Packi, bewahrheiten sich immer mehr. Packi: "Kniepatienten sollten sich überlegen, was der Mensch eigentlich die letzten 2 Millionen Jahre mit seinen Kniegelenken angestellt hat, bevor die Möglichkeit bestand, fließbandartig Meniskusoperationen durchzuführen."

mehr von Packi: Knie, Kniegelenkschmerzen

oder: Meniskus und Meniskusoperation

17.04.2010

Plaketten und Socken für die Sportler

Sportlerehrung Landkreis: Wer soll das verstehen?

Es ist doch eigentlich ganz einfach: Wer einen Wettkampf gewinnt, bekommt die Goldmedaille. Der Zweite nimmt Silber in Empfang, der Dritte muss sich mit Bronze begnügen. 

Nicht so bei der Sportlerehrung des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Mir hat mal jemand den seltsamen Modus erklärt. Ich hab ihn wieder verdrängt, weil ich mir keine Mühe geben will, ihn zu verstehen. 

Aktuell wird ein 1. Platz bei der Ederseemeisterschaft im Segeln mit Silber dekoriert, der deutsche Meister Nils Milde dagegen muss sich aber mit der Bronzeplakette begnügen, obwohl er doch Gold hätte bekommen müssen. Oder nicht?

 Auch Wilhelm Hofmann als deutscher Vizemeister erhält "nur" die Sportplakette in Bronze (muss die nicht Silberglanz nach den Richtlinien haben?), während die Hessenmeisterin im Kugelstoßen wiederum mit der Goldplakette geehrt wird.  

Aus Sicht der Korbacher Leichtathletik muss man konstatieren, dass leider nur wieder die Senioren die Kastanien aus dem Feuer geholt haben. Neben den beiden Genannten erhielt Tatjana Schilling Gold für ihre Vize-Weltmeisterschaften. Von der Korbacher Jugend erfüllte keiner die seltsamen Kriterien der Kreisverwaltung.

Wer das alles verstehen will, muss sich mit den Richtlinien aus dem Jahre 1993 auseinandersetzen: Richtlinien des Landkreises Waldeck-Frankenberg für die Verleihung der Sportplakette vom 1. Januar 1993

HNA-Bericht

06.04.2010

"Das neue Nasenpflaster"

"Großmutters Wäscheschrank, dem Krankenhaus und der Economy Class bei Langstreckenflügen. Jetzt tauchen Kompressionsstrümpfe, aber auch Quetsch-Hosen und -Shirts immer häufiger bei Leichtathleten, Radfahrern und Fußballern auf..."

mehr

oder: Vergeblich gequetscht

02.04.2010

Hoffmann kein Aprilscherz

Kein Aprilscherz ist dagegen, dass die Pressearbeit für den Leichathletikkreis Waldeck ab sofort vom Frankenberger Werner Hoffmann aus dem Südkreis übernommen wird. Da Hoffmann ohnehin seit Jahren Presseberichte als freier Mitarbeiter für die kommunalen Zeitungen schreibt, hat man geschickt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 

Wendt lobt Hoffmann wegen seiner hervorragenden Berichterstattung über den grünen Klee, sicher auch ein wenig aus Eigennutz in der Hoffnung auf positive Presseberichte für den Nordkreis. Unerwähnt bleibt, dass Hoffmann in der Vergangenheit in Läuferkreisen auch gelegentlich in der Kritik stand, auch auf dieser Seite, ob berechtigt oder nicht. Jedenfalls änderte sich das Erscheinungsbild der Berichte danach deutlich in eine positive Richtung. Dies wurde den Zeitungen und auch Werner Hoffmann gegenüber zum Ausdruck gebracht.

Unerwähnt blieb auch, dass der bisherige Pressewart, Alexander Mertens vom TSV Twiste, nach einer kurzen Stippvisite zurückgetreten ist. Offenbar stand der Vorstand wegen mangelndem Informationsfluss in der Kritik. Defizite in der Kommunikation und Zusammenarbeit ließen Alexander Mertens wohl keine andere Wahl, er trat zurück, bevor seine Arbeit als Pressewart so richtig begann.

01.04.2010

Werner Hoffmann übernimmt Pressearbeit im LA-Kreis Waldeck

Die Pressearbeit für den Leichathletikkreis Waldeck wird ab sofort vom Frankenberger Werner Hoffmann übernommen. Wie der Vorstand des LA-Kreis Waldeck auf seiner Homepage mitteilt, wird Werner Hoffmann auf der nächsten Vorstandssitzung offiziell zum Pressewart des Kreises Waldeck berufen. Peter Wendt: "Ich wünsche Werner bei seiner Arbeit für den Kreis Waldeck viel Erfolg, seine hervorragende Berichterstattung ist uns ja hinreichend bekannt."

24.03.2010

"Start in den Frühling"

Treffpunkt: Sonntag, 10.00 Uhr Lengefeld - bei der Gärtnerei 

Karl-Heinz Pschera lädt ein: "Sonntag wollen wir mal wieder im Wipperberg  - schneefrei und auf Waldwegen - rumtraben. Jeden Mitläufer erwartet ein kleines Geschenk."

19.03.2010

Die Lauflegende vom Twistesee ist/war verletzt

Die lebende Lauflegende vom Twistesee, Heinrich Kuhaupt, hat sich Rippen gebrochen. Eine Rippe reichte ihm nicht, er nahm gleich das Dreierpack, die waren gerade im Angebot. Es geht ihm aber schon wieder besser, wie er schreibt. 


Heinrich Kuhaupt

Seine schönen Zeilen möchte ich den Lesern nicht vorenthalten: "Hallo Uli, Dein Dank an die Besucher Deiner HP ist nicht angebracht. Die 200.000 Besucher müssen sich bei Dir bedanken. Deine Seite ist doch für alle eine kostenlose "Läuferzeitung"! Mal sehen was es Neues gibt! Der Fernseher wird ausgeschaltet. Der Uli wird angeklickt. 365 im Jahr kommen von mir im Jahr. Herzlichen Dank dafür!!

Zu Deiner persönlichen Aufmunterung: 4 Wochen konnte ich wegen 3 gebrochener Rippen nicht laufen. Heute habe ich wieder die "ersten Intervalle" geübt. "Laufen kann so schön sein!" Nach gewisser Zeit des "Nichtkönnens" sind schon Anfänge wie ein Wunder. So wirst Du das auch bald wieder erleben."

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Eine weitere Legende wäre im Mai 100 Jahre alt geworden

Laufdoktor Ernst van Aaken - der Pionier des Laufsportes

Manfred Steffny: "Am 16. Mai 2010 würde Dr. med. Ernst van Aaken, dessen bekanntester Buchtitel „Programmiert für 100 Lebensjahre“ ist, 100 Jahre alt. Er selbst hat dies nicht erlebt, ist an den Spätfolgen eines schrecklichen Autounfalls, bei dem er beide Beine verlor, am 2. April 1984 gestorben. Der OSC Waldniel, sein kleiner Verein am Niederrhein, den er gegründet hat und mit dem er als Vorsitzender und Trainer 15 Deutsche Meisterschaften errang, feiert ihn am 19. und 20. März in Schwalmtal- Waldniel anlässlich seines 10-km-Laufs.

Ein Grund, das Trainingssystem von van Aaken, das damals bahnbrechend war, wieder einmal vorzustellen. An anderer Stelle in diesem Heft erklärt Prof. Wildor Hollmann im Interview mit SPIRIDON, dass van Aakens Vorhersagen eingetroffen sind. Unser Mitarbeiter Prof. Alexander Weber sagte noch dieser Tage, seit den 1980er Jahren sei im Lauftraining nichts Neues gekommen. Das Training ist zwar technisiert worden, doch Naturläufer beherrschen die Laufbahnen und die Straße im Mittel- und Langstreckenlauf.

Kleine, schlanke Mädchen würden eines Tages Marathon unter 2:20 h laufen, meinte van Aaken, als der Frauenweltrekord durch Christa Vahlensieck bei 2:40:15 h stand. Er ließ alte Menschen 10 km und Marathon laufen, als die Männer mit 30 Jahren ihre Karriere beendeten und es für unter ihrer Würde hielten, langsam zu laufen.

Er ließ auch Grundschüler erfolgreich lange Strecken laufen und entzündete damit Diskussionen, die bis heute andauern ebenso wie seine Forderung, man solle dem Krebs davonlaufen. Das ganze Geheimnis mündete in den Ausspruch, man solle stets so laufen, dass man sich dabei unterhalten kann. Das war das aerobe Laufen, das im scharfen Gegensatz zum bis in die 70er Jahre propagierten scharfen Intervall- und Tempolauftraining stand..."

RP-online: "Viele werden Dr. Ernst van Aaken kaum noch kennen. In der amerikanischen Zeitschrift "Marathon and Beyond" übersetzte Wiepke van Aaken, eine Enkelin des "Laufdoktors", einen Artikel von Richard Englehart, der nach umfassender Recherche über Dr. van Aaken und seine Arbeit als Trainer und Pionier des Ausdauersportes, feststellte: "Vielleicht ist es unvermeidbar, dass der Trainer und seine Ideen in der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit etwas verblassen. In den 1970-igern kannten so gut wie alle Langläufer van Aaken oder waren zumindest mit seiner Methode vertraut. Aber er ist nahezu unbekannt unter heutigen Läufern", heißt es da."

mehr:

Manfred Steffny erinnert an van Aakens Lauftraining

Homepage der Familie van Aaken

Porträt auf Wikipedia

rp-online: Erinnerung an den Laufdoktor

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"Nur einen Weg und zwei Beine"

100 Jahre Dr.-Ernst-van-Aaken-Gedächtnislauf heißt es beim Straßenlauf des OSC Waldniel am Samstag, 20. März.

"Van Aakens ehemaliger Schüler Manfred Steffny hält nach dem offiziellen Empfang durch Bürgermeister Reinhold Schulz zu Ehren des Schwalmtaler Ehrenbürgers einen Vortrag: „Zum Laufen braucht man nur einen Weg und zwei Beine“.

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18.03.2010

Finnenbahn aktuell

Die Aktualität zwingt mich, den PC noch mal anzuschmeißen. Im Vorbeiwalken stellte ich vorhin fest, dass sämtliche Ergebnistafeln abgebaut wurden. Den Grund kenne ich nicht. 

Wird damit das Ende des Finnenbahnlaufs bereits jetzt eingeleitet? Jedenfalls ist die Nachricht von heute Nachmittag (s.u.) schon wieder überholt.

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Finnenbahnlauf - Fortsetzung ungewiss

Die Ergebnistafeln an der Korbacher Finnenbahn wurden vor ein paar Wochen auf den neuesten Stand gebracht. Alle Stadtmeister und Bestzeiten der letzten 10 Jahre sind aufgeführt. Ob es die letzte Aktualisierung ist, bleibt abzuwarten. 

Organisator Manfred Hamel ist zurückgetreten, muss aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten. Inwieweit es eine Fortsetzung des in Deutschland einmaligen Laufes (Anm.: Die Sieger werden nach Umrechnung mit dem Altersklassenfaktoren ermittelt) gibt, steht in den Sternen.

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200.000er Grenze ist geknackt

Was ich im Geburtsjahr 2001 dieser Homepage nicht für möglich hielt, ist wahr geworden. Über 200.000 mal wurde diese Seite angeklickt. Vielen Dank allen Besuchern. Dank auch an die externen Schreiber und Dichter, die nach meinem Schreibcomeback mein Angebot annahmen und selbst den Gedanken freien Lauf ließen. Die Qualität der Beiträge ist enorm hoch, weiter so.

Das A und O eines Läufers ist jedoch das Laufen selbst. Da sieht es bei mir nach einem kurzen Lichtblick weniger erfreulich aus. Diese Woche ist wieder nur Humpeln angesagt. Gut, dass man das auf dem Rad nicht sieht. Immerhin ist Rad fahren ohne Schmerzen möglich, das hält mich wenigstens halbwegs fit.

16.03.2010

Geld regiert die Läuferwelt

Wer kann sich unseren Sport noch leisten?, ist eine berechtigte Frage in der heutigen Zeit.

Laufschuhe werden mittlerweile für weit über 200,- Euro auf den Markt geworfen. Für eine komplette Sommer/Winter-Ausstattung mit Hightech-Funktionswäsche, Stoppuhr, Spikes, und und und, ist man schnell 1000,- Euro und mehr los. Enorme Kosten für Startgebühren, Anfahrt, ggf. Übernachtung,.. fallen zusätzlich an. 

Erst kürzlich beschloss der Korbacher TSV eine Erhöhung der im Vergleich ohnehin schon hohen Beiträge, weil die Einnahmen die Kosten nicht mehr deckten. Betreuungsgelder der Abteilungen kommen hinzu. Immerhin fließt ausgleichend ein Teil zurück an erfolgreiche Teilnehmer bei Meisterschaften.

Der Gründer des Kinderhilfswerks "Die Arche", Bernd Siggelkow, sagte in einem Interview: "Das ist ja ein großes Problem, das alles heute mit Geld zusammenhängt. Kinder aus Hartz-IV-Familien haben keine Chance in einen Sportverein zu gehen, die Sportvereine kosten Geld, das können sich diese Familien letztlich nicht mehr leisten."

Korbachs Topläufer Nils Milde hätte seine überragenden Fähigkeiten bei der Hallen-WM kürzlich in Kanada mit 2x Gold niemals unter Beweis stellen können, wenn er nicht durch einen tiefen Griff in die eigene Tasche das nötige Kleingeld gehabt hätte, um die hohen Gesamtkosten für Flug,... decken zu können. Unsere WM-Zweite von Finnland, Tatjana Schilling, stöhnte nach dem kostenspieligen WM-Trip: "Ich bin auf der Suche nach Sponsoren."

Auf den Spitzensport bezogen sagt Dieter Baumann zur Misere in der deutschen Laufszene: "Ich denke auch an eine finanzielle Unterstützung. Athleten wie Arne Gabius erhalten vom DLV für Trainingslager 400,- Euro im Jahr. Das ist ein Witz! Das ist keine Förderung eines Athleten, der sicherlich zu den besseren gehört. Der DLV braucht sich nicht zu wundern, wenn wir uns in verschiedenen Disziplinen nicht weiter entwickeln."

Wundert sich da überhaupt noch jemand, dass Talente in die Sportarten abwandern, wo die Dollars winken? Selbst ein mittelklassiger Bundesligaprofi geht (läuft) als Millionär nach Hause. Noch extremer: Michael Schumacher braucht mit seinem Auto nur im Kreis zu fahren und kriegt dafür Aber-Millionen.

Um die Kurve wieder zum Laufen zu kriegen: "Obwohl die Zahl der Hobby-Läufer immer noch steigt, kann man heute froh sein, als Volkslaufveranstalter keinen Verlust gemacht zu haben." In seinem Artikel der Sport-ARD sagt Olaf Jansen weiter: "Noch vor rund 10 Jahren konnten Veranstalter mit gut organisierten Volksläufen viel Geld verdienen. Ständig wachsende Konkurrenz und stagnierende Teilnehmerzahlen haben das Geschäft einbrechen lassen. Die Teilnehmerzahlen sind durch die Bank rückläufig." 

Kurzum: Wer Geld nicht hat, hat keine Chance. Das ist nicht neu. Ist dein Talent auch riesengroß, wenn du den Erfolg willst, musst du selbst auf Amateurniveau erst mal viel Geld mitbringen. Geld regiert eben auch die Läuferwelt.

14.03.2010

Vieles fängt mit "Über" an

Überehrgeiz, Übertreiben, Übertraining, Überfordern, aber auch Überholen

von Bärbel Kiel

Hallo Uli, es haben dir schon eine ganze Menge Leute gesagt, dass und wie gut sie es finden, dass du dich dazu entschlossen hast, deine Homepage weiter zu betreiben. Dem schließe ich mich an. Ich freue mich darüber. 

Seit deinem Bericht "Wie ticken sie, die überehrgeizigen Senioren?" vom 9.3.2010 juckt es mir in den Fingern zu antworten. Und auch das Interview mit Nils Milde in der WLZ vom 13.03.2010 nehme ich als Anlass, denn dort lautete die erste Frage, was er über ehrgeizige Seniorensportler denke. 

Ich gebe dir vollkommen Recht in dem, was du sagst über Überehrgeiz in Bezug auf Verletzungen. Da können wir uns alle, die Wettkämpfe bestreiten oder bestritten haben, nicht von freisprechen. Die Muße zur Pause zur richtigen Zeit haben die Wenigsten. Oft muss oder musste erst eine ernsthafte Verletzung die Pause erzwingen. 

Alle Seniorensportler aber kennen das, irgendwo zwickt es doch immer. Und wenn man bei jedem Zipperlein pausieren würde, wäre manche Saison schnell vorbei. Umso wichtiger ist es, seinen Körper genau zu kennen und in sich rein zu horchen. 

Manchmal muss man aber auch erkennen, dass alles seine Zeit hat und Wettkämpfe doch nicht alles sind. Und dann ist man schnell weg vom Geschehen. Denn auch "im Alter" muss der Kopf frei sein, will man hartes und notwendiges Training absolvieren. 

Trotzdem ist es mir ein Bedürfnis klar zu sagen, Ehrgeiz ist wichtig, Überehrgeiz allerdings fehl am Platz. Aber das gilt bitte schön nicht ausschließlich für Senioren, sondern auch für die Aktivenszene, sowie für unser Privatleben. Genauso schlimm sind für mich überehrgeizige Eltern, die ihre noch so jungen Sprösslinge durch Wettkämpfe jeglicher Art treiben, anstatt sie Spaß an der Bewegung haben zu lassen. Und ich möchte festhalten, dass Einzelsportler nur für sich selbst verantwortlich sind. Überehrgeiz im Mannschaftssport kann dagegen für Mit- und Gegenspieler gefährlich werden. Ich denke da z.B. an manches Frustfoul im Altherrenfußball, wenn der Spieler erkennt, dass der Gegner entgegen früherer Jahre schneller am Ball ist. 

Senioren sollten dennoch nicht vergessen, dass der Sport nur Hobby ist, wenn auch intensiv betrieben. Beruf, Familie, Haus und Garten wollen auch beachtet werden. Dies erkannt und mit gesundem Ehrgeiz umgesetzt, macht manche Seniorenleistung umso wertvoller. 

So ähnlich hat auch Nils Milde auf die Frage in der WLZ nach ehrgeizigen Seniorensportlern geantwortet. Auch sei er nicht verbissen, selbst wenn sein Gesicht auf der Zielgeraden etwas anderes ausdrücke. Aber Zielgeradenfotos zeigen selten entspannte Züge und wurden ja hier auf der Seite schon mehrfach als "Beißer-Fotos" veröffentlicht. 

Manchmal wünsch ich mir auch für jugendliche Sportler ein bisschen von dem Ehrgeiz der Senioren, denn im Sport kann man nicht nur vom Talent leben. Sport, als Wettkampfsport betrieben, lebt nun mal von Ehrgeiz und Trainingsfleiß. Die Zeit dafür ist gut investiert. Man wird mit Spaß und Freundschaften belohnt. Überehrgeiz aber hat dort nichts verloren. Wie vieles, das mit "Über" anfängt. Wie auch Übertreiben, Übertraining, Überfordern usw. Belassen wir Leichtathleten es beim "Überholen" bzw. überhaupt beim Sport.

09.03.2010

Wie ticken sie, die überehrgeizigen Senioren?

Im WLZ-Interview vom 31.12.2001 wurden die Sportredakteure vorgestellt. "Wir über uns - damit auch sie wissen, wie wir ticken - höchstpersönlich", hieß die Artikelserie.

Manfred Niemeier wurde damals gefragt: Welche Sportart können sie nicht ausstehen?

Seine Antwort: Die überehrgeizigen Senioren in allen Disziplinen, die Erfolgen hinterherhecheln, die sie in ihrer aktiven Zeit nicht erreicht haben."

Damals gab es einen Aufschrei in der Szene. "Tickt der noch ganz richtig?", war der allgemeine Tenor. In den letzten Wochen und Monaten hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Der Satz Niemeiers ging mir immer wieder durch den Kopf, glaubte sogar, er hat Recht. Mal ehrlich, ein Fünkchen Wahrheit war und ist an der Aussage Niemeiers dran. Das bezieht sich nicht unbedingt auf die Erfolge, die hatten wir alle in der Jugend  mehr oder weniger, wenn auch in unterschiedlichen Sportarten.

Der Überehrgeiz ist das Thema. Keiner, auch mit noch so langer Lauferfahrung, ist davor geschützt, wenn es mal so richtig läuft, noch eins drauf zu setzen. Das ist dann aber oft der entscheidende Tick zu viel, obwohl der geschundene Körper dringend eine Pause bräuchte. Bekommt er die nicht, holt er sie sich in Form einer Verletzung. 

Der Erfolgswahn nimmt, gerade bei den Senioren, wirklich manchmal krankhafte Züge an. Ich schließe mich nicht aus, bin oft genug mit argen Beschwerden gestartet, um die Mannschaft nicht hängen zu lassen oder weil eine gute Zeit winkte. Das haben wir alle durch. Wird schon irgendwie gehen, dachte man oft genug. 

Doch werden dabei manchmal wichtige Körpersignale überhört. Heinrich Kuhaupt, die Laufikone vom Twistesee, gratulierte begeistert zu meinen Schreibcomeback. Und schrieb sinngemäß in Anspielung auf meine Knieverletzung: Du mit deinem großen Erfahrungsschatz weißt doch genau was zu tun ist. In der Theorie stimmt das. Aber in der Praxis habe auch ich in den letzten Jahren gelegentlich überzogen, durch Überehrgeiz Verletzungsanzeichen übergangen. Ja, es ist ein Vabanquespiel mit der Gesundheit. Oft genug verschwinden die Beschwerden ja auch wieder ohne Behandlung.

Überehrgeiz und oder zu große Ungeduld nach einer Verletzung, das sind große Schwächen fast aller Sportler. Aber noch etwas spielt eine entscheidende Rolle. Betrieb man Leistungssport seit den frühen Kindertagen, fordert der Körper eher seinen Tribut. Waren dann noch Ballsportarten dabei, sind Spätfolgen in den Gelenken fast vorprogrammiert.

Späteinsteiger kommen manchmal aber gerade deshalb im Seniorenlaufbereich groß raus, weil der Körper nicht diesen hohen Belastungen seit der Jugend ausgesetzt war. Manfred Steffny sagt in der neuen "Spiridon" sinngemäß: Auch ein ehemaliger Spitzenathlet wie Günter Mielke (Anm.: Olympiateilnehmer und Topläufer in den 1970er Jahren, verstarb vor einigen Wochen bei einem Trainingslauf) musste ab der M55 erkennen, dass er einem Walter Koch als typischem Seniorenläufer mit frischeren Beinen kaum noch Paroli bieten konnte.

Die biologische Uhr tickt und tickt. Ein überehrgeiziger Läufer kann sogar im Alter noch vernünftig werden. Manche eher, manche später. Manche allerdings nie. Auch wenn es Niemeier nicht ausstehen kann, wer will, soll den Erfolgen hinterherhecheln - bis ins hohe Alter. Aber bitte nicht überehrgeizig, da hat Niemeier wieder Recht.

06.03.2010

"Es würde eine große Lücke entstehen."

Ich will, ich will nicht, ich will, ich will nicht mehr... Gedanken in Sachen Homepage - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Vor allem kann ich nicht mehr ohne Schmerzen laufen, jedenfalls zurzeit nicht. Das hielt mich auch vom Schreiben ab. Aber nicht nur das. Viele Dinge spielten eine Rolle. Auch negative Erfahrungen aus den eigenen Reihen. Einige scheinen sogar besser über den Stand meiner Verletzung Bescheid zu wissen als ich selbst, obwohl sie nie mit mir geredet haben. Das soll keine Generalabrechnung werden, obwohl ich genug Futter dafür hätte. So weit so gut.

Das positive Echo aus aller Welt überwiegt. Regelmäßig erhalte ich Anfragen, meine Meinung und Erfahrung scheint gefragt. Ob in Sachen Altersklassenbewertung, Trainingsauffassung, Herz-Op, Knie,... Kürzlich wollte z.B. ein Vereinsboss aus Bad Grönenbach mein Statement, wie ich die Wertigkeit seiner jugendlichen 5000-Meter-Läufer sehe.

"Du hast dir einen Namen gemacht, wenn du deine Homepage einstellst, wird eine große Lücke entstehen. Im weiten Umkreis kann dir keiner das Wasser reichen." Kurzum: Diese Kernaussage derer, die mir nahe stehen, will ich zum Anlass nehmen, meine Seite fortzuführen.

Sie wird allerdings, zumindest vorläufig, ein anderes Gesicht bekommen. Hochaktuelles Vereinsgeschehen wird es schon allein deshalb nicht mehr geben, weil ich zurzeit aufgrund meiner Verletzung nicht mehr nah am Geschehen sein kann. Es werden eher allgemeine Berichte, Statements, Geschichten, Kommentare, Kolumnen, Hinweise, Tipps,... zu lesen sein. 

Ich werde mich auch nicht mehr unter Druck setzen lassen, schreibe wenn ich Zeit und Lust habe. Ebenso werde ich mit kritischen Kommentaren nach wie vor nicht hinter dem Berg halten. Es ist nämlich nicht immer alles Gold in der Laufszene was glänzt, auch wenn das nach abgedroschener Phrase klingt. Man sollte nicht alles nur aus der rosaroten Brille sehen, Dinge nicht schön reden, wo konstruktive Kritik angebracht wäre.

Auf der anderen Seite können persönliche Leistungen sehr viel wertvoller sein, als es der sture Blick auf Platzierung und Zeit vermuten lässt. Oberflächlich wird in aller Regel nur auf Statistik und Ergebnisliste geschielt, ohne sich mit den Hintergründen zu beschäftigen, wie und unter welchen Umständen eine Leistung zustande kam. 

Im Gegensatz dazu werden Leistungen hochgejubelt, obwohl man der einzige Starter in seiner Altersklasse war, oder sich die vermeintlich tolle Platzierung durch Trickserei erworben hat, indem man unterklassig gestartet ist. Beinahe krankhaftes Geltungsbedürfnis kann sogar soweit gehen, dass man nur noch läuft, um beim Bürgermeister an der Ehrung teilnehmen zu können. Dazu unten mehr.

Natürlich sollen die positiven Gedanken und Geschichten überwiegen. Mit dieser Vorgabe versuche ich ein Comeback wenigstens auf dem schreibenden Sektor. Ich könnte ein ganzes Buch schreiben über Dinge, dir mir in den letzten Wochen und Monaten wichtig erschienen und unausgesprochen blieben. Die klaffende Lücke hat keiner geschlossen, ich will versuchen da anzuknüpfen wo ich aufgehört habe.

Auch wenn ich nicht verhindern kann, dass auch solche ihren Nutzen aus meiner Homepage ziehen, die es einfach nicht verdient haben, so überwiegt die Freude, dass ich vielen Läufern in aller Welt wertvolle Tipps und Hilfestellungen mit dieser Seite an die Hand geben konnte und kann. Das war der ursprüngliche Aufhänger für "Uli Schalk online - Laufen", so soll es auch in Zukunft sein.

Ich habe in der Vergangenheit mit viel Herzblut diese Homepage entwickelt und betrieben, Tausende von Stunden saß ich am PC. Mehrere Bücher ließen sich mit den gesammelten Werken füllen. Wenn ich sehe, dass selbst in den letzten Wochen und Monaten, als ich nicht schrieb, die Homepage täglich weit über 100x angeklickt wurde, zeigt mir dieses Feedback, dass ich in der Vergangenheit nicht ganz falsch gelegen haben muss und meine Investitionen nicht umsonst waren.

Wie weit mich meine Gedanken in die Zukunft tragen, lasse ich offen. Nach wie vor ist jeder wie bisher herzlich willkommen, auch eigene Gedanken und Ideen zu verwirklichen und einzubringen. Wer mir Berichte von Laufevents oder andere Geschichten liefern möchte, dem biete ich hier wie gewohnt eine Plattform zur Veröffentlichung. Auch das Gästebuch steht weiter für Statements, Anfragen und Berichte zur Verfügung. In diesem Sinne auf ein Neues im neuen Look.


Stand: Montag, 27. August 2012