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Eine Herzensangelegenheit

von Uli Schalk

Meine Geschichte soll helfen, Läuferinnen und Läufern mit Herzrhythmusstörungen Mut zu machen. Es gibt gute Heilungschancen und inzwischen bei bestimmten Störungen bessere Möglichkeiten als Tabletten. 

Rückblick

Vor weit über 25 Jahren wurde es mir während eines Fußballspiels seltsam eng in der Brust. Etwa 20 Minuten spielte ich mit Schwindelgefühlen und Luftnot weiter. Danach war alles wieder normal. Was ich damals nicht einzuschätzen wusste, ist mir heute klar: Ich hatte von Geburt an einen "Schönheitsfehler" am Reizleitungssystem meines Herzens. 

Heute weiß ich, dass es sich um AV-Knoten-Reentry-Tachykardien handelt. Eine zusätzliche Leitung am Herzen verursacht dieses seltsame urplötzlich auftretende Herzrasen, was genauso schnell wieder verschwindet, manchmal nach Minuten, manchmal nach Stunden. Oft kommt es im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt (wie bei mir) zu den ersten flüchtigen Anfällen von Herzrasen, die im Laufe der Zeit an Häufigkeit und Dauer zunehmen können. Dazu später mehr. Bei mir traten die Beschwerden in den Folgejahren nur gelegentlich und von kurzer Dauer auf, konnte sie nicht einordnen und ging der Sache auch nicht nach, weil sie immer schnell wieder verschwanden.

Durch eine Knieverletzung wurde ich Läufer. Als Läufer kontrolliert man schon mal eher seinen Puls, so wusste ich, was Jahre später in meinem Körper vorging. 1988 befand ich mich in der Marathonvorbereitung, als ich das plötzlich auftretende Herzrasen sehr oft und häufig auch von lang anhaltender Dauer über 1-2 Stunden bekam. An Laufen war immer weniger zu denken. Aus heiterem Himmel ging damals der Puls von 60 in Ruhe auf über 200 Schläge. Als die Anfälle vorbei waren - es zog quasi einer den Stecker raus - war der Puls wieder unten. Die Anfälle kündigten sich mit Luftnot an, Enge im Brustraum, mehreren "Aussetzern" oder Extraschlägen und dann ging's los. Nach Anfallende hatte ich vermehrt Harndrang (was ganz typisch für diese Art der Rhythmusstörung ist), viele Extraschläge bzw. Aussetzer. Während der Anfälle war mir leicht schwindelig, hatte Schweißausbrüche. Mein damaliger Hausarzt sprach von Stress, ich solle weniger trainieren und mich erholen. Doch die Störungen gingen nicht weg.

Da die Beschwerden jedoch über Wochen anhielten und ich mit der Diagnose "Stress" nicht einverstanden war, fuhr ich in Eigeninitiative nach tel. Kontakt kurzerhand zu Dr. Willi Heepe nach Berlin (Marathonarzt). Heepe vermutete eine abgelaufene Myocarditis (Herzmuskelentzündung), Ursache Coxsackieviren, die bei der Blutuntersuchung nachgewiesen wurden. Stress sei bei derartigen Herzrhythmusstörungen absolut auszuschließen. Verordnung: 1 Jahr Betablocker, Magnesium/Kalium. Trotz der Betablocker wurde ich jedoch die Herzprobleme nie richtig los, so dass ich die Tabletten irgendwann einfach absetzte.

In den Folgejahren sind die Störungen (Herzrasen, Aussetzer) immer wieder aufgetreten. Die Anfälle (Herzrasen) waren aber nicht mehr länger als eine halbe Stunde und traten auch schon mal monatelang nicht auf. Wenn sie auftraten, dann überwiegend in Ruhe, z. B. wenn ich in die Hocke ging, Druck auf dem Brustkorb hatte und wieder hoch kam.

 Um nicht zum Puls- oder Herzneurotiker zu werden, hab ich den "Herzattacken" immer weniger Bedeutung zugemessen. Ich habe mir eingeredet, wer sogar hartes Intervalltraining wegstecken kann, kann nichts am Herzen haben. Zudem habe ich unzählige Wettkämpfe gemacht, von 400 m - Marathon und bin etliche Bestzeiten gelaufen. Da ich das Herzrasen oft mit flachem Hinlegen oder mit langsamem ruhigem Ausatmen nach wenigen Minuten beenden konnte, hab ich mir nicht mehr so viele Gedanken gemacht. Zudem ergaben verschiedene Belastungs-EKG's, dass ich ein gesundes Sportherz habe. Die Rhythmusprobleme wurden nie dokumentiert. Auch im Ultraschall waren keine Auffälligkeiten zu sehen. 

Aktuell

Im Juli 2006 konnte ich in Borken und in Vöhl Wettkämpfe nicht beginnen, weil schon beim Warmlaufen die Beschwerden begannen. Zunächst dachte ich an Elektrolytstörungen, es war über Wochen extrem heiß. Zudem hatte ich Stress, meine Frau lag im Krankenhaus. Zu allem Überfluss bekam ich Zahnschmerzen. Die Zahnnerven sollen ja gelegentlich auch Herzprobleme auslösen. 

Über Wochen hielten die Herzattacken an. An Laufen war kaum noch zu denken, die Anfälle nahmen an Häufigkeit und Dauer stetig zu. Das Neue an der Sache war, dass das Herzrasen fast nur noch bei Belastung auftrat. Es musste gehandelt werden. So ging es nicht weiter. Mein Hausarzt war mit seinem Latein am Ende, überwies mich in das Herzzentrum Kassel, nachdem ich ihn auf eine angeborene Fehlleitung aufmerksam machte. 

 Auf die Möglichkeit einer angeborenen Störung wurde ich von Dr. Kleinmann, Buchautor und Ratgeber in der Zeitschrift "RUNNING" hingewiesen. Über E-Mail stand ich mit ihm in Kontakt und erhielt so den wertvollsten Tipp in meinem Läuferleben. Dr. Kleinmann riet mir zu einer sofortigen elektrophysiologischen Untersuchung (EPU). An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Dr. Kleinmann, der mir den Mut zu diesem mit gewissen Risiken verbundenen Eingriff machte.

Im Herzzentrum Kassel schließlich diagnostizierte Dr. Utech mit großer Wahrscheinlichkeit die o. a. Störung am Reizleitungssystem, bestätigte die Auffassung Kleinmanns und wies mich umgehend ins das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg an der Fulda ein. Während des Belastungs-EKGs schnellte mein Herz auf 220 Schläge hoch und war erst nach 45 Minuten durch eine Spritze zu beenden. Endlich nach 20 Jahren wurden die Störungen mal wieder im EKG festgehalten, so dass  Dr. Utech die Diagnose leicht fiel. Utech sprach von einem sehr schönen gesunden und kräftigen Sportherz, leider mit Zündungsproblemen. Bei mir handele es sich quasi um eine Kurzschlussverbindung, die ein ständiges Kreisen (Reentry - Wiedereintritt) um den oder im AV-Knoten verursache.

Im Herzzentrum Rotenburg a. d. Fulda

Dienstag, 22.08.2006: Vorgespräche

Der Stationsarzt begrüßt mich zu einer ersten Untersuchung: "Bei ihren Störungen helfen keine Betablocker, die machen außerdem impotent. Es hilft nur eine Katheteruntersuchung mit Verödung der zusätzlichen Bahn, dann sind sie geheilt."

Das Vorgespräch mit Oberarzt Dr. Poschmann am Dienstag im Herzzentrum Rotenburg hat mir dann endgültig (na ja fast) die Angst genommen. Dr. Poschmann ist echt ein Meister seines Faches und kann wirklich empfohlen werden. Er hat etwa 1500 EPU's mit Ablationen (Verödung der zusätzlichen Leitungsbahn) gemacht und fast 100%ige Erfolgsquoten, die in keinem anderen medizinischen Bereich so möglich seien. Jederzeit würde er die Katheterbehandlung bei seinen Töchtern machen. Dr. Poschmann versprach mir auch, dass er nicht volles Risiko gehen wolle. Und wenn alles gut verlaufen würde, könnte ich bald schon wieder laufen und Wettkämpfe bestreiten. 

Meine Entscheidung war gefallen: Ich hatte volles Vertrauen in Dr. Poschmann. Nach jahrelangem Leidensweg und wochenlanger Angst willigte ich ein; der Eingriff sollte gleich morgen Früh stattfinden. Und noch etwas wurde geklärt: Meine Frage nach anderen Ursachen (Stress, Zahnschmerzen, Elektrolytmangel,...) wischte Dr. Poschmann schnell vom Tisch: "Sie haben da eine Bahn, die da nicht hingehört und nur die ist die Ursache für ihre Beschwerden. Vergessen sie alles andere. Auch Tabletten bringen sie nicht weiter, die helfen nicht. Es gibt nur eine Lösung, die Bahn muss per Katheter verödet werden!"

Mittwoch, 23.08.2006: Tag des Eingriffs

Gleich um 8 Uhr ging's los. Nachdem die Schwester alles vorbereitete und mich verkabelte, konnte der Schritt in ein neues Leben beginnen. Der Eingriff war bis auf die örtliche Betäubung in der Leiste völlig schmerzlos. Dr. Poschmann schob durch die Leisten-Vene zunächst zwei Katheter. Ich konnte ohne Beruhigungstabletten und ohne Schmerzen am Bildschirm beobachten, wie die Katheter durch die Vene an der Wirbelsäule vorbei innerhalb weniger Sekunden bis in Herz glitten. Dr. Poschmann hat mir auch sämtliche Schritte in völliger Ruhe und bewundernswerter Weise erklärt. Zunächst nahm er einige Messungen vor. Immer wieder wurden die mir bekannten Rhythmusstörungen von Dr. Poschmann bewusst ausgelöst, um die Bahn zu finden, die nichts in meinem Herzen zu suchen hat. Ich wurde dabei ruhiger und ruhiger, weil der Doktor in der Lage war, die Störungen mit seinen Geräten durch Stromabgabe sofort zu beenden. Schnell war klar: Bei mir handelt es sich um AV-Knoten-Reentry-Tachikardien vom slow/fast Typ.

Dann erfolgte mit einem dritten Katheter per Strom die Verödung der zusätzlichen Leistungsbahn an drei Stellen. Nach dem ersten gezielten "Schuss" und der anschließenden Messung wurde die Störung schon zu 90% beseitigt. Beim zweiten Stromstoß - ich habe nichts gemerkt- lagen wir schon bei 95%. Jetzt kam die letzte Verödung in einer Region, die leichte kurz anhaltende Schmerzen nach den Worten Dr. Poschmanns verursachen könne. Aber auch vom "Goldenen Schuss" habe ich nichts gemerkt. Dr. Poschmann sagte: "Herr Schalk, sie haben's geschafft, die Bahn ist zu 100% verödet." Mein Jubelschrei: "Super! Wenn sie eine Frau wären, ich würde sie jetzt küssen und umarmen."

Nach mehreren abschließenden Tests sprach Dr. Poschmann von 100%igen Erfolg, das Herzrasen würde nie wieder kommen. Es sei eine komplikationslose Prozedur gewesen. Um 10 Uhr war alles vorbei. Die Schwester holte mich zur Überwachung auf der Station ab.

Donnerstag, 24.08.2006

Nach 6 Stunden Druckverband und einer Nacht zur Überwachung am Monitor wurde schon am nächsten Morgen ein Belastungs-Ekg gemacht mit Superwerten. Auch Ultraschall und das anschließende 24-Stunden-Ekg zeigten an, dass alles bestens verlaufen ist. Zurückbleiben würden in Zukunft lediglich gelegentliche Extraschläge (die jeder Mensch habe), die aber nie mehr in Herzrasen übergehen können. Dr. Poschmann meint, ich könne sofort wieder voll belasten und laufen, auch Wettkämpfe bis zum Anschlag.

Wenn, ja wenn da nicht der Stationsarzt gewesen wäre, der meinte, er müsse mir mit seinem Ellebogen beim Anlegen des Druckverbandes zum Verschluss der Vene derart übertrieben in die Leiste drücken, dass ich heute noch Schmerzen habe. Aber das werde ich verkraften. Nach ein paar Tagen Ruhe geht es wieder in die Vollen.

Freitag, 25.08.2006

Entlassung in die Freiheit nach dem Frühstück.

Samstag, 26.08.2006

Lauf über 4 km, ich bin wieder ein Läufer ohne jegliche Beschwerden. Nur die Leiste zwickt noch ein wenig. Alles grenzt fast an ein Wunder. 

07.09.2006

Finnenbahnmeister bei den Korbacher Stadtmeisterschaften

03.10.2006

Sieger M 50 bei Straßenlauf über 3,5 Km in Marienhagen

Lasst es laufen!
Ich bin wieder dabei (Foto: Joachim Peters)

Fazit

Ich kann mein Glück nach über 25 Jahren Herzrhythmusstörungen kaum fassen. Mir ist sozusagen ein Stein vom Herzen gefallen. Lange Leidensjahre und immer wieder falsche Diagnosen haben endlich ein Ende. Der Motor läuft wieder rund und auf normalen Touren. Dr. Poschmann hat es geschafft, den Vergaser und die Zündung wieder richtig einzustellen.

Dr. Poschmann  - meine Hochachtung! Wer mich kennt weiß, dass ich nicht immer von den ärztlichen Künsten überzeugt bin und eher den Arztbesuch meide. Was Sie und all die anderen Herzspezialisten aber auf dem Gebiet der Katheterablation allerdings heutzutage zu leisten im Stande sind, ist schon phänomenal. Vielen Dank.

Ein letztes Wort

Manchmal ist es besser, sich vorher nicht zu gründlich zu informieren. Das Internet ist ein tolles Medium, aber was ich teilweise in den Foren im Vorfeld des Eingriffs gelesen habe, machte mehr Angst als Mut. In solchen Fällen ist ein Gespräch mit dem Fachmann der bessere Weg. Und jede Rhythmusstörung hat eine andere Ursache. Nur ein kompetenter Rhythmologe kann ordentliche Aufklärung leisten und die richtige Diagnose stellen. Man sollte sich daher in bestimmten Fällen nicht scheuen, auch mal große Kliniken von Rang und Namen aufzusuchen. Das Herzzentrum in Rotenburg gehört im Falle der EPU und Katheterablation sicher dazu. 

Glückwünsche per E-Mail von Dr. Kleinmann

"Lieber Herr Schalk, 

Glückwunsch zu der gelungenen Katheterablation. Auch ich war erstaunt, dass Sie sich mit den Tachykardien so lange herumgequält haben. Eine abgelaufene Myokarditis als Ursache, wie sie bei Ihnen diskutiert wurde, erschien mir sehr unwahrscheinlich. Nun gut, jetzt können Sie wieder "volle Kanne" ohne Tachykardie-Angst laufen.

Gruß aus Fellbach und alles Gute für die Zukunft

Dr. med. Dieter Kleinmann Internist/Sportmedizin"

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Wer mehr wissen will: 

AV-Knoten Reentry Tachykardien kurz und gut zu verstehen erklärt 

Die Geschichte eines Läufers mit der gleichen Erkrankung

Ein weiteres typisches Fallbeispiel - so fing es bei mir auch an

Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg a. d. Fulda

Ambulantes Herzzentrum Kassel

Dr. Kleinmann: "Laufnebenwirkungen" - ein empfehlenswertes Buch

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Normale Reizleitung am Herzen: Uniklinik Freiburg

Wieso schlägt das Herz?

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Das Sportherz

Ein vergrößertes Sportherz ist auch bei Leistungssportlern weniger häufig als allgemein angenommen wird. Voraussetzung ist ein hoher Ausdaueranteil im Training und Wettkampf, und das über viele Jahre.

Selbst bei Marathonläufern ist die Ausbildung eines Sportherzens nicht immer zwingend. Bei Sprintern und Mittelstrecklern bildet sich in den wenigsten Fällen ein Sportherz aus.

Das Ausmaß der Herzvergrößerung wird von der Dauer, Intensität und Art der körperlichen Belastung bestimmt. Entscheidend ist der Ausdaueranteil einer Sportart. Leistungssportler in Ausdauersportarten weisen die größten Sportherzen - bezogen auf das Körpergewicht - auf (Langstreckenläufer, Skilangläufer, Straßenradrennfahrer, Triathleten). Sprint- und Krafttraining führt zu keiner Sportherzvergrößerung. Genetische Einflüsse können bei identischer sportlicher Belastung zu unterschiedlichen Herzgrößen führen. Ein vergrößertes Sportherz ist sehr viel seltener als allgemein angenommen wird. Beispielsweise müssen wöchentlich mindestens 60 - 70 km mit ausreichender Intensität gelaufen bzw. mindestens 5 Stunden Ausdauersport betrieben werden, um eventuell ein Sportherz zu entwickeln.

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Wenn das Sportherz spinnt

Gute Leistungsfähigkeit und Beschwerdefreiheit bedeuten nicht zwangsläufig Gesundheit. Wenn Beschwerden auftreten, müssen diese ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden. Dazu gehören ein nicht erklärbarer Anstieg der Herzfrequenz in Ruhe oder bei vergleichbarer Belastung oder ein verzögerter Abfall in der Erholungsphase. Neuaufgetretene Rhythmusanomalien, aber auch Schwindel und Synkopen, bedürfen ebenso einer weiteren Diagnostik wie Luftnot oder Schmerzsensationen im Thoraxbereich. 

Eine Leistungsknick kann verschiedene Ursachen haben, auch an eine Herzkreislauferkrankung sollte gedacht werden.

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Das Sportherz - leistungsbedingte Anpassung oder pathologische Veränderung

Sportherz - Diagnostik für Kenner

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Was sich Betreuer und Aktive zu Herzen nehmen sollten

Störungen am Reizleitungssystem des Herzens sind bei Sportlern gar nicht so selten wie man denkt. Oft werden sie gar nicht oder nur durch Zufall (Pulsmesser) entdeckt.

Prof. Kindermann hat ein umfassendes und leicht verständliches Werk geschaffen, das sich sich Betreuer und Athleten zu Herzen nehmen sollten.

Was sich Betreuer und Aktive zu Herzen nehmen sollten

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Ist Herzstolpern beim Sport gefährlich?

Herzrhythmusstörung - was ist das? 

Ein Stolpern in der Brust fühlt man. Es kann aber auch das unangenehme Herzrasen sein, das einem fast die Luft wegnimmt. 

Beim gewohnten Training mit der Pulsuhr zeigt diese Unregelmäßigkeiten an. Der bekannte Trainingspuls ist viel schneller oder langsamer als normal. Viele „Extraschläge“ werden aber gar nicht bemerkt, sondern fallen durch Zufall bei der EKG-Ableitung auf.

Sind diese Arrhythmien gefährlich?

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27.10.2006

Extra-Tipp

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "RUNNING" (11/06) ist meine Herzgeschichte mit Bild abgedruckt. RUNNING-Experte Dr. Dieter Kleinmann gab mir den entscheidenden Tipp (s. o.), mein Herz per Katheter behandeln zu lassen.

Mit Jochen Schmitz (Chef vom Dienst des Laufmagazins) und Dr. Kleinmann stand ich in den letzten Wochen in regem E-Mail-Kontakt. Beiden an dieser Stelle nochmals vielen Dank.

Das Laufmagazin erhält man in einem gut sortierten Laden oder hier:

RUNNING - das Laufmagazin

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28.10.2006

Der Fall "Schalk" beispielhaft 

Dr. Kleinmann gratuliert per Mail

"Lieber Herr Schalk, 

ich gratuliere Ihnen zu Ihren guten Leistungen und Platzierungen nach der erfolgreichen Katheterablation. Es macht Ihnen offensichtlich und verständlicherweise sehr viel Spaß, leistungsorientiert zu trainieren und unbeschwert, d. h. ohne Herzangst, vordere Platzierungen in der Altersklasse anzustreben. 

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und werde immer wieder einmal Ihre sehr informative Homepage besuchen, um den sportlichen und gesundheitlichen Verlauf zu verfolgen. 

Auch in meinen Vorträgen werde ich Ihren Fall beispielhaft erwähnen, wenn ich auf das Herzkreislaufsystem im Laufsport eingehe, wahrscheinlich schon am 8.11.06 bei der AOK Heilbronn vor Lauftreffleitern (Thema: HERZ-KREISLAUFTRAINING IM LAUFSPORT, systematischer Aufbau und Heranführung an größere Belastungen). 

Gruß aus Fellbach

Dr. med. Dieter Kleinmann Internist/Sportmedizin  70736 Fellbach"

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06.11.2006

Meine Herzgeschichte passte genau

von Heinrich Kuhaupt

"Hallo Uli, 

mehr als du denkst habe ich in letzter Zeit an dich gedacht und von dir gesprochen. 

Wie du dir denken kannst, habe ich durch meine langjährige "Knüppelei" viele Bekannte, die bei der Zeitenjägerei durch diesen oder jenen körperlichen Defekt aus der Bahn bzw. aus dem Tritt gekommen sind und trauern ihren Höchstleistungen stillschweigend nach. 

Nur wenige klagen laut oder sagen was wirklich los ist. Keiner will natürlich Schwächen zugeben, weil er ja immer der Beste war. 

In Frankfurt/M. traf ich jetzt einen Topläufer aus meiner Zeit (100 km in 6:47 (Weltbestzeit in der AK 45).

 Deine Geschichte passte genau. Ich hab ihm dann die Fakten erzählt. Er wollte an den Marathonstart gehen, hat es dann aber gelassen und wollte gleich am Montag wie du sein Problem neu angehen. 

Das ist nur ein Beispiel. Du glaubst ja nicht wie viele mit gleichen Problemen rumlaufen und nicht weiterkommen. Mein Weitersagen wird die Besuche auf deiner Seite erhöhen.

 Ich freue mich, dass du dir die Mühe gemacht hast und auch im Detail die Sache geschildert hast. Ich selbst habe aus deinem Bericht auch gelernt. Da denkt man doch so oft, der eine oder andere hat's nicht drauf oder ist ein Weichei und in Wirklichkeit hat er ein Handicap. 

Wenn du es gut findest, dass ein erfahrener "Frontrunner" sich bei dir meldet und seine Meinung äußert, dann kannst du dies auch anderen zu lesen geben. Dann ist dies ja auch ein Lebenszeichen von mir. 

Bleib gesund und gut in Form. Herzlichen Gruß, Heinrich"

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Kommentar: Ich fand Heinrichs Worte von gestern und heute nicht nur toll, sie sind mir im wahrsten Sinne des Wortes zu Herzen gegangen und sind es absolut wert, veröffentlicht zu werden. Ich habe mich riesig über die Mails von Heinrich Kuhaupt gefreut. Glücklich macht mich auch, dass meine Geschichte anderen Mut macht und dem ein oder anderen weiterhilft.

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Das Sportler-EKG 

"Bei Sportlern liegen häufig Veränderungen des Ruhe-EKG vor, die Ausdruck physiologischer Anpassungsmechanismen an regelmäßiges Training sind. Am häufigsten bestehen EKG-Veränderungen bei Ausdauersportlern. Etwa 1/3 der Sportler weisen ausgeprägtere EKG-Veränderungen auf, die im Zweifelsfall kardiologisch abgeklärt werden müssen. Bei Sportlerinnen sind ausgeprägte EKG-Veränderungen etwas seltener als bei männlichen Athleten..."

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Veränderungen der Muskelmasse in Abhängigkeit von Trainingshäufigkeit und Leistungsniveau

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Mit der Zeit laufen

Eine Sache des Herzens

 "Noch vor fünfzig Jahren hielten Ärzte das Sportlerherz für eine krankhafte Erscheinung. Das hat sich gewandelt...

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06.02.2009

Plötzlicher Herztod bei jungen Sportlern 

Ruhe ist die einzige Therapie

von Dr. med. Willi Heepe in LAUFZEIT 

"Die Myokarditis oder Herzmuskelentzündung. Therapie: Das wirksamste Medikament mögen die Sportler überhaupt nicht, es heißt einfach Ruhe. Auch in der Gegenwart müssen wir zur Kenntnis nehmen Antibiotika gegen Viren gibt es nicht.

 Der plötzliche Herztod ist in Europa immer noch eine der häufigsten Todesursachen. Betroffen sind in erster Linie ältere Menschen. Jedoch werden von diesem Tod in 5 bis 10% auch jüngere scheinbar gesunde und Sport treibende ereilt. Bei circa 70% dieser Ereignisse lässt sich die Todesursache klären. In den restlichen Fällen ist autoptisch die Todesursache nicht zu verifizieren. Hierfür kommen eine Reihe Ursachen unter andern auch kardiale Gendefekte infrage.

Im Bereiche des Sportes ist für plötzliche Todesfälle in erster Linie die Myokarditis oder Herzmuskelentzündung zu diskutieren..."

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03.08.2009

"Kann man beim Laufen Herzschläge sparen?" 

"Läuferherzen haben sehr gute Chancen, länger zu leben. Außerdem sind sie belastbarer..."

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13.11.2010

Herzschlag 

Sinkt die maximale Herzfrequenz im Alter? 

"Die maximale Herzfrequenz ist von vielen Faktoren abhängig. Ab dem 20. Lebensjahr fällt die maximale Herzfrequenz durchschnittlich alle fünf Jahre um etwa vier Schläge pro Minute ab. Zu dieser altersabhängigen Verschiebung kommt natürlich noch der Faktor Trainingsanpassung hinzu. 

Ausdauertrainierte haben nämlich in der Regel eine etwas niedrigere maximale Herzfrequenz als Untrainierte. Dies bedeutet, dass nur kurz nach dem Trainingseinstieg mit einer etwas größeren Veränderung der Trainingsherzfrequenz gerechnet werden muss. Ausdauertrainierte haben im Durchschnitt auch eine etwas höhere relative Herzfrequenz an ihrer anaeroben Schwelle, aber auch dieser Einfluss ist gering..."

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23.11.2010

Vorhofflimmern bei Ausdauersportlern

"...Durch leistungssportliches Ausdauertraining von mindestens fünf Stunden Training pro Woche kann es zu einer strukturellen Anpassung mit exzentrischer Hypertrophie des Herzens und vergrößerter funktioneller Reserve im Sinne eines Sportherzens kommen...

...Zahlreiche Studien und einige Übersichtsarbeiten konnten in den letzten Jahren einen Zusammenhang zwischen ambitioniertem Ausdauersport und dem vermehrten Vorkommen von Vorhofflimmern und Vorhofflattern darstellen..."

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Stand: Montag, 27. August 2012