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Archiv 2009


Sprüche:

25.08.2009

 "Die Gene machen fünfzig Prozent aus"

Trainingswissenschaftler Joachim Mester im Gespräch über die Grenzbereiche von Leistungssportlern

"Weiße Jungs und Mädchen laufen nicht per se langsamer als schwarze?

Man könnte zwar den Eindruck haben, dass das doch so ist, weil in den Finals aller großen Meisterschaften fast nur dunkelhäutige Athleten am Start sind. Aber in Jamaika und Amerika hat der Sprint eine ganz andere Kultur als bei uns; da sprinten einfach sehr viel mehr Menschen als in Deutschland. Genauso ist es mit dem Langstreckenlauf in Kenia und Äthiopien. Bei uns spielen eben viel mehr junge Menschen Fußball.

Sie sehen mehr soziale Gründe?

Unter anderem; es geht aber offensichtlich auch in Deutschland. Wir können ja hier in unsere eigene Vergangenheit blicken, ins Jahr 1960. Da ist ein weißer Sprinter aus einer Bergarbeiterfamilie im Saarland 10,0 Sekunden gesprintet ...

Armin Hary.

Richtig, das war zwar mit einer Handstoppung, das heißt, man schlägt in der Regel 0,2 Sekunden gegenüber einer elektronischen Zeitnahme auf. Andererseits müssen wir ihm aber zugute halten, dass er auf Asche gelaufen ist, und das in Spikes, die sicher schlechter waren als die von heute. Auch die Startblöcke waren andere. Man muss ihm dafür etwa zwei Zehntel wieder abziehen, womit er nach heutigen Maßstäben bei 10,0 Sekunden oder vielleicht sogar etwas darunter steht..."

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16.08.2009

"Nie wieder Wettkampf?!"

Der nächste Wettkampf steht an. Das übliche Aufwärmprogramm. Die Anspannung steigt wie beim aller ersten Mal. Routine muss doch greifen. Weit gefehlt. Heinz Jandik in Lippstadt: "Das ist mein letzter Wettkampf. Ich kann das nicht mehr." Kaum ausgesprochen, geht er nach dem 1000er über 400 an den Start.

Wer kennt nicht diese schreckliche Startfiebergefühl vor dem Wettkampf - bei dem einen stärker, bei dem anderen schwächer ausgeprägt. Plötzlich gehen einem manchmal schon vor dem Start alle möglichen Ausreden durch den Kopf, wenn es mal nicht so laufen sollte und man womöglich noch aus dem Rennen aussteigt. Vor dem Wettkampf tut auf einmal alles weh, die Wade zerrt, der Bauch zwickt, die Schuhe drücken, was weiß ich noch alles. Hat der Wettkampf begonnen, ist alles aus heiterem Himmel wie weggeblasen, nichts schmerzt mehr!

Es ist wie Sucht. Nie wieder Wettkampf, denkt man im Vorfeld, wenn das Startfieber um sich greift. Aber schon kurze Zeit später steht man wieder an der Startlinie. So ist das, einmal Wettkämpfer, immer Wettkämpfer. Aus der Nummer kommt man nicht mehr raus.

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Mit Eurosport in der ersten Reihe

Bravo Eurosport, kann man nur sagen. Ein eingefleischter Leichtathletik-Fan sitzt bei Eurosport in der ersten Reihe. Live waren die Entscheidungen am Samstag Abend zu sehen, das 10000-Meter-Rennen in voller Länge. 

Und in der ARD? "Wir sind Ihnen noch einen Wettkampf schuldig", hieß es. Zu sehen waren dann die letzten 400 Meter. Da war der Lauf schon bald zwei Stunden vorbei. Schwach.

12.08.2009

"Schon vor Monaten hätten wir in der Redaktion drauf wetten können."

WM-Absage von Mikitenko: Wenn jemand die Hintergründe kennt, dann Manfred Steffny.

mehr: Respekt - Steffny vergleicht Mikitenko mit Münterfering

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Tatjana Schilling, mehrfache Vizeweltmeisterin, 

im Zeitungsinterview:

"Beeindruckend war für mich, ...das Miteinander der Athleten. Egal, wem man begegnete, egal, wie groß die Anspannung war, man bekam eigentlich fast immer ein Lächeln zurück. Die Athleten sind alle sehr aufgeschlossen. Sie suchen das Gespräch, und dieser Austausch an Erfahrungen war faszinierend."

Kommentar: Das ist eine wichtige Tatsache, die die Leichtathleten beispielsweise von den Fußballern entscheidet. Alle Ex-Fußballer, die in das Leichtathletiklager gewechselt sind, können das bestätigen. Bei den Leichtathleten wird man nie Anfeindungen von Gegnern erleben, es ist immer ein freundschaftliches Für- und Miteinander, auch unter Konkurrenten. "Heute gibt es auf die Knochen" (van Bommel lässt grüßen), wird man bei den Leichathleten nie hören. Auch das macht die Leichtathletik so faszinierend.

26.07.2009

"Vorne laufen die Bleistifte, hinten die Radiergummis"

Dieser Spruch von Manfred Steffny hat nichts von seiner Richtigkeit verloren. "Mann siehst du schlecht aus", wenn man das als Läufer hört, ist es ein gutes Zeichen, die Topform ist nicht mehr weit. Als Läufer fasst man es als Kompliment auf, wenn man hören muss, so wie ich heute, wie dünn man ist.

Meistens werden ja ohnehin nur die Dünnen direkt auf ihren Körper angesprochen. Bei den dicken Speckböcken traut man sich nicht so recht, die werden oft geschont. Aber gerade hier wäre es manchmal angebracht. Für den Körperbau kann man nichts, wohl aber für angefressene Pfunde. 

Unten starke Muskulatur, oben dünn wie Bohnenstange, so muss ein Mittelsstreckler aussehen. Ich bin guter Dinge, habe mir in den letzten Wochen durch hartes Training fast mein ideales Bestzeiten-Wettkampfgewicht wieder erarbeitet. Jetzt muss nur noch der passende Wettkampf her. Der August kann kommen. "Was bin ich froh, dass ich kein Dicker bin,..."

24.07.2009

"Die Vergangenheit wie eine Kugel am Bein"

"...Mit dem Fußball kann selbst die olympischste aller Sportarten ohnehin nicht mehr mithalten. Diskuswerfer Robert Harting wird Michael Ballack noch im Armdrücken besiegen, Ballack zieht jedoch Tausende ins Stadion, Harting vor allem seine Familie und Freunde.

Leichtathletik gehört eben nicht zu den sogenannten Biersportarten. Dafür ist sie wunderbar einfach – auf den ersten Blick, weil der Erste im Ziel gewonnen hat. Aber es passiert vieles gleichzeitig im Stadion, 47 Entscheidungen stehen an, die Sieger kommen aus aller Herren Länder. Hinzu kommt, dass die Vergangenheit, all die Heroen und Mythen der Leichtathletik in ihrer identitätsarmen Gegenwart wie eine schwere Kugel am Bein hängen...."

Gedanken vor der Leichtathletik-WM in Berlin von Friedhard Teuffel

Meinungssache: Gegen Fußball können wir Leichathleten nicht "anstinken"

Fußball war und ist in Deutschland die Nummer 1 aller Sportarten, dagegen können wir Leichtathleten nicht "anstinken". Welchen Stellenwert die "Biersportart", wie Teuffel schreibt, hat, sieht man auch wieder an den Sonderheften der lokalen Zeitungen, die dieser Tage kostenlos geliefert werden. Für mich nicht nachvollziehbar, dass man ein Heft in Buchstärke mit Berichten bis in die untersten Klassen in Umlauf bringen muss.

Ich selbst habe Fußball bis zu meiner Knieverletzung für mein Leben gern gespielt. Auch bin ich der Meinung, dass Fußball für Kinder und Jugendliche eine ideale Sportart ist, was die vielfältige körperliche Ausbildung und die soziale Komponente (Mannschaftsgeist) anbelangt.

Neben dem Fußball war ich aber schon immer von der Leichtathletik fasziniert. Als ich nach meiner Fußballerzeit in ein Marathontraining eingestiegen bin, lernte ich erstmals kennen, was wirklich hartes und tägliches Training bedeutet. Da kamen die Fußballer der unteren Klassen nie ran, erst recht nicht jene, die nur freitags ins Training kamen und den Rest der Woche lieber Bierkrüge stemmten.

So oder so, Fußball bleibt die Nummer 1 - auf allen Ebenen. Du musst gut gegen den Ball treten können, dann verdienst du Millionen, selbst wenn du nur nationale Klasse bist. In den unteren Klassen bekommst du immerhin ein Sonderheft.

Die Leichtathletik dagegen verliert mehr und mehr an Stellenwert, Talente wandern noch vor dem Übergang in die Hauptklasse ab. Gar ihren Lebensunterhalt davon bestreiten können ohnehin nur ein paar Begnadete dieser Zunft. Hoffen wir, dass unsere geliebte Sportart nach der WM wenigstens wieder einen kleinen Schub nach vorn bekommt.

Leichtathletik-WM

19.07.2009

Zitat der Woche

"Aussteigen ist wie eine ansteckende Krankheit"

Manfred Steffny, Herausgeber des Laufmagazins Spiridon: "Besser und sportlicher ist es, ein Rennen zu Ende zu bringen. Aussteigen ist wie eine ansteckende Krankheit. Wer die nicht eindämmt, wird immer wieder einen Grund finden, ein Rennen aufzustecken."

14.07.2009

Zitat:

„Es ist erwiesen, dass sich Athleten bei Seniorenmeisterschaften plötzlich verletzt abmeldeten, als die Kunde die Runde machte, dass Dopingkontrolleure kommen würden.“

Manfred Steffny im Interview zu seinem neuen Buch „Laufbahn am Limit“

Kommentar: Es ist ja schon lange bekannt, dass der Sport auch im Amateurbereich dopingverseucht ist. Sicher nicht im gleichen Ausmaß wie im Profibereich. Für die Einnahme unerlaubter Mittel fehlt mir grundsätzlich jedes Verständnis! Wer das aber im Amateurbereich macht, muss krank sein. Krankhafte Geltungssucht spielt da wohl eher eine Rolle als Profitgier. Es geht ja im Amateurbereich schließlich nicht um Existenzen. Betrüger sollten jedenfalls den Verstand einschalten und sich klar machen, dass sie nicht nur andere sondern auch sich selbst betrügen.

13.07.2009

Kreismeisterschaften im Staffellauf

Zeitungsberichte: M-50-Kreisrekord erneut nicht erwähnt

In den aktuellen Zeitungsberichten blieb der erneute Kreisrekord der M50-Staffel mit Jandik, Henning, Schalk über 3x1000-Meter wieder außen vor. Das ist bedauerlich, Kritik ging bereits an beide örtlichen Zeitungen. Die Redaktionen sollten langsam mal ein Auge drauf werfen, was ihre freien Mitarbeiter abliefern.

Die aktuellen Berichte kommen übrigens vom Twister Alexander Mertens. Er ist noch neu im Geschäft, da kann und sollte man ein Auge zudrücken. Alexander Mertens übernahm die Aufgabe von Erika Keller.

HNA-Bericht

04.07.2009

Heinz Jandik hat Lawine losgetreten

Das Thema "Objektive Berichterstattung in der Heimatzeitung" ist seit dem Statement von Heinz Jandik in aller Munde. Auch gestern Abend beim Altstadtfest wurde heftig darüber diskutiert. Allgemeiner Tenor: Den Zeitungsberichten mangelt es oft an Objektivität und Würdigung einer wirklich guten Leistung. 

Einer sagte: "Selbst drittklassige Fußballer erhalten mehr Raum in der Zeitung als Teilnehmer einer deutschen Meisterschaft, sogar persönliche Interviews werden abgedruckt. Man sollte mal einen von denen in euer Training schicken, die würden nach 100 Metern zusammenbrechen. Die sind 20 und ihr seid weit über 50. Ihr würdet die läuferisch rechts wie links machen."

Neuer Eintrag im Gästebuch

03.07.2009

Auch Sandra Ricke enttäuscht über Zeitungsberichte

"Es mangelt zuweilen ausgeprägt an Objektivität"

Sandra Ricke schreibt im Gästebuch: "Hallo Uli, deinen Ausführungen zur Zeitungsberichterstattung kann ich nur zustimmen. Da mangelt es zuweilen ausgeprägt an Objektivität. Nicht nur OB überhaupt berichtet wird, sondern WIE berichtet wird, halte ich oft für fraglich. 

Einige Läufer müssen aktuell nicht mal etwas tun, um in der Zeitung in den Himmel gelobt zu werden - ein Schnupfen und ein damit verbundener Nichtstart reicht. Gute Leistungen anderer werden mal in einem Nebensatz erwähnt..."

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02.07.2009

TSV-Korbach-Staffel holt DM-Bronze und Kreisrekord über 3x1000

Mein Bericht, der an die Zeitung gehen sollte

Blitz und Donner über St. Wendel

In diesen Wochen müssen die Mittelstreckler leiden. Bei zwei Wettkämpfen in den Wochen zuvor gab es ernorme Zeitplanverschiebungen, leider auch bei den deutschen Seniorenmeisterschaften am Wochenende in St. Wendel (Saarland). Diesmal war der Wettergott schuld, dass die Läufer über 3x1000-Meter nicht planmäßig ins Rennen gehen konnten.

Pünktlich zum Start des Warmlaufprogramms begann es zu regnen. Egal, wer weiß wie es weitergeht, raus in die Nässe und Programm abspulen. Dann ging der Regen in einen Wolkenbruch über. Land unter, Blitz und Donner über St. Wendel. Die Wettkämpfe wurden für unbestimmte Zeit unterbrochen, alle Sportler und Zuschauer wurden gebeten das Gelände zu verlassen.

Die Sportler stürmten in die nahe gelegene Sporthalle und hielten sich in nassen Klamotten mit leichten Übungen mehr oder weniger notdürftig warm. Keiner wusste wie es weiterging. Der Korbacher Neuzugang Hubertus Henning nutze geschickt die Zeit. Ohne Spikes angereist, kam er ins Grübeln: "Mit meinen Laufschuhen fliege ich ja bei der Nässe aus der Kurve, ich glaube ich laufe barfuß." Das Risiko wollte er dann doch nicht eingehen, kaufte sich spontan ein Paar neue Spikes am Verkaufsstand. Er schaffte es gerade noch, die Dornen rechtzeitig reinzudrehen.

Der Lauf

Nach anderthalb Stunden kam die Nachricht, gleich geht's los. Mehr oder weniger aus der kalten Hose ging es an den Start. Zwei drei kurze Sprints, ein paar Steigerungen, mehr war nicht mehr drin. Angesichts dieser Vorgeschichte galt es trotzdem ein gutes Rennen abzuliefern, vielleicht auch noch den Kreisrekord, der bei 9:38 Min. stand, anzugreifen.

Der Veranstalter hatte nach den Wetterkapriolen ein Einsehen, schickte die M50- und M60-Staffeln gemeinsam auf die Reise, um den Läufern weitere Wartezeiten zu ersparen. Der schon 60-jährige Heinz Jandik machte für die Korbacher den Startläufer. Er hatte sich kurzfristig nach dem Ausfall seiner M60-Staffel bereiterklärt, der Korbacher M50-Mannschaft auszuhelfen. 

Nach unter diesen Bedingungen starken 3:20 Min. für den ersten Abschnitt übergab Jandik den Staffelstab an den 58-jährigen Hubertus Henning, der in neuen Spikes wie ein Wirbelwind über die Bahn fegte und in 3:10 Min. glänzte. Auf dem letzten 1000er konnte ich, mit 53 Jahren jüngster der Korbacher Truppe, Platz 3 sicher stellen und noch eine mehr als zufrieden stellende 3:05 abliefern, so dass der neue Kreisrekord in der Altersklasse M50 nach den Regengüssen sozusagen in trockenen Tüchern war: 9:35,79 Min.

Für die drei Korbacher Mittelstreckler haben sich die lange Anreise in das Saarland und die Strapazen wahrlich gelohnt, der Gewinn der Bronzemedaille ist der größte Erfolg ihrer langen Läuferkarriere.

Gewidmet dem Nachbarn von Heinz, meiner Mutter und weiteren Interessierten, die selbst mit der Lupe Schwierigkeiten hatten, den Passus über die Bronzemedaille in der Heimatzeitung zu finden.

01.07.2009

Heinz Jandik lässt seinem Frust freien Lauf

Verärgert und erbost reagiert Heinz Jandik auf den WLZ-Bericht über die deutschen Seniorenmeisterschaften in der gestrigen Ausgabe. Mit seiner ausdrücklichen Genehmigung wird seine Mail an mich hier veröffentlicht:

"Hallo Uli,

ich denke, du hast gestern auch den Bericht über die Deutschen Seniorenmeisterschaften in der WLZ gelesen. Ich hab mir erst ausgiebig die Augen gerieben, dann musste ich einige Male kräftig schlucken. Das war denn doch ziemlich stark:

Unsere Staffel wird gerade mal lapidar in zwei (!) Sätzen erwähnt, kein Wort über die widrigen Umstände, kein Wort über den neuen Kreisrekord, der angesichts dessen umso höher zu bewerten ist. Dass ich (60 Jahre alt) mich seit fast einem Jahr mit den bekannten Hüftproblemen rumplage, deine Fersengeschichte, Hubert (58 Jahre alt) als Wiedereinsteiger nach einigen Jahren Wettkampfpause - all das scheint dem Verfasser des Berichts entweder nicht bekannt zu sein oder es scheint ihn nicht zu interessieren. Seltsam nur, dass jeder quersitzende F... bei gewissen anderen Athleten in jedem Artikel in epischer Breite erwähnt wird. Und dann die Bilder: Das waren doch alles Archivaufnahmen, oder hat Eckard Kiel `ne Verjüngungskur durchgemacht und startet jetzt wieder bei den Unterfünfzigjährigen. Und ist Erika Keller jetzt Hochsprungcoach von Tatjana? Trägt Robert Ingenbleek neuerdings Toupet, oder hat er sich auf die Schnelle `ne Matte wachsen lassen? Ist schon peinlich!

Wenn ich mir dann noch vor Augen führe, wie ausführlich über jede Laufcup-Veranstaltung, über jedes Abendsportfest, über jede Kreis- oder Schulmeisterschaft berichtet wird, dann weiß ich, welchen Stellenwert eine Deutsche (!) Meisterschaft, und hier speziell die Ergebnisse von uns alten Säcken, bei unserer "Heimatzeitung" genießt. Wir trainieren doch auch und bereiten uns intensiv auf so ein Event vor - warum dann diese Ignoranz? Ich spiele bereits mit dem Gedanken, mein seit ca. 40 Jahren laufendes WLZ-Abo zu kündigen, bin mir aber nicht sicher, ob ich bei der HNA besser aufgehoben bin. Ich werde dort auf jeden Fall mal ein Probe-Abo bestellen.

So, jetzt habe ich meinem Herzen mal Luft gemacht. Kannst mir ja mal mitteilen, wie der Zeitungsbericht bei dir angekommen ist.

Gruß Heinz"

Mein Kommentar auf die Mail von Heinz Jandik

Ich kann den Frust und den Ärger von Heinz absolut verstehen. In meiner ersten Reaktion wollte ich mich bei der WLZ beschweren und einen eigenen Erlebnisbericht an die WLZ schreiben, hatte ihn auch schon verfasst. 

Dann hab ich mir überlegt, schlaf mal drüber. Auch heute kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen, weshalb eine Bronzemedaille bei einer Deutschen Meisterschaft nicht diesen Stellenwert erhält, den sie verdient. Das betrifft ja nicht nur die Staffel, sondern auch oder gerade den genialen Lauf eines Wilhelm Hofmann, der mit Bronze gekrönt wurde und ebenso wie das Staffelergebnis in zwei Sätzen abgehandelt wurde. Helmut Heine sagte gestern Abend auf dem Pauli: "Wilhelms Leistung in dem Alter (Anm: 16:01 Min. über 5000 Meter mit 45 Jahren!) kann nur einer einschätzen, der Ahnung vom Laufen hat. Nach dem Bericht ist das jedenfalls nicht möglich, für Außenstehende schon gar nicht."

Die Gewichtung passt in der WLZ überhaupt nicht. Sogar deutsche Meister hatten in den letzten Jahren bemängelt, dass über jeden Laufcup ausführlicher berichtet würde als über eine deutsche Meisterschaft. Das ist traurig aber wahr. 

Nach allem Für und Wider hab ich mir schließlich gesagt, wohl dem der Internet hat. Ich weiß, dass für Insider und die Läufer der erste Schritt der Zugriff auf meine Homepage ist. Und das seit Jahren deutschlandweit. Hier kriegt man die Informationen, die der Läufer haben will, meistens noch am gleichen Tag. Auch Hintergründe sind hier zu erfahren, die man in keinem Zeitungsartikel zu lesen bekommt. 

Ich weiß auch nach langen Jahren als Schreiber im Netz, dass man es nicht immer allen recht machen kann. Aber der Bericht in der Zeitung gerade in Bezug auf die Bronzeränge ist mehr als dürftig, um nicht zu sagen einfach nur schwach.

Go for bronze!

Hier das passende Zitat von Dr. Eckart von Hirschhausen in seinem neuen Buch: "Glück kommt selten allein": 

"Wer ist Ihrer Meinung nach glücklicher, Silber- oder Bronzemedaillen-Gewinner? RICHTIG. Bronze gewinnt! Glückstechnisch. Nicht das Ergebnis macht uns glücklich oder unglücklich – es ist die Bewertung, vor allem die Frage: Mit wem vergleiche ich mich? Mit wem vergleicht sich Silber? Er schielt nach oben und flucht: Drei Hundertstel, und du hättest Gold! Bronze denkt: Drei Hundertstel, und du hättest gar keine Medaille! Bronze ist glücklich, denn er weiß: Richtig doof ist VIERTER."

28.05.2009

"Deutschland, wie fußkrank bist du"

Zitat Laufmagazin Spiridon: "Deutschland, wie fußkrank bist du, dass eine Walking-Leistung von 4,28 km/h Jubelstürme auslöst! So gesehen in Essen nach 21,1 Km Karstadt-Marathon-Walking des 137 Kg schweren Ex-Fußballmanagers Rainer Callmund."

Callmund rollte nach 3:56 h! über die Ziellinie, aber nur, weil sein Trainer Joey Kelly zwischendurch mal anschob. Nur noch mal zur Veranschaulichung: Es handelte sich um einen Halbmarathon! 

Der Öltank Callmund walzte damit in einem Kilometer-Schnitt von 11:11 Min. durch die Gegend. Da ist meine 75-jährige Schwiegermutter mit zwei künstlichen Hüften, künstlichem Kniegelenk und Rollator schneller. Nur löst das keine Jubelstürme aus, sie ist nun mal keine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens.

23.05.2009

Sportlerehrung einmal anders - so geht's auch

Spruch von Wolfgang Heinemann in Friedberg: "Ich trainierte im Februar auf der Hauer. Als ich aus dem Stadion kam, wunderte ich mich: Was ist denn in der Stadthalle los, weshalb stehen da so viele Autos? Hinterher fiel es mir ein. Ich hatte die Sportlerehrung verpasst."  

23.04.2009

"Aufgespießt" 

"Marathon unter zwei Stunden?" 

"Was meinst Du, wird es bis zum Jahr 2000 einen Marathonlauf unter zwei Stunden geben?“ fragte mich Fred Lebow. Man schrieb das Jahr 1985 und wir waren beim Marathon- Weltcup in Hiroschima, den damals Ahmed Salah aus Djibouti in 2:08:09 h gewann, vier sec über dem Weltrekord. Ich war erstaunt über die Frage, denn Lebow, der 1976 den New York Marathon mit einem sensationellen Erfolg in die City gebracht hatte und als Vater der Stadtmarathons heutiger Prägung gelten muss, war schon damals eine Legende. Aber offensichtlich ließ sich der geniale Organisator, der selbst viele mittelmäßige Marathons zurücklegt hat, von kühnen Vorhersagen blenden, die sich mit dem Mäntelchen der Wissenschaft umhüllten. 

Ich antwortete ihm damals, dazu müsse erst mal jemand kommen, der die 10.000 m in 25:45 min laufen kann. Und der sei auf Generationen hinaus nicht in Sicht. Damals gab es tatsächlich solche Vorhersagen von Mathematikern. Die rechneten mit einer linearen Verbesserung der Weltrekorde seit 1900 und kamen dabei auf einen Marathonrekord bis zum Jahr 2000 im Bereich von 2:00 h. Das war einfältig..."

Die vollständige Kolumne von Manfred Steffny

22.04.2009

Windschattenspiele auf dem "Pauli"

Korbachs Sportplatz "Pauli" ist doch immer wieder eine "Reise" wert. Nach zwei Runden Einlaufen traf ich auf Heinrich Stracke und Eckhard Hiemer. Frage an Heinrich: "Warst du nicht in Altenlotheim?" Heinrich in seiner bekannt humorvollen Art in Anspielung auf sein Windschattenrennen in Twiste: "Ich bin doch noch gesperrt." 

Um sich nicht erneute "Vorwürfe" anhören zu müssen, nutze er die Zeit der "selbst auferlegten Sperre" für harte 1000er und 800er auf dem Pauli, damit er seinen Konkurrenten Joachim Peters und Herbert Wilke bei den nächsten Wettkämpfen auch mal Windschatten bieten könne. Einen 800er lief ich mit. (mehr: Gästebuch Joachim Peters)

Dann tauchte Tim Henning Förster auf. "Ich bin der Neue." Sagte es und machte spontan Tempo für Heinrich Stracke.

Wer ist Tim Henning Förster? 

Auf der Homepage seines derzeitigen Vereins LC Nordhorn sind interessante Dinge über den Allgemeinmediziner, der seit geraumer Zeit in der Arztpraxis seines Vaters in Medebach mithilft, zu erfahren: 

"Den Weg zum Langstreckenlauf fand der gebürtige Münsteraner, der im Sauerland aufwuchs, in Gießen studierte, seit Anfang 2006 als Stationsarzt in einer Klinik in Nordhorn tätig ist und im LCN seine sportliche Heimat gefunden hat, während seiner Ausbildung. Gewichtsprobleme veranlassten einen Kommilitonen und ihn, die Lebensweise zu ändern und ab Januar 2003 regelmäßig zu laufen. Beide machten jedoch einen Anfängerfehler, sie rannten voller Elan zu schnell los. "Nach einem Kilometer waren wir reif für das Krankenhaus", erzählt Tim Henning Förster rückblickend. 

Diese Erfahrung war wirksam: Ein erster Trainingsplan mit drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche wurde aufgestellt, eine Gewichtsreduzierung von 20 kg angepeilt und die Teilnahme am Berlin-Marathon im September war beschlossene Sache. "Berlin war ein Wahnsinns-Event", weiß er zu berichten. Zwei Wochen später verbesserte er sich sogar auf der anspruchsvollen Strecke in Bad Arolsen um fünf Minuten auf 3:59 Stunden. Seitdem absolvierte er jeweils zwei bis drei Marathonläufe im Jahr, unter anderem in Amsterdam, Bremen, Hamburg und Stockholm. Mittlerweile ist er in der Woche bei 120 Trainingskilometern angelangt, die sich auf sechs bis sieben Trainingseinheiten erstrecken. 

Großes Vorbild ist für ihn der legendäre Emil Zatopek. Dessen Maxime hat Tim Henning Förster für sich umgesetzt: "Wenn du laufen willst, lauf eine Meile; wenn du ein neues Leben kennen lernen willst, lauf einen Marathon." Tim Henning Förster bekennt: "Ich liebe die Herausforderung im Sport und im Beruf. So macht er eine Zusatzausbildung als Sportmediziner und auch in der manuellen Therapie als Chiropraktiker. Ich komme mit vier bis fünf Stunden Schlaf aus, brauche positiven Stress und habe immer gute Laune."

Na, wenn das kein Mann für den TSV Korbach ist! Inzwischen sei er schon 34er-Zeiten über 10 Km und Marathon weit unter 3 Stunden gelaufen, ergänzt Förster auf dem Pauli. Noch während des Trainings bekundet der in Korbach wohnende Läufer starkes Interesse an einem Wechsel zum TSV nach Ablauf der Wechselfrist. Seit Monaten schon hole er sich alle Infos von dieser "tollen Homepage" (Danke Tim). Und er habe heute sofort gemerkt, in diesem Kreise fühle er sich wohl. Das Training habe ihm Spaß gemacht. 

Es tut sich also wieder was auf dem Pauli im Seniorenbereich. Auch Heinrich Stracke scheint nicht abgeneigt, im nächsten Jahr die M50 des TSV Korbach zu verstärken. Was Windschattenspiele alles bewirken können!

26.02.2009

Go for bronze!

Zitat der Woche: "Wer ist Ihrer Meinung nach glücklicher, Silber- oder Bronzemedaillen-Gewinner? RICHTIG. Bronze gewinnt! Glückstechnisch. Nicht das Ergebnis macht uns glücklich oder unglücklich – es ist die Bewertung, vor allem die Frage: Mit wem vergleiche ich mich? Mit wem vergleicht sich Silber? Er schielt nach oben und flucht: Drei Hundertstel, und du hättest Gold! Bronze denkt: Drei Hundertstel, und du hättest gar keine Medaille! Bronze ist glücklich, denn er weiß: Richtig doof ist VIERTER."

Dr. Eckart von Hirschhausen in seinem neuen Buch: "Glück kommt selten allein"

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23.02.2009

"Kompressionskleidung ist das neue Nasenpflaster"

"Kompressionswäsche und -kleidung ist groß im Kommen. Sie sollen die sportliche Leistung steigern - doch Experten sind skeptisch.

Man kennt die Urform dieser Beinkleider aus Großmutters Wäscheschrank, dem Krankenhaus und der Economy Class bei Langstreckenflügen. Jetzt tauchen Kompressionsstrümpfe, aber auch Quetsch-Hosen und -Shirts immer häufiger bei Leichtathleten, Radfahrern und Fußballern auf.

Die Hersteller, die Druck machen, versprechen ihren Kunden mehr Kraft und Ausdauer und eine schnellere Regeneration. Ingo Froböse, Professor und Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule in Köln, ist skeptisch...

...Zusammenfassend könnte man also sagen: Kompressionskleidung ist das neue Nasenpflaster..."

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14.02.2009

Mal ein Lauferlebnis der -zum Glück!- anderen und nicht so häufigen Art

Fortsetzung von Sandra Ricke im Gästebuch

12.02.2009

"Lauferlebnis der -zum Glück!- anderen und nicht so häufigen Art..."

von Sandra Ricke im Gästebuch

"Dass uns Läufern mal Hunde in den Weg kommen, die lt. Herrchen nichts tun und immer nur spielen wollen, das kennen wir ja alle schon. Und das Erlebnis mit dem Exhibitionisten, der sich mir vor einige Zeit präsentierte, fand ich im Nachhinein auch recht amüsant. Das heutige Erlebnis hingegen finde ich schon ein wenig "krass", um diesen dämlichen Ausdruck mal zu gebrauchen, aber was Anderes fällt mir dazu nicht ein.

Ich war hinter den Conti-Hallen unterwegs, wo auch in den Abendstunden noch reger Verkehr durch Brummi-Fahrer, Läufer und Gassi-Gänger herrscht. Schon von weitem sah ich einen wild und laut gestikulierenden Mann. Keine Ahnung, mit wem er sprach und was er verkündete... Er stand dort auf der Straße zwischen den Brummis und teilte der Welt Dinge mit, die diese wahrscheinlich nicht hören wollte. Arglos näherte ich mich ihm, wollte locker an ihm vorbei laufen - als er zum Angriff überging, mit erhobenen Armen auf mich zurannte und mich anscheinend zu Boden reißen wollte. Geht's noch??? Da er anscheinend alkoholisiert war und zudem meinen Weg verschätzte, erwischte er mich nicht, sondern knallte frontal gegen einen dort parkenden LKW.

Mit lauten und sehr unfreundlichen Beschimpfungen, die er gewiss aufgrund seiner Nationalität nicht verstanden hat, bin ich weiter gelaufen.

Ich hatte weder Angst, noch habe ich mich wirklich bedroht gefühlt. Aber die Frage, was diese dämliche Aktion wohl sollte, die bleibt im Kopf. Den hat dieser Brummifahrer wohl kurzzeitig verloren."

Original im Gästebuch


Tipps:

31.12.2009

Manfred Letzerich

Die Tagbücher des Olympiateilnehmers und Topläufers aus den 1960er Jahren Manfred Letzerich - absolut lesenswert

14.05.2009

"Heuschnupfen" 

"Wie Läufer mit Heuschnupfen-Symptomen am besten umgehen und worauf sie achten müssen..."

Dr. Heepe gibt Rat

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"Was Füße verraten"

"Starke Füße sind das Fundament für einen gesunden Läuferkörper. Der Schutz vor Verletzungen beginnt beim Fuß..."

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20.03.2009

Laufbahn am Limit,

der neue Roman von Manfred Steffny

„Mit dem Buch LAUFBAHN AM LIMIT entführte mich Manfred Steffny in eine Leichtathletik-Welt, die so realitätsnah ist, dass ich es kaum glauben konnte. Ein toller Roman!“ Dieter Baumann

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23.02.2009

"Kompressionskleidung ist das neue Nasenpflaster"

"Kompressionswäsche und -kleidung ist groß im Kommen. Sie sollen die sportliche Leistung steigern - doch Experten sind skeptisch.

Man kennt die Urform dieser Beinkleider aus Großmutters Wäscheschrank, dem Krankenhaus und der Economy Class bei Langstreckenflügen. Jetzt tauchen Kompressionsstrümpfe, aber auch Quetsch-Hosen und -Shirts immer häufiger bei Leichtathleten, Radfahrern und Fußballern auf.

Die Hersteller, die Druck machen, versprechen ihren Kunden mehr Kraft und Ausdauer und eine schnellere Regeneration. Ingo Froböse, Professor und Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule in Köln, ist skeptisch...

...Zusammenfassend könnte man also sagen: Kompressionskleidung ist das neue Nasenpflaster..."

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21.01.2009

Hailes Tipps 

"Vom Weltrekordler lernen"

"Haile ist der beste Marathonläufer aller Zeiten. Hier sind seine acht Erfolgs-Tipps für Hobby-Marathonläufer..."

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10.01.2009

"Systematisches Mittel- und Langstreckentraining"

Das vom berühmten Trainer Arthur Lydiard vor 30 Jahren geschriebene Buch ist Kult in Läuferkreisen, nahezu 100 % seiner Tipps, Auffassungen und Lehrsätze sind uneingeschränkt gültig. 

Lydiard: "Wenn ich Läufern beim Trainieren zusah, fragte ich sie oft, welches Training sie betrieben, wie sich das Training auf ihre Körper auswirkte, warum sie es durchführten und was sie ihrer Ansicht nach schließlich dadurch erreichen würden. Oft konnten sie mir keine Antwort geben. In der Hoffnung auf etwaige gute Erfolge trainierten sie blind drauflos. 

Sehr viele messen dem Bahntraining und den entsprechenden Trainingsplänen eine übertriebene Bedeutung zu. Ihnen ist nicht klar, wie ungeheuer wichtig das Aufbautraining ist, durch das der Körper auf die kommende harte Schnelligkeitsarbeit und die Renntätigkeit vorbereitet wird...

...Ohne ein gut vorbereitetes Aufbautraining sind alle Bahntrainingspläne das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben stehen..."

Trainer Manfred Steffny hat ähnlichen Kultstatus wie Lydiard. Auch seine Pläne lehnen sich an Lydiard an. Steffny: "Der 800-m-Läufer braucht einen Anteil von 50% Tempoläufen, aber auch 50% Dauerläufe. Und das wird häufig vergessen. Es werden Tempoläufe geknüppelt und wenn dann im Sommer noch Wettkämpfe hinzukommen, geht die Form buchstäblich flöten. Im 800-m-Lauf werden aber 50% Dauerläufe gebraucht. Spätestens seit dem ersten Olympiasieg von Peter Snell weiß man, dass auf der Zielgeraden nicht der Läufer mit der besten 100-m-Zeit (Grundschnelligkeit), sondern der frischeste Läufer gewinnt." 

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer sich über den Grundsatz hinwegsetzt, dass es auch für Mittelstreckler ohne ein oft über Jahre angelegtes Fundament und Grundlagenausdauertraining nicht geht und lockere lange Läufe (insbesondere in der Vorbereitung auf die Saison) vernachlässigt, hat das Trainingsprinzip nicht verstanden.

Wie sagte Herbert Steffny: "Wer nicht lernt langsam zu laufen, wird niemals schnell werden."

Training und mehr

08.01.2009

Ist Laufen bei Eiseskälte möglich? 

"Minusgrade auf Rekordniveau! Schadet das Laufen bei den eisigen Temperaturen der letzten Tage der Lunge?

RUNNER´S-WORLD-Experte Martin Grüning antwortet:

Körperlich belastende Winter-Ausdauersportarten wie Skilanglauf und Biathlon zeigen, dass das nicht der Fall ist. In diesen Sportarten werden bei Außentemperaturen, die bei 15 Grad minus und niedriger liegen, körperliche Höchstleistungen erbracht..."

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06.01.2009

Unterschied zwischen Frau und Mann im Laufsport

von Dr. med. Dieter Kleinmann

"Die alte Meinung, dass Frauen auf Grund ihres reichhaltigen Fettgewebes zur Energiebereitstellung die besseren Ausdauerleistungen erbringen könnten, ist überholt..."

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Was sonst noch lief

26.12.2009

Zeit der Besinnung

Nach den neuesten Prognosen der Ärzte ist bei der Art meiner Knieverletzung in Frage gestellt, ob ich jemals noch mal harte Wettkämpfe, insbesondere auf der Bahn, werde machen können. Das bleibt abzuwarten, oft genug haben ja gerade Läufer die Ärzte eines Besseren belehrt.

Unabhängig davon werde ich zumindest über Monate nicht mehr direkt am Geschehen sein können. Das wird meine Homepage stark beeinträchtigen, verändern, vielleicht sogar zum Stillstand bringen. Ich war in meiner Art der Berichterstattung stets bemüht, ein wenig mehr zu liefern als Ergebnislisten in Worte zu fassen. Ich lieferte noch am Tag des Wettkampfes hochaktuelle Hintergründe, Zitate, Spaß, aber auch manchmal Kritisches. Das erforderte viel Fleißarbeit und Zeitaufwand, wenn alle anderen nach den Wettkämpfen schon die Beine hochlegten, recherchierte ich in Rekordlisten, Bestenlisten, alten Ergebnislisten, schrieb und schrieb.

Insider wissen, dass die genannten, aber auch andere Gründe mich seit Wochen grübeln lassen, ob ich noch bereit bin, die Kraft und die Zeit habe, diese Seite wie gewohnt fortzuführen. Ich will keine Anerkennung, habe 8 Jahre alles aus freien Stücken gemacht. Dennoch freue natürlich auch ich mich über ein gelegentliches Lob. Bezeichnend, wenn Lob mehr aus ganz Deutschland als aus den eigenen Reihen kam und kommt, das gilt auch für die Genesungswünsche. Das steht aber auf einem anderen Blatt.

Ob und in welcher Form es also hier weitergeht, muss die Zeit zeigen. Ich habe da so meine Gedanken, die aber noch nicht spruchreif sind. Ob ich läuferisch noch mal an meine persönliche Leistungsgrenze kommen werde oder überhaupt noch kommen will, steht in den Sternen. Der Verschleiß über die Jahre ist groß, schließlich taten sich ja neben Knie noch andere körperliche Baustellen in diesem Jahr auf. Insbesondere für Heinrich Stracke würde es mir leid tun, den ich ja gerade wegen der mannschaftlichen Chancen zu einem Vereinswechsel bewegen konnte.

21.12.2009

Frohe Festtage!

Ich wünsche auf diesem Wege Besuchern, Freunden und Bekannten ein ruhiges besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

Vor allem wünsche ich allen Gesundheit. Wie wichtig dieses Gut ist und wie unwichtig viele andere Dinge sind, die man sonst für wichtig hält, konnte ich in diesen Wochen am eigenen Leib erfahren. 

Nach einem erneuten zweitägigen "Kurztrip" ins Krankenhaus wegen Entzündung im Knie und Thromboseanzeichen in der Wade nach der Op kann es jetzt nur noch besser werden oder laufen, um in der Fachsprache zu bleiben. In diesem Sinne allen einen guten Lauf.

30.11.2009

Lauf- und schöpferische Pause

Diese Seite wird aus gesundheitlichen Gründen bis auf Weiteres nicht mehr aktualisiert.

20.11.2009

"Ein Plädoyer für den Crosslauf"

"In vielen führenden Läufernationen wie Kenia oder Äthiopien gilt der Crosslauf als die Königsdisziplin der Läufer. Doch warum fristet der Crosslauf gerade in Deutschland ein Schattendasein?.."

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17.11.2009

Tim-Henning Förster

Korbachs Neuzugang im Porträt

30.10.2009

Wechselfieber

Heinrich Stracke wechselt zum TSV Korbach

Brandaktuell kann der TSV Korbach einen weiteren Neuzugang vermelden. Heinrich Stracke aus Goddelsheim hat seine Bereitschaft erklärt, nächstes Jahr in offiziellen Wettkämpfen für den TSV Korbach zu starten.

 
Heinrich Stracke (Foto: M. Hoffmann)

Die Korbacher Routiniers haben mit Heinrich Stracke eine echte Verstärkung auf den Mittel- bis Langstrecken an Land gezogen, ab 2010 steigt er in die Altersklasse M50 auf. Seit vielen Jahren ist Stracke in der Szene bekannt wie ein bunter Hund. In diesem Jahr hat er zum Beispiel auf 1000 Meter eine 3:04 zu Buche stehen. Die Korbacher Senioren freuen sich auf den Neuzugang, willkommen im Club.

27.10.2009

Frauen sind einfach härter

Gestern Abend bei meiner Runde um Korbach traf ich Sandra Ricke. "Einen Tag nach dem Marathon schon wieder unterwegs", fragte ich sie und fügte hinzu, dass ich drei Wochen nach dem Marathon Probleme hatte überhaupt einen Schritt zu machen. 

Sandras Antwort kam prompt: "Nachdem die ersten Schritte ein wenig quälend waren, stelle ich nun fest, dass das Auslaufen "am Tag danach" doch was für sich hat, denn mein Muskelkater ist verschwunden." Auch Bärbel Kiel spürte kürzlich nach ihrem Halbmarathon so gut wie nichts. Frauen sind eben einfach härter im Nehmen als die "wehleidigen Männer".

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"EINE UNAUSSTEHLICHE BESTIE"

oder: "Wenn die Energie flöten geht"

Übertraining

19.10.2009

"Auf der Suche nach dem stillen Örtchen"

Korbachs Neuzugang Tim Förster im Pech

Tim Förster hatte großes Pech. Topfit vorbereitet wie selten wollte Korbachs Neuzugang beim Dresden-Marathon eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Zwei Tage vorher erwischte ihn eine Magen-Darm-Infektion, die einen Start unmöglich machte. Tim: "Der Dresden-Marathon bei mir ist im wahrsten Sinne des Wortes voll in die Hose gegangen ist...ich hatte den schlimmsten Brechdurchfall den ich je durchgemacht habe." 

Ironie des Schicksals: In der neusten Laufzeitschrift "Running" schreibt Dr. Förster im Artikel "Auf der Suche nach dem stillen Örtchen" über Magen-Darm-Beschwerden bei Läufern. Nun hat es ihn selbst erwischt. Gegen einen Virus ist eben kein Kraut gewachsen. Inzwischen ist der flotte Tim (oder "flotte Heinrich" ) wieder wohl auf: "Der nächste Marathon kann kommen." 

13.10.2009

Willkommen - Tim Henning Förster wechselt zum TSV Korbach

Wer ist Tim Henning Förster?

Auf der Homepage seines bisherigen Vereins LC Nordhorn wird sein Werdegang wie folgt beschrieben:

"Den Weg zum Langstreckenlauf fand der gebürtige Münsteraner, der im Sauerland aufwuchs..., während seiner Ausbildung zum Arzt. Gewichtsprobleme veranlassten einen Kommilitonen und ihn, die Lebensweise zu ändern und ab Januar 2003 regelmäßig zu laufen. Beide machten jedoch einen Anfängerfehler, sie rannten voller Elan zu schnell los. "Nach einem Kilometer waren wir reif für das Krankenhaus", erzählt Tim Henning Förster rückblickend.

Diese Erfahrung war wirksam: Ein erster Trainingsplan mit drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche wurde aufgestellt, eine Gewichtsreduzierung von 20 kg angepeilt und die Teilnahme am Berlin-Marathon im September war beschlossene Sache. "Berlin war ein Wahnsinns-Event", weiß er zu berichten. Zwei Wochen später verbesserte er sich sogar auf der anspruchsvollen Strecke in Bad Arolsen um fünf Minuten auf 3:59 Stunden. Seitdem absolvierte er jeweils zwei bis drei Marathonläufe im Jahr, unter anderem in Amsterdam, Bremen, Hamburg und Stockholm. Mittlerweile ist er in der Woche bei 120 Trainingskilometern angelangt, die sich auf sechs bis sieben Trainingseinheiten erstrecken.

Großes Vorbild ist für ihn der legendäre Emil Zatopek. Dessen Maxime hat Tim Henning Förster für sich umgesetzt: "Wenn du laufen willst, lauf eine Meile; wenn du ein neues Leben kennen lernen willst, lauf einen Marathon." Tim Henning Förster bekennt: "Ich liebe die Herausforderung im Sport und im Beruf. So macht er eine Zusatzausbildung als Sportmediziner und auch in der manuellen Therapie als Chiropraktiker. Ich komme mit vier bis fünf Stunden Schlaf aus, brauche positiven Stress und habe immer gute Laune."

Anmerkung: Inzwischen ist Korbachs Neuzugang schon 34er-Zeiten über 10 Km und Marathon weit unter 3 Stunden gelaufen. Zuletzt trainierte in Korbach für eine Zeit unter 2:40. Seit 2009 arbeitet Tim in der Praxis seines Vaters in Medebach mit.

s. auch News vom 12.10.2009 und Gästebuch

10.10.2009

"Alte" Männer sind nicht kaputtzukriegen

Hubertus Hennings Muskelprobleme im Oberschenkel halten sich hartnäckig, normales Laufen ohne Tempotraining ist aber wieder möglich. Bei Flippo Heinemann macht der Ischiasnerv weiter Probleme, beim ihm geht nicht viel zusammen. 

Nils Milde ist guter Dinge, dass sich sein Knie nach der Operation im Sommer stabilisiert. Vielleicht habe ich das gleiche Schicksal noch vor mir, mein fußballgeschädigtes Knie macht zunehmend Probleme, ein Gemisch aus Laufen und Rad fahren ist aber möglich. Heinz Jandik hat sein Programm nach Saisonende ein wenig runtergefahren, um seine lädierte Hüfte zu schonen. 

Jürgen Schmidt dagegen kommt nach langen Schambein- und Adduktorenproblemen immer besser in Schwung. Überall ist er zu finden. Finnenbahn, Feld, wo man auch herkommt, "Schmiddi" ist schon da. Im Urlaub konnte er ein hartes Programm durchziehen, hat aber wegen beruflicher Beanspruchung wieder ein wenig zurückstecken müssen. 

Unter dem Strich sind wir Läufer nicht kaputtzukriegen, wir laufen und laufen und laufen, und kommen irgendwie immer wieder auf die Beine.

08.10.2009

Bernd Lettermann ist gestorben

Bernd Lettermann war ein Topläufer, der für die LG Eder startete. Nach langer Abstinenz trat er im Jahre 2002/2003 sportlich wieder in Erscheinung, und wie. Er mischte innerhalb kurzer Zeit in seiner damaligen Altersklasse M45 auf den Mittel- bis zu den Langstrecken bis auf deutscher Ebene kräftig mit. 

Ich erinnere mich an eine Kreismeisterschaft im Jahre 2003 in Frankenberg. Es war eines meiner spannendsten und schönsten Rennen. Bernd Lettermann ging mit mir Kopf an Kopf auf die Zielgerade, keiner gab einen Zentimeter preis. Das blieb bis zum Zielstrich so. Es konnte auch nach langer Auswertung des Zielfotos kein Sieger festgestellt werden. Beide wurden wir Kreismeister in der Männerklasse in 2:11,76 Min. Später lieferte Lettermann auch über 10 km tolle Zeiten ab. Danach erfasste ihn die Krankheit, unsere Wege verloren sich. Vor drei Tagen verstarb er viel zu früh im Alter von 51 Jahren.

16.09.2009

Pauli in bella Italia

Es ist kaum zu glauben, aber ich hatte in meinem Urlaubsort am Lago Maggiore meine "eigene" Sportarena, wie die Italiener sagen. 200 Meter vom Haus entfernt lag die nagelneue Anlage mit 6 Kunststoffbahnen. 

Wie komme ich da offiziell rein? Mein Weg führte noch am ersten Tag zum Bürgermeister. Ohne Probleme und Verständigung auf Englisch erstand ich nach Vorlage meines Passes einen Schlüssel für 10,- Euro und habe seitdem ein Leben lang das Recht auf freies Training auf meinem eigenen "Pauli". Ja lieber Korbacher Bürgermeister, so gehts auch, wenn man nur will.


Blick von einem Aussichtspunkt hoch über dem Lago

Leider hat mich dann ein wenig die Übermotivation gepackt. Seit einem Test am Montag gesellen sich zu den seit Wochen anhaltenden Knieproblemen nun auch noch Muskelverhärtungen im hinteren Oberschenkel, die mich im Hinblick auf den bevorstehenden Länderkampf am Start beim Korbacher Mittelstreckenabend hinderten. 

01.09.2009

8 Jahre Uli Schalk.de

Heute vor 8 Jahren fing alles an. 173000 mal wurde die Seite angeklickt. Danke allen Besuchern für die Treue und auch gelegentliche Mithilfe. 

24.08.2009

WM 2009 Berlin: Superstimmung am Brandenburger Tor

Das war die Berliner Luft, Luft, Luft,... Berlin war in den Tagen der Leichtathletik-WM 2009 wirklich eine Reise wert. Die Stimmung am Brandenburger Tor war gigantisch, mehrere hunderttausend Zuschauer säumten die Marathonstrecke. Wir hatten das Glück, dass sowohl beim Männer- als auch beim Frauenmarathon die Vip-Tribünen geöffnet wurden. So saßen wir hautnah am Geschehen und hatten vollen Einblick in die Szene. Der Sprecher, ein "Einpeitscher" par excellence, stimmte die Massen auf die Läufer ein, Gänsehautfeeling war garantiert.

Auch im Stadion - wir hatten den Schlusstag gebucht - kam man als Fan voll auf seine Kosten, die Stimmung kam jedoch mit der an der Marathonstrecke nicht mit. Akustische Probleme trübten den Gesamteindruck, der Stadionsprecher und die eingespielte Musik waren oftmals kaum zu verstehen. Dennoch waren natürlich die 800-, 1500- und 5000-Meter-Rennen für einen Läufer Hochgenuss. Wer jedoch wirklich alle Details sehen will, sitzt am Fernseher in der ersten Reihe.

Was war noch?

Manfred Steffny, Trainer und Spiridonherausgeber lief uns in die Arme, Berlins regierender Bürgermeister Wowereit kämpfte sich durch unser Spalier, der ehemalige Verteidigungsminister Rühe flanierte verträumt neben uns Arm in Arm mit seiner Frau, die ausgestiegene deutsche Marathonläuferin Luminita Zaituc ging frustriert mit uns Richtung Potsdamer Platz...


Wowereit nimmt mich in den Arm, da wurde mir warm - zum Glück nur im Wachsfigurenkabinett.


"Verrückter" finnischer Fan

Mit vielen Weltklasseläufern waren wir auf Tuchfühlung. So erlebte ich schließlich morgens beim Lauf durch den Tiergarten, wie Weltklasseathleten aus Afrika locker joggen. Einen Tag nach ihrem Wettkampf trudelten sie locker im 4er-Schnitt. Für mich waren es die ersten Schritte seit Dienstag, ich hatte mir im Training den Oberschenkel gezerrt.

22.08.2009

Großer Bahnhof für Tatjana Schilling

Die mehrfache Vizeweltmeisterin Tatjana Schilling wurde in einer Feierstunde vom Landrat geehrt. Auch der Verein TSV Korbach ehrte seine erfolgreiche Sportlerin auf dem "Pauli".

10.08.2009

Hasenjagd

Meine besten Rennen hab ich gemacht, wenn ein großer Pulk von gleichstarken Läufern im Feld war. Da gab es immer Möglichkeiten im Windschatten zu bleiben, oder bei Kopf-an-Kopf-Rennen auf der Zielgeraden die entscheidenden Sekunden nicht zu verlieren. In diesem Jahr ist das anders, wie ich bereits beschrieb. Vorne laufen die Schnellen, dann tut sich ein Loch auf, ich laufe im Niemandsland oder bin der Pacemaker für die Verfolgergruppe. In Ewersbach profitierte erneut Hubertus Henning, zusätzlich nun auch Gerd Peters, die beide in meinem Sog gute Zeiten liefen. 

Oft genug profitierte ich selbst von den genialen Schrittmacherdiensten eines Winfried Stede oder Jürgen Schmidt. So ist das im Leben, es gleicht sich immer irgendwann alles wieder aus. An meine neue Rolle als Frontrunner muss ich mich erst mal gewöhnen, vorneweg im Wind zu laufen ist nicht jedermanns Sache. Immerhin konnte der Hase auf der Zielgeraden richtig Fersengeld geben, so hat die Meute den Hasen immerhin zur Saisonbestzeit getrieben und waren nicht des Hasen Tod. Das ist ja auch schon was.

02.08.2009

Die Läufe im Niemandsland

Wilhelm Hofmann versuchte kürzlich in Wetzlar vergeblich, meinen Kreisrekord (2:50) in der M45 über 1000 Meter zu brechen. Hofmann: "Ich lief völlig allein, hatte niemanden in meinem Tempo."

Das ist kennzeichnend für die Läufe in letzter Zeit. Riesige Löcher tun sich in den Feldern auf, so auch gestern in Uslar. In den letzten Jahren waren immer einige Läufer auf einem Niveau dabei, man zog sich gegenseitig zu Topzeiten. 

Gestern in Uslar hab ich einen Fehler gemacht, hätte vielleicht besser in den ersten Lauf gehen sollen, auch wenn ich Letzter geworden wäre. Da hätte ich jedenfalls zwei Läufer knapp unter oder um die 3 Minuten dabei gehabt. So kam es im 2. Lauf wie es zuletzt immer war, ich machte die Pace im Niemandsland, verlor nach einer 71er-Runde die Zeit auf den zweiten 400. Ein Brüller von Heinrich Kuhaupt "Kopf nach vorn" und Anfeuerungen von Wilhelm Hofmann weckten mich aus meiner Lethargie, so dass ich im Endspurt selbst gegen den Wind noch die gute Zeit rausholen konnte.  

Hubertus Henning dagegen profitierte von meinem Lauf. Henning lief in meinem erweiterten Windschatten. Obwohl Henning die Lücke nie richtig schließen konnte und ich den Abstand von 15 Metern durch meinen Endspurt verdoppeln konnte, lief er in meinem Sog einen neuen Kreisrekord in der M55 (3:08). Hubertus: "Bei deinem Endspurt war ich chancenlos, in null Komma nix warst du weg, ich hatte keine Chance näher ran zu kommen." Das stimmt mich positiv für die nächsten Rennen, war es doch in letzter Zeit eher ein "Sterben" auf der Zielgeraden.

Auch Wilhelm Hofmann erging es in seinem 3000-Meter-Lauf nicht anders. Der Spitzenläufer war enteilt, Wilhelm machte den Alleinunterhalter auf Position 2. Sicher ist er mit seiner Zeit von knapp unter 9:30 Min. zufrieden (inoffiziell von Harald Theis gestoppt), nach seinen Vorleistungen in den letzten Wochen ist aber auch der Kreisrekord (9:23) in Reichweite, rein rechnerisch sind bei 16 Min. über 5000 Meter sogar 9:18 drin.

17.07.2009

Schamgefühle auf dem "Pauli"

Es passieren doch immer wieder mal seltsame Dinge. Ganz aufgeregt kam kürzlich der Platzwart des Korbacher Pauli-Zimmermann-Sportplatzes auf uns zu: "Ihr dürft hier nicht duschen, das ist jetzt eine Damen-Einzel-Dusche. Ich musste extra ein Schild montieren."

Seit Jahr und Tag duschen wir in dieser Kabine. Die Frage hatte sich nie gestellt, in der Dusche duschten nur Männer. Nach Hintergründen befragt, gab der Platzwart zu Protokoll: "Hier dreht gelegentlich eine Frau ihre Runden, die angeblich nicht mal aus dem Kreis kommt und auch nicht Mitglied eines Vereins ist. Vor kurzem fauchte sie mich an, sie wolle eine Einzeldusche, dies habe sie bei der Bundeswehr auch durchgesetzt. Vermutlich schämt sie sich." Der Platzwart habe sie an die Stadt Korbach verwiesen, er könne das nicht entscheiden.

Kurz danach erhielt er von der Behörde den Auftrag, den Gemeinschaftsduschraum, der für eine komplette Mannschaft vorgesehen ist, als Damen-Einzeldusche auszuweisen. Umbauaktionen, die tatsächlich eine Einzeldusche auswerfen, waren wohl zu kostspielig. Da legt man kurzerhand für eine einzige Person, die angeblich nicht von hier kommt, nicht Mitglied eines Vereins sein soll und nur alle paar Wochen ihre Runden dreht, einen ganzen Duschraum lahm. Ein Raum mit vier Duschen für eine Person. Selbst in der Gemeinschaft dürften Frauen diesen Raum nicht mehr benutzen, wenn man die Entscheidung der Behörde eng auslegen würde. "Das kommt einem Schildbürgerstreich nahe", lautete der Kommentar eines Läufers.

Wer muss sich den nun mehr schämen, die Frau oder derjenige, der im Amt diese Entscheidung getroffen hat? Jedenfalls erntete die behördliche Entscheidung bei vielen nur Kopfschütteln. Das letzte Wort scheint wohl in dieser Sache noch nicht gesprochen zu sein.

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Was macht eigentlich Irmgard Runte?

Die mehrfache Hessenmeisterin (1500, 5000, 10000 Meter, Berglauf) und deutsche Meisterin über 3x800-Meter (mit Leithäuser, Kiel) hat seit Mai ihre beruflichen Zelte in Kassel aufgeschlagen. Irmgard wohnt damit wieder in der Nähe ihres Stammvereins TSV Korbach. Aufgrund der beruflichen Veränderung hat sie ihre Trainings- und Wettkampfambitionen in den letzten Monaten ein wenig zurückgeschraubt, will aber im Herbst bei den Berglaufmeisterschaften in Kassel wieder eingreifen. 

Ideale Trainingsmöglichkeiten stehen ihr in Kassel zur Verfügung. Ihre neue Wohnung liegt wenige Schritte vom Kasseler Bergpark entfernt. Dort trifft sie sich einmal wöchentlich mit der Läufergarde des PSV Grün-Weiß Kassel zu gemeinsamen Laufeinheiten.

11.07.2009

Geniale Fotos von den Korbacher Mittelstrecklern

Hubertus Henning malträtiert die Laufbahn von Wetter in seinen neuen Spikes wie eine Büffelherde. Wilhelm Hofmann sprintet wie Usain Bolt mit langgestreckten Fingern ins Ziel. Wolfgang Heinemann bricht in sich zusammen und sehnt das Ziel herbei. Uli Schalk zeigt Biss und seine stahlharten Mittelstreckenmuskeln.

Das alles ist zu sehen auf den Superfotos, die Dr. Martin Güngerich beim Abendsportfest in Wetter geschossen hat.

Hier gehts zur Fotogalerie

23.06.2009

Bärbel Kiel und Nils Milde verteidigen ihre DM-Titel nicht

Nils Milde hat sich vor einigen Wochen das Knie verdreht. Die Saison hat er mehr oder weniger abgehakt. Zurzeit macht er nur lockeres Grundlagentraining bis zur Schmerzgrenze. Seine deutschen Meistertitel kann er damit am Wochenende in St. Wendel nicht verteidigen. 

Ebenfalls nicht dabei ist die amtierende deutsche Meisterin Bärbel Kiel, die aus bekannten Gründen nur locker trainiert. Wettkampfambitionen hat sie in dieser Saison verständlicherweise nicht mehr.

mehr: News vom 19.06.2009

5.06.2009

Helmut  Trachte läuft wieder

Monatelang lag Helmut Trachte mit einer Lungen- und Rippenfellentzündung mehr oder weniger flach. Gestern absolvierte er im Wipperberg bei Lengefeld nach seiner Genesung seine dritte lockere Trainingseinheit.

Helmut Trachte will nach einigen Wochen des Aufbaus wieder angreifen und sich dann auch wieder der M50 oder nächstes Jahr der M60 des TSV Korbach  zur Verfügung stellen.

10.06.2009

Aua

Aktuelles aus dem "Feldlazarett"

Wenn man als Läufer im fortgeschrittenem Alter nicht über irgendwelche Wehwehchen klagt, stimmt was nicht. Oder? 

Im TSV Korbach wird zurzeit heftig geklagt. Heinz Jandik zwickts an der Hüfte, bei Wilhelm Hofmann, Helmut Heine und meiner Wenigkeit schmerzen seit Wochen die Fersen. Seit gestern hab ich auch noch Wasser im Knie.

Jürgen Schmidt ist dauerverletzt, hats an Leiste und Schambein. Bei Winfried Stede macht der Rücken nicht mehr mit. Nils Milde hat die DM wegen fiebriger Erkältung und Rückfall abgesagt. Die Liste könnte man beliebig fortführen.

Wie sagte Udo Leithäuser kürzlich augenzwinkernd: "Mit 63 wirds wieder besser."

06.06.2009

"Sterne des Sports" funkeln in Waldeck

Bärbel Kiel funkelt als Funktionärin

"...Die Auszeichnungen werden auf kommunaler, Landes- und Bundesebene vergeben. Eine Jury bewertet anhand eines Punktesystems die eingegangenen Bewerbungen. In Waldeck setzt sich das Gremium aus dem Sportkreisvorsitzenden Dieter Feurich, Carsten Stumpe (Waldecker Bank), Leichtathletin Bärbel Kiel (TSV Korbach), dem Kreissportbeauftragten Matthias Schäfer und WLZ-Sportredakteur Thorsten Spohr zusammen..."

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27.05.2009

"Der Fight seines Lebens"

Teamchef Marco Berger von der LAG Wesertal zu meinen News vom 26.05.2009 "Der Fight seines Lebens": "Dieser schöne Text freut mich sehr und zeigt auch das freundschaftliche Verhältnis zwischen den Senioren der Wesertaler und Korbacher." 

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26.05.2009

"Der Fight seines Lebens"

Volker Westermann, LAG Wesertal, ist nach langer Verletzung wieder da. Bei den hessischen Langstaffel-Meisterschaften in Friedberg tauchte er quasi aus dem Nichts auf. Die Freude über das Wiedersehen war groß. 

Der 53-jährige Arzt Volker Westermann läuft seit Jahren in meiner Liga (beide liefen wir unter 2:10 über 800 Meter), ist ein Konkurrent auf und gleichzeitig ein Freund neben der Laufbahn. Ich freue mich für ihn, dass Knie und Sehnen wieder mitspielen. In Friedberg taumelte er förmlich ins Ziel, ging weit über seine Grenze, wie man auf dem Foto im Bericht von Marco Berger sehen kann. Der Fight seines Lebens wurde mit Gold belohnt.

Der Fight seines Lebens

25.05.2009

Hessenmeisterschaften: Regelwerke und Melde-Tricksereien

Heinz Jandik, TSV-Mittelstreckler M60, hat seinen ganzen Frust und Zorn nach seinem 1500-Meter-Rennen bei den Hessenmeisterschaften so ausgedrückt: "Ich fahre 140 Km, gewinne, bekomme aber keinen Titel, weil nur zwei Läufer am Start waren."


Heinz Jandik: Trotz Frust kann er wieder lächeln
 Sein Motto: Wer rasiert verliert (Foto J. Peters)

Auch andere waren "gefrustet". Aber so ist die Regel. Drei Wettkämpfer müssen am Start sein. Diese Regel ist nicht neu, man fragt sich jedoch angesichts der immer dünner werdenden Teilnehmerfelder, ob diese Regel noch zeitgemäß ist und ob man sie in Zukunft aufrecht halten kann. Die Funktionäre sind gefragt.

Für mich ist eine weitere Regel seit Jahren nicht nachvollziehbar. Wenn ich eine Altersklasse erreicht habe, dann sollte meiner Ansicht ein Start nur in dieser Altersklasse möglich sein. Wofür gibt es sonst diese Einteilungen? 

Seit Jahren ärgere ich mich über Läufer, die hin und her melden, nur um aus Profilierungssucht einen Titel oder eine bessere Platzierung abzugreifen. Joachim Peters war diesmal der Leidtragende, ein M50er meldete runter und nahm ihm so den wohlverdienten dritten Platz über 800 Meter. Joachims Ärger kann ich absolut nachvollziehen. Mir wurde mal eine bessere Platzierung bei einer deutschen Meisterschaft genommen, nur weil ein "Älterer" in einem starken Feld noch eine gute Zeit laufen wollte.

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Udo Leithäuser gratuliert

"Liebe TSV-Athleten/innen,

mit 6 Meistertiteln, 5 Vizemeistertiteln, 2 dritten Plätzen habt ihr bei den Hessischen Seniorenmeisterschaften in Bad Homburg ein weiteres glänzendes Kapitel der tollen Saison 2009 geschrieben - mit vielen hochkarätigen Leistungen.

Zuvor hatten die Läufer-Oldies um unseren ambitionierten Seniorenbeauftragten Heinz Jandik bei den Hessischen Langstaffelmeisterschaften in Friedberg mit einem 3x1000m-Titel (in Hessenrekordzeit!?) bei der M 60 und einem Vizetitel bei der M 50 für Furore gesorgt und einen Vatertagsausflug der besonderen Art veranstaltet.

Zu den Erfolgen gratuliere ich im Namen der TSV-Leichtathletikfamilie ganz herzlich!"

04.05.2009

Was macht eigentlich Winfried Stede?

Monatelang war nichts vom Korbacher Mittelstreckler zu hören. Seit über zwei Jahren habe ich ihn als genialen Partner und Tempomacher bei den Bahnwettkämpfen vermisst. Oft trieben und zogen wir uns gegenseitig zu Bestzeiten.

Jetzt erreichte mich keine gute Nachricht. Bei einem kurzen Besuch erklärte Winfried: "Seit geraumer Zeit laboriere ich an einem Bandscheibenleiden." Das Wirbelgleiten im Lendenbereich lasse zurzeit weder Laufen noch Arbeiten zu. Letzte Woche habe "Winni" eine Kur abgeschlossen und hoffe auf bessere Zeiten. Die besten Genesungswünsche von dieser Stelle.

30.04.2009

Mittelstreckler gegen Langstreckler

Wilke gegen Schalk

Es gibt sie, die typischen Mittelstreckler und die typischen Langstreckler. Nach den bekannten Umrechnungsformeln müsste Herbert Wilke nach seinen starken 35:47 Minuten über 10 Km über 800 Meter eine Zeit von mindestens 2:16 auf die Bahn zaubern können. Kann er aber nicht. Seine Zeit von Bad Wildungen (2:29) ist dabei sicher kein Maßstab einen Tag nach dem Zehner. 

Dagegen dürfte ich mit meinen 38:30 Min. von Paderborn allenfalls umgerechnet eine 2:28 Min. über 800 laufen. Diese Zeit schaffe ich aber schon im Training, könnte deutlich schneller. Andersherum: Mit 2:20 über 800 müsste ich eine 36er Zeit über 10 Km laufen, das schaffe ich nicht (mehr). Diese 36er-Zeit holte ich gerade mal in meiner Glanzzeit aus mir heraus, als ich 2:09 Min. über 800 Meter lief, obwohl damit rein rechnerisch eine tiefe 34er-Zeit hätte rausspringen müssen.

Was sagt uns das? Es gibt sie, die typischen Langstreckler, die überspitzt gesagt von 1000 Meter bis Marathon fast ein Tempo durchlaufen, während die schnellen Mittelstreckler über die langen Kanten deutlich an Boden verlieren. Sicher kann man durch spezielles Training einiges auffangen, das Talent in die eine oder andere Richtung aber ist bis zu einem gewissen Grad in die Wiege gelegt. Jeder muss für sich die richtige Strecke suchen und finden. 

In einem Gespräch mit Thorsten Kramer, Blaugelb Marburg, kürzlich in Paderborn sprudelte es aus ihm heraus: "Die für mich ideale Strecke wird nicht angeboten, sie liegt irgendwo zwischen 3000 und 5000 Meter. 10 Km sind eigentlich zu lang für mich."

Langstreckler gegen Mittelstreckler - Wilke gegen Schalk: Irgendwo in der Mitte zwischen 1500 und 3000 Meter werden sich die unterschiedlichen Stärken und Schwächen kompensieren und egalisieren.   

06.03.2009

»Leistungssport ist kein Gesundheitssport«

"richtig fit ab 50": Gibt es eine Belastungsgrenze, ab der Sport nicht mehr gesund ist?

Ein Gespräch mit dem Sportmediziner Prof. Wilhelm Bloch

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Fotos von der Senioren-Hallen-DM-2009 in Düsseldorf

Hans-Peter-Skala hat eine Diashow der Veranstaltung auf seiner Homepage veröffentlicht.

Zur Diashow

27.02.2009

Leistungsgrenzen 

Wohin wird das führen? 

"Nicht jeder kann ein Elitesportler werden. Ein kleiner Ausflug zu den Grenzen menschlicher Laufleistung. Neue Bestmarken im Laufsport gab es 2008 reichlich: Weltrekorde über 100 Meter, 200 Meter und die Marathondistanz bei den Herren, über 5.000 Meter bei den Damen sowie auch der schnellste olympische Marathon aller Zeiten waren die spektakulärsten Highlights. 

Solche Leistungen mögen vielerlei Fragen aufwerfen, doch hier soll nur eine interessieren: Wo liegen die absehbaren Grenzen menschlicher Laufleistungen? Und wie unterscheiden sich diese Grenzen für Elite- und für Freizeitsportler?..."

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21.02.2009

Sportlerehrung der Stadt Korbach

Die Leichtathleten des TSV Korbach stellten wieder einmal mit 46 Geehrten das größte Kontingent. Das hört sich gut an, muss aber relativiert werden. 

Ohne den Erfolg der Leichtathleten schmälern zu wollen, nach Abzug von 8 Trainern bleiben 38 bei nordhessischen, hessischen oder deutschen Meisterschaften erfolgreiche Sportler. Das ist immerhin gegenüber 2006 und 2007 ein Rückgang um etwa 20 %. 

Die Trainergarde präsentierte sich fast vollzählig auf dem Zeitungsfoto, während von den 13 sportlich erfolgreichen Senioren 6 der Ehrung aus verschieden Gründen fern blieben. 

Den größten Erfolg der Korbacher Leichtathleten in 2008 feierte Bärbel Kiel mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft.

Zeitungsbericht

27.01.2009

Erhard Kiel

Es fällt mir unglaublich schwer, Worte zu finden. Bärbel, wir stehen alle unter Schock. Deine Lauffreunde sind in diesen schweren Stunden in Gedanken bei Dir, Deinen Kindern und Deiner Familie. Du hast unser tiefstes Mitgefühl. Wir wünschen Dir von Herzen viel Kraft.

Albert Schweizer hat einmal gesagt: "Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen." Der heutige WLZ-Artikel verdeutlicht, wie beliebt Erhard war, welch hohen Stellenwert er in Schule, Politik und Sport genoss. Er stand in den Herzen der Menschen.

Auch auf dieser Homepage hat Erhard so manchen Artikel geschrieben. Ich weiß auch, dass er immer gerne meine Veröffentlichungen gelesen hat und als Deutschlehrer in den allermeisten Fällen mit meinen Formulierungen einverstanden war. Einmal, im Jahre 2003, musste er mich allerdings korrigieren. Ich schrieb von Wildschweinherden, prompt kam seine Korrektur: "Es heißt doch Rotte." Aus dieser Peinlichkeit entstand dieses kleine Gedicht: 

"Ein Deutschlehrer aus dem tiefen Upländer Silberwald,
kennt sich aus und sagt absolut fachmännisch: "Halt!"
In den News vom 15.11.03 stimmt einfach was nicht,
Wildschweine leben doch in Rotten, oder etwa nicht?
Mann o Mann, das weiß doch jedes Kind,
nur der Schalk nicht, der ist blind."


Erhard Kiel, hier bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in Celle 2003

Erhard, ruhe in Frieden.

Wlz-Artikel

HNA-Kondulenzbuch

Erhards Artikel: Silvester 2006 nach Läuferart und Projekt "Seniorenmeisterschaften Zittau" aus Sicht eines Ehemannes

23.01.2009

Laufmagazin "Spiridon" bekommt neuen Anstrich

"Das Laufmagazin "Spiridon" aus dem Spiridon Verlag geht mit einer Layoutauffrischung an den Start. Die Februar-Ausgabe erscheint mit einer komplett veränderten Titelseite: Der Schriftzug "Spiridon" wurde erneuert, die Farben moderner und das Titelbild erstreckt sich künftig über die ganze Seite. Darüber hinaus tritt die Titelzeile durch Farbveränderung hervor und weitere Themen werden unten links angekündigt. Das Heftinnere soll durch klar strukturierte Rubriken dem Leser eine schnellere Orientierung ermöglichen.

Das Magazin berichtet monatlich seit 35 Jahren über Langstreckenläufe in Deutschland und weltweit. Zudem werden erfolgreiche Läufer von der Redaktion porträtiert und Produktneuheiten vorgestellt. Die nächste Ausgabe der "Spiridon" ist ab dem 3. Februar zu einem Copypreis von 3,70 Euro im Handel erhältlich." (Quelle)

04.01.2009

19.Trierer Silvesterlauf 2008

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten….“

"Aus viel zitiertem Grund mache ich das heute mal von Silvester 08/09. Vor Wochen hatte ich einen Start beim Silvesterlauf in Trier ins Auge gefasst. Ist mal was anderes und gleichzeitig mit Kurzurlaub verbunden. Für den Elitelauf der Frauen über 5 km musste man eine 10-km-Zeit von unter 41 min. nachweisen. Das konnte ich. Und so guckte ich immer wieder die bisherigen Meldelisten durch. Leider ließen es meine anhaltenden Fußbeschwerden dann aber doch nicht zu. 

Nichts desto trotz beschlossen Erhard und ich aber trotzdem einen Trip nach Trier zu unternehmen. Und so starteten wir am 31.12. morgens Richtung Rheinland-Pfalz. Vor Trier fing es plötzlich an zu regnen und die Straßen wurden gefährlich glatt. In der Innenstadt merkten wir das Ausmaß erst richtig. Die Straßen, Bürgersteige und das Pflaster in der Fußgängerzone waren eine einzige Eisfläche, die von den städtischen Kräften mit Massen von Salz bekämpft wurde. Am Mittag sperrte man den 1-km-Rundkurs in der Innenstadt ab und so langsam wurde das Treiben hektischer. 

Punkt 13.05 Uhr starteten die Quick-Walker. Allein dieses Wortspiel „Quick-Walker“ lässt ahnen, was da passierte. Walken sie, laufen sie, gehen sie???? Was machen die eigentlich? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Achim Achilles würde sich darüber wieder seitenlang auslassen. Stockenten! Bei manchen mussten wir schmunzeln, bei manchen laut lachen, bei manchen schmerzverzerrt das Gesicht verziehen. Chefmoderator Wolf-Dieter Poschmann kommentierte in seiner unnachahmlichen Art. „Hier eine Dame mit langen Armen, aber kurzem Schritt.“ Darauf sein Kollege (Namen weiß ich nicht mehr) ins Mikrofon:“ Andersherum wärs schlechter.“ Tatsächlich war nur eine Walkinggruppe dabei, die man sich stilistisch angucken konnte. Alle anderen…. grausam!!!

...bis endlich um 15h der Frauen-Elitelauf kam. Poschi hatte berichtet, dass einige Läufer und Läuferinnen aufgrund des Glatteises nicht nach Trier gekommen waren. Die Straßen nach Luxemburg und Frankreich waren ab dem Morgen gesperrt. Das Läuferinnenfeld war entsprechend klein. 

Für mich war am interessantesten, was Kathrin Dörre-Heinig laufen konnte (meine Altersklasse). Wow!!! sag ich nur. Vorne im Feld mühten sich Anke Möldner und Susanne Hahn ab. Aber als es auf den letzten Kilometer ging, hatten sie der Tempoverschärfung der afrikanischen Läuferinnen nichts entgegen zu setzen. 

Bei den Männern war es das gleiche Spiel. In den ersten Runden zeigte sich mutig der 20-jährige Lokalmatador Thorsten Baumeister an der Spitze. In der Führungsgruppe dabei waren außerdem Arne Möbius und Carsten Schlangen. Jan Fitschen, der verletzungsbedingt auf seinen Start, wie übrigens auch Irina Mikitenko und Sabrina Mockenhaupt (und ich ), verzichten musste, favorisierte Möbius klar vor Schlangen, da ihm für diesen die 8 km doch zu lang erschienen. Diese Prognose ging voll daneben. Schlangen blieb an den Afrikanern dran, während Möbius abreißen lassen musste.

Das war ein Bericht, was sich auf der Strecke ereignete und ich auf ein paar Bildern festgehalten hab. Abseits der Wettkampfgeschehens, aber immer mittendrin, sieht man Wolf-Dieter Poschmann, Thomas Dold, die Brüder Herbert und Manfred Steffny, Jan Fitschen und Mocki. Die Mengen von Bananen im Zielbereich lassen auf einen Marathon schließen, längste Strecke waren aber doch die 8km. Trier wird das deutsche Sao Paulo genannt. Und das hat der Lauf durch die wirklich tolle historische Altstadt wohl auch verdient. Leider war ich aber auch noch nicht in Brasilien. Es wurden Trillerpfeifen und Unmengen von Konfetti verteilt. Es war ein ohrenbetäubender Lärm, begleitet von Sambaklängen, wenn die Läufer vorbeiliefen.


Mocki und die Steffny-Brüder (Fotos: Kiel)

Zwischen den Hauptläufen wurde eine weitere Attraktion geboten. Thomas Dold aus dem Schwarzwald wollte den Weltrekord von 3:20,09 min im Rückwärtslaufen unterbieten. Was manche im Vorwärtsgang nicht schaffen, machte er möglich. Das muss man gesehen haben!!!! Rückwärts. 3:20,0min ist die neue Marke.


Weltrekord mal anders (rückwärts)

Ja, das war in Kurzform der Trierer Silvesterlauf...

Ich wünsche euch allen ein frohes und verletzungsfreies 2009. Und an dieser Stelle auch ein Dankeschön für die Stimmen, die ich von euch bei den diversen Sportlerwahlen bekommen habe. Bärbel Kiel"

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Stand: Montag, 27. August 2012