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Archiv 2007


Sprüche:

31.12.2007

Was würde ich eintauschen?

WLZ-Leser wurden gefragt, welches Sportereignis sie eintauschen würden. Wenn ich gefragt worden wäre, hätte es für mich nur eine Antwort geben können: Ich würde die Nominierungskriterien der WLZ-Sportlerwahl überdenken und einen "Flippo" Heinemann nominieren, der das Comeback des Jahres schaffte, Kreisrekorde in Serie aufstellte und mehrere Titel auf Hessenebene abräumte. Aber mich fragt ja keiner. 

27.12.2007

Sprüche des Jahres 2007

"Manchmal steckt sehr viel mehr in einem als man denkt."

Der Deutsche 800-M-Meister Günter Traub (M45) schilderte exklusiv für diese Homepage seine hochinteressante Geschichte

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„Am Unsrigen wollen wir uns freuen, ohne zu vergleichen: Niemals wird einer glücklich sein, wenn es ihn quält, dass ein anderer besser ist.“

Artikel von Dr. G. Heidinger

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Vor dem Wettkampf traf ich meinen "alten Rivalen" Harald Eichhorn von der LG Bad Soden/Neuenhain, Vereinskamerad Peter Eckes gesellte sich zu uns. Im Spaß zu Eichhorn: "Wir beide laufen unter 3 Minuten." Zu Peter Eckes: "Und du läufst unter 2:50." Eckes mit Augenzwinkern: "Ich wollte eigentlich mal unter 2 Minuten laufen."

Hessenmeisterschaft in Neu-Isenburg

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"Die Deutschen sind und trainieren nicht hart genug. Ich glaube, ich hab früher als Amateur mehr trainiert als die heutigen Profis. Mit den Skilangläufern bin ich den Ettelsberg hochgekeult. Mit meinen Zeiten (Anm.: 29 Min. über 10 Km, Marathon 2:20) würde ich heute fast Deutscher Meister, so schlecht sind die." 

Flippo Heinemann

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"...Und da sind noch meine Waden. Gestern Abend nach dem Lauf gings los. Da, wo einst zarte Muskeln waren, müssen wohl jetzt Backsteine sitzen. Heute Morgen beim Aufstehen sagte mein lieber Mann dann auch gleich: "Na, das sah aber auch schon mal geschmeidiger aus!"...

Bärbel Kiel aus "Unternehmen 10000 Meter Bahn"

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"Zwei schnelle 400er auf der Bahn stehen auf dem Programm. Zurzeit geht oder besser läuft es wieder, wie geschmiert. Zumindest auf der ersten Runde. So schnell, dass ich das Gefühl habe, ich fliege, hebe ab. Wie ein Adler kreise ich im Wind, zwar nicht hoch oben in der Luft, die Kunststoffbahn ist mein Revier. Ich visiere meine Beute, die Ziellinie. Kein Entkommen, hab sie fest im Griff. Der Beutedrang ist gestillt. Genüsslich verschlinge ich die Superzeit..."

Auszug aus Spiridon-Glosse von Uli Schalk

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"Ein ordentlicher Durst am Ende des Trainings ist das beste Argument für ein ehrliches Bier."

Achim Achilles

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 "Je intensiver sich die Forschung mit der aerob-anaeroben Schwelle beschäftigt, desto weniger wird sie verstanden. Puls, Laktat, und Atemgas unterliegen täglichen Schwankungen. Dass Pulsuhren im Freizeitsport so verbreitet sind, liegt vor allem am guten Marketing der Hersteller." 

Triathlon-Bundestrainer Thomas Möller, der seine Athleten eher intuitiv trainiert

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Läuferscherze

Kurz vorm Crosslauf in Sachsenhausen Schalk zu Hofmann und Wrasmann (TSV Twiste): " Ihr ward doch sicher im Winter mehrfach im Sonnenstudio, so braune Beine habt ihr schon. Frank Wrasmann scherzhaft: "Als du vorhin deine lange Hose auszogst, hab ich gedacht, ob er sie nicht besser anlässt, bei den weißen Beinen."

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Alzheimer des Monats

"...Noch fünf Minuten bis zum Startschuss! Komisch war nur, dass so viele am Start Anwesende mit so seltsamen Stöcken ausgerüstet waren. Gehbehinderte? Oder was? Noch zwei Minuten. Ich fragte nach: Stehen die Läufer weiter vorne und hier nur die Nordic-Walker? Die Antwort war niederschmetternd: Start für die 5 km-Läufer war um 11.50 Uhr, um 12 sind die Walker dran!..."

Heinz Jandik beim gescheiterten Versuch, in Paderborn 5 km zu laufen

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Versprecher des Jahres 2007

Moderator Horst Paul bei der Sportlerehrung: "Wir hören das Grußwort von Tankwart Derörde"

Richtig muss es heißen: Dankwart Terörde.

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Im WLZ-Artikel über den Buchenberger Volkslauf ist von "Ausdauerauthisten" (richtig: Autist) die Rede, gemeint sind natürlich die Ausdauerenthusiasten und nicht die Kranken mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung.

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Namensalat "Kramer"

Kramer heißen sie beide, mit Familiennamen. Fliegen können sie auch beide. Der eine - Dirk - flog einst über die Ski-Schanzen dieser Welt, ist heute Trainer in Willingen. Der andere - Thorsten - rennt und zwar sehr schnell, fliegt sozusagen über die Laufbahnen dieser Welt.

In meiner Statistik über die 1000-Meter-Läufer kann somit natürlich nur der Läufer Thorsten Kramer von der LG Eder gemeint sein. Ein aufmerksamer Leser wies mich auf den Lapsus hin. Die Statistik ist schon korrigiert. Das ändert aber nichts daran, dass Thorsten noch ein bisschen Gas geben muss, wenn er die "Alten Säcke" Jandik und den Autor relativ übertrumpfen will.

20.12.2007

Jubel, Trubel, Heiterkeit

Am Jahresende ist es Zeit,
Bilanz zu ziehen, es ist soweit.
Im Jahre Zweitausendundsieben,
wurden die Rekordlisten neu geschrieben.

Ob nun 27 oder einer mehr,
bei diesen Zahlen fällt es nicht schwer,
TSV-Läuferinnen und Läufer zu loben,
die sich in die Listen schoben.

Kiels Bärbel stieß in neue Sphären,
musste auf 10000 Metern klären,
dass es nur eine Frau im Kreise gibt,
die 25 Runden unter 40 Minuten hinkriegt.
Und bei den Deutschen im Silberglanz,
da strahlte Bärbel, "ja ich kann's."

Gemach, gemach, die Irmgard sprach,
dem stehe ich in gar nichts nach.
Wenn eine Runte ins Laufen kommt,
dann fallen die Rekorde prompt.
Hatte 3 und 10 km im Visier,
und dazu noch Titelgier.

Auch eine Sandra Ricke gab richtig Gas,
über Marathon bestimmte sie das Maß,
Sprinterin Ingrid Peters dagegen flitzte,
über 60 Meter in die Spitze.

Einer, der ist Läufer-Kult,
Flippo hatte jahrelang Geduld,
Heinemann ist nun wieder da,
Seriensieger, Rekordjäger, das war wunderbar.

Seit Jahren schon ein Dauerbrenner,
Hofmanns Wilhelm ist der Renner.
In diesem Jahr eher 21 km lang,
aber auch am Berge war er vorne dran.

Ein Jan-, der ist nicht -dik,
fand über 1000 Meter sein großes Glück.
Am Ende des Jahres verschwand er,
nach der Kur ist der Heinz noch schlanker.

Der harte Peters fiel vom Rad,
danach war Joachim richtig stark.
Selbst nach der Laufbandanalyse,
stürzte er nicht in die Krise.
3x10, auch hier war er dabei,
für Mannschaftsrekorde braucht man schließlich drei.

Herbert Wilke ist oft angeschlagen,
muss sich mit Erkältung plagen,
dennoch ist er unverwüstlich,
"unter 10 auf drei genieß ich."
Und noch nen Mannschaftsrekord dazu,
für 2007 hat die Seele Ruh.

Friedrich Knipp und Jürgen Schmidt,
wenn es dann mal ging, waren sie der Hit.
Vor hohem Tempo, das ist nicht neu,
haben Schmiddi und Knippi keine Scheu.
Was soll man sonst noch sagen,
auch 2007 mussten sie sich mit Verletzungen plagen.

Auch beruflicher Stress haut ihn nicht um,
Winfried Stede nimmt's nicht krumm.
die ganz großen Zeiten sind vorerst vorbei,
trotzdem waren's über 1000 ne glatte 3.

Manfred Heide, Helmut Trachte und Dirk Wenner,
waren auf Nordhessenebene die Renner.
Am Jahresende, wer hätte das gedacht,
Karl-Heinz Pschera wieder lacht.

Mittelstrecke ist und bleibt sein Jagdrevier,
Rekorde waren's mindestens vier.
Über 1000 haute M50-Schalk 2:57 raus,
damit ist das Gedicht nun aus.

Auf ein Neues im nächsten Jahr!

© Uli Schalk

12.12.2007

Der "Macher" vom Advent-Marathon meldet sich zu Wort

"Es gibt sie kaum noch, die, die das "Laufen" von allen Seiten betrachten."

Heinrich Kuhaupt: "Hallo Uli, 

heute meldet sich bei Dir kein Marathonläufer - sondern einer der andere laufen lässt. Ob dies meiner eigenen körperlichen Verfassung zugute kommt oder nicht, lasse ich einfach mal offen. 

Jedenfalls sehe ich diesen Lauf ebenso als Höhepunkt wie ein läuferisches Ziel, was ja auch eine systematische Vorbereitung benötigt. Und wenn, wie Du im Bericht siehst, was die Teilnehmer alles auf sich nehmen, um bei uns zu starten, dann geht einem im Vorfeld schon die "Muffe", um die Erwartungshaltung auch zu erfüllen. 

Lieber Uli, mich freut, dass Du für die Besucher Deiner HP auch diese Seite beleuchtest. Ich kann es nicht in Worte fassen, wie weit die Teilnehmer anreisen. Da muss doch dem heimischen Langläufer doch irgendwann auch mal der Ehrgeiz packen!! 

Deine Links zeigen mir wie aufmerksam Du beobachtest und es auch life bringst. Meine ständige Erinnerung an Deine HP bei unseren Läufern erspart mir einige Arbeit, weil Du übersichtlich auch auf dies und das die richtigen Hinweise gibst. Danke für Deine Hilfe und Dank an den erfahrenen Läufer, der den "Hipp-Hopp-Läufern" der heutigen Zeit doch immer ein Vorbild sein sollte. Es gibt sie kaum noch, die, die das "Laufen" von allen Seiten betrachten. So erklären sich auch die "schwachen Leistungen".

Heute nehme ich wieder das Fahrtspieltraining auf. Es werden 7 Belastungen hauptsächlich am Berg. 3,5,7,5,3,und je nach Power noch einige Minutenabschnitte. Die gesamte Zeit ist etwa 90 Min. mit Ein- und Auslaufen, auch Gehpausen. Das Niveau ist etwa 40 Min. (Anm.: für 10km). Trotzdem enttäuschend für mich, da ich immer anschließend meine, dass dies meiner Gesundheit wohl schadet. Dies muss wohl damit zu tun haben, dass mit zunehmenden Alter der Verstand wächst. Für heute erst mal genug Bericht. Ich muss jetzt los, bevor meine Beine wieder schwer werden. 

Freundlichen Gruß, Heinrich"

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Sonntags Tagebuch

Eintragung vom 5. Dezember 07 

"Der Adventsmarathon war ein Frühlingsmarathon. Manche liefen tatsächlich in kniefreien Hosen oder mit nackten Waden. Zum 8. Mal habe ich am Arolser Advents-Waldmarathon teilgenommen. Doch in den Waldungen um Arolsen bin ich weit öfter gelaufen. Heinrich Kuhaupt hat daran erinnert, an meine Probeläufe, auch an den Test der Strecken von „100 Kilometer in drei Tagen“...

mehr

06.12.2007

Bärbel Kiel bedankt sich bei ihren Fans

"Auch ich möchte ganz herzlich "Danke" sagen für die Platzierung bei der Internetabstimmung "TSV-Korbach-ASS 2007" und gleichzeitig allen anderen ebenfalls gratulieren. Auch bei uns Frauen wäre eine Doppelbesetzung des 1. Platzes aufgrund Irmgards hervorragender Leistungen gerechtfertigt gewesen. Aber wir haben ja nur mal die Plätze getauscht. 

Und wie heißt es doch? Nach der Wahl, ist vor der Wahl. Bärbel"

03.12.2007

Internetabstimmung: TSV-Korbach-Ass des Jahres 2007

Statement von Joachim Peters per Mail: 

"Hallo Uli,

ich freue mich sehr, dass ich bei der Wahl mit oben stehe. So bin ich doch wahrscheinlich der erste "Westfale", dem dies gelungen ist und es zeigt mir, dass meine Ergebnisse für den TSV auch beobachtet werden und Anerkennung finden. Tolle Sache! 

Dennoch sind Deine erreichten Leistungen in der Altersklasse in diesem Jahr sicher weit höher einzuordnen als meine. Dies sieht man ja auch an Deinen vielen Kreisrekorden. In meiner Altersklasse sehe ich keine Strecke, auf der ich das mal in einem Einzelstart schaffen könnte. Du legst einfach zu schnelle Zeiten vor.

Laufen macht mir einfach Spaß und ich hoffe, wir können noch viele Wettkämpfe zusammen bestreiten."

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Von der Internetwahl zur WLZ-Sportlerin des Jahres?

"Volle-Kanne-Rennen liegen mir einfach besser."

Bärbel Kiel im WLZ-Porträt

Als erste Waldecker Läuferin über 10000 m unter 40 Minuten

"Es war ein kurzer Ausflug, dafür ein richtig erfolgreicher. Eigentlich ist Bärbel Kiel eine überzeugte Mittelstreckenläuferin, auf den 800 oder den 1500 Metern zu Hause. Mitte des Jahres jedoch wuchs bei der Eimelroderin der Entschluss, ihre Laufdistanzen ein wenig zu verlängern. „Aus einer Laune heraus ist der entstanden“, erzählt die 44-Jährige, die am Ende der Saison die 10000 Meter auf sich nahm. Eine Laune, mit der sie sich einen Eintrag in die Geschichtsbücher der Waldecker Leichtathletik sicherte. 

Bärbel Kiel knackte in Heiligenrode nicht nur einen 27 Jahre alten Rekord, sondern blieb auch als erste Waldecker Läuferin unter der Marke von 40 Minuten. Bis zum Oktober hielt noch Anita Schenk den Rekord, für die Sportlerin der LG Conti Waldeck stoppten die Uhren damals bei 41:59,2 Minuten. Bärbel Kiel war mehr als zwei Minuten schneller, benötigte nur 39:49,5 Zeigerumdrehungen. „Ich hatte gesehen, dass es noch zwei Uralt-Kreisrekorde gibt. Es war ein Ansporn für mich, einen davon zu knacken“, so die Pharmazeutisch-Technische Assistentin. „Er hatte ja nun auch lange genug gehalten.“ 

Für sie war die Umstellung schon fast mehr Qual als Freude. „Es ist schon ziemlich öde, 25 Runden auf der Bahn stur nach der Uhr zu laufen.“ Die Fitness war das geringste Problem für die Läuferin, die seit dem Jahr 2000 wieder für Furore sorgt. „Auch wenn es vom Training her ganz was anderes ist: Fit genug, um über die Strecke mitzuhalten, habe ich mich gefühlt.“ 

Trotz des Rekordes – die Rückkehr auf die Mittelstrecken ist schon programmiert, nicht nur, weil ihre Trainingspartner beim TSV Korbach auch über diese Distanzen unterwegs sind. „Lange Rennen sind von Taktik geprägt. Volle-Kanne-Rennen liegen mir einfach besser.“

Quelle: WLZ-FZ

22.08.2007

Unternehmen 10000 Meter Bahn

von Bärbel Kiel

Vor ein paar Wochen fiel mir die letzte Kreisbestenliste in die Hände. Beim Durchblättern sah ich, dass es in meiner Altersklasse einen Uraltkreisrekord von 1982 über 10000 m gibt, gehalten von Ingrid Kuhaupt und einen über 10km, gehalten von Annegret Jandik. 

Beim sonntäglichen Lauf erwähnte ich das. Die mitlaufenden Männer waren sich natürlich einig, dass ich durchaus 10000 m unter 44 Min. drauf hätte. Auch zu Hause war "Mann" der Meinung. Ein längeres Gespräch mit meiner Tochter Jennifer stimmte mich dann auch etwas mutiger. 

In Trebur hätte ich die Möglichkeit bei den Hessischen Meisterschaften besagte Strecke zu laufen. Aber ich konnte mich einfach nicht durchringen, mich anzumelden. Abwarten. Erst mal paar Testläufe über 1000m auf dem Pauli wagen. Und dann müsste ich meine Ambitionen, noch mal in dieser Saison schneller als bisher über 800 m zu laufen, wohl abhaken. 

Uli riet mir, mach im Training beides. Einen Tag trainierst du Schnelligkeit, den anderen Tag machst du längere Sachen. 10000 m läufst du aus dem Training heraus. Ha, ha, leicht gesagt. Ich mach mich auch nicht so verrückt wegen 10 km, aber ich hab mächtig Respekt, um nicht zu sagen richtig Schiss vor 25 Runden. 

Jeder, dem ich von meinem Vorhaben erzähle, bestätigt mir, dass es das Grauen schlechthin ist. Also hab ich mich erst mal für 5000 m in Borken angemeldet. 12,5 Runden reichen als Aufgalopp. Leider war an diesem Tag auch Meldeschluss für Trebur, sodass die Entscheidung immer näher rückte. 

Kurzum, ich hab mich angemeldet. Muss also "nur" noch unter 43:51,2 Min. laufen. Der Test über 5000 m lief auch zufriedenstellend. Jedenfalls was die Zeit angeht: 19:18 Minuten. Allerdings spielte mein Magen etwas verrückt, meinte sich umdrehen zu müssen auf den letzten Metern und im Ziel. Flippo gab mir den Rat, nichts mehr vorher zu trinken und zu essen (was ich mir natürlich beides vor dem Lauf noch gegönnt hatte). Und nach 10000m habe er im Übrigen immer gekotzt, die gingen unheimlich auf den Magen. Na super. 

Mit den Aussichten läuft es sich doch nächste Woche wesentlich entspannter. Und da sind noch meine Waden. Gestern Abend nach dem Lauf gings los. Da, wo einst zarte Muskeln waren, müssen wohl jetzt Backsteine sitzen. Heute Morgen beim Aufstehen sagte mein lieber Mann dann auch gleich: "Na, das sah aber auch schon mal geschmeidiger aus!" Da kommt (Vor)freude auf. 

Und wie sagte gestern in der Damenumkleide eine Läuferin zu mir: "Niemals dabei denken, bloß nicht Runde für Runde zählen, maximal Kilometer für Kilometer." Also werde ich nächsten Mittwoch weder trinken, noch essen, erst recht nicht denken. Nur laufen.

14.08.2007

Adler können fliegen - Läufer aber auch, oder?

Von U. Schalk

Zwei schnelle 400er auf der Bahn stehen auf dem Programm. Zurzeit geht oder besser läuft es wieder, wie geschmiert. Zumindest auf der ersten Runde. So schnell, dass ich das Gefühl habe, ich fliege, hebe ab. Wie ein Adler kreise ich im Wind, zwar nicht hoch oben in der Luft, die Kunststoffbahn ist mein Revier. Ich visiere meine Beute, die Ziellinie. Kein Entkommen, hab sie fest im Griff. Der Beutedrang ist gestillt. Genüsslich verschlinge ich die Superzeit.

Zurück auf Mutter Erde, den Boden der Tatsachen. Übergang in lockeres Traben. Ja, das können Läufer auch. Sie können sogar gehen, wenn nichts mehr geht. 

Doch fliegen ist schöner, auf zur zweiten Runde. Die ersten 200 Meter, wieder schwebe ich im Kreisflug über die Bahn. Plötzlich schießen die Laktate. Volle Schrotladung in die Oberschenkel. Bei 300 Metern mag es für Außenstehende noch schnell aussehen. Ich aber fliege nicht mehr, mutiere vom Adler zur bleiernen Ente. Sturzflug, 100 Meter freier Fall. Setze zur Notlandung an, meine Triebwerke sind fast völlig ausgefallen. Eben noch Beute, jetzt letzte Rettung: Die Ziellinie. Harter Aufprall, so ändern sich die Zeiten. 4 Sekunden langsamer. Eine lahme Ente zieht von dannen.

Bin ich doch nur ein flügellahmer Mensch? Der Traum vom Fliegen ist geplatzt, jedenfalls vorerst. Schließlich kommt es, wie es kommen muss. Beim Auslaufen "fliegt" mir die Frage um die Ohren: "Und, wie läuft's?" "Danke, es geht." Mir reicht's. Vom Fliegen hab ich erst mal genug. Ich "fahre" nach Hause. 

Doch ein Läufer gibt nicht so schell auf. Ein neuer Tag. Die Gedanken kreisen wie der Adler am Horizont. Es sind genügend Aufwinde da, die mich heute über 20x50 Meter fliegen lassen. Sonne, idealer Flugtag. Bald wird’s wieder regnen. Dann kann ich immer noch als lahme Ente im dunklen Tümpel abtauchen. Tief unten wird’s plötzlich hell - der Traum vom Fliegen beginnt von vorn.

Anmerkung: 

Manfred Steffny, Herausgeber des Laufmagazins "Spiridon", fand meine "Glosse" vom 14.08.2007 gelungen und bringt sie in der neuesten Spiridon.

11.08.2007

Trinken - Manche übertreiben die Flüssigkeitszufuhr

 Eine Wasserstandsmeldung

von Achim Achilles

..."Gefährde ich Menschenleben, weil ich finde, dass man einen 90-Minuten-Lauf bei mitteleuropäischem Klima ohne Flüssigkeitszufuhr bewältigen kann? "Du musst was trinken", ermahnt mich Mona (Anmerkung: Seine Frau). 

Früher haben wir ganze Nachmittage im Hochsommer völlig ausgetrocknet gekickt und hingen bestenfalls mal am Wasserhahn vom Gewächshaus, bis uns der Gärtner weggejagt hat. Offenbar habe ich jahrelang mit meinem Leben gespielt.

Ich sage zu Mona, sie soll mal einem Massai erklären, der jeden Tag zwei Stunden bei mörderischen Temperaturen zu einem verschlammten Wasserloch marschiert und mit vollem Krug auf den Kopf zwei Stunden zurück, warum er des Todes ist, wenn er nicht drei Liter französischen Alpenquellwassers konsumiert oder bunte Iso-Brause für drei Euro den Liter. Er würde lächeln und federnd davonlaufen."...

Auszug aus Achilles-Tipp 21 

"Achtung, folgende Zeilen sind bösartig, gemein und medizinisch zweifelhaft. Aber sie stimmen trotzdem. Die Sauferei ist meistens überflüssig...

...Die Unsitte, auf jeden 20-Minuten-Lauf einen Hektoliter Isotonisches mitzunehmen, greift unaufhaltsam um sich. Die Getränkeindustrie hat es geschafft, Menschen, die sonst keine Probleme haben, die Panik vor dem Flüssigkeitsverlust einzubimsen."...

Merke: 

"Ein ordentlicher Durst am Ende des Trainings ist das beste Argument für ein ehrliches Bier."

02.08.2007

Neid beim Laufen

von Dr. G. Heidinger

"Der Neid der Menschen zeigt an, wie unglücklich sie sich fühlen."

"...auf kaum einem anderen Gebiet ist das Messen und Vergleichen derart unerbittlich und unveränderbar wie es bei der so genannten Ergebnisliste etwa eines Marathons oder anderen Laufes der Fall ist. 3:41 Stunden sind ohne wenn und aber schneller als 3:42, die etwaige Niederlage nicht zu leugnen.

Dass hier der Neid ein nahezu unbegrenztes Gebiet vorfindet, leuchtet ein, ist doch nur eine geringe Menge von Sportlern tatsächlich auch derart gefestigt in ihrem Tun, dass sie die Leistung des Anderen auch ohne diesen zu beneiden zur Kenntnis nehmen können. Wenige sind in der Lage, einfach anzuerkennen, dass der oder die in der Ergebnisliste weiter vorne platzierten Läufer schlicht und einfach – zumindest an diesem Tag – besser waren.

Erklärungen müssen her und solche finden sich zu Dutzenden: „Vielleicht hat er oder sie ja die Strecke ein wenig abgekürzt? Ist gar ein Stück mit der U-Bahn gefahren (seit der Einführung der Chipzeitmessung nicht mehr so leicht möglich)? Möglicherweise hatten die Konkurrenten aber auch lediglich einen besseren Trainingsplan oder bessere Tipps bekommen! Sicherlich aber haben die anderen Läufer mehr Zeit für ihr Training, mehr Zeit zur Erholung, trainieren schon viel länger und und und …“ Der böse Dämon des Neids treibt viele sogar derart weit, dass sie unerlaubte Hilfsmittel im Spiel zu sehen meinen – Doping ist in aller Munde. Man bräuchte ja bloß eine kleine Tablette zu schlucken und schon ist man um vieles schneller.

Neid ist dem Menschen natürlich; dennoch ist er ein Laster und Unglück zugleich... Was ist denn schließlich so schlimm daran, das Bessere anzuerkennen? Wieso fällt es so schwer, zuzugeben, dass es immer Schnellere geben wird? 

Und vor allem: 

Wer sein Sportlerleben lediglich davon abhängig macht, besser bzw. schneller sein zu wollen, der wird hier mehr Unglück denn Glück finden: 

„Am Unsrigen wollen wir uns freuen, ohne zu vergleichen: Niemals wird einer glücklich sein, wenn es ihn quält, dass ein anderer besser ist.“

Vollständiger Artikel

01.07.2007

Kompetenz und Erfahrung der Trainer gefragter als Labortests

Triathlon-Bundestrainer Thomas Möller, der seine Athleten eher intuitiv trainiert: "Je intensiver sich die Forschung mit der aerob-anaeroben Schwelle beschäftigt, desto weniger wird sie verstanden. Puls, Laktat, und Atemgas unterliegen täglichen Schwankungen. Dass Pulsuhren im Freizeitsport so verbreitet sind, liegt vor allem am guten Marketing der Hersteller." 

 Auch die Wissenschaftler und Sportmediziner am führenden Leipziger Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) setzen wieder mehr auf Kompetenz und Erfahrung der Trainer.

Kommentar: 

Die deutschen Triathleten sind seit Jahren absolute Weltklasse, die deutschen Läufer nur noch zweite Liga.

22.06.2007

Wenn die Laktate schießen

von Uli Schalk

Kürzlich erzählte mir ein Schwimmer, dass er in der Jugend bei Delphin-Wettkämpfen auf den letzten 30 Metern die Arme nicht mehr hoch bekam, so seien die Laktate in die Muskeln geschossen. Er habe manchmal geglaubt, nicht mehr ins Ziel zu kommen.

Mittelstreckler kennen das nur zu gut. Wenn man in den absoluten Grenzbereich reingeht, dann werden die letzten Meter zur Hölle. Vor dem Rennen beim Abendsportfest in Wetter erklärte ein Trainer seinen Schützlingen, die wohl das erste Mal 800 Meter laufen wollten: "Bei 600 Metern schießen die Laktate, die letzten Meter können richtig schwer werden." Richtig schwer? Sie können zum Marathon werden. Annette Briel vom TSV Frankenberg nach ihrem 800-Meter-Lauf: "Die letzten 200 Meter waren 1000 Meter lang."

Auch ich bin auf den letzten 100 Metern beim Lauf in Wetter regelrecht "gestorben", habe die Knie nicht mehr hoch bekommen und Stehversuche gemacht. Es war grausam, wie peinlich muss das denn ausgesehen haben? Gut, dass Joachim Peters das nicht gesehen hat, der im Gästebuch zum guten Rennen gratuliert. Zwei Tage später noch beruhigen sich die Muskeln nicht. Ich habe das Gefühl, mehrere Muskelbündelrisse in den Oberschenkeln zu haben. Irgendjemand hat in Wetter wohl auf den letzten 100 Metern Schrotkugeln abgefeuert. Oder waren es doch Laktate? Die tun genauso weh, aber mindestens.

09.06.2007

Peinlicher Lapsus

Im WLZ-Artikel über den Buchenberger Volkslauf ist nicht zum ersten Mal von "Ausdauerauthisten" (richtig: Autist) die Rede, gemeint sind natürlich die Ausdauerenthusiasten und nicht die Kranken mit einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung. Oder sind die Läufer etwa doch gestört? Manchmal sicher ein wenig verrückt. 

Im Ernst: Was ist da bei der WLZ los? Korrekturlesen vergessen, Druckfehlerteufel, Hitze? Erst vor wenigen Tagen wurde ein Kugelstoßer als Sprinter verkauft. 

18.05.2007

Hessenmeisterschaft in Neu-Isenburg

Smalltalk am Rande

"Edwin Moses" war auch da

Vor dem Wettkampf traf ich meinen "alten Rivalen" Harald Eichhorn von der LG Bad Soden/Neuenhain, Vereinskamerad Peter Eckes gesellte sich zu uns. Im Spaß zu Eichhorn: "Wir beide laufen unter 3 Minuten." Zu Peter Eckes: "Und du läufst unter 2:50." Eckes mit Augenzwinkern: "Ich wollte eigentlich mal unter 2 Minuten laufen."

Harald Eichhorn nach der Siegerehrung: "Wir gucken uns dann die Bilder auf Uli's Homepage an. Das ist ja interessant, was man da alles liest. Ich schreibe dir mal 'ne Mail."

Allgemein wurde bedauert, dass viele Mannschaften, insbesondere aus Nordhessen, den Meisterschaften fern geblieben sind. Auch in der M50 zogen zwei gemeldete Mannschaften zurück. "Wo sind denn eure M40er", fragte Marko Berger von der LAG Wesertal, "die hätten doch hier locker auch Vizemeister werden können." Ja, hätten sie. Über 4x400-Meter hätten sie sogar locker Hessenmeister werden können. Auch der Titel über 3x800-Meter der Frauen-AK W40 ging mit weit über 9 Minuten weg. Das hätten die Korbacher Frauen im "Jogging-Tempo" hingekriegt. Hätte, wäre, wenn.

Hürden-Altmeister und Olympiadritter Harald Schmid zeigte sich auch unter den Zuschauern, topfit und braun gebrannt wie eh und je. Heinz Jandik drängte: "Komm wir machen ein Foto für deine Homepage." Schalk zögerlich: "Ach komm, nee, lass ihn in Ruhe." Heinz: "Dann gehen wir eben hin und fragen: Hallo, sind sie nicht der Edwin Moses?" So sind sie, die Korbacher Senioren. Immer zu Scherzen aufgelegt. (Anm.: Schmid war einer der besten 400-m-Hürdenläufer der Welt. Unvergessen sind seine Wettkämpfe mit dem übermächtigen Gegner Edwin Moses Ende der 1970er bis Mitte der 1980er Jahre.)

Und dann war da noch eine Schülerin aus Südhessen, die im 3x800-Meter-Rennen in unglaublichem Tempo und mit ästhetischem Schritt das Feld von hinten aufrollte. Nach dem Wettkampf fragte Heinz: "Du bist unglaublich schön und stark gelaufen. Wie alt bist du denn und wie schnell läufst du?" Antwort: "Ich bin 14 und laufe 2:18. Aber meine Freundin ist noch schneller." Es gibt also doch noch genug Talente.

14.05.2007

Laufinstinkte

Zitat Manfred Steffny:

"Quatsch ist es, wie neuerdings von gewissen Seiten empfohlen wird, verstärkt einzuatmen. Wir brauchen nicht zu pumpen wie die Frösche oder die Taucher. Eine Hyperventilation ist schädlich. Vergesst auch diesen Vierer- oder Dreier-Rhythmus in Abhängigkeit zu den Schritten. Es zählt nur der Laufinstinkt, der schaltet am besten um. Die Lunge holt sich, was sie braucht. Wäre es anders, wären die besten Ruderer mit ihrer Atemkapazität von sechs Litern auch die besten Langstreckler."

Kommentar: 

Steffny ist im Laufbereich DER deutsche Trainer schlechthin. Keiner der jungen Garde kommt an ihn heran. Was er sagt, hat Hand und Fuß. Wer seine Kommentare, gepaart aus Erfahrung und Wissen, manchmal auch nur in einem Nebensatz geäußert, verinnerlicht, kann viel lernen. Dieter Hogan ist einer der jungen Garde, der auch mehr Wert auf Intuition und Instinkte legt. Von Laktat- und Herzfrequenzmessung hält er nicht viel. "Seine" Kenianer sind Weltklasse.

Am Rande der Nordhessenmeisterschaft war ich mir mit dem "alten Haudegen" Flippo Heinemann einig: "Während die Deutschen noch am Messen sind, sind die Kenianer schon im Ziel." 

Flippo: "Die Deutschen sind und trainieren nicht hart genug. Ich glaube, ich hab früher als Amateur mehr trainiert als die heutigen Profis. Mit den Skilangläufern bin ich den Ettelsberg hochgekeult. Mit meinen Zeiten (Anm.: 29 Min. über 10 Km, Marathon 2:20) würde ich heute fast Deutscher Meister, so schlecht sind die."

27.04.2007

"Die gehen raus und tun sich weh"

Claudia Dreher: "In Kenia wird brutal hart trainiert. Die gehen raus und tun sich weh." Der Anreiz ist hoch. "Die besten Läufer haben einen Status wie bei uns Michael Ballack", sagt Dreher. Und entsprechenden Wohlstand: Der frühere Hindernis-Star Moses Kiptanui führt in Iten ein Business-Center, der zweimalige Chicago-Sieger Evans Rutto ein Hotel.

Im beliebten Deutungsmuster vom "schon-als-Kind-kilometerweit-barfuß-zur-Schule-laufen-müssenden" Kenianer sieht Marathon-Weltrekordler Paul Tergat ein Ablenkungsmanöver: "Auch Weiße können schnell rennen, sie lassen sich nur zu sehr vom Training ablenken."

mehr

Was macht kenianische Läufer so stark? 

Bisher wurde vermutet, die Dominanz der kenianischen Langstreckler in der Leichtathletik beruhe auf der Höhenluft des ostafrikanischen Hochlands. Eine Studie kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Das geringere Körpergewicht

15.03.2007

Vom "Jogger" zum Deutschen Meister

Der Deutsche 800-M-Meister Günter Traub (M45) schildert exklusiv für diese Homepage seine hochinteressante Geschichte.

"Manchmal steckt sehr viel mehr in einem als man denkt."

"Hallo Uli,

ich weiß nicht so recht, ob meine Geschichte zum Läufer-Märchen taugt. Jedenfalls ist meine sportliche Vergangenheit eher unspektakulär. Ich habe früher nie leistungsmäßig Sport getrieben, war jedoch sportlich immer mehr oder weniger aktiv (joggen, 1-2 Volksläufe pro Jahr, Radfahren, Bergwandern, etc.). Meine Fitness schwankte stark und hing überwiegend von meiner beruflichen und familiären Belastung ab. Ein spezielles Training über mehrere Monate habe ich nie gemacht.

Ich denke, dass meine jetzigen sportlichen Erfolge sowohl auf eine Portion Talent (dafür habe ich persönlich überhaupt nichts beigetragen!) und auch auf einen gewissen Trainingsaufwand (wenn man die auf Deiner Homepage veröffentlichten Programme durchziehen will, so muss man ganz schön knechten - komplett geschafft habe ich diese übrigens nie!) zurückzuführen sind. Nach einer ersten noch etwas unkonventionellen und noch nicht sehr strukturierten Trainingsphase von ca. 3-4 Monaten (ca. 4-5 * pro Woche) habe ich in 2005 meinen ersten 800-m-Lauf übrigens in 2:07 Min geschafft.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass manchmal sehr viel mehr in einem steckt als man denkt. Das sollte auch andere Laufanfänger ermutigen, es einfach mal zu probieren; jeder mit seinen persönlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten. Vor allem für ältere Laufeinsteiger ist es sehr motivierend, wenn man sich trotz der tickenden biologischen Uhr durch gezieltes Training in den ersten Jahren stetig verbessert. Man fühlt sich manchmal noch als sei man Mitte zwanzig, auch wenn es hier und da schon mal ein bisschen zwickt.

Vielen Dank auch für den Hinweis zum Video über meinen Lauf. 

Viele Grüße

Günter"

Hier ist Günters Lauf vom TV Offenbach zu sehen, der sogar den Top-Läufer Markus Zerres geschlagen hat: Joachim Peters

Siehe auch News vom 11.03.2007:

In drei Jahren von Null auf Hundert dank "Ferntrainer" Schalk

03.02.2007

Versprecher des Tages von Moderator Horst Paul

"Wir hören das Grußwort von Tankwart Derörde"

Richtig muss es heißen: Dankwart Terörde. Bei diesem "verflixten Zungenbrecher-Namen" sei Paul der lustige Versprecher verziehen. Horst Paul korrigierte sich später selbst.

11.01.2007

Sport pervers

Laufen im Wüstenklima?

Mehrere tausend Tonnen Kunstschnee sollen für 200.000 Euro von Neuss nach Willingen gekarrt werden, damit das Weltcup-Skispringen stattfinden kann. Im "frühlingshaften" Düsseldorf oder in der Schalke-Arena werden Skilangläufe auf Kunstschnee durchgeführt. Biathlon-Wettkämpfe werden in den Alpen auf einem künstlichen weißen Band abgehalten, nebenan grünt und blüht es beinahe schon.

Die Klimaerwärmung schreitet voran. Und wir Läufer? Laufen wir eines Tages in der Wüste auf einer künstlich angelegten Finnenbahn unter klimatisierten Glaskuppeln durch einen Wald aus Kunststoffbäumen? Ein befremdender Gedanke.

08.01.2007

Hallenmeeting in Stadtallendorf

"Der Schuss ging nach hinten los"

Joachim Peters schreibt auf seiner Homepage: "Die Sache sollte eigentlich schnell wieder vergessen werden, aber Uli hat uns doch entdeckt. Hier also ein paar Einzelheiten. 

Gerd und ich wollten unsere erst kürzlich aufgestellten Zeiten über 200 und 800m verbessern und hatten deshalb kräftig trainiert. Immer wieder kurze aber schnelle Einheiten in die Trainingsläufe eingesetzt. Dazu 200m Einheiten auf dem Sportplatz gemacht, aber irgendwie ging der Schuss nach hinten los. An zu wenig Training hat es sicher nicht gelegen. Die Beine waren einfach nur schwer. Unsere 28er-Zeiten über 200m gingen ja noch, aber über 800m ging fast nichts mehr. Gerd ging in der letzten Runde an mir vorbei und nahm mir noch 2 Sekunden ab. Die Zeit von 2:26 macht mich jetzt noch wütend."

Kommentar: Sich auf den Punkt in Hochform bringen, daran sind schon erfahrene Weltklasse-Läufer gescheitert. Also Schlüsse ziehen und schnell abhaken. Weniger ist eben doch manchmal mehr.

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Wettkampfplanung - Tanz auf der Rasierklinge

von Uli Schalk

In den letzten zwei Jahren fällt es mir persönlich zunehmend schwerer, meine Saisonziele zu definieren. Planungen lassen sich in "meinem Alter" nicht mehr so leicht umsetzen. Nimmt man etwas in Angriff, kommt eine Verletzung, Krankheit oder irgendetwas anderes dazwischen.

Aus meiner Marathonzeit habe ich gelernt, auf den Punkt hin planmäßig zu trainieren und am Tag X die Höchstform zu erreichen. Bei Bahnwettkämpfen hab ich mich stets auf nur ein Rennen konzentriert und in diesen einen Lauf meine ganze Kraft gelegt, um das Maximale aus meinem Körper rausholen zu können. Zu leicht kann man sich verzetteln, die Form geht "flöten", wenn man auf zu vielen Hochzeiten tanzt. 

Jeder Wettkämpfer hat ein mal die leidvolle Erfahrung gemacht und übers Ziel hinausgeschossen, wie das aktuelle Beispiel "Peters" zeigt. Trainings- und Wettkampfplanung ist manchmal wirklich auch ein Tanz auf der Rasierklinge. Ein Tick zu viel und eine Verletzung kann die ganze Saison kosten.

Helmut Heine, TSV-Trainer, meinte kürzlich in einem Gespräch über Wettkampfplanung: "Alles unter einen Hut bringen, ist sehr schwer. Wer Top-Leistungen bringen will, muss sich auf eine Sache konzentrieren. Entweder Bahn, Straße oder Volksläufe. Alles andere ist halbherzig." Diese Meinung teile ich absolut. 

Ich glaube, in diesem Jahr werde ich die Halbherzigkeit in Kauf nehmen, starte eher nach Lust und Laune mal hier mal da. Das Salz in der Suppe sind und bleiben für mich jedoch Bahnwettkämpfe. 

Gerade die erfordern allerdings ein hohes Maß an innerer Bereitschaft, will sagen, auch der Kopf muss mitspielen. Der tut sich in letzter Zeit ein wenig schwer, Motivation zu finden. Die Erfahrung zeigt, dass sich das aber schnell wieder ändern kann. Bis dahin nehme ich alles unter die Füße was kommt, immer allerdings den Grundsatz nicht aus den Augen zu verlieren, dass weniger manchmal eben mehr ist.

05.01.2007

"Schlecht trainiert zum Marathon - das tut dem Herzen nicht gut" 

Marathon-Arzt Dr. Willi Heepe nimmt Stellung

03.01.2007

Freude auch bei Irmgard Runte

Ihre Rückblicke auf 2006 und Wünsche für 2007

"Hallo Uli,

viele Grüße aus Mannheim sendet Irmgard.

Ich habe mich sehr über die Wahl gefreut und bedanke mich bei allen, die mich gewählt haben. 

Insgesamt war ich mit dem Jahr 2006 zufrieden. Gesundheitlich geht es mir ganz gut. Ich habe zwar noch immer nicht alle Ergebnisse von den Untersuchungen, habe aber trotzdem wieder an dem Silversterlauf in Schifferstadt teilgenommen und war auch - trotz über 900 Teilnehmern und relativ schwierigen Bedingungen - zufrieden; hatte auch keinerlei Probleme. In meiner Altersklasse habe ich den 3. Platz in 46:13 Min erreicht.

Für 2007 würde mir wünschen, dass wieder mehrere Frauen vom TSV an den Start gehen. Vielleicht können wir dann wieder mit einer Mannschaft starten. Ich habe geplant, in Breuna an den Crossmeisterschaften teilzunehmen. 

Bis dahin viele Grüße und alles Gute 

Irmgard"

02.01.2007

"Mal ein Titel der etwas anderen Art"

Zu seiner Internet-Wahl (s. 01.01.2007) schreibt Joachim Peters ins Gästebuch:

"Hallo Uli,

ich freu mich über die Internetwahl. Mal ein Titel der etwas anderen Art, aber nicht weniger wichtig für mich. Dennoch weiß ich ja, dass die sportlichen Leistungen von Wilhelm viel höher einzustufen sind.

Viele Grüße, Joachim"

Gästebuch

Alle Ergebnisse


Tipps:

23.12.2007

Kompetenz im Sport

"Wer trainiert, fördert und steigert die Leistungsfähigkeit seines Körpers ganz gezielt. Unabhängig von Leistungsstand, Alter oder Geschlecht verfolgt dabei jeder Sportler zugleich einen individuellen Zweck mit seinen Bemühungen – Ausgleich zur Arbeit, Erhaltung von Fitness und Gesundheit, Prävention oder Wettkampf.

Ganz gleich, ob es um einen Trainingsguide, Ausstattung, Leistungsdiagnostik oder andere Fragen rund ums Training geht – das Team von „Kompetenz im Sport“ steht mit Rat und Wissen zur Seite..."

Seite mit vielen interessanten Artikeln und Verknüpfungen

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Der Ackerschachtelhalm

...gerade im Ausdauersportbereich eine Pflanze, auf die man nicht verzichten sollte, um Knorpel und Knochen und Bindegewebe zu stärken...

mehr: Kräutersteckbrief

16.12.2007

Tipp

Bewährte homöopathische Mittel: Sport und Verletzung

Arnika-Kügelchen oder Arnika-Salbe gehören eigentlich in jede Sporttasche. Für mich sind diese Mittel seit Jahren erste Wahl und haben mir immer gute Dienste geleistet.

Kügelchen

Salbe

24.10.2007

Was macht eigentlich Uta Pippig?

Uta Pippig liebt das Laufen. Sie macht es instinktiv. Niemals hat sie ihre Leidenschaft in Frage gestellt, nicht einmal darüber nachgedacht. Diese Leidenschaft ist ein Bestandteil ihres Lebens, sie treibt sie an bei ihrem rigorosen Training und ihren sportlichen Zielen. Ohne harte Arbeit geht es nicht, aber eine zentrale Rolle spielte dabei immer auch eine spielerische Freude.

Uta Pippigs neue Website

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Wasser 

eine komplette Zusammenfassung auf 

Utas Seite

12.09.2007

Viktor Röthlin

Homepage des Schweizer WM-Dritten: Marathonläufer Röthlin ist Diplom-Physiotherapeut und gibt auf seiner HP auch wertvolle Tipps für Läufer, u. a. stellt er interessante Rumpfübungen für Läufer vor.

mehr

29.07.2007

Hilfsmittel beim Laufen

"Mit den meisten kommerziellen Hilfsmitteln, die beim Laufen mitgeführt werden sollen, verhunzt man sich nur den Laufstil. Es geht besser und billiger.

VON MANFRED STEFFNY

Wenn mir eine Läuferin mit hochrotem Kopf und Handhanteln begegnet, kann ich nur immer wieder den Kopf schütteln. Das bringt gar nichts, stört nur die Laufkoordination. Meistens bewegen sie die Arme kaum, weil die Handhantel den Bewegungsablauf unrund macht. Oder aber sie schwingen kräftig mit den Armen, um die vermeintliche Stärkung der Armmuskulatur zu unterstützen. Dann aber treffen sie den Körperschwerpunkt beim Laufen nicht. Das Ganze sieht abgehackt aus. Schlimmer noch sind Gewichtsgürtel, sie drücken auf Magen und Darm, wenn sie mit Klettverschluss eng eingestellt sind. Wenn sie dagegen schlackern, kann man sich eine Verletzung an der Hüfte oder am Rücken einhandeln. Davon also Finger weg! Nicht ganz so schlimm sind Gewichtswesten, wenn die Last im Saum steckt. Wenn man schon ein Gewicht trägt, dann bitteschön auf dem Kopf, so wie wir es aus Afrika und Asien von den Wasserträgerinnen mit ihren Krügen kennen. Dieses Gewichtstraining verleiht den Damen einen schönen schwingenden Gang. Beim Laufen wird der Kopf zu sehr auf und ab bewegt, so dass der Krug dann runterfiele. Wer mit dem Kopf zuviel wackelt beim Laufen, kann mal gelegentlich einige Schritte mit einem offenen Buch auf dem Kopf laufen. Ideal wäre, ja wenn es nicht so martialisch aussähe, mit einem festgezurrten Stahlhelm auf dem Kopf zu laufen. Bei Sturm bin ich schon so durch den Wald gelaufen.

MALTRÄTIERTE ARME

Ich staunte nicht schlecht, als ich in dem neuen Buch von Matthias Marquardt „Warum Laufen erfolgreich macht und Grünkernbratlinge nicht“ blätterte. Das ist der, der arme Triathleten nach dem Radfahren auf dem Vorfuß laufen lässt statt endlich die Ferse zu belasten. Jetzt malträtiert er auch noch die Arme der Läufer. Dazu hat er einen Armtrainer entwickelt, ein Stück Holz, das aussieht wie eine halbe Nudelrolle oder ein halber Staffelstab. Die kann man bei ihm kaufen und die soll man sich dann beim Laufen in die Ellenbeugen klemmen, um sich eine hohe Armführung anzugewöhnen. Das ist völlig falsch, auch wenn Marquardt dies „natural running“ nennt. Man muss den Unterarm fallen lassen und dann die Bewegung vom Ellenbogen aus steuern. Ist der verklemmt, so rudert man seitlich mit den Schultern. Wenn schon ein Hilfsmittel, dann lieber in jeder Hand eine Rute halten. Schlägt man sich die ins Gesicht, ist die Armhaltung falsch. Es soll ja Leute geben, die im Neoprenanzug laufen, um abzunehmen. Ein grässlicher Gedanke. Wer bleiern laufen will, kann auch mit Stiefeln oder Bergschuhen rennen. Emil Zatopek erwarb sich so seinen unmöglichen Laufstil, wurde aber trotzdem Olympiasieger, weil seine sonstige Trainingsmethode richtig war. Die Abstufung, mal mit schwereren und mal mit leichteren Laufschuhen zu trainieren, ist allerdings zu empfehlen. Ansonsten macht man sich das Laufen nicht mit unnötigen Hilfsmitteln schwerer, sondern durch schwere Bodenverhältnisse wie auf Sand oder bergauf.

SONNE UND WIND

Herzfrequenzmesser, GPS oder iPods wollen wir diesmal völlig ausklammern. Aber ich laufe manchmal mit meinem eigenen kostenlosen Videorecorder und korrigiere so meinen Laufschritt. Mein Videorecorder ist die tiefstehende Sonne am Morgen oder Abend, die mich von hinten erfasst und einen langen Schatten auf den Boden wirft. Rumpf-, Arm-, Schulter- und Kopfhaltung kann ich so überprüfen. Und das sieht man ohnehin von hinten am besten. Schwimmer können jetzt zuhause im Mini-Becken trainieren mit einer neuartigen Gegenstromanlage. Der Triathlet mit Hometrainer, Rolle und Laufband braucht das Haus nicht mehr zu verlassen. Aber draußen gibt es noch ein weiteres kostenloses Trainingsmittel. Den Wind. Warum sind die holländischen Radfahrer als Flachländer so gut und haben reihenweise die Etappe der Tour de France nach Alpe d`Huez gewonnen?. Dopen kann sich ja jeder. Aber sie haben ein Geheimnis. Im Winter fahren sie bei starkem Gegenwind über den Damm am Ijsselmeer. Das gibt Kraft. Wir Läufer können es auch mal mit Windkraft versuchen. Schade nur, dass niemand für Sonne und Wind wirbt. Kann man halt nicht kaufen."

Quelle: Laufmagazin "Spiridon"

22.07.2007

Alles zum Thema "Laufschuhkauf" und den neuesten Tests

Laufschuhkauf.de

06.04.2007

Läufertypen

Wo liegen die Stärken? Sprint, Mittelstrecke, Langstrecke? 

Der interessante Läufertyp-Test auf "aktiv-laufen" soll natürlich nur einen Anhaltspunkt liefern. Ein erfahrener Trainer kann sicherlich viel besser die Veranlagung eines Läufers herausfinden. Allerdings kann man durch den Test durchaus erfahren, wo die Stärken und Schwächen liegen und gegebenenfalls die Wettkampfstrecke ändern.

Der Läufertyptest

23.03.2007

 "In das Alter hineinlaufen, aber nicht dem Alter davonlaufen"

"Marathonarzt Dr. Willi Heepe: Was macht Sinn? Für jeden ist der Blick in den Spiegel seines Lebens das Entscheidende, jeder über 35- oder 40-jährige Läufer sollte daran denken, dass möglicherweise der Lebenslauf in seinen Gesundheitspass schon eine Narbe oder schon ein Merkmal geschrieben hat.

 Wer älter wird im Laufsport, der erkennt, dass sich in der Tat im Laufen ein unglaubliches, psychisches Selbstwertgefühl entwickelt. Man vergisst, dass man älter wird, man läuft sich warm, man überwindet sich und fühlt sich in einer Ebene ausgesprochen wohl, gewissermaßen möchte man dem Alter davonlaufen.

"Ein Mann muss ..." – im langläufigen Sinne ein Haus gebaut, einen Sohn gezeugt, ein Buch geschrieben und neuerdings auch einen Marathon gelaufen haben. Muss man einen Marathon gelaufen haben?"

mehr

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Tipp

German Road Races

21.02.2007

Sechs einfache Strategien, 85 Jahre alt zu werden 

Große Studie hat bestätigt: Man muss nur die üblichen Verbote und Gebote für ein gesundes Leben beachten 

Wie kann man als Mann so richtig alt werden?

16.02.2007

Tipp

"Laufen ist ..." in der neuen "Running"

In der aktuellen Ausgabe 3/2007 wurde mein Gedicht "Laufen ist ..." in einer tollen Aufmachung veröffentlicht. Außerdem beinhaltet das Lauf-Magazin einen Bericht von Heinrich Kuhaupt über den Twistesee-Marathon und viele weitere interessante Artikel.

Hier noch mal das Gedicht in voller Länge:

Laufen ist ...

Laufen, das ist Lebenslust,
bringt pure Freude, nur selten Frust.
Laufen ist das A und O im Leben,
es wird dem Menschen in die Wiege gegeben.

Des kleines Kindes Läuferglück,
beginnt schon mit dem ersten Schritt.
Die Kleinen lernen schnell erkennen,
es ist was Großes, ich kann rennen.

Glückliche Kinder springen, laufen, hüpfen,
erst Jahre später wird man schwitzen,
im hartem Training einem großen Ziel entgegen,
denn Läufer wollen irgendwann auch einmal siegen.

Zugegeben, auch schlechte Tage sind mal drin,
ja sogar das hat seinen tiefen Sinn.
Hat man sich erholt, kann wieder siegen,
können Läufer förmlich fliegen.
Nach einer Bestzeit werden sie emotionsgeladen,
auf einer Welle der Euphorie durchs Leben getragen.

Laufsport ist DER Sport schlechthin,
nichts, rein gar nichts würde laufen ohne ihn.
Rümpfen andere Sportler jetzt vielleicht die Nase,
ein Ballspiel ohne Laufen wäre wie Ostern ohne Hase.

Laufen ist Bewegung pur,
ob nun mit, ohne oder gegen die Uhr.
Man kann laufen zu jeder Zeit,
Schuhe an, auch wenn es schneit.
Ob im Dunkeln oder Hellen,
morgens, mittags, abends, nachts,
immer ist das Laufen möglich,
und macht meistens großen Spaß.

Laufen, das kann vieles sein,
joggen, sprinten, in der Gruppe, mal allein.
Hartes Training auf der Bahn,
Intervall, bergab, bergan.
Fahrtspiel, Cross, ja Wettkampf auch,
jeder so, wie er es braucht.

Laufen ist schlichtweg pures Leben,
dem Körper nehmen und viel geben.
Immer mehr erkennen dies,
was Laufen für das Leben ist.
                                                       
© Uli Schalk

Running

06.02.2007

Freunde und Laufpartner im Netz - Partner dieser Homepage

Wilhelm Hofmann Vermessungsbüro

Manfred Hamels Foto-Lichtblicke

Friedhelm Knipp

Sportlich:

Joachim Peters

TSV Korbach - Leichtathletik

22.01.2007

Chili: Gewürz und Heilmittel... 

mehr als nur scharf 

Von Jochen Schmitz

"Einem Irrtum haben wir es zu verdanken, dass der Cayennepfeffer den Weg in Europas Küchen gefunden hat. Columbus hielt ihn, aufgrund seiner Schärfe, für den teuren und begehrten Pfeffer. Durch dieses Missverständnis gelangte das rot-braune Pulver in die alte Welt, um den Menschen dort nach dem Verzehr die Tränen in die Augen zu treiben...

...Besonders in der kalten Jahreszeit plagen den Läufer verspannte Muskulatur und gehemmte Durchblutung. Capsaicin erweitert die Gefäße und fördert infolgedessen die Durchblutung, welche wohltuend wärmt, Heilungsprozesse unterstützt und die Muskulatur entspannt, eventuelle Schmerzsymptome werden gelindert. Es spricht viel für die Anwendung von Capsaicin, nicht nur für den geschundenen Sportlerkörper..."

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08.01.2007

Wettkampfplanung - Tanz auf der Rasierklinge

von Uli Schalk

In den letzten zwei Jahren fällt es mir persönlich zunehmend schwerer, meine Saisonziele zu definieren. Planungen lassen sich in "meinem Alter" nicht mehr so leicht umsetzen. Nimmt man etwas in Angriff, kommt eine Verletzung, Krankheit oder irgendetwas anderes dazwischen.

Aus meiner Marathonzeit habe ich gelernt, auf den Punkt hin planmäßig zu trainieren und am Tag X die Höchstform zu erreichen. Bei Bahnwettkämpfen hab ich mich stets auf nur ein Rennen konzentriert und in diesen einen Lauf meine ganze Kraft gelegt, um das Maximale aus meinem Körper rausholen zu können. Zu leicht kann man sich verzetteln, die Form geht "flöten", wenn man auf zu vielen Hochzeiten tanzt. 

Jeder Wettkämpfer hat ein mal die leidvolle Erfahrung gemacht und übers Ziel hinausgeschossen, wie das aktuelle Beispiel "Peters" zeigt. Trainings- und Wettkampfplanung ist manchmal wirklich auch ein Tanz auf der Rasierklinge. Ein Tick zu viel und eine Verletzung kann die ganze Saison kosten.

Helmut Heine, TSV-Trainer, meinte kürzlich in einem Gespräch über Wettkampfplanung: "Alles unter einen Hut bringen, ist sehr schwer. Wer Top-Leistungen bringen will, muss sich auf eine Sache konzentrieren. Entweder Bahn, Straße oder Volksläufe. Alles andere ist halbherzig." Diese Meinung teile ich absolut. 

Ich glaube, in diesem Jahr werde ich die Halbherzigkeit in Kauf nehmen, starte eher nach Lust und Laune mal hier mal da. Das Salz in der Suppe sind und bleiben für mich jedoch Bahnwettkämpfe. 

Gerade die erfordern allerdings ein hohes Maß an innerer Bereitschaft, will sagen, auch der Kopf muss mitspielen. Der tut sich in letzter Zeit ein wenig schwer, Motivation zu finden. Die Erfahrung zeigt, dass sich das aber schnell wieder ändern kann. Bis dahin nehme ich alles unter die Füße was kommt, immer allerdings den Grundsatz nicht aus den Augen zu verlieren, dass weniger manchmal eben mehr ist.


Was sonst noch lief

19.12.2007

Genesungswünsche an den erkrankten Otto Lange

Udo Leithäuser übermittelt im Namen der TSV-Leichtathleten herzliche Genesungswünsche an den Ehrenvorsitzenden Otto Lange, der zurzeit mit einer Lungenentzündung im Korbacher Krankenhaus behandelt wird, und drückt die Hoffnung aus, dass er bald wieder auf den Beinen ist.

10.12.2007

Zurück zu den Wurzeln - oder: wie es früher einmal war.

Bericht und Bilder vom Bad Arolser Advent-Waldmarathon

08.12.2007

27. Advent-Waldmarathon in Bad Arolsen

Bildergalerie

30.11.2007

Vereinscrosslaufserie - morgen 2. Lauf im Waldecker Berg

Spikes empfehlenswert - Gäste willkommen

Entgegen des Zeitungsberichts findet morgen erst der 2. Wertungslauf der 3. Crosslaufserie des TSV Korbach statt. Gäste sind willkommen. Die Strecke im Waldecker Berg (Finnenbahn) hat teilweise knöcheltiefen Boden - wer was "reißen" will, sollte auf Spikes nicht verzichten.

Einladung - 3. TSV-Crosslaufserie (2007/2008)

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Finnenbahn

Tafeln auf dem neusten Stand

Nach Jahren wurden die Tafeln an der Finnenbahn endlich auf den neusten Stand gebracht. Auf den Tafeln sind alle Finnenbahnmeister und die Rundenbestzeiten aller Jahrgänge aufgelistet.

26.11.2007

Ingrid Peters wechselt nach Twiste

Was sich in den letzten Wochen andeutete, ist perfekt. Ingrid Peters, aktuelle Hessenmeisterin über 60 Meter in der Halle, verlässt den TSV Korbach und wechselt zum TSV Twiste. Sie will mehr Augenmerk auf die technischen Disziplinen legen. 

Ihr Mann Joachim Peters dagegen bleibt dem TSV Korbach erhalten. Er sieht hier in Korbach im Laufbereich mehr Perspektiven für Erfolge mit Staffel und Mannschaft. 

Es bleibt abzuwarten, ob die Korbacher noch einen Neuzugang präsentieren können.

16.11.2007

"Schmiddi" und "Knippi" wieder im Training

Jürgen "Schmiddi" Schmidt und Friedrich "Knippi" Knipp haben die schlimmsten Wochen hinter sich. Seit einiger Zeit können sie wieder trainieren. Knippi nach seiner Fersenverletzung heute auf der Finnenbahn: "Ich spüre keine Schmerzen mehr, nur noch leichten Druck." 

Da seit geraumer Zeit auch Karl-Heinz Pschera nach mittlerweile jahrelangen Fußproblemen wieder laufen kann, sieht es im Läuferlager des TSV Korbach wieder rosiger für die Zukunft aus.

14.11.2007

Wilhelm Hofmann nach OP guter Dinge 

Wilhelm Hofmann meldet aus dem Krankenhaus, dass seine Nasen- und Kiefernhöhlen-OP gut verlaufen sei. Er sei richtig glücklich, dass sich auf Anhieb der Stirndruck nach Entnahme der Tamponage gemindert habe. 

"Endlich kriege ich wieder Luft", freut sich Wilhelm. Wenn alles weiterhin gut laufe, könne er nach drei Wochen wieder mit leichtem Jogging beginnen.

 Beste Genesungswünsche auch noch mal von dieser Stelle.

27.10.2007

Staffelsalat

Kürzlich beim Sonntags-Jog kam die Frage auf: "Was ist eigentlich eine olympische Staffel?"

Die Antwort liefert Wikipedia:

Olympische Staffel 

"Die Olympische Staffel ist eine Staffellauf-Disziplin in der Leichtathletik mit den Strecken 800 Meter, 200 Meter, 200 Meter und 400 Meter. Bei Olympischen Spielen wurde sie nur einmal, 1908 in London, innerhalb der Männerwettbewerbe gelaufen. Dort siegte die USA-Mannschaft  vor Deutschland und Ungarn.

Inzwischen ist die Olympische Staffel bedeutungslos, da für sie kein Weltrekord bei der Internationalen Leichtathletik-Föderation geführt wird.

Gelegentlich werden unter dem Namen Olympische Staffel noch Wettkämpfe mit anderen als den ursprünglichen Teilstrecken ausgetragen, z. B. 100 m-200 m-400 m-800 m.

Schwedenstaffel

"Bei der "Schwedenstaffel" laufen vier Läufer (oder Läuferinnen) insgesamt 1000 Meter. Diese Gesamtstrecke wird in vier unterschiedliche Strecken (400m - 300m - 200m - 100m) aufgeteilt, die in der genannten Reihenfolge gelaufen werden."

mehr

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Staffeln fördern den Mannschaftsgeist

Die Korbacher Senioren hatten und haben große Erfolge, auch in diesem Jahr, in Staffel- und Mannschaftswettbewerben. Deutsche und Hessische Meistertitel sowie zahlreiche Podestplätze wurden in den letzten Jahren gefeiert. Mannschaftliche Wettbewerbe machen großen Spaß, fördern den Teamgeist, sind fast immer die Höhepunkte einer Veranstaltung.

21.09.2007

"Trainingslager"

Meine Homepage ruht für ein paar Tage, ich gehe ins "Trainingslager" auf die holländische "Laufinsel Texel". Würde mich freuen, wenn der ein oder andere ein paar Neuigkeiten ins Gästebuch schreiben würde, um mich auf dem Laufenden zu halten.

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Mittelstreckenmeeting Korbach

Vom Mittelstreckenmeeting in Korbach liegen mir noch keine Infos vor. Obwohl die Korbacher Organisatoren seit geraumer Zeit eine moderne elektronische Zeitmessanlage in Betrieb haben, ging man leider zur antiquierten Handstoppung über, was bei eingefleischten Mittelstrecklern und Außenstehenden auf wenig Verständnis stoßen dürfte.

15.08.2007

So kam ich über den Berg

Kürzlich gratulierte mir der Deutsche Meister (800, 1500 Meter) Günter Traub per Mail zum Kreisrekord und zum gelungenen Comeback auf der Bahn. Gleichzeitig erinnerte er sich an meine Motivationsprobleme. So schilderte ich ihm, wie ich aus der mentalen Krise den Weg zurück gefunden habe:

"Es lief ja bei mir im Winter und im Frühjahr im Cross und auf der Straße schon richtig gut. Das Salz in der Suppe sind für Mittelstreckler aber eben Bahnwettkämpfe, die aber - jedenfalls für mich und wohl auch die meisten anderen Läufer - die größte mentale Kraft erfordern. Nach Jahren auf höchsten Niveau sind schon viele in ein Motivationsloch gefallen. Dieter Baumann sagte mal, dass er über ein Verletzungsjahr wieder zur alten mentalen und körperlichen Stärke gefunden habe, weil plötzlich der Wettkampfdruck weggefallen sei.

Aus meinem Loch musste ich nun also auch langsam raus, meine Form aus dem Frühjahr irgendwie auf die Bahn bringen. Dazu musste ich erst einen Lernprozess durchlaufen und meine hohen Ansprüche runterschrauben. Mir musste klar werden, dass ich mit 51 Jahren nicht mehr Zeiten unter 2:10 über 800 m laufen kann.

Über Einsätze in den Staffeln habe ich den Weg auf die Bahn zurückgefunden. Da musst du durch, um die Mannschaft nicht hängen zu lassen. Und ob es da ein bis zwei Sekunden langsamer sind, spielt nicht die entscheidende Rolle. Wir wurden über 3x1000-Meter Nordhessenmeister und hessische Vizemeister, da lief ich jeweils knapp über 3 Minuten.

Das hat mir den entscheidenden Kick nach vorn gegeben. Wenn alles passte, wusste ich, es kann wieder unter 3 Minuten auf 1000 m gehen. So einen Tag erwischte ich letzte Woche. Und jetzt habe ich auch wieder den Mut, schneller anzugehen und höheres Tempo zu laufen. Ich spüre, dass ich noch mehr drauf habe, will mich aber nicht mehr zu sehr unter Druck setzen. 2:55 - 2:56 traue ich mir schon noch zu. Das wird mein Ziel in den nächsten Wochen sein, aber nicht auf Biegen und Brechen, denn die 2:57 sind in meinem Alter wirklich ok. Da werden sich hier im Kreis einige die Zähne dran ausbeißen. In Deutschland waren in 2006 nur 6 oder 7 Läufer schneller. In Hessen keiner.

Mir persönlich ist allerdings der Kreisrekord über 800 m noch wichtiger. 800 - das ist einfach meine Strecke. Der Rekord liegt bei 2:17,8. Den will ich in den nächsten Wochen angehen, mit der 1000er-Zeit im Rücken sollten 2:15/16 drin sein. Diesen Rekord habe ich vor Wochen 2x knapp verfehlt. Es waren die ersten Einzelwettkämpfe, für mich zu zeitig im Jahr (auch die Hessischen Meisterschaften), da hatte ich noch nicht wieder die absolute mentale und körperliche Höchstform.

Wie du siehst, Günter, rede ich von Zeiten, die du mal eben "locker" im Training läufst. An deine absolute Spitzenklasse komme ich nicht mehr ran, du läufst in einer anderen Liga. Aber man weiß ja nie. Wie sagtest du kürzlich so schön: "Manchmal steckt sehr viel mehr in einem als man denkt."

Und ein anderer kluger Kopf (glaube Schopenhauer) hat mal gesagt: "Am Unsrigen wollen wir uns freuen, ohne zu vergleichen: Niemals wird einer glücklich sein, wenn es ihn quält, dass ein anderer besser ist." 

So habe ich die Kurve gekriegt. Ansprüche runter schrauben und sich darüber freuen, was der Körper mit 51 noch hergibt. Und das ist reichlich. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, wie vielen jüngeren man die Hacken zeigen kann, kommt man über den Berg."

09.08.2007

70000 Besucher

Noch drei Wochen, dann ist diese Seite 6 Jahre im Netz. Seit 01.09.2001 wurde sie über 70000x angeklickt. Pro Jahr errechnet sich damit ein Schnitt von 11825 Besuchern - mittlerweile aus aller Welt. In den letzten 2 Jahren hat sich die Besucherzahl verdoppelt, an Spitzentagen verzeichnet der Zugriffszähler über 200 Klicks. Dank an alle, die mir die Treue gehalten haben.

24.07.2007

Alle Jahre wieder - Melsunger "Jungstar" zu Besuch auf "Pauli"

Beinahe jedes Jahr in den Sommerferien taucht ein schneller junger Mann auf dem Korbacher "Pauli" auf und spult sein Mittelstreckentraining runter. Der A-jugendliche Peter Micke vom MT Melsungen, ein Schützling Alwin Wagners, besucht regelmäßig in den Ferien seine Korbacher Verwandtschaft und nutzt die Tage zum harten Bahntraining.

So auch gestern. "Was trainierst du", fragte ich ihn. "300 Meter bin ich eben in 38! Sekunden gelaufen, jetzt stehen 600 in etwa 1:36 auf dem Programm." "Das passt, da hänge ich mich erst mal dran", war meine mutige Antwort. Wollte ich doch an diesem Abend in dieser Saison erstmals einen Formtest über 600 Meter unter 1:40 versuchen.

Wir liefen los. Peter Micke war der ideale Hase. 15,5 Sek. nach 100, die 200 Meter wurden in 31 durchgegangen. Noch ein wenig zu schnell. Nach 400 Metern hatten wir das angestrebte Tempo gefunden: 64 Sekunden. Kopf an Kopf erreichten wir nach 1:38,40 Min. die 600-Meter-Marke. Ich war seit langer Zeit mal wieder mehr als zufrieden, für mich war es der schnellste Trainingstest in diesem Jahr. Micke waren es zwei Sekunden zu langsam, er klagte über Verhärtungen im hinteren Oberschenkelmuskel. Nach seinem 300er in unglaublichen 38 Sekunden wunderte mich das nicht.

Beim Auslaufen tauschten wir uns weiter aus. Ich konnte ihm ein paar Tipps zur Kräftigung der hinteren Oberschenkelmuskulatur mit auf den Weg geben. Micke plauderte: "Ich will dieses Jahr die 2 Minuten über 800 Meter knacken, meine Bestzeit liegt um wenige Hundertstel drüber. Über 1000 Meter habe ich eine 2:38 stehen." 

"Mit den Plänen auf meiner Homepage unter Training kannst du dein Vorhaben in die Tat umsetzen", verabschiedete ich ihn. Die Pläne wolle er sich ganz genau ansehen. Peter Micke hatte an diesem Abend dann doch noch nicht genug. Nach langer Erholung musste es noch ein 300er zum Abschluss sein.

21.07.2007

Joachim Peters auf gutem Weg

Joachim Peters hat nach seinem Radunfall die ersten lockeren Trainingseinheiten auf dem Pauli gut überstanden. Nach seinen Bein-OP's im Frühjahr und dem Radunfall muss er 2007 als ein Durchgangsjahr abhaken. Es gilt nun für den letztjährigen Hessenmeister über 1500 Meter, die Form langsam aufzubauen, um in 2008 zu alter Stärke zurückzufinden.

10.07.2007

Die fesselnde Geschichte eines mehrfachen Deutschen Meisters

Günter Traub war bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften einer der erfolgreichsten Athleten, wenn nicht der erfolgreichste überhaupt. Er gewann 3 Medaillen, zweimal Gold, einmal Silber. Günter Traub beschreibt in einem fesselnden und hochinteressanten Bericht seinen Weg dorthin:

"Hallo Uli,

vielen Dank für die Glückwünsche. Nach meinem gestrigen 1500-m-Lauf hat mir Deine Vereinskameradin Bärbel Grüße von Dir bestellt. Habe mich sehr darüber gefreut. Vermutlich konnte ich ihr das jedoch gar nicht richtig vermitteln, da ich noch völlig platt vom 1500-m-Lauf war.

Die DM waren für mich ein voller Erfolg. Nachstehend findest du einen kleinen Laufbericht.

Gold über 800 - ich schaltete meinen Endspurtturbo ein

Am Freitag standen die 800 m an. Hauptkonkurrent war Markus Zerres, der vor wenigen Wochen noch eine 2:01,5 Min. gelaufen war und damit knapp 1,5 s unter meiner Bestzeit lag. Ich war zuversichtlich, dass ich meine Bestzeit auch noch steigern konnte und hoffte vor allem auf meinen starken Endspurt. Das Rennen lief ziemlich nach Plan. Markus gab ordentlich Gas und ich lief einfach mit. Nach 600 m war ich mir sicher, dass ich dieses Rennen gewinnen würde, nach 700 m schaltete ich meinen Endspurtturbo ein und wurde in 2:02,44 Min deutscher Meister. Das war eine neue persönliche Bestleistung.

400 Meter - keine Ahnung, wie ich das geschafft habe

Eine gute Stunde nach dem 800-m-Lauf standen dann die 400-m-Vorläufe an. Da jedoch zwei Läufer ausfielen, entschied das Organisationskomitee kurzerhand, sofort den Endlauf durchzuführen. Ich war noch ziemlich platt von den 800 m und stapfte förmlich um das Oval, um letztendlich die Silbermedaille in einer neuen persönlichen Bestzeit von 54,45 s zu holen. Keine Ahnung wie ich das geschafft habe.

1500-Meter-Gold - wenige Meter vorm Ziel kam der große Hammer

Am Sonntag folgten die 1500 m. Hier waren die Rollen ganz klar verteilt. Markus Zerres war mit seinem kürzlich gelaufenen Hessenrekord von 4:07 Min. klarer Favorit. Ich selbst stand an dritter Stelle der Meldeliste mit meiner vor wenigen Wochen gelaufen Bestzeit von 4:20 Min. Ich war mir ziemlich sicher, dass dieses Rennen ein einziger Tempolauf werden würde. Doch dann kam zunächst alles ganz anders. Keiner wollte in der ersten Runde die Tempoarbeit übernehmen, so dass wir die ersten 300-400 m im Schneckentempo dahinbummelten. Doch dann ging es gewaltig zur Sache. Markus ging nach vorne und schlug ein sehr hohes Tempo an, ich selbst lag an dritter Stelle. Im Laufe des Rennens war ich nahe dran zweimal abreißen zu lassen, doch meine Pfälzer Laufkameraden feuerten mich immer wieder an dranzubleiben. Irgendwie schaffte ich dies bis 150 m vor dem Ziel, dann wurde das Tempo nochmals forciert. Ich kämpfte mich am Zweitplazierten vorbei und befand mich dann eingangs der Zielgerade in Lauerstellung. Die Beine waren schon unendlich schwer. Ich zündete meinen Endspurtturbo, doch der schaffte höchstens noch halbe Leistung. Trotzdem zog ich an Markus vorbei. Und dann war es eine Qual bis mich dann wenige Meter vor dem Ziel der große Hammer traf. Die Beine versagten ihren Dienst und ich fühlte mich wie im Tunnel. Ich habe meine Umwelt überhaupt nicht mehr registriert außer die berühmte Ziellinie. Oft hatte ich schon darüber gelesen, selbst erlebt hatte ich so etwas vorher noch nie. Mit letzter Kraft stürzte ich ins Ziel und lag dort mit sehr knappem Vorsprung als neuer deutscher Meister auf der Tartanbahn. Die Zeit von 4:16 Min. ist auch persönliche Bestzeit.

Wie habe ich trainiert?

Nach den deutschen Hallenmeisterschaften Ende Februar ließ ich es zunächst recht ruhig angehen. Im März machte ich fast nur lange und langsame Läufe (bis 17 km, meistens jedoch ca. 10 km) mit einem Umfang von 30-60 km pro Woche.

Anfang April fing ich mit Sprinttraining an, holte mir jedoch gleich zu Beginn eine leichte Zerrung. Aus diesem Grunde entschloss ich mich, für mindestens 1 Monat ganz auf Sprinttraining zu verzichten und baute im April meine Ausdauer aus. Wochenpensum: 40-60km, meistens 10 km Läufe, 1*/Woche schneller als 4:00/km, 1*/Wo schneller als 4:30/km, ansonsten 4:45/km oder langsamer. Dazu kam der ein oder andere Berglauf.

Anfang Mai begann ich mit typischem 5-km-Training (50-60 km/Woche, Intervalle 4-5 * 1000 in 3:15/km, 10 * 400 m in 70 s, Intervalltraining 2*/Woche + 1 schnellerer längerer Lauf, ansonsten langsam). Mitte Mai fing ich auch wieder mit Sprinttraining an (z.B. Steigerungsläufe über 100 m, 5*200 m in 28 s mit 5 Min Pause). Abschluss dieser Trainingsphase war ein 5 km Wettkampf am 25.06., der allerdings mit einer Zeit von 17:17 Min ziemlich missriet.

Anschließend stellte ich auf 1500-m-Training um (in Anlehnung an die von Dir veröffentlichten Trainingspläne, aber auch mit Pyramidentraining). Zielzeit war 4:15 Min. Am 06.06. lief ich die 1500 m in Pfungstadt in 4:20 Min (aus dem Training heraus). Ich wusste, dass ich auf gutem Wege war.

In der darauf folgenden Phase gab es ausschließlich hartes 800-m-Training (wieder in Anlehnung an Deine Trainingspläne, aber auch Pyramidentraining) für eine Zielzeit von 2:00 Min (2-3 harte Einheiten auf der Bahn pro Woche) bereits nach der ersten Woche lief ich die 800 m, allerdings fehlte mir noch die Tempohärte und ich ging zum Schluss ziemlich ein (nach 59s bei 400m, 90 s bei 600m schaffte ich eine 2:03,10 Min). Wiederum eine gute Woche später nahm ich an den Pfalzseniorenmeisterschaften teil. Die Zeit lag bei 2:03,30 Min. Das harte Training zog ich durch bis 4 Tage vor den DM, dann gab es nur noch Erholung.

Aus meiner persönlichen Sicht hatte mein Trainingsaufbau folgende Stärken und Schwächen:

Stärken: Der Aufbau von 5 km über 1500 m auf 800 m hat sich bewährt. Der Körper gewöhnt sich langsam wieder an das harte 800-m-Renntempo. Der Leistungshöhepunkt erfolgte (Zufall?) exakt für den Termin der DM, alles andere waren nur Durchgangsstationen. Ich lege großen Wert auf Tempotraining.

Schwächen: Man sollte auch während der ersten Wochen Sprinttraining machen (mit langen Pausen). Ich habe wegen meiner Leistenzerrung hierauf verzichtet.

Heldentum zahlt sich nicht aus!

Wichtig erscheint mir auch zu erwähnen, dass ich versuche, sehr in meinen Körper hineinzuhören. Wenn ich mich nicht gut fühle oder aber ein Ziehen, eine Verhärtung oder ähnliches in der Muskulatur spüre, so breche ich das Training sofort ab oder verringere drastisch die Intensität. Heldentum zahlt sich m.E. hier nicht aus!

Ein Punkt ist mir in Zittau sehr stark aufgefallen. Viele Mittelstreckenläufer kommen eher von der Langstrecke und absolvieren teilweise ein extrem hohes Trainingspensum (viele km!). Sie vernachlässigen jedoch stark das Sprinttraining und haben enorme Probleme Tempoverschärfungen mitzugehen oder auch einen schnellen Endspurt zu laufen. Dies mag bei reinen Temporennen, bei denen es nicht um Platzierungen sondern nur um gute Zeiten geht unkritisch sein. Bei Meisterschaften wird jedoch eindeutig taktisch gelaufen und da ist ein gutes Sprintvermögen sowie Flexibilität im Tempo enorm wichtig. Dies gilt insbesondere für die 800 m aber sicherlich auch in gewissem Maße für die 1500 m.

Jetzt werde ich erst einmal wieder langsamer treten. Vielleicht mache ich noch das ein oder andere Läufchen mit, aber dann eher zum Genießen.

Herzliche Grüße

Günter"

09.07.2007

Hätte, wäre, wenn

Wenn, ja wenn die Korbacher M50-Staffel bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Zittau gestartet wäre, hätte sie zweimal Bronze über 3x1000- und 4x400-Meter gewinnen können. So ist das. 

Bärbel Kiel hätte sogar Gold über 5000 Meter holen können, weil Vera Siebert-Kilian nicht angetreten ist. Trotzdem hat sie alles richtig gemacht und auf die 1500-Meter-Karte gesetzt. Nach der Knieverletzung im letzten Jahr fehlt ihr noch die entscheidende Tempohärte, um auf ihrer Spezialstrecke 800 Meter ganz vorn landen zu können. Mit dem großen Erfolg im Rücken wird sich aber in den nächsten Wochen auch auf "ihrer" Strecke wieder eine Zeit zwischen 2:20 und 2:25 Minuten realisieren lassen.

30.06.2007

Joachim Peters schwer verletzt

Am Rande des Altstadtlaufs wurde bekannt, dass der Korbacher Läufer Joachim Peters beim Training auf dem Rad stürzte und sich schwer verletzte. Er hatte trotz alledem noch großes Glück, kommt jedoch um eine Nasenoperation nicht herum. Beste Genesungswünsche von dieser Stelle.

07.06.2007

Askina am Rande

Fitschen auf dem Zahnfleisch

Wir hatten gerade unseren Platz eingenommen, da postierten sich zwei Kameraleute direkt hinter uns. 

Es entwickelte sich ein Gespräch. "Von welcher Fernsehanstalt seid ihr denn?" "Wir arbeiten im Auftrag des DLV und analysieren das 5000-Meter-Rennen in allen Einzelheiten per Video und Zeitnahme. Nach den Rennen können Athlet und Trainer ihre Schlüsse ziehen, wie der Rennverlauf war. In 200-Meter-Abschnitten werden alle Zeiten dokumentiert. Für den Läufer sei es wichtig, das Rennen quasi zu sezieren."

Hoffentlich wird Jan Fitschen, der 10000-Meter-Europameister, die richtigen Schlüsse aus seinem "verkorksten" Rennen ziehen. 13:20 Min. (WM-Norm) waren angepeilt, 13:54,29 Min. kamen am Ende dabei heraus. 

Ob sich die Afrikaner, die den Sieg unter sich ausmachten, auch solche akribischen Gedanken wie die Deutschen machen? Wenn man sieht, wie "locker" sie am Ende noch einen Sprint hinlegen konnten, scheint bei ihnen nach wie vor das Laufen nach Instinkt und nicht nach Technik zu überwiegen.

Und für unsereins tat es mal richtig gut, Jan Fitschen leiden zu sehen. Er ging schon nach 2000 Metern quasi auf dem Zahnfleisch. 

Fazit: Auch die Großen müssen sich quälen, eben nur auf einem anderem Niveau.

Ergebnisse

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20.05.2007

Deutsche Seniorenbestleistungen

Zusammenstellung: Jörg Reckemeier, Stand: 30. 06. 2006

15.05.2007

Abteilungsleiter gratuliert zur Nordhessenmeisterschaft

"Hallo ihr tüchtigen Staffelläufer,

Glückwunsch zu dem gelungenen Rennen am Sonntag. Leider hat der starke Wind eine noch bessere Zeit verweht.

Vielleicht klappt's ja am Donnerstag bei den Hessischen mit dem neuen Kreisrekord. Das läuferische Potential ist vorhanden. Das Neu-Isenburger Stadion liegt übrigens sehr geschützt (Tribüne und hoher Baumbestand). In der M 50 sind 4 Staffeln gemeldet (www.hlv.de/News), u.a. der Titelverteidiger Bad Soden-Neuenhain (Bestleistung 2006: 9:48,07 Min)...

Viel Erfolg

Udo Leithäuser"

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Staffelsieg 

auch auf Masters-Homepage. 

Webmaster Rüdiger Hasse: "Gratulation zum Meistertitel! Mit sportlichen Grüßen, Rüdiger"

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13.05.2007

Stolze Bilanz

60000 Besucher verzeichnet diese Homepage seit September 2001. Mein Besucherzähler ist unbestechlich.

21.04.2007

Sport macht sexy 

"Macht Sport sexy? Diese Frage ist zunächst eine Frage nach der Bedeutung des Wortes „sexy“. Was versteht der normale deutsche Bürger unter diesem Begriff? Ist eine erotische Ausstrahlung gemeint, ein guter Körperbau, oder ist ein selbstbewusstes Auftreten ausschlaggebend? Die Ausstellung „Sport macht sexy“ im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln geht dieser Frage nach.

Barbara Dieckmann (ZDF, Mona Lisa) bringt es so auf den Punkt: "Sportliche Menschen symbolisieren Kraft, strahlen Selbstbewusstsein aus, und das ist sexy!" Ähnlich drückt sich der Journalist Michael Steinbrecher aus: "Attraktiv sind nicht die Muskelmassen, sondern die Ausstrahlung, die durch körperliches Wohlgefühl entsteht."

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18.04.2007

Helmut Trachte verletzt

Helmut Trachte hat sich einen Muskelfaserriss (Wade) zugezogen. Trachte: "Ich habe bis auf Weiteres alle Aktivitäten und Wettkämpfe abgesagt. Auch den Kassel-Marathon Anfang Juni kann ich mir abschminken." Gute Besserung auch von dieser Stelle.

13.04.2007

Paderborner Osterlauf: Herzrhythmusstörungen bei Austin-Kerl

...Das beste Ergebnis aus nordhessischer Sicht gelang dem 36jährigen Hauptfeldwebel Jürgen Austin-Kerl (PSV Grün-Weiß Kassel) als Siebter des Gesamteinlaufes. Der Fuldataler musste unterwegs aufgrund plötzlicher Herzrhythmusstörungen eine zweieinhalbminütige Pause einlegen. Nach deren Behebung lief er noch bis 30 Sekunden auf den besten Deutschen, dem deutsche Vizeberglaufmeister Timo Zeiler (TV Trochtelfingen) auf. Die erzielten 1:09:48 Stunden lassen seine Möglichkeit erahnen, vorausgesetzt er bekommt seine gesundheitlichen Probleme in den Griff...

Mein lieber Mann, Erinnerungen an meine Geschichte werden wach. Ich kenne die Hintergründe im Fall Austin-Kerl nicht, allerdings gab es bei solchen Aktionen auch schon Todesfälle.

mehr: PSV Grün Weiß Kassel

27.03.2007

29. Frankenberger Straßenlauf

Schneller Kurs in Nordhessen lockt die Läufer

Bericht auf "Laufreport.de" von Antje Krause

"Vom ansonsten recht reizvollen nordhessischen Städtchen bekommt man beim Straßenlauf des TSV Frankenberg nicht viel mit, denn der Rundkurs verläuft komplett im Industrie- und Gewerbegebiet am Rande Frankenbergs. Zu schauen hat man dort nicht viel und zum genießen ist zwangsläufig auch nicht viel da. Aber dafür fährt man schließlich auch nicht hin, denn wer in Frankenberg läuft, tut dies hauptsächlich wegen der Zeit. Entweder, um die Bestzeit anzugreifen, oder um einen Testlauf zu absolvieren bzw. eine Standortbestimmung nach der Winterpause zu haben. Dieses Jahr wurde darüber hinaus auch um Meisterehren gelaufen, die Nordhessischen Meisterschaften über 5 und 10 Km Straße wurden im Rahmen des Straßenlaufs ausgetragen..."

Heftige Kritik am Veranstalter

von Antje Krause auf "Laufreport.de"

"Die Meisterschaften lockten mit ca. 400 Teilnehmern (Angaben des Veranstalters) fast doppelt so viele Starter wie im vergangenen Jahr nach Frankenberg. Eine Tatsache, die natürlich jeden Veranstalter freut, was dieses Mal aber zu Verärgerung bei einigen Teilnehmern führte. Mit der Ausrichtung der Nordhessischen Meisterschaften schien man sich dieses Mal etwas verhoben zu haben. Beim 5 Km Lauf ging noch alles glatt, aber als es an die Auswertung und Siegerehrung des 10 Kilometerlaufs ging, herrschte Chaos. Unverständlich eigentlich, denn es waren nicht die ersten Meisterschaften, die der TSV Frankenberg ausrichtete.

Werner Hoffmann vom Veranstalter sah die organisatorischen Schwierigkeiten vor allem in der Anmeldementalität der Läufer begründet: „Die Leute haben sich bis fünf Minuten vor dem Start noch nachgemeldet, so dass wir mit der Eingabe in den Computer nicht nachgekommen sind. Alles hat sich verzögert, und als der Erste im Ziel war, hatten wir die Letzten noch nicht im Computer eingetragen.“ Außerdem seien einige Startnummern von den Läufern vertauscht worden. Auch der Drucker für die Urkunden wollte offensichtlich nicht so, wie er sollte. „Wir drucken pausenlos, schneller geht es nun mal nicht“, versuchte Werner Hoffmann die Läufer zu beruhigen, die zweieinhalb Stunden nach dem Start der 10 km immer noch auf die Siegerehrung warteten. Was die Nachmeldungen angeht, will er im nächsten Jahr rigoros durchgreifen und 45 Minuten vor dem Start keine Meldungen mehr annehmen. Allerdings sollte dann fairer Weise den Teilnehmern auch die Möglichkeit zur Voranmeldung gegeben werden, die ist nämlich laut Ausschreibung im Volkslaufkalender bislang nicht vorgesehen und nicht möglich.

Das war jedoch noch nicht alles, es gab große Schwierigkeiten bei der Erstellung einer Ergebnisliste. Die gab es nämlich nicht, weder für die Läufer einsehbar, noch für die Presse. Die 5 Km Liste wurde noch ordnungsgemäß aufgehängt. Doch über 10 Km gab es keinen Aushang der Ergebnisse, wie er bei Meisterschaften vorgesehen ist. Die Läufer mussten sich schon bis zur Siegerehrung gedulden, um zu erfahren, welchen Platz sie denn nun gemacht hatten.

Einige warteten vergeblich und reklamierten. Geehrt wurden zuerst die Nordhessischen Meisterschaften, und zwar alle Teilnehmer und in der Reihenfolge, wie die Urkunden aus dem Drucker kamen. Durch dieses Procedere gingen die Ersten der Meisterschaft etwas unter. Schlimmer traf es die Schnelleren in der Gesamtwertung, die nicht Meisterschaftsteilnehmer waren, die mussten bis zum Schluss warten. „Wer schnell ist, wird hier offensichtlich bestraft“, so das ironische Fazit eines Läufers, der geduldig ausgeharrt hatte. Nachdem die Reihen schon stark gelichtet waren, wurden dann endlich die Nicht-Meisterschaftsläufer geehrt, darunter immerhin auch der Sieger über 10 Kilometer.

Auch in anderen Bereichen schien man auf so viele Läufer nicht vorbereitet zu sein. So mangelte es an Sicherheitsnadeln und auch der Getränkestand im Ziel war überlastet. Der gute Eindruck früherer Veranstaltungen bei weniger Teilnehmern ging verloren. Die Erfahrungen aus diesem Jahr sollten nachdenklich machen und in Frankenberg zu Änderungen führen. Gute Organisation, schnelle Auswertung und Service sind schließlich Punkte, die erwartet werden dürfen und eine Veranstaltung erfolgreich machen."

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22.03.2007

Joachim Peters macht erste "Gehversuche"

Nach seinen Bein-OP´s kann Joachim Peters wieder leicht traben. Er schreibt auf seiner Homepage: Bin heute (Anm.: 20.03.) erstmals wieder 2 km gejoggt und etwas mit dem Rad gefahren. Soweit ist es ganz gut gegangen. Mal sehen wie es morgen aussieht."

15.03.2007

Vom "Jogger" zum Deutschen Meister

Der Deutsche 800-M-Meister Günter Traub (M45) schildert exklusiv für diese Homepage seine hochinteressante Geschichte.

"Manchmal steckt sehr viel mehr in einem als man denkt."

"Hallo Uli,

ich weiß nicht so recht, ob meine Geschichte zum Läufer-Märchen taugt. Jedenfalls ist meine sportliche Vergangenheit eher unspektakulär. Ich habe früher nie leistungsmäßig Sport getrieben, war jedoch sportlich immer mehr oder weniger aktiv (joggen, 1-2 Volksläufe pro Jahr, Radfahren, Bergwandern, etc.). Meine Fitness schwankte stark und hing überwiegend von meiner beruflichen und familiären Belastung ab. Ein spezielles Training über mehrere Monate habe ich nie gemacht.

Ich denke, dass meine jetzigen sportlichen Erfolge sowohl auf eine Portion Talent (dafür habe ich persönlich überhaupt nichts beigetragen!) und auch auf einen gewissen Trainingsaufwand (wenn man die auf Deiner Homepage veröffentlichten Programme durchziehen will, so muss man ganz schön knechten - komplett geschafft habe ich diese übrigens nie!) zurückzuführen sind. Nach einer ersten noch etwas unkonventionellen und noch nicht sehr strukturierten Trainingsphase von ca. 3-4 Monaten (ca. 4-5 * pro Woche) habe ich in 2005 meinen ersten 800-m-Lauf übrigens in 2:07 Min geschafft.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass manchmal sehr viel mehr in einem steckt als man denkt. Das sollte auch andere Laufanfänger ermutigen, es einfach mal zu probieren; jeder mit seinen persönlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten. Vor allem für ältere Laufeinsteiger ist es sehr motivierend, wenn man sich trotz der tickenden biologischen Uhr durch gezieltes Training in den ersten Jahren stetig verbessert. Man fühlt sich manchmal noch als sei man Mitte zwanzig, auch wenn es hier und da schon mal ein bisschen zwickt.

Vielen Dank auch für den Hinweis zum Video über meinen Lauf. 

Viele Grüße

Günter"

Hier ist Günters Lauf vom TV Offenbach zu sehen, der sogar den Top-Läufer Markus Zerres geschlagen hat: Joachim Peters

Siehe auch News vom 11.03.2007:

In drei Jahren von Null auf Hundert dank "Ferntrainer" Schalk

14.03.2007

Läufer wie Rentner ab 67?

Als man bei den Kreiscrossmeisterschaften durch die Startfelder blickte, fühlte man sich an Seniorenmeisterschaften erinnert. Was ist da los? Ein Spiegelbild unserer immer älter werden Bevölkerung? Wo ist die Hauptklasse geblieben? Viele Fragen, Antworten sind nicht leicht zu finden.

Kürzlich schrieb ich: "Oft werden die Sieger eines Laufes in den Himmel gehoben, aber die wahren Sieger laufen weiter hinten ins Ziel." Gemeint war, dass die Leistungen der älteren Sportler oft nicht die entsprechende Würdigung finden. Inzwischen siegen bei gemeinsamen Starts oftmals die Senioren. "Ganz vorne laufen die Senioren", titelte die waldeckische Landeszeitung, bezeichnend für die aktuelle Situation.

Blickt man in die Kreisbestenliste 2006, findet man im Männerbereich ab 800 Meter zu 99 % nur noch Läufer jenseits der 40. Wo führt dieser Weg hin? Stirbt die Spezies "Läufer" oder besser "Läufer der Hauptklasse" aus? 

Sicher wird es so schlimm nicht kommen, aber die Verantwortlichen müssen sich mehr und mehr Gedanken machen, wie man die heranwachsende Jugend an die Hauptklassen heranführt. Sonst wird es irgendwann wie bei den Rentnern nur noch Läufer ab 67 geben.

11.03.2007

In drei Jahren von Null auf Hundert dank "Ferntrainer" Schalk

Deutscher Meister schreibt ins Gästebuch

"Hallo Uli,

nachdem ich mich als Nicht-Leichtathlet im Jahre 2004 mit meinen Kids am deutschen Sportabzeichen versucht und dabei Gefallen an der Leichtathletik und insbesondere an den Mittelstrecken gefunden hatte, entschloss ich mich letztere intensiver zu betreiben.

Auf der Suche nach Trainingsinformationen stieß ich damals auf Deine Homepage, die sehr viele interessante und vor allem auch in der Praxis verwendbare Informationen zum Mittelstreckentraining enthält. Seither bin ich zwar ein stiller aber regelmäßiger Gast auf Deiner Homepage.

Ich habe mich dann ab dem Jahr 2005 auch an Wettkämpfen beteiligt und mich stetig verbessert. Vor wenigen Wochen wurde ich sogar deutscher Hallen-Seniorenmeister über 800m in der M45. Dazu hast Du mit Deiner Homepage - sozusagen als eine Art Ferntrainer - auch einen nicht unerheblichen Anteil. Vielen Dank dafür.

Hoffe, dass Du mit Deiner Homepage noch zahlreichen anderen Sportlern den Einstieg in unseren schönen Sport schmackhaft machen kannst.

Herzlichen Dank für Dein Engagement.

Viele Grüße

Günter Traub"

Hier ist Günters Lauf vom TV Offenbach zu sehen, der sogar den Top-Läufer Markus Zerres geschlagen hat: Joachim Peters

10.03.2007

HNA-Nachruf zum Tode von Beate Speer

Auszug

"Beate Speer sagte einmal: "Die jungen Sportler verursachen viel Arbeit, sie geben aber auch viel zurück."

Speer, die im Jahr 2001 von den HNA-Lesern mit großem Vorsprung zur Sportlerin des Jahres gewählt worden war, hatte als Weitspringerin begonnen.

Den ersten großen Titel fuhr sie 1983 ein, als sie in Straßburg europäische Studentenmeisterin im Weit- und im Hochsprung wurde.

Nach der Hochzeit mit Ehemann Wilfried und der Geburt des Sohnes Jan-Martin hatte sie 1996 ihre Titelsammlung erweitert, als sie deutsche Seniorenmeisterin im Hochsprung wurde. Wenig später legte sie bei der Senioren-Europameisterschaft in Malmö nach. Mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel wurde sie Europameisterin. Auch in den folgenden Jahren wurde es im Medaillenschrank immer enger. Herausragend ihre Silbermedaille bei den Senioren-Weltmeisterschaften im australischen Brisbane ebenfalls in der Sprint-Staffel.

Warum sie immer wieder zu solchen Leistungen fähig war, erklärte Beate Speer so: "Die Kraft für den sportlichen Stress schöpfe ich aus einer intakten Familie. Ehemann Wilfried und Sohn Jan-Martin sind meine größten Fans."

HNA-Artikel in voller Länge

mehr: Annette und Robert Koop (Annettes Seite)

Master's Leichtathletik für Seniorinnen und Senioren

HLV Kreis Waldeck trauert um Beate Speer

09.03.2007

Trauer um eine große Athletin

Quelle: WLZ-Bericht

"Als Beate Speer im Sommer 2005 zur Schulsport-Koordinatorin berufen wurde, war sie voller Pläne und Ideen. Die schwere Erkrankung, gegen die sie mehr als ein Jahr gekämpft hatte, schien besiegt, das neue Amt schien wie geschaffen für die große Leichtathletin, im Schulsport vieles zu bewegen. Doch der Krebs kam zurück. In der Nacht zum Mittwoch ist Beate Speer daran gestorben. Sie stand in ihrem 46. Lebensjahr.

Tief betroffen äußerte sich der Kreisverbandsvorsitzende Peter Wendt für die Waldecker Leichtathletik. "Wir haben eine offene, sehr engagierte und menschlich liebenswerte Sportkameradin verloren", sagte er. Große Trauer herrscht in Diemelsee. Beate Speer war in Wirmighausen zu Hause. Sie war als sportliche Leiterin und lizenzierte Trainerin der Motor hinter der Leichtathletik-Startgemeinschaft LG Diemelsee, die sie mitgegründet und mit aufgebaut hatte. An der Mittelpunktschule Adorf unterrichtete sie als Lehrerin für Deutsch, Englisch, Arbeitslehre und Sport und arbeitete als Schulsportleiterin. 

Beate Speer hat vielen Kindern das große und kleine Einmaleins des Springens, Laufens und Werfens vermittelt. Kompetenz hatte sie als langjährige Aktive erworben. Mit 14 Jahren fiel sie unter ihrem Mädchennamen Kaiser erstmals als Weitspringerin auf. Zwei Jahre später wechselte sie, gefördert von Otto Lange, zum Sport­internat Bad Sooden-Allendorf, rückte den Mehrkampf in den Fokus ihres Trainings und wurde für den C-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nominiert. Nach dem Abitur 1980 schrieb sie sich an der Gesamthochschule Kassel zum Studium ein, verbuchte vordere Plätze bei den deutschen Hochschulmeisterschaften und gewann 1983 in Straßburg Titel als europäische Studentenmeisterin im Weitsprung (6,35 m) und Hochsprung (1,82 m) - beides ihre persönlichen Bestleistungen. 

1988, nach einer etwa dreijährigen Wettkampfpause wegen Verletzung und der Geburt ihres Sohnes Jan-Martin gab sie bei der LG Conti Waldeck ein Comeback, nun als verheiratete Beate Speer. In ihrem Mann Willfried fand sie einen kongenialen Partner mit vielen gemeinsamen Interessen im Sport. "Mit Willfried kam die neue Motivation, weil man zu zweit doppelt so stark ist", sagte sie später. 

Als Jungseniorin vergrößerte sie ihre Titelsammlung rasch. 1996 wurde sie erstmals deutsche Seniorenmeisterin im Hochsprung, drei Wochen später gewann sie bei der Senioren-EM in Malmö den Titel mit der deutschen 4 x 100-m-Staffel. Weitere nationale und internationale Titelgewinne folgten, sie erhielt Einladungen zu Länderkämpfen und erlebte 2001 schließlich als großen Höhepunkt ihrer sportlichen Laufbahn die Senioren-Weltmeisterschaften im australischen Brisbane mit der Silbermedaille in der 4 x 100-m-Staffel als wertvollster Platzierung. 

Bei der Rückkehr nach Wirmighausen bereiteten ihr die Kinder der LG Diemelsee, Offizielle, Politiker und Freunde einen großen Bahnhof, Tenor: "Du bist auch Vorbild für unsere Kinder." In der Gründung der LG 1994 gemeinsam mit ihrem Mann hatte sie sich einen Herzenswunsch erfüllt ? die Startgemeinschaft wurde zur Erfolgsgeschichte. Sie vermochte es, ihre Fähigkeiten und Erfahrungen als ehrgeizige und disziplinierte Aktive an die Jungen und Mädchen weiterzugeben. Auch an ihren Sohn, der sie später zudem schon als Heranwachsender im Training als Übungsleiter unterstützte. 

Die Familie war ihr das Wichtigste. "Sportlicher Erfolg kommt immer dann, wenn es in der Familie und auch im Beruf gut läuft", sagte sie im März 1999, als sie als erste Waldecker Leichtathletin mit dem Leni-Junker-Preis des Bezirks Kassel ausgezeichnet wurde. In der Familie hat sie auch den Halt gefunden, den sie brauchte, als die Verzweiflung in den letzten Monaten übergroß zu werden drohte. Mit der Krankheit ist sie offensiv umgegangen, sie hat darüber gesprochen und sich nicht versteckt. Beate Speer war eine Kämpfernatur. Bis zuletzt."


Archivfoto: Werner Hoffmann (WLZ)

08.03.2007

Trauer um Beate Speer

Sie war eine der erfolgreichsten Leichtathletinnen des Kreises Waldeck-Frankenberg, hatte weltweit riesige Erfolge im Seniorenbereich unter anderem 2001 bei der Senioren-WM in Brisbane (Australien) als Mehrkämpferin, Weit- und Hochspringerin. Ihr letzter großer Sieg war der Gewinn der Vize-Europameisterschaft im Hochsprung 2002 in Potsdam.

Danach begann ihr langer Leidensweg, eine schwere Erkrankung erschütterte ihren durchtrainierten Körper. Beate war eine große Kämpferin, setzte ihre ganze Kraft ein, um die Krankheit zu besiegen. Immer wieder erblickte sie Licht am Ende des Tunnels, schien über den Berg zu sein. 

Beate ließ es sich auch in der schweren Zeit nicht nehmen, "ihren" Kindern von der LG Diemelsee im Training und bei Sportfesten mit ganzem Herzen motivierend mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ihnen wertvolle Tipps mit auf den Weg zu geben. Am Ende konnte Beate Speer den Kampf gegen die schwere Krankheit nicht gewinnen. Sie starb gestern wenige Tage vor ihrem 46. Geburtstag.


Archivfoto: Werner Hoffmann

"Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinaus gibt, geht nicht verloren."

Albert Schweitzer

03.03.2007

Abteilungsleiter Udo Leithäuser gratuliert

"Liebe Läuferinnen und Läufer,

herzlichen Glückwunsch zu euern famosen Leistungen bei den Hess. Crosslaufmeisterschaften. Das war ein starker Auftritt in Breuna (bei echten Crossverhältnissen) mit Spitzenplätzen im Einzel und zwei sehr schönen Mannschaftsergebnissen. 

Da sollten wir drauf aufbauen. Wir haben ja noch Trümpfe (z.B. Joachim Peters, Winfried Stede, Jürgen Schmidt, Heinz Jandik, Wolfgang Heinemann), die in Breuna nicht ausgespielt wurden. Wenn Irmgard und Bärbel noch eine (oder zwei) Laufpartnerinnen finden würden, könnten wir auch in der Frauenklasse hervorragend abschneiden...

Viele Grüße und ein (Lauf-)stressfreies Wochenende

Udo Leithäuser"

23.02.2007

Krankenlager

Heinz Jandik kann wieder sehen. Nach erfolgreicher Laser-OP in der Türkei sieht er wieder gestochen scharf. Heinz will sich noch zwei Wochen Schonung gönnen und dann ab Anfang März wieder in ein geregeltes Training einsteigen. 

Joachim Peters dagegen geht es nach seiner Krampfader-OP noch nicht so gut. Joachim schreibt per Mail: "Jetzt 1 Woche nach der OP kann ich noch kaum auftreten. In zwei Wochen hab ich den zweiten Termin für das rechte Bein. Somit werde ich wohl die nächsten Wochen nicht laufen können.
Wünsche allen viel Glück und Erfolg für Sonntag in Breuna.
Viele Grüße, Joachim"

Auch der Autor ist weiterhin nicht so gut drauf. Die anhaltenden Darmprobleme stören doch empfindlich das Wohlbefinden.

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Korbach feiert seine Superstars 

Sportlerehrung mit Schattenspiel, Fotoschau, Knalleffekten und dem Licht von Wunderkerzen

HNA-Bericht von Thomas Hoffmeister

03.02.2007

Stadt Korbach ehrt mehr als 300 Sportlerinnen und Sportler für ihre Erfolge 

"Eine rekordverdächtige Zahl"

WLZ-Bericht von Thorsten Spohr in Auszügen

"Für Moderator Horst Paul war es "eine rekordverdächtige Zahl": Gut 300 Sportlerinnen und Sportler hatten sich Freitagabend in der Korbacher Stadthalle zur Sportlerehrung der Stadt eingefunden. Gewürdigt wurden Erfolge auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene, aber auch international sorgten die Kreisstädter im abgelaufenen Jahr für Aufsehen..."

mehr

"Von der Stadt bekamen alle eine Urkunde und eine Windjacke mit der Aufschrift "Korbach Goldrichtig" als Erinnerung. Und am Ende wurde es erneut richtig feierlich, als zu Ehren der Sportler der Queens-Klassiker "We are the Champions" erklang und der Saal der Stadthalle durch Wunderkerzen und Goldregen festlich glänzte."

Heidrun Leithäuser präsentiert stolz das Geschenk für alle erfolgreichen Sportler 2007

Stimmungsvoller Ausklang

28.01.2007

Sturmschäden auf Finnenbahn beseitigt

Alle Sturmschäden wurden auf den Korbacher Finnenbahnen beseitigt, die Strecken von umliegenden Bäumen und Ästen befreit. Ein geregeltes Training ist ab sofort wieder möglich.

19.01.2007

"Kyrill" schlägt auch auf der Finnenbahn zu

In seiner Glanzzeit als Hindernisläufer hat sich Abteilungsleiter Udo Leithäuser Balken und Baumstämme über Gräben im Waldecker Berg mühselig gelegt, um die Hindernistechnik üben zu können. 

Heute lieferte der Orkan "Kyrill" auf der Korbacher Finnenbahn die Hindernisse gratis. Die lange Runde kam mit einem umgestürzten Baum noch glimpflich davon. Auf der 500-m-Runde dagegen lassen drei quer über die Bahn liegende Bäume nur noch Hindernislaufen zu.

14.01.2007

Lebenszeichen von Winfried Stede

Gestern noch vermisst, kommt heute prompt ein Lebenszeichen von Winfried Stede. Abteilungsleiter Udo Leithäuser schreibt per Mail: 

"Hallo Uli,

von Winfried Stede soll ich alle TSV-Leichtathleten/innen grüßen. Er rief mich am vergangenen Freitag an. Trainiert hat er in der letzten Zeit, auch durch eine neue berufliche Beanspruchung, nicht sehr intensiv, erwägt aber doch einen Start bei den Hess. Seniorenhallenmeisterschaften (3. Februar 2007 in Stadtallendorf/Meldeschluss: 23.01). Auch bei den Nordhess. Crossmeisterschaften am 17. Februar in Veckerhagen (Meldeschluss: 10.02) und den Hess. Crossmeisterschaften am 25. Februar 2007 in Breuna (Meldeschluss: 13.02.) hat er Interesse an einem Start, vor allem, wenn Mannschaften zustande kämen."

Werbung für gemeinsame Starts

Winfried Stede zeigts an, dass er wieder Interesse an Staffeln und Mannschaften hat. Das ist ein wichtiges Thema. Liebe Lauffreunde, denkt an alte Zeiten, mit wie viel Spaß wir immer zu den Meisterschaften gefahren sind und glücklich und erfolgreich zurückkamen. 

Wie Udo Leithäuser mitteilt, habe Wilhelm Hofmann sich bereits sowohl für die Hallenmeisterschaften (800m, 3000m) als auch für die beiden Crosstermine gemeldet. Auch Irmgard Runte will in Breuna starten.

Udo weiter: "In Stadtallendorf gibt es übrigens auch 4x1Runde-Staffeln (je 184 m). Bei den Crossmeisterschaften könnte ich mir besonders bei der M 40/45 (W. Hofmann, H. Wilke, J. Peters, W. Stede, W. Schott, Jürgen Schmidt u. weitere Läufer), bei der M 50/55 (U. Schalk, H. Trachte, H. Jandik, D. Wenner, H. Heine, M. Heide u. weitere) Mannschaften vorstellen." 

Also "Mädels" und "Jungs", nehmt eure Herzen in beide Hände und meldet euch zahlreich für die anstehenden Wettkämpfe. Irmgard, Winfried und Wilhelm zeigen euch den Weg. Nur wenige Mannschaften sind in der glücklichen Lage wie der TSV Korbach, sogar zwei Mannschaften stellen zu können. Wir sind mit den starken M40/45ern und M50ern siegfähig und absolut in der Lage, jeden schlagen zu können. Noch ein Wort zu den Frauen: Liebe Anne, Silvia, Heidrun, Ingrid,... rafft euch auf, besinnt euch und lasst Irmgard und Bärbel nicht hängen! 

Noch mal O-Ton Udo: "Wenn Irmgard Runte und Bärbel Kiel noch eine (oder mehr) Partnerin(nen) finden würden, könnten wir auch bei den Seniorinnen konkurrieren. Würde mich sehr freuen, wenn es in diesem Jahr wieder stärker mit Mannschaften und Langstaffeln klappen würde."

13.01.2007

Des einen Leid, des andern Freud

Das deutsche Wetter ist in diesem Winter wahrlich des Läufers Freud. Die milde Witterung lädt geradezu zu langen Grundlagenläufen ein. Jetzt mitnehmen was möglich ist, könnte die Devise lauten, bevor vielleicht doch noch der Wintereinbruch kommt und damit die Wintersportler wieder auf ihre Kosten kämen. Wilfried Schott machte gleich Nägel mit Köpfen. Ich traf ihn heute im Feld bei einem 30-KM-Lauf!

 Auch Schnelligkeit lässt sich bei diesen milden Temperaturen ideal trainieren. Man muss dabei aber auch klug dosieren können, um nicht frühzeitig in Hochform zu kommen. Sonst kann der Schuss nach hinten los gehen und das Pulver ist im Sommer verschossen.

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Der verschollene Hofmann

Wilhelm Hofmann ist wieder da. Nach langen harten Arbeitswochen findet er langsam wieder mehr Zeit zum Laufen. Die ersten schnellen Sprints auf dem Pauli standen bei frühlingshaften Temperaturen an. Heinz Jandik bleibt aus anderen Gründen verschollen, er hadert weiter mit gesundheitlichen Problemen. Auch von Winfried Stede wurde seit Wochen nichts mehr gehört und gesehen. 

Immer besser in Schwung kommt Bärbel Kiel. Auch die anderen Korbacher nutzen das milde Wetter und steigern ihre Form kontinuierlich.

05.01.2007

Silvester nach Läuferart 

oder

"Der klirrenden Kälte getrotzt und durch Meeresrauschen belohnt!"

Ein etwas anderer Laufreport von Erhard Kiel

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Winfried Aufenanger: Der „Macher“ wird 60 

German Road Races gratuliert dem ehemaligen Bundestrainer und Organisator in Kassel! Mit seinem 60. Geburtstag geht der Ahnataler auch in den Ruhedienst. Nach über 40 Jahren bei der Polizei (1966 trat Winfried Aufenanger seinen Dienst an) nimmt er dann Abschied von seiner beruflichen Laufbahn.

Wie die Zeit „läuft“: Am Donnerstag, 4. Januar 2007, wird Winfried Aufenanger 60 Jahre. Schon, werden viele sagen, die „Mr. Citylauf“ seit vielen Jahren kennen. Denn auch mit 60 ist „Aufi“ immer noch rund um die Uhr im Einsatz.

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Stand: Montag, 27. August 2012